Sieben Indikatoren für eine Konjunkturerholung ...


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Sieben Indikatoren für eine Konjunkturerholung ...

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17.01.02 18:57



Sieben Indikatoren für eine Konjunkturerholung ... 544286

Sieben Indikatoren für eine Konjunkturerholung ... 544286

Sieben Indikatoren für eine Konjunkturerholung in den USA

von William L. Valentine, The Internet Analyst  


Wie der Mensch jedes Jahr eine Generaluntersuchung braucht, muss auch die Wirtschaft regelmäßig einem Check-Up unterzogen werden. Der Jahresanfang ist ein guter Zeitpunkt für meine "Sieben Indikatoren", mit deren Hilfe man feststellen kann, ob uns zur Jahresmitte denn die vielbeschworene Erholung in den USA wirklich ins Haus steht, oder ob wir uns vielmehr auf ein "Bach-runter-Szenario" einstellen müssen.





1.
Bruttoinlandsprodukt:


Nachdem das BIP im dritten Quartal negativ war, wird auch für das am 31. Januar endende Quartal eine Negativzahl erwartet. Die Prognosen für 2002 liegen im Bereich zwischen leicht negativ und plus zwei Prozent Wachstum. Bedenkt man aber, dass letzten Februar noch 95 Prozent der Ökonomen eine Rezession ausgeschlossen hatten (auch ich!), würde ich diesen Vorhersagen nicht allzu viel Glauben schenken. Das BIP ist in gewissen Maße ein Zufallsindikator.





2.
Inflation:


Die Inflation entwickelt sich gegenwärtig günstig, egal ob gemessen an Index für die Beschäftigungskosten oder am BIP-Deflator-Index. Stimmen, die behaupten, dass Preise in den USA in die Höhe schießen, kann man getrost ignorieren. Dank der schwachen Gesamtnachfrage und einem Überangebot an Öl ist dies keineswegs der Fall. Deflation ist gegenwärtig nur in den Schlagzeilen der Presse, aber nicht in der Wirtschaft selbst zu finden. Vielmehr ist die stetig steigende Zinskurve ein sicheres Anzeichen für eine Erholung.





3.
Zinssätze:


Die Zinssätze könnten sich nicht besser entwickeln. Niemals und ich wiederholde NIEMALS! hat es derart aggressive Zinssenkungen gegeben, ohne das eine wirtschaftliche Erholung gefolgt wäre. Entgegen der Spekulationen in der Presse ist es ziemlich ausgeschlossen, dass die Fed den Zinssatz in der nahen Zukunft wieder hochstuft.





4.
Wirtschaftliche Indikatoren:


Das Conference Board (vergleichbar mit dem deutschen Rat der Weisen) hat bekannt gegeben, dass die elf wichtigsten wirtschaftlichen Indikatoren im November für den zweiten aufeinanderfolgenden Monat gestiegen sind. Zwei Monate sind zwar nicht die Welt, aber doch ein positives Zeichen und Beweis für meine Ansicht, dass Wirtschaft und Markt im September normalerweise ihren Boden erreicht haben.





5.
Arbeitslosenzahlen:


Die Arbeitslosenzahlen steigen weiter und nähern sich erstmals der Sechs-Prozent-Marke von 1994. Obwohl sich dieser Trend für eine wirtschaftliche Erholung natürlich umkehren müsste, darf man nicht vergessen, dass Arbeitslosigkeit ein etwas verzögerter Indikator ist und sechs Prozent historisch gesehen in einer Rezession nicht besonders viel sind.





6.
Geldvolumen:


Das Geldvolumen explodiert weiter und ist der wichtigste Katalysator für neue Expansion. Money of Zero Maturity (Größe, die alle liquide und nicht gebundenen Mittel bezeichnet) ist meine bevorzugte Messgröße für das Geldvolumen. Diese wächst zum ersten mal seit 1982 mit einer jährlichen Rate von 22 Prozent. Gute Aussichten für Bullen!





