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Gibt es eigentlich Analysten der großen geldhäuser, die SM überhaupt covern? Wird sich da nicht mal langsam ändern müssen. Wenn es hier um Mrd-Projekte geht, dann muss doch auch eine Deutsche Bank mal in die Angelegenheit reinschauen.
die marktkapitalisierung ist durch den kursanstieg von ca. 20% von gestern (200 Mio) zu heute(240 Mio) um 40 Mio gestiegen....in anbetracht des 4,5 Milliarden Euro Mega-Auftrages entspricht diese marktkapitalisierung immernoch einer lächerlichen massiven unterbewertung...ich denke die marktteilnehmer werden erst schritt für schritt realisieren, was blythe für solar millennium bedeutet, das zeigt auch die tatsache, dass mit der gestrigen nachricht schon die mehrheit der user hier im thread seit wochen rechneten, aber im markt anscheinend überhaupt nicht eingepreist war (dafür spricht auch, dass teilweise seriöse analysten und journalisten s2m immernoch mit pv verwechseln...heute war auf n-tv beispielsweise ein bericht zu s2m mit bildern von einer pv-anlage).,.die 20% heute sind für mich daher nur der anfang eines größeren anstieges über mehrere wochen (natürlich mit ganz kleinen rücksetzern) bis auf alte höchststände und darüber hinaus....denn seien wir mal ehrlich....als s2m bei 45 euro stand, waren die gegebenheiten nicht halb so gut wie jetzt...und wer braucht schon einen claassen, wenn man chevron hat!? ;-)
mein persönliches fazit: s2m muss vom markt völlig neu bewertet werden und dies in anderen größenordnungen wie bisher
(man bedenke zusätzlich, dass neben blythe, noch andere kraftwerke von s2m in den usa in ähnlichen größenordnung auf der fast track liste stehen und somit blythe erst der anfang war! ganz zu schweigen von spanien, marokko und co.)
Mir ist der heutige Kursanstieg einfach ein Rätsel, und zwar aus zwei Gründen. Erstens war die positive Entscheidung des Ausschusses zum Blythe Project absehbar, nachdem bereits die Vorsitzende vor einigen Wochen positiv votierte und seither eigentlich nur eine Widerspruchsfrist abgelaufen war. Zweitens sind die folgenden Zitate aus der schon mehrfach verlinkten Reuters-Nachricht echte Negativ-Neuigkeiten:
"On Wednesday, Solar Millennium said it and Ferrostaal AG were the sole two co-developers, working through a U.S. joint venture, Solar Trust of America LLC. Chevron Corp. maintained it was still a co-developer through Chevron Energy Solutions. The commission said it had received no word that Chevron had dropped out." Auf deutsch bahnt sich hier ein handfester Rechtsstreit an, diesmal zwischen Chevron auf der einen und Solar Millenium und Ferrostaal auf der anderen Seite. Das war nicht voraussehbar und stellt den Erhalt von Krediten und vor allem Kreditbürgschaften vor dem Jahresende in Frage.
Ich kann die Sorgen verstehen. Aber:
1) ich sehe hier keinen Rechtsstreit, sondern nur die offene Frage, in welcher Art SM mit Chevron zusammenarbeitet. Das ist also noch unklar, aber vielleicht auch nur journalistiscem Unverständnis geschuldet. Denn die Frage: Wer ist wofür zuständig. Klar ist, dass Chevron mit dran beteiligt ist. Das kann nur gut sein.
2) Die Meldung ist ein Meilenstein. Das war die schwerste Hürde, weil konkrete Auflagen zu erfüllen waren, über die der Bundesstaat Kalifornien abzustimmen hatte. Die Finanzierung wird kaum untersagt werden, weil es sich um eine nationale (d.h. im Moment demokratische) Behörde handelt und Geld aus dem Stimulus gerne dafür hergeben wird, dass 1000 neue Jobs in moderner Technologie entstehen. Steven Chu, der Energiemminister, ist ein großer Freund solcher Projekte.
3) War der Kurs ausgebombt, weil womöglich schon einige damit gerechnet haben, dass das Geschäftsmodell keine Zukunft hat. Aber 1000MW sind im vergleich zu Andasol (150MW) ein ganz anderes Kaliber und dürfte dem Unternehmen und damit auch den Aktionären eine Planungssicherheit bringen, die höhere Kurse klar rechtfertigt. U.U. wird es auch zu starkem Cash Flow führen, weil das Projekt recurring revenue mit sich bringt. Historisch ist ja alles unter 20 Euro günstig. In den letzten 45 Jahren stand der Kurs nur etwa 30% der Zeit unter 20 Euro.
Deshalb ist SM für mich jetzt ein Kauf mit geringem Abwärtsrisiko, zumal ja schon dieses Jahr Baubeginn sein wird.
