Radeberger Pilsener...
... Ein blankes goldgelb, dazu eine feste Schaumkrone. Optisch ist dieses Pils schon ganz weit vorne mit dabei. Immerhin erhielt die Exportbierbrauerei Radeberger am 11. Dezember 1905 die Genehmigung, das heutige Testbier dem König Friedrich August III. von Sachsen als Tafelgetränk auszuschenken. Welch Ehre... Nun wollen wir aber mal einen zünftigen Schluck zu uns nehmen... Ein ausgesprochen hopfiger Antrunk. Holladiewaldfee. Das ist nichts für Mädchen. Sauber und trocken zeichnet sich der Hopfen auf der Zunge ab. Leicht bitter zu Beginn, dann mit der Zeit immer knackiger im Körper. Ja, so muss ein Pilsbier schmecken. Aber auch das süßlich Malz versteckt sich nicht. Gerade im vorderen Drittel schaut das Gerstenmalz durch und sorgt so für ein süffiges Geschmackserlebnis. Eine nahezu perfekte Melange. So fällt man auf, und zwar positiv. Da gibt es unendlich viele Pilsener in Deutschland, die alle gleich unauffällig schmecken. Und das Radeberger macht es anders und zwar besser. Ein voluminöser Körper, gute Zutaten, klare Aromen. Alles zusammen: sehr lecker.
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