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 ►Rohstoff-Thread moya
moya:

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25
02.09.07 06:44
#1

Hier werde ich alle interessant Artikel reinstellen die im Moment relevant sind

Gruß Moya  ►Rohstoff-Thread 3541036

132 Beiträge ausgeblendet.
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 ►Rohstoff-Thread moya
moya:

Rohstoffe Wochenaus- und Rückblick 28/29 KW

2
13.07.08 06:18

Rohstoffe Wochenaus- und Rückblick

von Miriam Kraus

Energie

 

Der Ölpreis notiert im Wochenvergleich relativ unverändert. Doch diese Aussage spieglet nicht das Preisverhalten in dieser Woche wieder. Die Ölpreise bewegen sich weiterhin in hoch volatilem Umfeld.

 

So brach der Ölpreis zur Wochenmitte hin um fast 10 US-Dollar ein, um sich bis zum Ende der Woche hin wieder bis in die Nähe der vorwöchigen Hochs zu erholen.

 

Grund für die Preiskorrektur zur Wochenmitte hin, war die zunehmende Besorgnis in Bezug auf das rückläufige Nachfragewachstum in den OECD-Staaten. Unterstützung erhielt dieser Beweggrund durch die G-8, die bei ihrem Treffen zur Beginn der Woche weiterhin Besorgnis geäußert hatten bezüglich der hohen Energie- und Lebensmittelpreise.

 

Doch die Korrekturbewegung war wie am Mittwoch prognostiziert nicht von langer Dauer und auch nicht der von vielen Seiten erhoffte Einbruch an den Ölmärkten, der zu einem merklichen Preisabfall hätte führen können.

 

Zu stark ist dafür noch die bullische Grundstimmung. Inflation und US-Dollar-Abschwächung, gekoppelt mit der immer geringer werdenden Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung durch die FED (was durch die Ausweitung des Notfall-Kredit-Systems für Investmentbanken bis ins kommende Jahr unterstrichen wird) sind ein Grund der den Bullenmarkt weiter unterstützt.

 

Hinzu kommen die anhaltenden Spannungen am persischen Golf. Der Iran der weiterhin Raketentests durchführt, während die US-Marine bereits in der Straße von Hormuz patroulliert machen den Einfluss der geopolitischen Risiken auf die Ölpreisentwicklung deutlich.

 

Zudem hat die nigerianische Bewegung für die Emanzipation des Niger-Delta" (die für die meisten der Übergriffe auf die nigerianische Ölinfrastruktur verantwortlich ist) den am 24. Juli geschlossenen Waffenstillstand aufgehoben. Somit drohen weitere Anschläge auf die dort ansässigen Ölkonzerne.

 

Ebenfalls Besorgnis bereitete den Marktteilnehmern, dass die brasilianische Ölgewerkschaft ebenfalls mit einem Streik, beginnend am kommenden Montag gedroht hat. Bestreikt werden soll der brasilianische Ölriese Petrobras.

 

Wie am Mittwoch bereits im Rohstoff-Daily vermerkt, ist das bullische Sentiment noch immer Bestandteil des Marktes. Der vorübergehende Blick auf die für die Ölpreisentwicklung negativ zu deutenden Faktoren hat sich mittlerweile wieder auf die grundsätzlich bullischen Faktoren verschoben.

 

WTI zur Lieferung im August notiert gegenwärtig bei 144,32 US-Dollar pro Barrel an der NYMEX.

 

Brent Crude zur Lieferung im August notiert gegenwärtig bei 143,67 US-Dollar pro Barrel an der ICE Futures Exchange in London.

 

Metalle

 

Edelmetalle

 

Auch der Goldpreis legte in dieser Woche deutlich zu. Es ist nach wie vor der Faktor der Besorgnis, der die Investoren zum sicheren Hafen" Gold greifen lässt.

 

Die spürbare Ausweitung der Inflation trägt hier ebenso dazu bei, wie die Abkühlung der US-Wirtschaft und die bärische Grundstimmung an den Aktienmärkten.

 

Auch die geopolitischen Spannungen, hier insbesondere die drohende Kriegsgefahr im Israel-Iran-Konflikt lassen die Anleger verstärkt nach der sicheren Alternative Gold greifen.

