Ich stimme mit Ihnen völlig überein, auch ich bin überzeugt, dass die handelnden Personen in erster Linie ihre ganz persönlichen Ziele verfolgt haben. Ob diese nun ganz profane monetäre Beweggründe als Basis hatten oder unter Umständen auch in der Persönlichkeitsstruktur des Vorstands zu suchen sind, möchte ich an dieser Stelle nicht ausführen.
Desweiteren habe ich mit keinem Wort behauptet, dass in Sachen Stürtz gegen Solvesta ermittelt wird. Schon gar nicht staatsanwaltschaftlich. Ich habe lediglich die Frage in den Raum gestellt, was denn nun aus dem selbstbewusst angekündigten Prozess geworden ist. Und ob da möglicherweise noch ein ganz erhebliches Prozessrisiko über dem leeren Solvestakonto schwebt.
Und, das interessiert den geneigten Beobachter möglicherweise auch, ob darüber hinaus auch Prevent der kleinen Solvesta das Licht ausknipsen kann. Denn hierzu war der ehemalige Vorstand erstaunlich schweigsam.
Dazu Folgendes:
Prevent streitet sich mit Ex-Gepade-Investor Solvesta
Nur ein Vierteljahr nachdem Prevent den Delbrücker Polstermöbelhersteller Gepade übernommen hatte, musste das Unternehmen im November 2015 erneut Insolvenz anmelden und damit das endgültige Aus.
Prevent hatte die Anteile vom vormaligen Gepade-Gesellschafter Solvesta gekauft. Der Münchener Investor hatte Gepade nach dessen erster Insolvenz nur rund 18 Monate geführt.
„Da haben sich zwei Ganoven getroffen", sagt ein Insider. Solvesta kaufe insolvente Mittelständler auf und mache Mitarbeitern Hoffnung. Dann werde das Unternehmen an die Wand gefahren, um die Immobilien zu vermieten.
Solvesta soll Gepade-Vertreter angewiesen haben, fiktive Aufträge zu schreiben, um dem Käufer Prevent schwarze Zahlen vorzutäuschen.
Prevent verklagt Solvesta nun beim Landgericht Frankfurt wegen arglistiger Täuschung. Streitwert: 1,7 Millionen Euro.
Solvesta fordert per Gegenklage Geld, weil Prevent vom Kauf zurücktrat.
www.nw.de/nachrichten/wirtschaft/...vollstaendige-Kuechen.html