K A N T V E R M Ö G E N S M A N A G E M E N T
Gescheiterte Finanzexperten
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Probleme gab es seit einiger Zeit, nun wurde ein Insolvenzantrag gestellt.
Düsseldorf - Für die Frankfurter Kant Vermögensmanagement Frey & Schnigge GmbH ist Insolvenzantrag gestellt worden. Wie das zuständige Amtsgericht in Frankfurt dem Handelsblatt (Freitagausgabe) erklärte, stammte der Antrag nicht von der Gesellschaft selbst.
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter sei der Frankfurter Rechtsanwalt Frank Schmitt bestellt worden. An dem Vermögensverwalter ist neben dem Düsseldorfer Börsenmakler Schnigge und der AHAG Wertpapierhandelsbank AG auch Horst Frey beteiligt.
Anlage-Experte Frey war vor allem durch zahlreiche Auftritte in der Sendung "Die Telebörse" (n-tv) bekannt geworden. Daneben zeichnete er für verschiedene Investmentfonds verantwortlich, darunter die Fonds Raptor 21 und Raptor 22, die im April 2001 aufgelegt worden waren.
Die AHAG will nun ihr 20-prozentiges Engagement vollständig 2001 abschreiben. Die Schnigge AG reagierte offenbar etwas früher: Das Unternehmen teilte mit, man habe den eigenen Anteil von 29 Prozent bereits wertberichtigt.
Im Vorfeld der Insolvenz hat es laut Handelsblatt schon mehrfach Beschwerden von Anlegern gegeben. So habe der Vermögensverwalter seinen Kunden monatelang keine Depotauszüge zugesandt. Die Anleger hätten hierdurch erheblichen finanziellen Schaden erlitten, da ihnen der Überblick über die Entwicklung ihres angelegten Kapitals fehlte.
Die Kant Vermögensmanagement GmbH ist nach eigener Auskunft in Frankfurt, Aachen, Berlin und Düsseldorf vertreten und beschäftigt derzeit etwa 10 Mitarbeiter. Der Geschäftsbetrieb war Anfang August 1998 aufgenommen worden.
Der Frankfurter Rechtsanwalt Klaus Nieding, der mehrere Anleger vertritt, habe inzwischen gerichtlich Regressansprüche gegen die Gesellschaft erhoben. Die Klage solle nun möglicherweise auf die Kant-Geschäftsführer ausgeweitet werden.
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