Ich habe niemals das Gegenteil behauptet Energiewende. Ich habe immer geschrieben, dass die personelle Verquickungen zwischen SM und Solarhybrid mit Bosler, Petersen, Fischer, Förtsch eigentlich kein Zufall sein können.
Ich war der erste, der sich im Mai schon mehr als skeptisch zu diesem geplanten Joint zwichen SM und Solarhybrid geäußert hat. Es gab ja damals doch einige, die das positiv sahen. Darum kann ich nicht jetzt nicht ganz verstehen warum du jetzt schreibst: "Das spricht auch für meine These, dass die Insolvenz geplant war und ein krummer Deal zwischen SM und SH abgesprochen war".
Dein Problem ist meiner Meinung nach und ich weiderhole ich micht jetzt mal wieder, du hast dich in Verschwörungstheoriene (Solarhybrid, Ferrostaal, Insoverwalter) hier rein gesteigert, dass du den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr erkennen kannst. Lies dir mal deine E-Mails nochmal durch, die du an Plusminus oder sonst wer geschrieben hast. Da sind Unterstellungen drin, vorallem die gegen den Böhm, so was kann niemand für voll nehmen. Ich muss ehrlicherweise zugeben, ich habe geschmunzelt darüber und wahrscheinlich nicht nur ich.
Ich kann mich nur noch mal wiederholen, wenn man wirklich wissen welch krumme Dinge rund um Blythe bzw. die US-Projekte gelaufen ist (gab es überhaupt jemals Investoren ??, Solarhybrid ??), dann wird das nach meiner Einschätzung nur über den Wolff gehen. Der Wolff war der Chef von dem Laden in diesem Zeitraum und sonst niemand !!! Wenn der Wolff seine arbeit richtig gemacht hat, dann muss er über alles was bei Blyhe passiert ist informiert gewesen sein inkl. dem Solarhybrid-Deal. Wenn ich Auklrüng haben will, dann wird es nur über den Wolff gehen. Das ist meine Meinung und wenn uns die BAFIN helfen würde, mal sehen ob die uns bis Mitte Februar Antwort geben, wie sie es versprochen haben, dann würde uns das eventuell sogar einen Schritt weiter bringen. Mein problem ist, dass mich das Ganze mittlerweile schon einiges Zeit gekostet hat (verfassen von stichhaltigen Punkten, zig Telefongespräche, zig E-Mails) und mein eigentlicher Job schon darunter leidet.
Ob die Staatsanwaltschaft unsere Ausführungen überzeugen wird, weiß ich nicht, aber die Anzeige ist mittlerweile 4 Seiten lang und schon recht detailiert und nach meiner Einschätzung gibt es darin geügend Ansätze für einen Anfangsverdacht. Zumindest für den Strafbestand, dass die SM-Aktionäre nicht zeitnah informiert worden sind. Ich sehe eher das Problem, dass die Fürther Staatsanwaltschaft das ganze Verfahren straffen wird und alle Anzeigen gegen Kuhn, Fischer, Gladen. Blamberger, Wolff und Withag in ein Verfahren packen wird. Hoffentlich kann amn den Staatsanwalt davon überzeugen, dass mi einem einzelnen Verfahren gegen den Wolff schneller zum Ziel kommen könnte. Aber wer weiß schon wie die Gerichte so ticken. Notfalls muss man halt dann die Medien einschalten, aber dazu haben wir dann noch zu wenig Detailwissen.
Mal sehen was der Böhm in so drei Wochen nach der Due-Diligence-Prüfung und dem Sondierungsprozess noch sagen wird und vorallem was er auf der Gläubigerversammlung ausführen wird. Dann wissen wir sehr wahrscheinlich noch ein gutes Stück mehr und solange wird der Staatsanwalt auch mal sicher nichts unternehmen.
Energiewende die Gläubiger können sich erst äußern auf der Gläubigerversammlung. Du weißt doch, dass die Gläubigerstruktur von SM riesig zersplittert ist. Im Schnitt fallen pro Gläubiger "nur" rd. 15.000 € Verbindlichkeiten an.
Wenn es nach dir gehen würde, dann müsste der Insolverwalter wohl jede Woche eine Pressekonferenz geben. Was soll denn der Böhm denn da sagen ??? Der muss jetzt den Due-Diligence-Prozess abwarten, dann wird es wohl zu Angebote kommen und dann muss er Vorverhandlungen führen und ohne die Gläubigerversammlung kann er eh nichts entscheiden. Wie das Ganze hier ausgeht, wird der Böhm wohl auch nicht einschätzen können. Wie soll er auch ??
Ich wiederhole es nochmal. ich gehe absolut davon aus, dass es hier zu einem Insolvenzplan kommen wird, denn meiner Einschätzung nach ist SM durch die Werthaltigkeit der US-Projekte nicht überschuldet, die Gläubigerstruktur ist viel zu komplex und dass 70 Interessenten, die nicht gerade billige Buchprüfung bei SM vornehmen, deuten auch auf ein Insolvenzplanverfahren hin.
Würde mich schon sehr überraschen, wenn es nicht zu einem Insolvenzplanverfahren kommen sollte.
Wobei man aber diese 70 Interessenten nicht überbewerten soll, denn es dürften wohl mehr als 70% davon sich nur für einzelne Projekte bzw. Projektgesellesschaften interessieren (z.B. Blythe, Palen, Ibersol, Arenales) und nicht für SM als Ganzes.
Sonneschein2010 was ist denn jetzt definitiv nicht richtig, dass SM außer Arenales keine Aufträge hat ??? Deine Ausführungen sind richtig nett und auch alles bekannt, auch mir, du wirst es nicht glauben, aber es ändert nichts daran, dass SM bzw. Flagsol nur einen einzigen Auftrag von rd. 60 Mio. € hat bei Arenales. Sonst hat SM nichts. Kein Ibersol, kein EPC-Auftag aus Indien (die indische BRG hat auch keinen Auftrag in Indien, wenn dir das bekannt ist) und aus Süd-Afrika (Group Five hat beim 1.Bieterferfahren gar nicht teilgenommen).
Das was du schreibst ist zwar schön und nett, ändert aber trotzdem nichts an der Tatsache, dass SM keinen einzigen Auftrag hat bis auf den Speicherbau bei Arenales und das komplette Solarfeld wird von Siemens gebaut. So sieht es halt mal aus.
Ist also schon absolut korrekt, wenn ich schreibe, dass SM nur einen einzigen Auftrag hat.
In dem Prunkt gebe ich dir aber absolut Recht sonnenschein2010: "Irgendwie fast wie eine Tragikkomödie, dass die Unternehmensstruktur und die an die Wand gefahrene Solar Millennium gar nicht so einfach auseinanderzunehmen sind. Die ganzen Verstrickungen wirken fast wie ein Schutz vor übereilter Zerschlagung. Und dann noch 70 Interessenten, die sich irgendwann drum balgen werden ... da darf dann schon mal etwas höher gepokert werden". Sehe ich auch ganz ähnlich und wenn man dann noch die komplexe und zersplittete SM-Gläubigergruppe sich anschaut, dann wird eine Zerschlagung mit Zustmmung der Gläubigerversammlung noch viel schwieriger.