Plünderungen und Androhungen für Verstaatlichungen hat im Moment mal nur psychologischen Nährwert.Es betrifft den operativen Verlauf nicht überproportional.
Für mich ist nun eher die Frage,
was nährt die Spekulation Steinhoff.
Wir erinnern uns
Vor 20 Monaten galt die These...Der Markt hat völlig überreagiert,Rebound muss kommen...er kam aber nicht
Dann galt die These....wenn erst mal die Zahlen auf den Tisch liegen dann kommen die Investoren....es kamen die 17er Zahlen,dann die 18er Zahlen und sogar die Halbjahreszahlen 2019 ....weit und breit keine Investoren in Sicht.
Dann galt die These mit dem CVA platzt der Knoten und zusammen mit HV und Analystenkonferenz,sollten auf jeden Fall positive Impulse kommen....Ergebnis war dass es neue Tiefststände gab,Analysten geben nicht mal ein Statement ab
Fazit: Man hat alles abgearbeitet war notwendig war und die Realitäten liegen auf dem Tisch.Ceo stellt auf viele Jahre Verluste in Aussicht.
Selbst Umsatzsteigerungen und operative Gewinne tangieren den Kurs absolut nicht.
Die Frage ist natürlich.
Was kann den Kurs noch anschieben?
Charttechnik ...auch neagtiv
Einigung mit den Klägern?
Könnte noch ewig dauern,da sich die Kläger bzw deren Anwälte natürlich auch nicht abspeisen lassen wollen und da auch real auch ein großer Schaden bei den Klägern da ist.
Könnte solch eine Einigung den Knoten lösen.Ich denke nein,da die strukturellen Probleme rund um die Schulden natürlich immer noch im Raum hängen.
Schuldenschnitt?
Da bin ich bereit zu sagen,dass würde den Kurs nachhaltig nach oben helfen.Schulden sind das Hauptproblem!!!!!
Wie realistisch ist ein Schuldenschnitt ?
Man hat viele Monate verhandelt um diese Lösung mit hohen Zinsen und sicherem Arbeiten bis 12/2021 zu bekommen. Um einige Protagonisten dazu zu bewegen hat man sie praktisch gekauft(early bird deal) Das Management konnte Arbeitsplätze sichern und die verschiedenen Anteile fit für den Markt zu machen und ggfs auszugliedern.
Ein Schulden schnitt würde für die Gläubiger das Realisieren von Verlusten bedeuten.
Die Frage ist,ob sie das freiwillig tun. Dann müsste sie strohdumm sein.
Bessere Strategie ist doch,hohe Zinsen zu kassieren und im Rahmen der Laufzeit sich Verbindlichkeiten durch Unternehmensverkäufe tilgen zu lassen. Ein chilliges Geschäft für die Gläubiger.Warum sollten sie das zu ihrem Nachteil nochmals nachverhandeln?
Absolut unrealistisch aus meiner Sicht.
Darum ist die Strategie von Steinhoff aus meiner sicht schon klar,nicht unbedingt zum Vorteil des Anteileigners,aber dass das keine aus Sicht des Management ernstzunehmende Gruppe ist,hat man ja bei der Qualität der Fragen bei der HV und der Quatität der Beteiligung gesehen.
Fazit.
Ich wüsste im Moment nicht worauf ich spekulieren sollte.Szenarien für einen Kurssprung sind für mich leider unrealistisch.Darum kein Kauf ...nach wie vor.Analysten beschäftigen sich nicht mal mit Steinhoff.
Mal ein schönes wenn auch verregnetes Wochenende