”Ich kann den Frust gut verstehenSo eine drastische Gewinnwarnung nachdem vor nicht allzu langer Zeit die Jahresziele noch ganz anders aussahen, ist schon dreist.
Wenn man jetzt mal den dadurch entstandenen Vertrauensverlust des Managements ausser acht lässt und davon ausgeht, dass diese neuen Jahresziele erreicht werden und sich die Auftragslage wie beschrieben gegen Jahresende wieder verbessert, dann ist die Aktie ein Schnapper.
Das sind zwar viele "wenns" aber SMA ist immer noch profitabel, hat ein sehr gute EK-Ausstattung und es drohen zumindest keine Verluste, die das EK anknabbern.
Man kann die Aktie heute u. a. deutlich unter dem 2 fachen des vorhandene Eigenkapitals kaufen bei langfristig weiter guten Wachstumsaussichten!
Ich habe daher heute eine erste Position um 29 eingekauft.
Keine Handlungsempfehlung!
Entelippens, 19.06.24 15:00
Ich will dem nicht widersprechen, aber ich würde da dann doch erst mal ein zwei Kennzahlen anschauen.
Ob das EK sinkt oder steigt entscheidet nicht das EBIT (was übrigens negativ sein könnte, wenn man die Zinsen Belastungen aus den Vorquartalen projiziert), sondern der Net Cash Flow. Daher sind das für mich entscheidende Kennzahlen, die man jetzt abwarten oder projizieren muss.
Was Du schreibst, ist alles richtig, aber die Parkplatzsache fällt ggf. schon in das andere Segment, was läuft. SH alleine reicht nicht, dass Problem ist, dass wir im Haushalts und Gewerbemarkt einen Massenmarkt haben, wo eben Produktionskosten und leider NUR Produktionskosten eine Rolle spielen. IT, Service alles etc ist egal, man kann verdienen, so lange Unterkapazitäten da waren, bei Überkapazitäten sinkt der Preis auf das Niveau des billigsten Grenzanbieter, der Rest wird defizitär und fliegt aus dem Markt, muss die Kosten senken oder (meist dann und) so lange Quersubventionieren, bis wieder eine Knappheitslage ist und er seine Preise durchsetzen kann. Here we are. Da muss man nun gucken, wo SMA steht, Problem ist, dass die Massenlinien sich gegen amerikanische (billige Energie) und asiatische Produktion nicht durchsetzen werden in der Marktphase, wenn sie in Kerneuropa stehen.
Das, was mich auch überrascht, ist das Ausmaß. Gestern hätte ich noch gesagt, der MArkt ist deswegen nervös, aber SMA hat das gut gemanaged, die Prognosen stehen, die Zahlen stimmen. Aber jetzt Puh, Vertrauen weg bedeutet Vertrauen weg. War es nur schlechte Kommunikation oder haben wir hier ein internes Strukturproblem, im schlimmsten Fall im operativen Bereich, dann kann das hier auch schnell Richtung Varta rutschen (wobei das noch mal deutlich schwieriger ist, ich denke erstmal, da tut man SMA Unrecht)