 

Gold im Spotmarkt notiert gegenwärtig bei 961,70 US-Dollar pro Feinunze in New York. Gold zur Lieferung im August notiert gegenwärtig bei 962 US-Dollar pro Feinunze an der NYMEX. Der London Gold Fix PM wurde heute bei 962,75 US-Dollar pro Feinunze festgesetzt.

 

Basismetalle

 

Wie erwartet gerieten die Kupferpreise im Wochenvergleich moderat unter Druck. Kupfer im Spotmarkt notiert gegenwärtig bei 3,81 US-Dollar pro Pfund.

 

Im Laufe des heutigen Handelstages erreichte der Spotpreis zwischenzeitlich ein Hoch bei 3,86 US-Dollar pro Pfund.

 

Ein Grund dafür sind weiterhin sinkende Lagerbestände (LME Minus 725 Tonnen), was den Rückgang in den Kupfervorräten in diesem Jahr auf 37% bringt.

 

Ein weiterer Grund ist ein weiterer anstehender Streik in Südamerika bei Freeports Cero Verde Mine, der den Markt anheizte.

 

Die Angebotssituation bleibt weiterhin eng.

Soft Commodities

 

Der neueste USDA-Bericht drückt deutlich auf die Maispreise. Entgegen der zuvor getroffenen Prognose, geht das US-Agrarministerium mittlerweile davon aus, dass die US-Maisvorräte zum Ende des Erntejahres 08/09 deutlich höher im Plus liegen dürften. Die USDA geht von 833 Millionen Scheffel an Überschuss vor der kommenden Ernte aus. Dies trotzdem die US-Farmer eine deutlich geringere Anbaufläche mit Mais bepflanzt hatten.

 

Die USDA nennt als Grund die stark rückläufige Nachfrage durch die Livestock-Produzenten, für die Mais als Futtermittel inzwischen so teuer geworden ist, dass sie mittlerweile gezwungen sind die Tiere bereits vor der Schlachtreife zu schlachten.

 

Auch gibt es Verzögerungen beim Bau neuer Ethanol-Destillen, was der USDA zufolge ebenfalls die Nachfrage verringern dürfte.

 

Dennoch steigt, der USDA zufolge, die weltweite Nachfrage nach Mais, während die Weltproduktion rückläufig ist. Die USDA hat aber ihre Exportprognose unverändert belassen.

Mais zur Lieferung im September notiert gegenwärtig bei 6,92 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.

 

Der USDA-Bericht limitierte so auch Verluste im Weizen, trotz der hervorragenden Ernteaussichten. Das Getreide kann von den Livestockproduzenten als Futtermittel anstellen von Mais genutzt werden.

 

Weizen zur Lieferung im September notiert gegenwärtig bei 8,32 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.

 

Sojabohnen dagegen sollen der USDA zufolge von den Auswirkungen der Flutkatastrophe wesentlich stärker betroffen sein. Die USDA schätzt die Restlagerbestände auf 140 Millionen Scheffel und korrigiert sich damit selbst um 35 Millionen Scheffel nach unten.

 

Hinzu kommen Bedenken über sinkende Ertragsraten, aufgrund heißem und trockenem Wetter.

 

Sojabohnen zur Lieferung im August notieren gegenwärtig bei 16,19 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.

 

Ausblick

 

Ausgehend vom wider gekehrten bullischen Fokus für die Ölpreisentwicklung, dürfte auch die kommende Woche weitere Preisgewinne verbuchen. Dabei aber auch weiterhin mit extrem hoher Volatilität. Die psychologisch bedeutsame 150 USD-Marke dürfte weiterhin Anziehungskraft ausüben.

Im Angesicht der bestehenden geopolitischen Spannungen, der anhaltenden USD-Schwäche und weiterhin hohen Ölpreise dürfte auch Gold in der kommenden Woche weiterhin Preisgewinne verbuchen. Von zwischenzeitlichen Gewinnmitnahmen abgesehen.

Im Angesicht der bestehenden US-Dollar-Schwäche, die auch den Kupferpreisen Auftrieb verschafft, könnte Kupfer in der kommenden Woche zwischenzeitlich moderate Preisgewinne verbuchen.

