Sex, Erpressung, Entlassung und keiner kennt sich mehr aus
Bei der deutschen MLP geht es drunter und drüber: Ein Vorstand wurde entlassen, weil er angeblich im Bett einer Londoner Investmentbankerin zu viel erzählt hatte.
31 Jahre ist Dorian Simon alt. Bis vor kurzem war er noch Topmanager, Vorstand beim deutschen Finanzdienstleister MLP. Die Aktien des Unternehmens notieren im Frankfurter Leitindex Dax, und kosten derzeit rund elf Euro. Vor einem halben Jahr waren die Papiere noch rund 80 Euro wert, im September 2000 erreichte sie das bisherige Allzeithoch mit 173 Euro.
Rund um Dorian Simon und der Heidelberger MLP hat sich ein geheimnisvoller Börsekrimi entwickelt, bei dem noch immer nicht ganz klar ist, was genau passiert und wer der wirklich Böse ist.
Laut dem deutschen Magazin "Spiegel" wurde Simon erpreßt: Der verheiratete Manager hatte in London mit einer Investmentbankerin eine Affäre begonnen. Als diese drohte, die Ehefrau über die Bettgeschichte zu informieren, gab er ihr Geschäftsgeheimnisse weiter. Das Motiv der Bankerin (angeblich von J.P. Morgan): Sie wollte auf tiefere Kurse der MLP-Aktie spekulieren, mit Leerverkäufen viel Geld verdienen. Auch die Vorbereitung einer feindlichen Übernahme durch ein Konkurrenzunternehmen sei geplant gewesen.
Die Sex-Geschichte kommt höchst ungelegen: Schon seit Mai berichtet die deutsche Zeitung "Börse online" immer wieder, daß das einstige Paradeunternehmen, das in Österreich zu einem kleinen Teil an der Uniqa-Versicherung beteiligt ist, nicht ganz sauber bilanziert, auf eigentümliche Weise die Kunden zählt.
Bei MLP weiß man laut "Spiegel" nicht, ob Simon ein Sündenbock ist oder ein Komplize einer privaten Zockertruppe, die mit manipulierten fallenden Kursen viel Geld macht. Offiziell wird zu diesem Thema wenig gesagt: "Zu den Vorwürfen gegen Herrn Simon möchte MLP weiterhin keine Auskünfte geben", teilt die Kommunkationsabteilung der Konzerns mit. Und weiter heißt es: Man möchte nur festhalten, daß es zwischen MLP und J.P. Morgan Chase nie Geschäftsbeziehungen gegeben habe. Es habe keine Notwendigkeit gegeben, über Finanztransaktionenen mit J.P. Morgan zu sprechen. Eine Sprecherin von J.P. Morgan bestätigt hingegen, daß es Kontakte zwischen Simon und einer Angestellten ihres Hauses gegeben hat. Die Beziehung sei allerdings "rein geschäftlich" gewesen, die Vorwürfe "unwahr und unverantwortlich". Auch die betroffene Investmentbankerin bestreitet die Sexaffäre.
Indes wurde im Büro des MLP-Vorstandschef eine Wanze gefunden, allerdings nur eine mit geringer Reichweite des Senders. Dies deute auf einen Mitarbeiter im eigenen Hause hin, der verdächtigt wird, Daten an "Börse online" und andere dunkle Gestalten weitergegeben zu haben. Bei einer Überprüfung der Computer wurde festgestellt, daß unter dem Namen Simon brisante Firmendaten abgerufen wurden.
Laut "Focus" hat Simon nur ein Scheingeständnis abgelegt, um bei der Suche nach der wahren Quelle durchgesickerter interner Informationen zu helfen. Eine offizielle Begründung für die Entlassung Simons gibt es nicht. Der Betroffene selbst schweigt, "Börse online" veröffentlicht interne MLP-Papiere, der Kurs bleibt am Boden.
Bei der deutschen MLP geht es drunter und drüber: Ein Vorstand wurde entlassen, weil er angeblich im Bett einer Londoner Investmentbankerin zu viel erzählt hatte.
31 Jahre ist Dorian Simon alt. Bis vor kurzem war er noch Topmanager, Vorstand beim deutschen Finanzdienstleister MLP. Die Aktien des Unternehmens notieren im Frankfurter Leitindex Dax, und kosten derzeit rund elf Euro. Vor einem halben Jahr waren die Papiere noch rund 80 Euro wert, im September 2000 erreichte sie das bisherige Allzeithoch mit 173 Euro.
Rund um Dorian Simon und der Heidelberger MLP hat sich ein geheimnisvoller Börsekrimi entwickelt, bei dem noch immer nicht ganz klar ist, was genau passiert und wer der wirklich Böse ist.
Laut dem deutschen Magazin "Spiegel" wurde Simon erpreßt: Der verheiratete Manager hatte in London mit einer Investmentbankerin eine Affäre begonnen. Als diese drohte, die Ehefrau über die Bettgeschichte zu informieren, gab er ihr Geschäftsgeheimnisse weiter. Das Motiv der Bankerin (angeblich von J.P. Morgan): Sie wollte auf tiefere Kurse der MLP-Aktie spekulieren, mit Leerverkäufen viel Geld verdienen. Auch die Vorbereitung einer feindlichen Übernahme durch ein Konkurrenzunternehmen sei geplant gewesen.
Die Sex-Geschichte kommt höchst ungelegen: Schon seit Mai berichtet die deutsche Zeitung "Börse online" immer wieder, daß das einstige Paradeunternehmen, das in Österreich zu einem kleinen Teil an der Uniqa-Versicherung beteiligt ist, nicht ganz sauber bilanziert, auf eigentümliche Weise die Kunden zählt.
Bei MLP weiß man laut "Spiegel" nicht, ob Simon ein Sündenbock ist oder ein Komplize einer privaten Zockertruppe, die mit manipulierten fallenden Kursen viel Geld macht. Offiziell wird zu diesem Thema wenig gesagt: "Zu den Vorwürfen gegen Herrn Simon möchte MLP weiterhin keine Auskünfte geben", teilt die Kommunkationsabteilung der Konzerns mit. Und weiter heißt es: Man möchte nur festhalten, daß es zwischen MLP und J.P. Morgan Chase nie Geschäftsbeziehungen gegeben habe. Es habe keine Notwendigkeit gegeben, über Finanztransaktionenen mit J.P. Morgan zu sprechen. Eine Sprecherin von J.P. Morgan bestätigt hingegen, daß es Kontakte zwischen Simon und einer Angestellten ihres Hauses gegeben hat. Die Beziehung sei allerdings "rein geschäftlich" gewesen, die Vorwürfe "unwahr und unverantwortlich". Auch die betroffene Investmentbankerin bestreitet die Sexaffäre.
Indes wurde im Büro des MLP-Vorstandschef eine Wanze gefunden, allerdings nur eine mit geringer Reichweite des Senders. Dies deute auf einen Mitarbeiter im eigenen Hause hin, der verdächtigt wird, Daten an "Börse online" und andere dunkle Gestalten weitergegeben zu haben. Bei einer Überprüfung der Computer wurde festgestellt, daß unter dem Namen Simon brisante Firmendaten abgerufen wurden.
Laut "Focus" hat Simon nur ein Scheingeständnis abgelegt, um bei der Suche nach der wahren Quelle durchgesickerter interner Informationen zu helfen. Eine offizielle Begründung für die Entlassung Simons gibt es nicht. Der Betroffene selbst schweigt, "Börse online" veröffentlicht interne MLP-Papiere, der Kurs bleibt am Boden.