Spaß mit meiner Bank. Eine wahre Geschichte.


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Reila:

Spaß mit meiner Bank. Eine wahre Geschichte.

 
28.01.01 21:38
29.12.00:
Ich möchte gegen 15 Uhr 2.700 Stück Aperian in USA kaufen.
Mein Kundenbetreuer ist telefonisch nicht erreichbar. Direkter Anruf beim "Wertpapierspezialisten." Der kennt mich nicht, der bisherige, der mich persönlich kennt, sei seit ein paar Tagen in München. Er selbst wäre noch bis 15.30 Uhr in der Bank. Gottseidank ist sein Chef da. Der kennt mich, verlangt aber zu seiner Sicherheit noch ein Fax über Risikoaufklärung, obwohl ich in meinem Depot schon Aktien habe und die Risikoaufklärung früher schon unterschrieben habe. Das Fax von mir bekommt er. Die Order wird aufgegeben. Die Aktion hat etwa eine halbe Stunde gedauert.
Am Abend liegen in meinem Depot 2.700 Stück Aperian zu ca. 3/4 Dollar.
23.01.01:
Ich möchte, daß 1.700 Stück verkauft werden mit Limit 4 Dollar und sage das telefonisch meinem Wertpapierberater. Der beglückwünscht mich, daß ich am 29.12. eine Order für unter DM 5.000 überhaupt losgeworden bin. Das würde die Bank sonst nicht machen. Er geht gleich zum "Wertpapierspezialisten" und gibt die Order auf. Es ist 15.30 Uhr und er wäre noch bis 18 Uhr in der Bank. Auf meine Bitte, mir telefonisch Nachricht zu geben, wenn die Order ausgeführt wäre, sagt er, daß die "Wertpapierspezialisten" die US-Kurse nicht sehen könnten. Ich erkläre ihm, wie man diese Kurse Realtime und kostenfrei sehen könne. Er ist sehr interessiert und bittet mich um eine e-mail mit Erläuterungen. Er bekommt die Mail.
24.01.01:
Aperian eröffnet in den USA über 4 Dollar.
25.01.01:
Ich frage meinen Kundenberater, ob meine Order ausgeführt wurde. Der meint nein. Auf seiner "Liste" hätte er nichts gefunden. Er fragt den "Wertpapierspezialisten" und gibt mir die Erklärung weiter: Die Broker in den USA würden immer noch ihre "Spanne" auf den Kurs aufschlagen. Somit hätten sie die Verkaufsorder nicht zu 4 Dollar sondern zu einem höheren Kurs gestellt. Deshalb sei keine Ausführung erfolgt.
27.01.01:
Post von der HypoVereinsbank: Wertpapierabrechnung Verkauf. Es wird die Teilausführung der Verkaufsorder (1.000 Stück zu 4 Dollar) bestätigt.

Noch Fragen?

R.
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taipan09:

 
28.01.01 22:12
was ist los?
abgesehen davon, dass das ein prima Geschäft war check ich hier einiges nicht.
a) die nehmen unter 5K keine orders an?
b) die verändern ein von dir gesetztes limit? haben die noch alle?
c) obwohl sie das limit erhöht haben, bekommst du ne teilausführung zu deinem limit, dass ja eigentlich unter dem tatsächlich gesetzten liegen müsste und so gar nciht ausgeführt werden kann?
Uahh..da schüttelt es einen ja gleich...
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Reila:

Die Wahrheit ist, ...

 
28.01.01 22:20
daß alles so war, wie oben beschrieben.
Ähnliches ist mir vor einigen Monaten mit der Dresdner Bank passiert. Ich war noch nicht bei einer Direktbank und orderte telefonisch über den Kundenberater für DM 10.000 Softbank. Der riet mir dringend ab. Softbank stieg am folgenden Tag um 40 Prozent. Ich war nicht dabei. Meine Schlußfolgerungen:
1. Sofort bei einer Direktbank anmelden.
2. Keinem Kundenberater der Bank mehr vertrauen. (Sind eh meist Grünschnäbel.)
3. Auch Auslandsaktien nur über Direktbanken. Melde mich morgen bei Systrada an.

R.
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Zwergnase:

Sowas kenne ich auch, tätige deshalb bei meiner

 
28.01.01 23:23
Bank alle Wertpapiergeschäfte via Internet selbst u. ohne Beratungswunsch. Mein Bänker hat noch nicht mal Realtimekurse sondern nur 15 Min. zeitversetzt (wenn nicht wieder sein Sparkassensystem abgestürzt ist) und außerdem keine Ahnung vom NM. In meiner Börsen-Anfangszeit habe ich ihn mal gefragt, welche Werte er denn empfehlen könne und er betete mir die Werte seiner internen Analysten runter (nur DAX-Werte). Weieres Beispiel: Er hat vor Monaten OTI gekauft, weil ihm dies von einem Kunden (Ihr hört richtig) empfohlen worden ist. Ihr seht: sehr viele Kenntnisse u. gute Weiterbildung.
Ansonsten ist der Typ in Ordnung, aber als Anlageberater so gut wie meine 90jährige Großmutter.

ZN
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baanbruch:

Meine finanz. Erfolge sind ja noch dürftig,

 
28.01.01 23:44
also scheine ich noch nicht sehr viel gelernt zu haben.
2 Dinge jedoch schon:
1) Analysten wissen nicht was sie tun.
2) Anlageberater in den meisten Filialen noch weniger.

Da ist schon ein Körnchen Wahrheit in der Werbung:
"Wenn der wirklich Ahnung hätte, würde der da noch arbeiten?"

Jedenfalls trete ich heute in Banken ganz anders auf als
bei meinen ersten Aktienaktionen.
Früher habe ICH geblufft.
Heute durchschaue ich den Bluff.

Man geht irgendwie lockerer und beschwingter durch die
von meinen früheren Sparbucheinlagen gebauten hohen Hallen.

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