Der wahrscheinlichste Hintergrund ist ein großer Aktienüberhang aus der Kapitalerhöhung und/oder aus institutionellen Beständen, der seit Ende Mai und besonders nach dem Lock-up-Ende Mitte Juni systematisch abverkauft wird.
Das erklärt besser als jede andere Theorie:
den kontinuierlichen Druck,
das hohe Volumen,
die schwachen Schlusskurse,
das regelmäßige Abend-/Schlussauktionsvolumen,
das Scheitern positiver Nachrichten,
den Bruch unter 2,44 €,
und die Tatsache, dass öffentlich sichtbare Shortpositionen nicht aggressiv steigen.
Das sieht nach Distribution aus. Nicht nach normalem Zufall. Nicht primär nach Retail. Nicht eindeutig nach illegaler Manipulation.
Woran erkennt man, wann es aufhört?
Ich würde auf diese Signale achten:
Schlussauktion verliert Dominanz
Wenn abends nicht mehr regelmäßig riesige Blöcke kommen, könnte der große Verkäufer fertig sein.
Kurs schließt nicht mehr am Tagestief
Solange Eutelsat nahe Tief schließt, kontrolliert die Verkaufsseite den Markt.
Rückeroberung von 2,32–2,44 €
2,32 € war der jüngste Schlusskurs vor dem heutigen Bruch; 2,44 € ist psychologisch/technisch wichtig wegen TERP und jüngerer Stabilisierung.
AMF-Shortdaten ändern sich
Wenn Qube oder andere wieder deutlich erhöhen, wäre die Shortseller-These stärker. Wenn Shorts weiter sinken und der Kurs trotzdem fällt, ist der Aktienüberhang die wahrscheinlichere Erklärung.
Schwellenmeldungen / Aktionärsveränderungen
Wenn ein großer Aktionär meldet, dass er reduziert hat, wäre das der harte Beweis.
Für heute bedeutet das
Bei 2,16 € ist der Kurs nicht einfach „unterbewertet, weil KE-Wert 2,44 €“. Der Markt sagt gerade:
„Ich will diese Aktie nur noch mit deutlichem Abschlag aufnehmen, solange der Verkaufsdruck nicht erledigt ist.“
Das ist gefährlich, weil technische Unterstützungen erst wieder relevant werden, wenn der Verkäufer fertig ist. Bis dahin können rationale Marken brechen.
Mein Fazit:
Der Kursverfall wirkt nicht „normal“, aber auch nicht beweisbar illegal manipuliert. Er wirkt wie ein institutioneller Abverkauf nach einer extrem verwässernden Kapitalmaßnahme, wahrscheinlich verstärkt durch Lock-up-Ende, Schlussauktionsprogramme und technische Folgeverkäufe.