Einerseits will man deutsche Unternehmen laut dem Wirtschaftsminister (Originalton von heute an Hedgefonds: "make no mistake about it") angeblich vor möglichen Übernahmen schützen, andererseits geschieht in Sachen Leerverkäufe mal wieder absolut gar nichts. Dies paßt irgendwie nicht zusammen, es sei denn, die Aufsichtsbehörden haben noch nicht gehört, daß möglichst hohe Kurse vor Übernahmen schützen würden. Ein Leerverkaufsverbot würde jedenfalls etwas helfen, daß die Kurse nicht weiter ungebremst in den Keller getrieben werden.
Angesichts dieser beispiellosen Krise und dem Nichtstun in Sachen Leerverkäufe sowohl der deutschen wie auch der europäischer Behörden, kann man eigentlich nur den Kopf schütteln und muß konstatieren, daß die Lobby der großen leerverkaufenden Hedgefonds/Finanzakteure nicht nur in den USA sondern auch hierzulande offenbar sehr gut vernetzt ist und ziemlich perfekt in den oberen Etagen funktioniert.
Auch die Aufrufe von deutschen Verbraucherschützern zu Leerverkaufsverboten nützten da bisher noch absolut gar nichts:
www.wallstreet-online.de/nachricht/...r-verbot-leerverkaeufen
"Tun Sie das richtige für unser Land" (Zitat der Bundeskanzlerin) könnte man in dieser Angelegenheit auch mal den schlafenden Aufsichtsbehörden zurufen.