Sollten sich noch gute Wetterbedingungen ergeben, dürften die Maispreise zunächst weiter abgeben. Verluste sollten sich dennoch vorerst moderat halten.

Weizen könnte moderate Preisgewinne verbuchen.

Sojabohnen dürften vom gegenwärtigen Level aus, weiterhin zulegen.

Ihre Miriam Kraus

Gruss Moya
 ►Rohstoff-Thread 4498310
 ►Rohstoff-Thread Knappschaftskassen
Knappschafts.:

Gold steht vor dem 2. Anlauf auf die 1000Dollar

9
15.07.08 17:00
Gold nimmt Anlauf auf die 1000 Dollar Marke
Gold steht nach Einschätzung von Experten unmittelbar vor einem Sprung über die 1000-USD-Marke. Die neuerliche Dollar-Schwäche und die anhaltenden Finanzmarktturbulenzen haben den Goldpreis am Dienstag kräftig in die Höhe getrieben.
So sprang der Preis für eine Unze (31,1 Gramm) um 11,2 USD auf 983,00 USD. Das bisherige Rekordhoch von gut 1`030 USD je Unze, das Mitte März erreicht worden war, rückt damit aus Sicht von Experten wieder ins Visier der Investoren.

"Perspektivisch winkt dem Edelmetall ein neues Rekordhoch", schreibt HSBC Trinkaus-Experte Jörg Scherer in einer Studie. Die jüngste Korrektur sei abgeschlossen. Auch technische Indikatoren lieferten Rückenwind. In den letzten Monaten sei die massiv überkaufte Marktverfassung konsolidiert worden. Dieser Prozess sei mit dem jüngsten Sprung über 950 USD abgeschlossen.

Auch aus Sicht der Commerzbank nimmt der Goldpreis einen neuen Anlauf auf die 1`000-USD-Marke. Da gleichzeitig der Euro zum Dollar einen Rekordstand über 1,60 USD markiert habe, der Ölpreis nicht mehr weit von 150 USD je Barrel entfernt sei und die geopolitischen Risiken hoch seien, bleibe Gold derzeit gut unterstützt. Dazu komme die robuste Investmentnachfrage, welche sich in steigenden Goldbeständen bei den Gold-Fonds ausdrücke

@cash.ch
 ►Rohstoff-Thread Caramelos
Caramelos:

Die Schmerzen dauern an!

2
25.07.08 17:20
Was muss passieren für die Trendwende?


Der Junior-Mining und Explorationsmarkt scheint tot zu sein.

Nichts geht mehr. Der Markt hat sich von fundamentalen Einflussfaktoren, wie zugrunde liegenden Rohstoffpreisen, dem Wert der nachgewiesenen Reserven/Ressourcen oder anderen Messlatten weitgehend verabschiedet. Bestimmend für die Preisbildung von vielen Aktien ist vielmehr die Beantwortung folgender Frage:

Welche Investoren sind an Bord und haben diese Probleme in der laufenden Kreditkrise?


Wenn dies der Fall ist, dann ist es eher unwahrscheinlich, dass sich die entsprechenden Aktien schnell erholen. Aus Kanada erreichen uns Gerüchte, dass einige der größten Player im Junior Mining-Sektor nach wie vor dazu gezwungen werden, ihre Positionen zu reduzieren. Und dies ausgerechnet in einer Zeit, in der die fundamentalen Gegebenheiten eigentlich optimal wären, um eine Reihe von Gesellschaften zu übernehmen. Da jedoch auch den großen Rohstoffgesellschaften die Liquiditätsprobleme vieler Nebenwerteinvestoren bekannt sind, können diese beruhigt abwarten, bis die Kurse auf niedrigem Niveau angelangt sind. So schaute jüngst Inmet Mining bei Petaquilla Copper so lange von der Außenlinie zu, bis der Kurs von über 4 CAD auf 1 CAD gefallen war. Nach so einer frustrierenden Kursentwicklung nehmen die Aktionäre ein Übernahmeangebot bei 2 CAD, gut 100% über dem Ausverkaufsniveau gerne an. Ein leichtes Spiel für die Blue Chips und die Cash Flow-generierenden Produzenten! Die Performance des zu 70% explorationslastigen TSX-Venture-Index und dem Rohstoff-Blue Chip-lastigen TSX-Index, sowie dem Gold-Blue Chip Index HUI klafft seit Ausbruch der Kreditkrise auseinender. Fazit: So lange die Kreditkrise nicht gelöst ist, bleibt die Lage im Junior Mining-Sektor kritisch.

