Als ehemaliger DDR- Bürger, der diese allerdings weit vor dem Mauerfall verließ, habe ich in den 80er Jahren den zunehmend galoppierenden Kaftkraftverlust der DDR- Mark selbst erlebt. Am Ende bezahlten die Menschen irrwitzig hohe Preise für den letzten Mist, Hauptsache, das Konto wurde geräumt.
Die Flucht in Sachwerte, selbst wenn diese in der dritten Waschmaschine bestanden, war gigantisch!
Nur war das kein Prozeß, der über Nacht kam. Und er wurde auch nicht in der Zeitung angekündigt!
Jeder einzelne Tag trug das Seine dazu bei, dass die Kaufkraft erst langsam, und dann immer schneller nachließ.
Am Ende waren wirklich werthaltige Waren oder Güter praktisch nicht mehr zu haben, und wenn, dann nur zu absurd hohen Preisen.
Etwas Ähnliches erwarte ich auch für den Euro.
Wobei ich korrekter formulieren müßte, dass ich das Gleiche mit dem Euro bereits erlebe.
Und doch sehe ich einen wichtigen Unterschied!
Diesmal glaube ich nicht an eine sich kontinuierlich fortsetzende Inflation, bis hin zum totalen Wertverfall der Währung Euro.
Vielmehr meine ich, zum Beispiel in den Dienstleistungspreisen, deutliche Anzeichen einer sich anbahnenden Deflation zu erkennen! Geld dürfte zwischenzeitlich knapp werden!
Spätestens, wenn die mit geborgtem Geld aufgepumpten Immobilien- und Aktienpreise kollabieren, dürfte das Geld auf dem Konto für eine Übergangszeit ein sehr geschätztes Gut sein.
Wenn die Mehrzahl der Investierten verkaufen muß, dann ist die Zeit gekommen, einzukaufen, dann ist mein Geld unter Umständen weit mehr wert, als heute.
Warum also warte ich nicht auf diese Zeit?
Weil ich lediglich zu wissen glaube, dass sie kommt, nicht wann.
Und so bleibe ich vorerst mit rund 60% meines Geldes in Aktien und mit 40% in Cash. Allerdings werde ich auch weiterhin mir günstig erscheinende Aktien kaufen. Denn die besten Kurse werden nicht in der Zeitung vorher gesagt.
Und wenn dann die von mir erwartete zwischenzeitliche Deflation in eine Inflation umschlägt, und das dies geschieht, daran bestehen für mich keine Zweifel, sollte es für die Kurse an den Börsen kein Halten mehr geben.
ABER: das Alles ist nur meine Sicht der Dinge! Ich habe keine Ahnung, ob ich damit richtig liege. Dass ich angesichts dieser Szenarien auch mit fallenden Kursen einigermaßen gut leben kann, sagte ich schon. Dass sie mir dennoch keinen Spaß machen, auch.
Allen hier Mitlesenden wünsche ich ein glücklichen Händchen beim Konservieren ihre kleinen oder auch großen Vermögen.
Wir werden es brauchen.