Starker Eigenhandel Deutsche Bank mit Gewinn


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Starker Eigenhandel Deutsche Bank mit Gewinn

 
31.07.03 09:18
Starker Eigenhandel
Deutsche Bank mit Gewinn  

Die Deutsche Bank ist erstmals seit einem Jahr wieder klar in die Gewinnzone zurückgekehrt. Zu den guten Zahlen trugen vor allem das starke Ergebnis im Eigenhandel sowie die weiter gesenkten Verwaltungskosten bei.

Vor Steuern verdiente das Finanzinstitut im zweiten Quartal 1,09 (Vorjahreszeitraum 2,22) Mrd. Euro, teilte Deutschlands größtes Geldhaus am Donnerstag mit. Damit wurden die Analysten-Schätzungen von im Schnitt 1,08 Mrd. Euro geringfügig übertroffen.

Netto lag die Deutsche Bank mit 572 Mio. Euro allerdings unter den Prognosen. Das ist allerdings darauf zurückzuführen, dass die Experten eine niedrigere Steuerbelastung unterstellt hatten. Im Steueraufwand von 503 (150) Mio. Euro seien Einmaleffekte aus deutschen Steuerrechtsänderungen im Mai 2003 enthalten, hieß es zur Erklärung.

Im Auftaktquartal hatte die Bank wegen umfangreicher Abschreibungen auf ihren Beteiligungs- und Wertpapierbesitz unter dem Strich noch einen Verlust von 219 Mio. Euro ausgewiesen.

Dem Anstieg beim Handelsergebnis um rund 57 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode stehen im zweiten Quartal allerdings deutliche Rückgänge beim Provisionsergebnis auf 2,23 (3,01) und dem Zinsüberschuss auf 1,67 (2,33) Mrd. Euro gegenüber.

Die Risikovorsorge für das Kreditgeschäft fuhr die Bank weiter zurück auf 340 (588) Mio. Euro und lag damit auch unter dem Wert des ersten Quartals von 380 Millionen Euro.

Erstmals seit mehr als einem Jahr hat die Bank weder große Abschreibungen noch einmalige Gewinne aus Beteiligungsverkäufen realisiert. Im Vorjahresquartal war in dem Vorsteuergewinn von 2,22 Mrd. Euro ein steuerfreier Gewinn von 1,5 Mrd. Euro aus dem Verkauf der Beteiligung an der Münchener Rück enthalten.

Bankchef Josef Ackermann sieht sich in seiner Strategie bestätigt. "Mit der Konzentration auf unsere Kerngeschäftsfelder nimmt die operative Stärke des Konzerns weiter zu ", sagte Ackermann.

Wie schon im Auftaktquartal verdiente der Bereich Corporate und Investment Bank mit 878 (249) Mio. Euro vor Steuern den Löwenanteil für den Konzern, während im Filialgeschäft und der Vermögensverwaltung (PCAM) das Ergebnis vor Steuern um vier Prozent stieg auf 286 Millionen Euro.

Der größte Erfolgsgarant im Bereich CIB war erneut das Geschäft mit Schuldtiteln und Derivaten mit Erträgen in der Größenordnung des Vorquartals von 1,8 Mrd. Euro - mit Aktien wurden immerhin noch Erträge von rund 900 Millionen erwirtschaftet.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen - also im Kern den Verwaltungsaufwand - drückte die Bank auf 4,47 (5,33) Mrd. Euro
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