Aktuelle Markteinschätzung

US-Bankenindex weiter als Vorindikator beobachten!


Halten wir als Zwischenfazit fest:
·  Die niedrigen Niveaus vieler Explorationswerte locken trotz Kreditkrise einige Gesellschaften nun aus der Reserve.
·  Der Vorteil der großen, finanzstarken Rohstoffgesellschaften ist zweifelsohne, dass diese die Kreditkrise durch konstante Cash Flows und große Gewinne viel besser überstehen, als auf frisches Geld angewiesene Juniors und Explorer.
·  Die großen Rohstoffgesellschaften können (solange die Kreditkrise anhält) damit auch die Zeitkarte voll ausspielen und kleinere, auf Kapital angewiesene Explorer „ausbluten“ lassen. Solange bis Kursniveaus erreicht sind, wo die „Gefahr“ wächst, dass ein Konkurrent zuschlägt. Der Gesamtmarkt startete erwartungsgemäß seine Erholungsrallye, nachdem die stark überverkaufte Situation, gepaart mit panikartigen Eindeckungskäufen bei USFinanzaktien (da die SEC das Leerverkaufen hier stark erschwerte) seine volle Entfaltung zeigte. Unser Kursziel beim DAX beträgt weiter 6.600 Punkte, nachdem gestern viele Shorts in den Markt gelockt wurden und durch eine Fortsetzung der US-Banken-Erholung wieder aus dem Markt gepresst wurden. Achten Sie nun jeden Tag auf den USBankenindex (BKX)! Dieser war in der Abwärtsbewegung des Gesamtmarktes stets ein guter Vorindikator!


Nachdem der BKX von 112 Punkten im Oktober auf 46,52 Punkte letzte Woche durchgereicht wurde, brachte die jüngste Eindeckungsrallye auf 67 Punkte gut 40% Kursgewinn in einer Woche. Die so-gut-wie-pleite Hypothekenfinanzierer Fannie und Freddie legten gut 100% von ihren Tiefs zu. Wir selbst rechnen mit einem Stocken der Banken-Erholung im Bereich zwischen 70 und 73 Punkten beim BKX. Dies könnte wiederum mit dem 29. Juli zusammenfallen. An diesem Tag läuft die „Sonderregelung“ der SEC aus, nach der in 19 ausgewählte Finanzaktien nicht mehr mit ungedeckten Leerverkäufen operiert werden kann. Zwei Hedge Fonds-Verbände in den USA haben bereits bei der SEC gefordert, dass dieses Verbot nächste Woche aufgehoben werden soll. Sollte das Verbot dagegen um weitere 4 Wochen verlängert werden, was man sich in der Notfallmaßnahme offen gehalten hatte, dann könnte man die Märkte künstlich auch bis Ende August noch im Zaum halten. In diesem Fall könnte die Erholung bei S&P 500 bis auf 1.360, beim DAX bis 7.000 und bei den US-Banken in den Bereich 75-80 Punkte beim BKX laufen.

Warum schützt man bankrotte Banken und hetzt gegen böse Rohstoffspekulanten?


Die Doppelmoral der US-Hochfinanz gegenüber verschiedenen Anlageklassen wird sich rächen!


