Roma verklagen IBM wegen Holocaust auf bis zu 6 Mrd USD
Genf (vwd) - Vertreter der Roma haben in der Schweiz die International
Business Machines Corp (IBM), Armonk, auf Schadensersatz verklagt. Das
Verfahren könnte auf eine Gesamtforderung von sech Mrd USD hinauslaufen. Der
Vorwurf der Roma lautet, das Fachwissen von IBM und die Komplizenschaft mit
den Nationalsozialisten habe den Holocaust beschleunigt. Ein Sprecher der
Roma-Organisation International Recognition and Compensation Action sagte am
Donnerstag, Ziel des Verfahrens sei es, die Bestätigung für die "Mitschuld
von IBM an Verbrechen gegen die Menschlichkeit" zu erhalten.
Die Klage sei in Genf eingereicht worden, weil dort der europäische Sitz
des Konzerns während des zweiten Weltkriegs gelegen habe. Es werde eine
Entschädigung von 20.000 USD für jeden Betroffenen angestrebt, die Aktion
strebe jedoch eine "moralische Entschädigung" an. Zu erwarten sei, dass sich
weitere Überlebende dem Verfahren anschlössen. Es sei "offen für alle Opfer
der Nazis". "Wir haben 300.000 Menschen in unseren Unterlagen, und wenn alle
sich erfolgreich beteiligten, müsste IBM sechs Mrd USD bezahlen", sagte der
Sprecher.
vwd/DJ/31.1.2002/jhe/rio
31.01.2002 - 17:50 Uhr
Genf (vwd) - Vertreter der Roma haben in der Schweiz die International
Business Machines Corp (IBM), Armonk, auf Schadensersatz verklagt. Das
Verfahren könnte auf eine Gesamtforderung von sech Mrd USD hinauslaufen. Der
Vorwurf der Roma lautet, das Fachwissen von IBM und die Komplizenschaft mit
den Nationalsozialisten habe den Holocaust beschleunigt. Ein Sprecher der
Roma-Organisation International Recognition and Compensation Action sagte am
Donnerstag, Ziel des Verfahrens sei es, die Bestätigung für die "Mitschuld
von IBM an Verbrechen gegen die Menschlichkeit" zu erhalten.
Die Klage sei in Genf eingereicht worden, weil dort der europäische Sitz
des Konzerns während des zweiten Weltkriegs gelegen habe. Es werde eine
Entschädigung von 20.000 USD für jeden Betroffenen angestrebt, die Aktion
strebe jedoch eine "moralische Entschädigung" an. Zu erwarten sei, dass sich
weitere Überlebende dem Verfahren anschlössen. Es sei "offen für alle Opfer
der Nazis". "Wir haben 300.000 Menschen in unseren Unterlagen, und wenn alle
sich erfolgreich beteiligten, müsste IBM sechs Mrd USD bezahlen", sagte der
Sprecher.
vwd/DJ/31.1.2002/jhe/rio
31.01.2002 - 17:50 Uhr