7.
Börse:


Zwei Wochen nach den Terroranschlägen im September hat sich die Börse wieder berappelt. Seitdem hat es eine Erholung von über 25 Prozent gegeben, das klassische Dilemma für Market-Timer, die diesen wichtigsten Anstieg seit 1991 verpasst haben. Ohne die Gewinne der letzten drei Monate wäre eine Erholung allerdings sehr schwierig. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist jedoch sehr gering. Meiner Meinung nach sind derzeit an den Börsen alle Zeichen für eine wirtschaftliche Erholung zur Jahresmitte zu erkennen.

multexinvestor


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Speculator:

LAUTES PFEIFEN IM WALDE!!! o.T.

 
17.01.02 19:09
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Seth Gecko:

zu Punkt 3, 4, 7

 
17.01.02 19:25
3
Japan. Deren Zinssenkungspolitik war unendlich mal aggresiver, denn es kam sogar zu NULLZINSEN. Gebracht hat es nichts und wird auch nichts bringen, solange die Japanische Sparquote in Regionen von 20 Prozent liegt. OK, daß US-Problem ist nicht die hohe Sparquote, sondern die langjährige NEGATIVE Sparquote. Das rächt sich jetzt.

4
Steigende Indikatoren bedeuten manchmal, daß die Entwicklung weiterhin negativ sein wird. Ein Großteil der US-Frühindikatoren arbeiten nach dem Prinzip, daß Werte unter 50 eine Schrumpfung, Werte über 50 Wachstum bedeuten. Steigt nun ein Index von beispielweise 36 auf 43, so heißt das lediglich, daß die Geschwindigkeit der Schrumpfung abnehmen KÖNNTE, und daß mit Wachstum nicht gerechnet werden kann.

7
Börsen irren sich. 1999 "dachte" die Börse, daß Internetfirmenbesitzer von z.B. Web.de in 10 Jahren reicher sein könnten, als Bill Gates. *Scherz* Aber es gab z.B. Gerüchte, daß EM-TV Walt Disney übernehmen würde. Man hat sich geirrt, und Kureinbrüche von durchschnittlich 90% waren lediglich die Korrektur dieser falschen Meinung.

cu, seth (der trotz alledem Konjunkturoptimist ist, allerdings erst an einen Aufschwung anno 2003 glaubt)
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Dr.UdoBroem.:

@Seth

 
17.01.02 19:32
USA und Japan kann man wohl so einfach nicht vergleichen - das Problem in Japan sind wohl eher die Milliarden an faulen Krediten, auf denen die Banken sitzen und das fehlende Vertrauen der Bevölkerung in die eigene Wirtschaft(und Börse), deswegen auch die hohe Sparquote.

Einige der Indikatoren zeigen inzwischen wohl auch schon reales Wachstum an(über 50), aber solange sich das nicht über einen längeren, aussagekräftigeren Zeitraum bestätigt, bleibe ich auch kritisch.

Gruß Dr. Broemme
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Speculator:

JaJa, USA ist nicht gleich Japan und ...

 
17.01.02 20:04
...heute ist nicht gestern, usw, usw, usw....

Zu den probleme in USA und drum herum:
- Haushaltsüberschuß, war einmal.
- Niedriege Arbeitslosenrate dank "Welfare to work" versagt jetzt doppelt.
- Immobilienmarkt steht vor dem zusammenbruch
- Lateinamerika vor dem Bankrott
- auch China im Rückwärtsgang
- Internetpleiten kosten Millarden
- Preissteigerung in EU
- Nahost vor explosion
- und ganz zum schluß: die noch unsichtbare Inflation (Inflation Tsunami)


mfG: Speculator
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tom68:

Speculator, Du steckst wohl bis zum Hals in Puts.. o.T.

 
17.01.02 20:09
Antworten
Dr.UdoBroem.:

@Speculator

 
17.01.02 20:18
Was Du als Probleme definierst, sind wohl eher spekulative Risiken. Bei einigen Punkten verstehe ich auch nicht, wie Du darauf kommst.