Seit wenigen Wochen wissen wir folgendes:
·  Es ist völlig in Ordnung, ja sogar willkommen, dass die US-Häuserpreise am besten für alle Zeiten weitersteigen, damit das größte Schneeballsystem aller Zeiten (welches gerade platzt) weitergespielt werden kann.
·  Es war völlig in Ordnung, dass jeder Amerikaner ohne große Prüfungen einen Kredit bekam, um ein Haus zu kaufen. Denn das Haus ist ja die Sicherheit und das Haus/die Sicherheit wird ja keinesfalls an Wert verlieren.
·  Es war völlig in Ordnung, dass man durch undurchsichtige Pakete mit seltsamen Namen (CDO, ABS etc.) die Risiken aus diesen Krediten in aller Welt verteilte und den Wall Street Banken und Bankern somit riesige Gewinne und Bonusausschüttungen sicherte.
·  Es ist auch völlig in Ordnung, dass die Nasdaq im Jahr 2000 eine Blase aufgebaut hat und man danach diese Blase durch niedrigste Zinsen mit der Immobilienblase „bekämpfte“.
·  Es ist jedoch keinesfalls in Ordnung, wenn „böse Spekulanten“ den Ölpreis so weit nach oben treiben, dass der an Verschwendungs– und Konsumsucht gewöhnte Amerikaner an der Tankstelle mehr bezahlen muss. (Die Aufregung darüber ist von der FED und anderen Banken natürlich vorgeschoben, um von den wahren Problemen abzulenken; Motto: der Schuldige am baldigen Einbruch der US-Konjunktur sind nicht wir, sondern die bösen Rohstoffspekulanten; die wahren Probleme kennt man sehr wohl)
·  Während man den „bösen Spekulanten“ im Rohstoffsektor bekämpft, hilft man den de-facto-Pleitebanken mit umfangreichen Shortbeschränkungen aus der Kursmisere. Doch diese Doppelmoral wird sich mittelfristig rächen! Denn: Wenn man es inakzeptabel findet, dass der Markt gewisse Rohstoffpreise nach oben anpasst, um auf zukünftige Knappheiten aufmerksam zu machen, dann führt dies ebenso in die Katastrophe, wie das Stützen bankrotter Banken.
·  Ein künstliches Drücken von Rohstoffpreisen verhindert die Anpassung von Angebot und Nachfrage. Fallen die Preise, werden die ohnehin zurückhaltenden Investitionen in Exploration für das Finden neuer Vorkommen weiter zurückgefahren. Zudem vermindert sich der Anreiz, massiv Energie zu sparen und schneller auf alternative Energieträger umzustellen Ein Teufelskreis entsteht!
·  Ein künstliches Beatmen von bankrotten Banken bringt zwar kurzfristig Vertrauen in die Märkte, verhagelt aber langfristig die FED-Bilanz und damit das Vertrauen in das USFinanzsystem. Wir haben den Eindruck, dass die FED und die US-Hochfinanz auf einen „Crash auf Raten“ aus sind. Der Kursverlust der Banken (und wir sind davon überzeugt, dass die Aktionäre am Ende die Zeche zahlen werden!) darf keinesfalls zu schnell und zu heftig stattfinden. Lieber 80% in 3 Jahren als in 3 Monaten lautet das Motto. Unter diesem Gesichtspunkt muss man auch das einstweilige Erschweren von Leerverkäufen bei 19 ausgewählten Banktiteln betrachten.
·  Bestes Beispiel FED:Die beiden neuen geldpolitischen Instrumente mit Namen „Term Security Lending Facility“ (TSLF) und „Primary Dealer Credit Facility“ (PDCF) sind ausschließlich auf die Nöte der Banken ausgerichtet. Gleiches galt schon für den Notverkauf von Bear Stearns (jetzt auch in der FED-Bilanz). Beide Instrumente werden die FED-Bilanz und damit die Qualität des US-Dollars weiter schwächen. Die Nöte des US-Durchschnittsbürgers, dessen Haus immer weniger wert wird und dessen Kredit immer unwahrscheinlicher zurückgezahlt wird, lösen diese Banken-Rettungspakete dagegen nicht!
 ►Rohstoff-Thread Dahinterschauer
Dahinterscha.:

Seltene Erden-Preise steigen weiter

 
05.08.08 17:13
Der Durchschnittspreis pro kg REO ist in diesem Quartal um 11 % gegenüber dem Vorquartal auf 15 $ pro kg gestiegen. Der Grund liegt in der Verknappung durch den Lieferanten China, der seine Exportquote um 21% gegenüber der vorgesehenen Menge reduziert hat.
 ►Rohstoff-Thread Knappschaftskassen
Knappschafts.:

