Tatsächlich ist ein Investment in die Arqueonautas in gewisser Weise ein abenteuerliches Investment. Ein Idealist hat eine Vision und entwickelt daraus ein Konzept für ein absolutes Nischenprodukt, das Bergen von jahrhundertealten Schiffswracks nebst anschließendem Auswerten der möglicherweise wertvollen Funde - eben ein abenteuerliches Unternehmen. Die Deals, die scheinbar mit den jeweiligen Regierungen der Länder in denen die Unterseeschätze vermutet werden abgeschlossen werden sehen dabei folgendermassen aus. Laut Aussage des Herrn Nikolaus Graf Sandizell werden nach der Bergung eines Schatzes sämtliche Fundstücke zunächst von einem unabhängigen Archeologenteam begutachtet und einige besonder Fundstücke in die Museen des Fundlandes verbracht. Was übrig bleibt wird nach Abzug aller Kosten für die Expedition zwischen Arqueonautas und dem Fundland geteilt. Zusätzlich bekommt Arqueonautas den Wert der in die Museen verbrachten Stücke seinem Anteil zugeschlagen.
Soweit hört sich das nach einem fairen Deal an. Natürlich sind die Risiken eines solchen Unterfangens nicht gerade unerheblich. Schließlich treiben somalische Piraten immer häufiger auch in den benachbarten Gewässern, darunter auch Mosambik ihr Unwesen. Zu erwähnen ist dabei allerdings, das sich von über dreihundert Schiffen, die Graf Sandizell mit seiner Crew bereits gerborgen hat, vier vor der Küste Mosambiks lagen. Das bedeutet es wird mit einiger Erfahrung auch in kritischen Seegebieten gearbeitet und darüber hinaus scheinen die Deals mit der Regierung zu funktionieren. Denn die politische Risiken, die in den meisten Ländern entlang der alten Seefahrerrouten als mögliche Vertragspartner in Betracht kommen, stellen ebenfalls einen Schwachpunkt im Konzept dar, auch hieraus macht der CEO des Unternehmens aber keinen Heel.
Um finanziell abesichert zu sein engagiert sich das Unternehmen daher zunehemend erfolgreich auch auf andern, klassischen Märkten und entwickelt so zusammen mit Kitaro Modekollektionen für Abenteurer, die über den Otto versand vertrieben werden, neuerdings auch als Zugpferd des von Otto neu ins Visier genommenen brasilianischen Marktes.
Eine weitere Vision des Firmengründers zielt auf das Bergbaugeschäft unter Wasser. Als Dienstleister will Arqueonautas in dieser Branche tätige Unternehmen bei Ihren Unterwassergrabungen meeresarcheologisch beraten.
Ausserdem ist es aktuell mit der Entwicklung eines Computerspiels beschäftigt, in dem sich die Aktivitäten des Bergungsunternehmens äußerst realistisch darstellen lassen sollen.
Das Unternehmensgründer und CEO Sandizell trotz aller Abenteuerlust auch einen Blick für nachhaltiges Wirtschaften hat zeigt sich an folgendem Zitat:
Arqueonautas Pressemeldung vom 16.09.2012:
[...] Laut Kitaro sollen bereits 2012 erstmals mehr als 10 Mio. EUR mit dem
Arqueonautas Lifestyle Programm umgesetzt werden. Arqueonautas erhält auf
diesen Umsatz Lizenzgebühren, über deren genaue Höhe Stillschweigen
vereinbart wurde. Arqueonautas Vorstand Nikolaus Graf Sandizell betont,
dass mit dem Ausbau der Zusammenarbeit mit Kitaro die
Erlösquellendiversifikation von AWW entscheidend verbessert werden konnte:
'Die Schatzsuche wird stets unser Kerngeschäft bleiben, und wir werden uns
dabei unseren marinearchäologischen Anspruch bewahren. Gerade diese
Authentizität versetzt uns in die Lage, glaubhaft für andere Produkte und
Dienstleistungen zu stehen, die einen kontinuierlichen Umsatzstrom
generieren. So positionieren wir uns immer mehr als Premium-Marke für
maritime Abenteuer und werden auf der Umsatzseite mittel- bis langfristig
vom hochriskanten Geschäft der Bergung historischer Schiffswracks
unabhängig sein.'
(Ende des Zitats)
Quelle: www.dgap.de/news/corporate/...llendiversifikation_147910_68855