Beispiel Immobilienmarkt: Warum soll der zusammenbrechen? Die aktuellen finance.yahoo.com/mo target="_new" rel="nofollow">Zahlen für Baubeginne und Baugenehmigungen sehen doch ganz gut aus.

Die Argentinienkrise hat bisher erstaunlich wenig Wirkung gezeigt.

Von einer Inflation in Europa ist augenblicklich auch nichts zu sehen.

Ob es zu einer Explosion in Nahost kommt, halte ich auch für eher unwahrscheinlich. Bisher halten sich die Erdölproduzierenden Staaten mit Solidaritätsbekundungen weitgehend zurück - ganz im Gegenteil wird ausdrücklich betont, das Öl nicht mehr als Kampfmittel einzusetzen.

China kann ich nicht beurteilen.

Und vor kurzem warnten die "Experten" noch vor einer Deflation...

Gruß Dr. Broeemme
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Speculator:

@tom68, nicht deswegen aber man muß...

 
17.01.02 20:26
...doch 1 & 1 zusammen zählen können, oder???

Habe mir gerade die "Ultralanfristige Charts" bei www.godmode-trader.de angeschaut.

Sieben Indikatoren für eine Konjunkturerholung ... 544442

Rechne mal nach:

Von 1978 bis 2000 (= 22 Jahre) ist der Nasdaq Composite um 4500% gestiegen, was eine jährliche steigerungsrate von 46% entspricht.

Jetzt schreiben wir das Jahr 2002 (von 1978 = 24 Jahre) und wir haben schon mächtig korregiert. Der Index steht bei 2000 Punkte und das entspricht jetzt nur noch eine jährliche Steigerungsrate von 37%, schöööööön nicht???

Was machen wir uns so große Gedanken? wir stehen vor der Trendwende, bei +37% im Jahr sehen wir den All Time High in weniger als drei Jahre wieder!!!


mfG: Speculator
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modeste:

Außerdem hat Schröders Eichel verkündet,

 
17.01.02 20:33
dass es im Jahre 2002 nur ein Wachstum von 0,75 % geben werde....

Mit Blick auf die notorische Schönfärberei der Regierenden in Verbindung mit ihrer ungeschränkten Liebe zu Ministersesseln darf man von dieser sogenannten Prognose ruhig 1 % abziehen, so dass, wenn es gutgeht, allenfalls eine Stagnation herauskommt...

Na dann, gut zock...Speculators Skespis ist jedenfalls mehr als angebracht...

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unknown777:

Also meine eichel verkündet mir keine ....

 
17.01.02 20:41
wirtschaftsdaten ....hehe .....  
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MaxCohen:

Vorsicht Speculator: Rechenfehler!

 
17.01.02 21:11
Wenn ich den obigen Chart richtig interpretiere, befand er sich 1978 bei 100 Punkten. Heute befindet sich die Nasdaq bei 2000 Punkten. Demnach war die jährliche Durchschnittsperformance nicht bei 37%, sondern bei 13,3%.
Desweiteren belief sich die jährliche Steigerung zwischen 1978 und 2000 auf 19,5%. Das heißt bei einer Durchschnittsperformance von 13,3% würden wir die Jahreshöchststände in 7,5 Jahren wiedersehen.
Bei einer Jahresperformance von 37% stünden wir heute bei 200000 Punkten, was natürlich auch nicht schlecht wäre ;-)

Grüße Max
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Speculator:

Wenigstens einer der Rechnen kann ;-)

 
17.01.02 21:45
War vorhin unter Zeitdruck *schäm*, also die Formel um dies zu berechnen:

Kn = Kapital nach n Jahren oder in dem Fall 4500 Punkte
K0 = Anfangskapital oder hier die 100 Punkte
P = Zinssatz in %
q = Zinssatz/100 + 1
n = Laufzeit bzw. Jahre

Kn = K0*(q hoch n)
(q hoch n)=Kn/Ko
q = (n Wurzel aus Kn/Ko) und nicht wie in meiner Rechnung (n Wurzel aus Kn


Also, in spätensten in acht Jahren haben wir ein neues Hoch, prost.


mfG: Speculator
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