Goldpreis in Indien auf neuem Rekordstand

6
14.10.08 20:34
EMFIS Goldpreis in Indien auf neuem Rekordstand Dienstag 14. Oktober 2008, 17:57 Uhr

Die Gold- und Silber ETFs der ZKB erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit. So stiegen die Einlagen des Gold ETF seit letzter Woche um 414,156 Unzen bzw. 12,88t; der Silber ETF legt um 1,432,268 Unzen bzw. stolze 44,58t zu. ETF Securities geben einen weiteren Anstieg der Einlagen bei den ETCs auf Gold und Silber bekannt. Bei Platin und Palladium hingegen sind Rückgänge zu verzeichnen. Die Einlagen des Physical Gold ETC stiegen auf 1,559 Mio. Unzen (Stichtag: 12. Oktober), ein Anstieg von 2% im Vergleich zur Vorwoche. Beim Physical Silver ETC beträgt die Zunahme 3%, hier liegen die Einlagen bei 14,000,778 Unzen. Beim Phyiscal Anzeige


Platinum ETC war ein Rückgang von 4% auf 180,596 Unzen zu verzeichnen. Seit seinem Hoch im Juli 2008 (407,000 Unzen) verlor dieser ETC 56% seiner Einlagen. Der Palladium ETC verzeichnet einen leichten Rückgang auf 209,529 Unzen Wie die Perth Mint mitteilt, hat man in den vergangenen sechs Monaten die Produktion von Bullionmünzen verdoppelt. Von den Kangaroo und Nugget Münzen wurden in den drei Monaten bis zum 30. September insgesamt 62,630 Unzen verkauft; in den 12 Monaten bis zum 30. Juni lag der Absatz bei 154,501 Unzen. Neben der Produktion von Münzen hält man im Auftrag von Investoren zudem Gold in physischer Form, welches derzeit einen Wert von rund 1,5 Mrd. AUD (Vorjahr: 880 Mio. AUD) hat. 90% dieses Goldes befindet sich im Besitz von Ausländern. Die Münze Österreich hat mittlerweile die Produktion der Philharmoniker vervierfacht und die Produktion von Goldbarren verdoppelt. Die hohe Goldnachfrage spiegelt sich auch im Goldhandel in Indien wider. Hier erreichte der Preis für die Dezember Futures am 10.10.2008 den neuen Höchststand von 14,130 Rs pro 10g. Hochbetrieb herrscht auch bei der Rand Refinery/South African Mint. Diese wollen die Produktion der populären Krügerrand Münzen aus Gold von derzeit 10,000 Unzen pro Woche auf 15,000 bis 20,000 Münzen je Woche erhöhen. Gestern wurde bekannt, dass sich die in London ansässige Refined Precious Metals über ein nie zuvor gesehenes Angebot an Altgold freuen kann. Auch die Verkäufe von Gold sind auf Rekordniveau. Aus Indien wird gemeldet, dass sich die Käufer beim Erwerb von Gold derzeit zurückhalten und einen Rückgang des Goldpreises auf 12,500 bis 13,000 Rs je 10g abwarten. Russland lässt verlauten, dass man über ausreichende Gold- und Devisenreserven verfüge, ganz im Gegensatz zu so manchem Nachbarland im Osten. Eine positive Einschätzung zum Goldsektor (bzw. den Aktien aus dem diesem Bereich) kommt von BMO, welche davon ausgehen, dass sich die Kurse der in den Bereichen Goldproduktion bzw. exploration tätigen Unternehmen bei der nächsten Aufwärtsbewegung der Aktienmärkte spürbar erholen sollten. Von Unternehmensseite gibt es folgende Meldungen: Silvercorp Metals (SVM.TO - Nachrichten) werden am 21.10.2008 eine Dividende in Höhe von 0,02 CAD (Mailand: CAD.MI - Nachrichten) je Aktie ausschütten. Coeur dAlene Mines bestätigen ihr Ziel, in diesem Jahr 13 Mio. Unzen Silber zu produzieren und geben Updates zu drei verschiedenen Projekten. Intrepid Mines (IAU.TO - Nachrichten) legen die weitere Entwicklung des Casposo Silber- und Goldprojekts in Argentinien angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten vorerst auf Eis; die letzten Bohrergebnisse aus Casposo unterstreichen erneut das enorme Potenzial dieser Liegenschaft. Mineral IRL melden für das dritte Quartal eine Rekordproduktion (80% über den Planungen) und sehr niedrige Cash-Kosten je Unze Gold in Höhe von 139 USD (50% unter den budgetierten Kosten). Gammon Gold (GAM.TO - Nachrichten) geben bekannt, dass deren Aktien seit heute auch an der NYSE gehandelt werden, das Symbol lautet GRS. Aus technischer Sicht betrachtet befindet sich Silber nach wie vor im leicht überverkauften Bereich. Die nächsten Widerstände liegen bei 10,98 und 11,09 USD/Unze, Unterstützungen finden sich bei 10,59 und darunter bei 10,31 USD je Unze.

