Montag, 13. Mai 2002
Runter und rauf
Spekulationsobjekt T-Aktie
Die Aktie der Deutschen Telekom hat zu Beginn der neuen Woche ein neues Allzeit-Tief markiert, drehte danach aber wieder ins Plus. Der Druck war von einem weiteren negativen Analystenkommentar ausgegangen. Dem Reigen der Herabstufungen hat sich nach Informationen aus Börsenkreisen nun auch Credit Suisse First Boston angeschlossen, die ihr Investment-Urteil auf "hold " von zuvor "buy" korrigiert hat. Nähere Angaben gab es hierzu zunächst nicht. Die anschließende Aufwärtsbewegung der Aktie hält man Frankfurter Parkett für eine Gegenbewegung zu den Leerverkäufen der vergangenen Woche.
Die Bewertung der CSFB, die einer Verkaufsempfehlung gleich kommt, drückte die Aktie der Deutschen Telekom im frühen Handel auf 12,02 Euro und damit auf den tiefsten Stand seit der Erstnotiz im Oktober 1996 (14,30 €). Erst in der vorvergangenen Woche hatten einige Downgradings den Abwärtsdruck auf die T-Aktie verstärkt.
So hatte die Investmentbank Lehman Brothers ihr Anlageurteil auf "Underperform" von zuvor "Market perform" korrigiert. Zuvor hatte bereits Goldman-Sachs die T-Aktie auf "Market Performer" von "Market Outperformer " herabgesetzt. Die Dresdner Kleinwort Wasserstein bewertete die T-Aktie zwar weiterhin mit "Add", senkte aber die Gewinnerwartungen für die Telekom mittelfristig um fünf Prozent.
Als eine der Ursachen für die Haltung der Banken führten Experten bereits Anfang Mai an, dass die Deutsche Telekom nach den amerikanischen Bilanzierungsregeln (US-GAAP) eine Einmalbelastung in Milliardenhöhe verkraften muss.
Zudem lastet der verzögerte Schuldenabbau (durch den untersagten Kabel-Deal und den ungewissen Erfolg des Börsengangs von T-Mobile) auf der Deutschen Telekom. Der Konzern hatte erklärt, die für 2002 avisierte Reduzierung der Verbindlichkeiten Schuldenabbau auf 50 Mrd. Euro zu verschieben. Die Deutsche Telekom ist derzeit mit rund 62 Mrd. Euro verschuldet.
Sollten die großen Ratingagenturen wie S&P oder Moody's die Kreditwürdigkeit des Unternehmens weiter herabstufen, könnte sich allein der Zinsaufwand für die Telekom-Anleihen um einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag erhöhen. Ein ähnliches Schicksal ereilte jüngst den Branchenriesen Worldcom, dessen Anleihen von den Ratingagenturen in den so genannten "junk bond" - Bereich herabgestuft wurden (Anleihen, deren Rückzahlung als sehr riskant gilt und die deshalb hohe Verzinsungen bieten müssen).
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bye peet
Runter und rauf
Spekulationsobjekt T-Aktie
Die Aktie der Deutschen Telekom hat zu Beginn der neuen Woche ein neues Allzeit-Tief markiert, drehte danach aber wieder ins Plus. Der Druck war von einem weiteren negativen Analystenkommentar ausgegangen. Dem Reigen der Herabstufungen hat sich nach Informationen aus Börsenkreisen nun auch Credit Suisse First Boston angeschlossen, die ihr Investment-Urteil auf "hold " von zuvor "buy" korrigiert hat. Nähere Angaben gab es hierzu zunächst nicht. Die anschließende Aufwärtsbewegung der Aktie hält man Frankfurter Parkett für eine Gegenbewegung zu den Leerverkäufen der vergangenen Woche.
Die Bewertung der CSFB, die einer Verkaufsempfehlung gleich kommt, drückte die Aktie der Deutschen Telekom im frühen Handel auf 12,02 Euro und damit auf den tiefsten Stand seit der Erstnotiz im Oktober 1996 (14,30 €). Erst in der vorvergangenen Woche hatten einige Downgradings den Abwärtsdruck auf die T-Aktie verstärkt.
So hatte die Investmentbank Lehman Brothers ihr Anlageurteil auf "Underperform" von zuvor "Market perform" korrigiert. Zuvor hatte bereits Goldman-Sachs die T-Aktie auf "Market Performer" von "Market Outperformer " herabgesetzt. Die Dresdner Kleinwort Wasserstein bewertete die T-Aktie zwar weiterhin mit "Add", senkte aber die Gewinnerwartungen für die Telekom mittelfristig um fünf Prozent.
Als eine der Ursachen für die Haltung der Banken führten Experten bereits Anfang Mai an, dass die Deutsche Telekom nach den amerikanischen Bilanzierungsregeln (US-GAAP) eine Einmalbelastung in Milliardenhöhe verkraften muss.
Zudem lastet der verzögerte Schuldenabbau (durch den untersagten Kabel-Deal und den ungewissen Erfolg des Börsengangs von T-Mobile) auf der Deutschen Telekom. Der Konzern hatte erklärt, die für 2002 avisierte Reduzierung der Verbindlichkeiten Schuldenabbau auf 50 Mrd. Euro zu verschieben. Die Deutsche Telekom ist derzeit mit rund 62 Mrd. Euro verschuldet.
Sollten die großen Ratingagenturen wie S&P oder Moody's die Kreditwürdigkeit des Unternehmens weiter herabstufen, könnte sich allein der Zinsaufwand für die Telekom-Anleihen um einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag erhöhen. Ein ähnliches Schicksal ereilte jüngst den Branchenriesen Worldcom, dessen Anleihen von den Ratingagenturen in den so genannten "junk bond" - Bereich herabgestuft wurden (Anleihen, deren Rückzahlung als sehr riskant gilt und die deshalb hohe Verzinsungen bieten müssen).
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bye peet