Dass der Zinssatz bei Bain deutlich höher wäre, wundert mich aber nicht, da Bain den Kredit ja auf Osram stülpen würde. Also rund 1,2 Mrd. Euro neue Schulden für Osram, dazu die bestehenden 0,6 Mrd. - zusammen 1,8 Mrd. - die alleine von Osrams Tilgungsfähigkeit getragen werden müssten. Das vergleicht sich mit 2,7 Mrd. Euro Bondemission, die von der kombinierten EBITDA Kapazität + Synergien getragen werden würden (>1 Mrd. Euro EBITDA). Hoffe, ich bringe hier nicht zu viel durcheinander.
Wo ich wirklich schmunzeln muss ist, wenn Everke erzählt, dass er positive Rückmeldungen von Aktionären bekommt. Man kann sich ja die Abschläge im Kurs mal anschauen und mein Bauchgefühl sagt mir, dass wir ohne diesen komischen Deal bei mind. 60 CHF liegen würden nach den grandiosen Zahlen vor drei Wochen. D.h. Everke hat seinen Aktionären rund 30% Kursverlust eingebrockt und ich sehe hier keinerlei Euphorie a la „toll, Alex, haste ein Schnäppchen geschossen!“.
Zur Technik: ich finde es interessant, dass Osram erst die Vereinbarung aufheben muss, dann kommt das offizielle Angebot von AMS und erst DANN wird/würde/könnte Bain nachlegen. Ich hatte gehofft, dass Bain jetzt schon nachlegen könnte (kann man ja auch mit der Allianz Reaktion begründen), so dass Osram evtl gar nicht das Stillhalteabkommen kündigen müsste.
Werbung