Die Lagerbestände der NYMEX-Lagerhäuser werden mit 134,17,314 Unzen Silber angegeben, eine Abnahme um 1,031,221 Unzen.

Der Bestand des iShares Silver Trust wird unverändert mit 219,722,548 Unzen Silber angegeben.

Der Bestand des ZKB Silber ETF wird mit 29,638,062 Unzen Silber angegeben, eine Zunahme um 1,432,268 Unzen.

Der Silberindex SIX, welcher die Entwicklung von 16 Unternehmen aus dem Silbersektor abbildet, notiert bei 44,13 Zählern (14.10.2008 si/as/tw).
Die Gold- und Silber ETFs der ZKB erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit. So stiegen die Einlagen des Gold ETF seit letzter Woche um 414,156 Unzen bzw. 12,88t; der Silber ETF legt um 1,432,268 Unzen bzw. stolze 44,58t zu. ETF Securities geben einen weiteren Anstieg der Einlagen bei den ETCs auf Gold und Silber bekannt. Bei Platin und Palladium hingegen sind Rückgänge zu verzeichnen. Die Einlagen des Physical Gold ETC stiegen auf 1,559 Mio. Unzen (Stichtag: 12. Oktober), ein Anstieg von 2% im Vergleich zur Vorwoche. Beim Physical Silver ETC beträgt die Zunahme 3%, hier liegen die Einlagen bei 14,000,778 Unzen. Beim Phyiscal Anzeige


Platinum ETC war ein Rückgang von 4% auf 180,596 Unzen zu verzeichnen. Seit seinem Hoch im Juli 2008 (407,000 Unzen) verlor dieser ETC 56% seiner Einlagen. Der Palladium ETC verzeichnet einen leichten Rückgang auf 209,529 Unzen Wie die Perth Mint mitteilt, hat man in den vergangenen sechs Monaten die Produktion von Bullionmünzen verdoppelt. Von den Kangaroo und Nugget Münzen wurden in den drei Monaten bis zum 30. September insgesamt 62,630 Unzen verkauft; in den 12 Monaten bis zum 30. Juni lag der Absatz bei 154,501 Unzen. Neben der Produktion von Münzen hält man im Auftrag von Investoren zudem Gold in physischer Form, welches derzeit einen Wert von rund 1,5 Mrd. AUD (Vorjahr: 880 Mio. AUD) hat. 90% dieses Goldes befindet sich im Besitz von Ausländern. Die Münze Österreich hat mittlerweile die Produktion der Philharmoniker vervierfacht und die Produktion von Goldbarren verdoppelt. Die hohe Goldnachfrage spiegelt sich auch im Goldhandel in Indien wider. Hier erreichte der Preis für die Dezember Futures am 10.10.2008 den neuen Höchststand von 14,130 Rs pro 10g. Hochbetrieb herrscht auch bei der Rand Refinery/South African Mint. Diese wollen die Produktion der populären Krügerrand Münzen aus Gold von derzeit 10,000 Unzen pro Woche auf 15,000 bis 20,000 Münzen je Woche erhöhen. Gestern wurde bekannt, dass sich die in London ansässige Refined Precious Metals über ein nie zuvor gesehenes Angebot an Altgold freuen kann. Auch die Verkäufe von Gold sind auf Rekordniveau. Aus Indien wird gemeldet, dass sich die Käufer beim Erwerb von Gold derzeit zurückhalten und einen Rückgang des Goldpreises auf 12,500 bis 13,000 Rs je 10g abwarten. Russland lässt verlauten, dass man über ausreichende Gold- und Devisenreserven verfüge, ganz im Gegensatz zu so manchem Nachbarland im Osten. Eine positive Einschätzung zum Goldsektor (bzw. den Aktien aus dem diesem Bereich) kommt von BMO, welche davon ausgehen, dass sich die Kurse der in den Bereichen Goldproduktion bzw. exploration tätigen Unternehmen bei der nächsten Aufwärtsbewegung der Aktienmärkte spürbar erholen sollten. Von Unternehmensseite gibt es folgende Meldungen: Silvercorp Metals (SVM.TO - Nachrichten) werden am 21.10.2008 eine Dividende in Höhe von 0,02 CAD (Mailand: CAD.MI - Nachrichten) je Aktie ausschütten. Coeur dAlene Mines bestätigen ihr Ziel, in diesem Jahr 13 Mio. Unzen Silber zu produzieren und geben Updates zu drei verschiedenen Projekten. Intrepid Mines (IAU.TO - Nachrichten) legen die weitere Entwicklung des Casposo Silber- und Goldprojekts in Argentinien angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten vorerst auf Eis; die letzten Bohrergebnisse aus Casposo unterstreichen erneut das enorme Potenzial dieser Liegenschaft. Mineral IRL melden für das dritte Quartal eine Rekordproduktion (80% über den Planungen) und sehr niedrige Cash-Kosten je Unze Gold in Höhe von 139 USD (50% unter den budgetierten Kosten). Gammon Gold (GAM.TO - Nachrichten) geben bekannt, dass deren Aktien seit heute auch an der NYSE gehandelt werden, das Symbol lautet GRS. Aus technischer Sicht betrachtet befindet sich Silber nach wie vor im leicht überverkauften Bereich. Die nächsten Widerstände liegen bei 10,98 und 11,09 USD/Unze, Unterstützungen finden sich bei 10,59 und darunter bei 10,31 USD je Unze.

