Auf der Citi 2026 Global TMT Conference erklärte der Finanzchef von T-Mobile, Starlink Mobile könne dem Mobilfunkanbieter niemals ernsthaft gefährlich werden. Das Signal brauche schlicht zu lange, um die Erde zu erreichen, und sei zudem zu schwach.
Daniel Zlatev (übersetzt von Marius Müller), Veröffentlicht am 12.09.2026
Astronomy / Space
Elon Musk glaubt, dass SpaceX mit dem 5G-Dienst von Starlink Mobile aus dem All direkt ins Mobilfunkgeschäft einsteigen kann. Der Finanzchef von T-Mobile behauptet jedoch, der Satelliten-Internetanbieter werde gegenüber terrestrischen Mobilfunkanbietern niemals konkurrenzfähig sein – schließlich ließen sich die Gesetze der Funkphysik auch nicht von den von SpaceX eingesammelten Milliarden beeindrucken.
Auf der Citi 2026 Global TMT Conference erklärte Peter Osvaldik, SpaceX habe inzwischen etwa vier verschiedene Wege ausprobiert, um dieses Ziel zu erreichen. Keine dieser Strategien werde funktionieren, da das Signal nicht einmal durch die Windschutzscheibe eines Tesla Model Y komme.
Plan Nummer eins war Direct-to-Cell (DtC), wobei der Dienst unter dem Namen T-Satellite bereits verfügbar ist. Herkömmliche Smartphones wie das Samsung Galaxy S26 Ultra können sich über T-Mobiles eigenes Frequenzspektrum direkt mit Starlink-Satelliten verbinden. Grundlage dafür sind FCC-Regelungennamens „Supplemental Coverage from Space“. Auf dem Papier klingt das beeindruckend, doch die Satelliten bewegen sich in Hunderten Kilometern Höhe mit Zehntausenden Kilometern pro Stunde. Diese Geschwindigkeit verursacht eine starke Dopplerverschiebung, während die verwendeten Antennen eine deutlich geringere Sendeleistung als ein Mobilfunkmast aufweisen. In der Praxis reicht das in Gebieten ohne Mobilfunkempfang derzeit für Textnachrichten und Notfallwarnungen. Eine brauchbare Datenverbindung soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
Plan Nummer zwei sah vor, als MVNO aufzutreten und somit Netzkapazitäten eines bestehenden Mobilfunkanbieters anzumieten. AT+T, Verizon und T-Mobile lehnen dies vorerst jedoch allesamt ab. Plan Nummer drei bestand darin, mithilfe des von EchoStar erworbenen Frequenzspektrums ein eigenständiges Netz von Grund auf aufzubauen. Dabei würde SpaceX allerdings auf eines der ältesten Probleme der Mobilfunkbranche stoßen: Sendemasten kosten ein Vermögen und ihre Genehmigung dauert Jahre.
T-Mobile schießt gegen Starlink Mobile: Empfang scheitert schon an Tesla-Windschutzscheiben - Notebookcheck News share.google/aUUjE5r2unoHYt9S3