Melbourne - Mehr als 20.000 Testkilometer hat das BMW WilliamsF1 Team in der Winterpause absolviert, um sich beim Saisonstart best möglich sortiert präsentieren zu können. Doch mit dem Saisonstart gilt auch für die Weiß-Blauen die alte Fußballerweißheit "wichtig ist auf'm Platz".
Und dort, in diesem Fall auf dem Albert Park Circuit in Melbourne, lief es beim Freien Training zum Großen Preis von Australien vordergründig gar nicht schlecht. Ralf Schumacher landete mit seiner Tagesbestzeit von 1:28,821 Minuten auf dem dritten Platz hinter den beiden Ferraris.
Michelin-Duell gegen McLaren gewonnen
Teamkollege Juan Pablo Montoya musste sich dem Kerpener in 1:28,870 Minuten knapp geschlagen geben, blieb aber mit Rang vier auf Tuchfühlung.
Den Michelin-Vergleich gegen die McLaren-Mercedes gewannen die beiden damit deutlich.
Michelin-Pneus laufen im Nassen nicht rund
Dennoch endete die erste Standortbestimmung der neuen Saison mit einem heftigen Nackenschlag: Satte 1,545 Sekunden blieben die Williams-BMW mit neuem Motor und neuem FW24-Chassis hinter dem Vorjahres-Ferrari zurück - düstere Aussichten in Sachen Titelkampf.
Zu Beginn des Freitags-Trainings war der Rückstand bei für australische Verhältnisse ungewöhnlich regnerischen Bedingungen sogar noch größer. Die Michelin-Intermediates hinkten auf der teilweise nassen Strecke deutlich hinter den Bridgestone-Modellen hinterher.
Erst auf trockenem Untergrund konnten sich Ralf Schumacher und Montoya im Feld nach vorne vorarbeiten.
"Ich hoffe, dass wir noch aufholen können"
Ein Trost bleibt für die Fans des BMW Williams F1 Teams, die sich für diese Saison einen Angriff auf Ferrari wünschen: Im vergangenen Jahr erzielte der Rennstall im ersten und zweiten Freien Training des Öfteren eher verhaltene Rundenzeiten, um dann im Qualifying und Rennen noch einmal kräftig zuzulegen.
Darauf setzt auch Ralf Schumacher: "Ferrari scheint uns noch um Welten voraus zu sein, aber ich hoffe, dass wir im Laufe des Wochenendes noch aufholen können."
Rennabstimmung scheint gefunden.
Auch BMW-Motorsportdirektor Gerhard Berger ließ sich keine Enttäuschung anmerken: "Wir sind mit unserem Programm gut durchgekommen."
Auf diesem Programm stand vor allem die richtige Rennabstimmung. Mit 36 (Montoya) und 33 (Schumacher) Runden sammelten die beiden Piloten kräftig Daten.
Die wird das bayrisch-britische Team bei der Suche nach möglichen Verbesserungen für das restliche Wochenende auch dringend brauchen, wenn man einen Ferrari-Alleingang am Sonntag verhindern will.
Andreas Allmaier
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Freue mich sehr das es wieder losgeht!
Gr. Luki2 :-)