Alle mal wieder etwas lockerer werden. Unterm Strich haben wir ein Ergebnis etwa auf Höhe des Vorjahresniveaus. Da Stand die Aktie jedoch in der Spitze um die 41 Euro.
Der neuerliche Kursverfall geht ganz klar auf die Kappe leerverkaufender US-Hedgefonds. Aufgrund des Kursverfalles scheinen die Argumente gegen Prosieben gewichtig. Allerdings, auch wenn es natürlich gewichtige Risiken für das Geschäftsmodell von Prosieben gibt, so halte ich den heutigen Verfall dann doch für sehr übertrieben. Schließlich haben diese unquantifizierten Risiken ja schon zu einer krassen Underperformance im laufenden Jahr geführt. Darin sollte eigentlich schon ziemlich viel eingepreist gewesen sein.
Die Wahrheit ist doch, dass sich die Leerverkäufer gewisse Kontingente gesichert haben und heute so oder so die Aktie in den Keller geschickt hätten. Wäre das Ergebnis besser oder schlechter ausgefallen, es hätte nichts geändert.
Insofern, alles was leer verkauft wird, muss auch wieder zurückgekauft werden. Ich jedenfalls habe heute nochmal zugelangt. Sollte Prosieben also nicht gerade im nächsten Quartal Insolvenz anmelden müssen oder jemand die Börse sprengen, werden die Leerverkäufer sich wieder eindecken müssen. Dann schreibt die Presse auch wieder positiver.
Das einzige Ärgerliche ist doch, dass die Rolle der Leerverkäufer bei den Marktberichten immer wieder unterschlagen bis kaum erwähnt wird. Meiner Meinung nach sollte jeder Leerverkauf, auch wenn es nur eine einzige Aktie sein sollte, dem Bundesanzeiger gemeldet und publiziert werden müssen. So könnten sich nun praktisch auch 10 Fonds bei 0,4 Prozent befinden und es müsste nicht publiziert werden.