In der Tat muss man gegenüber den Medien gerade heute misstrauisch sein, weil sie die Sache in vielen Punkten nicht verstehen und irgend etwas nachplappern. Ernster sind aber die beiden folgenden Originalquellen:
www.energy.ca.gov/sitingcases/..._millennium_blythe/index.html
www.solarmillennium.de/Presse/Meldungen/...,lang1,50,1899.html
In der ersten schreibt die kalifornische Energieagentur, dies sei ein gemeinsames Projekt von SoM und Chevron. In der zweiten schreibt SoM, dies sei ein gemeinsames Projekt von SoM und Ferrostaal. Hier sehe ich schon ein Problem.
Solar Trust of America (70% Solar Millennium und 30% Ferrostaal) ist der Entwickler. Das heißt aber noch lange nicht, dass sie auch alles bauen, umsetzen und vor allem finanzieren.Ich gehe davon aus, dass vor allem bei der Finanzierung Chevron eine entscheidende
Rolle spielt. Unter Umständen auch beim Stromtransport und dem Ausbau des Netzwerkes. Also bei der Umsetzung der Energiespeicherung könnten sie involviert sein..
Abnehmer ist im Übrigen Southern California Edison und die haben schon einen Vertrag über 750MW unterzeichnet.
Übringes gibt es für dieses Projekt wenige Proteste, was bei solche einer Größenordnung erstaunlich ist. einen längeren Artikel dazu auch in der New York Times: www.nytimes.com/gwire/2010/08/26/...to-25893.html?pagewanted=1
@ MarcHe: Ich sehe hier wirklch keine Konflikte. Ich kenne die Rolle von Chevron auch nicht, aber dass hier von Streitereien gesprochen wird, erscheint mir eher so, also habest du gestern SM verkauft und bist jetzt sauer, dass die Aktien so stark zugelegt haben. Klar ist, dass Chevron gelistet ist, nicht allerdings in der Entwicklung. Da haben sie nämlich auch kein Know-How, weil sie nur Photovoltaik machen. Wir werden sehen.
Nicht vergessen, dass Chevron mit der Entwicklung gar nichts zu tun hat. Das ist allein Sache von Solar Millennium und Ferrostaal. Wie gesagt: Ich vermute, sie haben beim Netzwerk oder bei der Finanzierung eine Option. Vielleicht auch erst in der zweiten Phase, weil ja 750 MW eh schon einen Abnehmer haben. Gut möglich, dass sie sich ein paar Steuergutschriften abholen wollen. Dann würden sie sich an der Finanzierung beteiligen.
so wie heute kann es weitergehen! der Wert bleibt für mich nach wie vor extrem unterbewertet und weitere positive News werden folgen! Die Aktie wird hier von der mehrzahl der Privatanleger zum Kauf empfohlen:
www.de.sharewise.com/aktien/...m/analysen-empfehlungen?rp=0939
Ich verstehe Deine Rechnung nicht. Unterstellen wir folgendes: Chevron macht keine Rechte geltend, die Finanzierung klappt, und Bau und Fertigstellung liegen alle im angekündigten Zeitrahmen. Unterstellen wir weiterhin eine Bausumme von 4 Mrd. Euro, einen Anteil von 70 Prozent SoM hieran (2,8 Mrd. Euro) und ein EBIT von 10 Prozent. Dann ergibt sich ein EBIT von 280 Mio. Euro über die Laufzeit des Projekts.
Zeitlich stellt sich das wie folgt dar: In 2010 bis 2013 wird gebaut und finanziert, es entstehen also Anfangsverluste. Ab 2014 wird Strom verkauft, und zwar gemäß dem abgeschlossenen Liefervertrag über 20 Jahre. Folglich entsteht ein Einnahmenstrom in den Jahren 2014 bis 2034. Bis 2034 werden die Einnahmen per Annahme um 280 Mio. Euro über den Abschreibungen und laufenden Personal- und Wartungskosten liegen. Hiervon müssen jetzt aber die Finanzierungskosten abgezogen werden. Bei einer auf SoM entfallenden Finanzierung von 2,8 Mrd. Euro und einem per loan guarantee niedrigen Zins von 5 Prozent wären das anteilig 140 Mio. Euro pro Jahr. Ein Gewinn bliebe da nicht, wenn man diesen Betrag mit dem EBIT von 280 Mio. über 20 Jahre vergleicht.
Deine Rechnung unterstellt irgendwie, Gewinne würden während der Bauzeit entstehen. Während der Bauzeit fallen aber nur Finanzierungskosten und keine Einnahmen an. Welches Vorzeichen der Barwert der obigen Zahlungsströme hat, ist mir unklar.
fws, das sehe ich genauso. Die von S2M für die Konstruktions- und Bauleistungen kalkulierten Gewinnmargen sollten in den Projektkosten enthalten sein. Es ist dann eine Frage des Finanzierungskonzeptes, wie S2M an sein Geld kommt. Ich denke, dass S2M und Ferrostaal - unter dem wachsamen Auge von Deloitte
- erfahren genug sind, das jetzt sauber hinzukriegen.
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