Es wird vom Versagen gesprochen. Derweil sind es die Investoren, die scheinbar unmündig am Kapitalmarkt hantieren. Faber sprach Ungleichgewichte an, die sich durch die zustände an den Kapitalmärkten regelmäßig ergeben. Übrigens wurden diese Missstände noch nicht ansatzweise behoben. Es ist wie vor einer kaputten Straße zu warnen, die im Winter glatt ist, aber auch im Sommer noch die Frostschäden des Winters vorweist.
Historisch gesehen zeitigen sich Krisen nicht in präzisen Intervallen. Es herrschen immer zyklen von unterschiedlicher dynamik vor. Wer die Kapitalmärkte nicht analysieren kann, wer nur Gold kauft, weil irgendein Guru es für richtig hält, DER hat versagt. Denn DER wird auch bei der nächsten Neuemission mitmischen, Zertifikate von Lehmann zeichnen, offene immofonds erwerben, sowie bei minenbeteiligungen blindlings zugreifen. Gier frisst Hirn.
Warum war der Neue Markt seinerzeit so ein Desaster? Weil man Jenseits der Realität agierte, sowohl auf investorenseite, als auch auf emittentenseite.
Risiko hat einen Preis. Immer. Wenn Risiken falsch gepreist sind, sind das Ungleichgewichte. Es liegt in der natuer der Sache, das ein Ungleichgewicht nur kurz andauern kann. Wie kurz oder lang, das wird die Zukunft offenbaren.