Leider nein ! Mit Erschrecken habe ich an vielen Stellen lesen, sehen und hören müssen, dass der Islam zu Deutschland gehört oder dass man mit der IS politisch verhandeln müsse.
Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Dieser Grundsatz im Rechststaat steht vor der Schranke in die reale Außenpolitik. Sobald diese Schranke durchbrochen wird, wird sich das auch auf die Wirtschaft und die Kapitalmärkte auswirken. Ich habe in der vorherigen Woche die Gesprächsrunde bei Frau Illner gesehen und mit Grauen bald umgeschaltet. Alle Gesprächstteilnehmer sind offenkundig nicht in der Lage gewesen die Vorgänge um die IS weder rechtlich noch tatsächlich richtig einzuschätzen. Danach ist zu allem Überfluss auch noch der Präsidentenhonk, der gelernter Jurist ist, zum Leitpfosten der islamischen Gesellschaft ernannt worden. Damit muss jetzt Schluß sein ! Wir sind im 21. Jahrhundert und haben die Möglichkeit die sachlichen und richtigen Informationen zu beschaffen, die möglicherweise für den Umgang mit außergewöhnlichen Umständen erforderlich sind.
In anderen Foren ist auf die Thematik schon sporadisch eingegengen worden, aber leider auch ohne das notwendige Hintergrundwissen. Aus diesem Grunde für alle zum Mitschreiben :
Was ist juristisch gesehen der Vorgang des Ausrufens eines Khalifat´s ?
Natürlich ist es für Christen ein unbekannter Vorgang. Daher kennen auch christliche Juristen sich damit nicht aus, weil es etwas Vergleichbares im Christentum nicht gibt. Es ist der Vorgang, dass sich jemand in die direkte Nachfolge Mohammeds begibt und damit der religiöse Nachfolger wird. Es ist ein ausschließlich religiöser Vorgang, der nicht aber auch gar nicht mit dem bürgerlichen, dem strafrechtlichen, dem verwaltungsrechtlichen oder gar dem staatsrechtlichem Kontext zugeordnet werden darf. Dieser Nachfolger hat die Berechtigung im Namen des Propheten zu allen gläubigen Muslims zu sprechen.
Thematisch nur entsprechend mit der Ausrufung des Papsttums in der evangelischen Kirche vergleichbar.
Dieser Vorgang ist nicht an Grenzen oder Schranken gebunden, ist er doch zu aller erst nur glaubensspezifisch. Es gibt kein Staatsgebiet, das diesen Vorgang einschränkt. Er betrifft alle sunnitischen Muslims weltweit, auch alle Deutschen. Und das hat Folgen. Folgen, die die unwissenden Deutschen nicht wahr haben wollen. Wir reden davon, dass ca. 400 Deutsche auf Seiten der IS kämpfen, aber nur ganz wenige wissen, dass das eine der Folgen des Khalifats ist. Das Khalifentum bedeutet, dass sich weltweit alle Ungläubigen oder Andersgläubigen diesem Khalifentum bedingungslos zu unterwerfen haben oder getötet werden müssen. Gleichzeitig ist jeder sunnitische Muslim weltweit aufgerufen sich dieser Expansion der Unterwerfung aus religiöser Überzeugung anzuschließen. Daher wird der Zustrom zur IS nicht nur anhalten sondern zunehmen.
Man kann den Unterschied zu anderen extremistischen Formen im Islam unter anderem daran erkennen, dass hier Selbstmordattentate nicht gestattet sind. Nur das Töten als Reinigungsritual der eigenen Religion von fremden Einflüssen. Jeder, der jetzt eine Einschätzung politischer Art vornimmt, verkennt, dass das Khalifat eine Glaubensaussage ist, die nicht politisch diskussionsfähig ist. Daher auch die Todfeindschaft zu den Schiiten, die die Glaubensführung dieses Nachfolgers Mohammeds nicht anerkennen.
Ganz schlimm wird es für die in Deutschland lebenden Sunniten, die auf die Frage nach der IS gar nicht zu einer Kampfgemeinschaft gefragt werden, sondern nach der ureigensten Glaubenszugehörigkeit. Das entspräche genau dem, wenn man einem Katholiken nach dem Pabst fragen würde. Der eigene Glaube verbietet nicht nur den Zweifel an dem Khalifentum, sondern gebietet gegen die Andersgläubigen vorzugehen, ja sogar zum töten ! Und das immer und natürlich überall. Selbstverständlich ist auch anderen Gesetzen als denen des Khalifentums nicht nachzukommen.
Faktisch bedeutet das für die Deutschen, dass in unserem Land unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit das Mördertum entfaltet werden darf, auch wenn es hier nicht ausgeübt wird, so ist seine Anwendung nichts anderes als die Anwendung religiöser Riten.
Logisch, dass das hier nirgends erwähnt wird, weil es sowohl unbekannt (bislang erst eimal historisch wirksam ausgerufen) als auch nicht gerne erwähnt wird, ist es doch gegen die Religion der Muslims gerichtet. Ganz schlimm ist es für die Frauen, deren einzig treue Religionsausübung in der Erziehung der Kinder zu diesem Mördertum gebietet. Alles andere wäre Ketzertum, was mit dem Tode zu bestrafen wäre.
Rechtlich wäre jeder Hinweis auf ein Trainigscamp der IS, den ein gläubiger Muslim einem anderen geben würde, nichts anderes als ein Hinweis auf den Ort einer muslimischen Religionsausübung. Genau so die Frage danach. Jeder, der sich als Sunnit bekennt, bekennt sich auch ausdrücklich zum Khalifat und seinen Folgen. Andernfalls ist er kein Sunnit.
Setzt man für rechststaatliches Handeln in Deutschland die freie Religionsausübung als Maßstab, so ist die Werbung für die IS nichts anderes als die Werbung für die freie Religionsausübung. Das ist aber für die Sunniten bedeutungslos, denn das Khalifat gebietet weltweit die Beseitigung des Unglaubens.
Da in Deutschland ca. 2 Mio. Muslims leben, von denen die ganz große Mehrzahl Sunniten sind, werden wir uns noch wundern, was es kostet die Schlange am eigenen Hals zu beseitigen. Die einzig denkbare militärische Alternative wäre die Beseitigung des Khalifats. Das ist jedoch nur in seinem direkten bereits unterworfenem Gebiet möglich unter Tötung des Khalifen. Strategisch ist Eile geboten, denn je länger man wartet, desto mächtiger macht der Zulauf die IS und desto schwerer ist die Beseitigung.
Bislang ist aus dieser Unwissenheit nur ein kleiner Wert in die Aktienmärkte eingeflossen. Jedoch werden sich die militärischen Kräfteverhältnisse dramatisch verändern. Die Bewaffnung der Kurden reicht dazu nicht aus, denn die erhalten keinen Zulauf für die Gefallenen und der Angriff auf die Blauhelme auf den Golanhöhen ist schon ein Indiz für die steigende Kampfkraft. Ich muss nicht den Teufel an die Wand malen, was passiert, wenn der Zugang nach Israel frei wird. Deutsche Truppen in Israel werden teurer als deutsche Truppen im Nordirak, besonders die Blutkosten.
Somit ist die Ausrufung des Khalifat´s faktisch die Kriegserklärung gegen die ganze ungläubige Welt. Das wird früher oder später auch den Dax erreichen.
Der Chartlord