Die Lagerbestände der NYMEX-Lagerhäuser werden mit 134,17,314 Unzen Silber angegeben, eine Abnahme um 1,031,221 Unzen.

Der Bestand des iShares Silver Trust wird unverändert mit 219,722,548 Unzen Silber angegeben.

Der Bestand des ZKB Silber ETF wird mit 29,638,062 Unzen Silber angegeben, eine Zunahme um 1,432,268 Unzen.

Der Silberindex SIX, welcher die Entwicklung von 16 Unternehmen aus dem Silbersektor abbildet, notiert bei 44,13 Zählern (14.10.2008 si/as/tw).

de.biz.yahoo.com/14102008/390/goldpreis-indien-rekordstand.html
 ►Rohstoff-Thread moya
moya:

Rohstoffe Wochenrück- und Ausblick 43/44 KW

 
25.10.08 07:06

Rohstoffe Wochenrückblick: Energie und Metalle

von Miriam Kraus

Auch in dieser Woche beobachten wir weiterhin den Schaukeleffekt an den Märkten mit deutlicher stärkerer Tendenz zu weiteren Panikreationen und Angstzuständen. Das Ausbleiben von überzeugend positiven Nachrichten ist ausschlaggebend für den gegenwärtigen emotionalen Zustand an den Märkten, wobei sich die Marktteilnehmer - ich möchte es einmal so ausdrücken - praktisch im Kreis drehen.

Noch immer fehlt es grundsätzlich an Vertrauen innerhalb der Märkte, trotz zunächst positiver Tendenz an den Kreditmärkten. Aufgrund des fehlenden Vertrauens bleibt sowohl das Liquiditätsproblem bestehen - was nun zu weiteren Befürchtungen für ein Übergreifen der Liquiditätskrise auf die Realwirtschaft führt, ebenso wie zu Liquiditätsproblemen in Volkswirtschaften wie Weißrussland, Ungarn, Pakistan und natürlich Island, die sich nun Liquiditätsnothilfe vom IWF erbitten - , wie auch darauf beruhend eine Fortführung des Panik-Deleveraging.

Da es nach wie vor den Anschein hat, dass die Notprogramme der Staaten noch nicht den Liquiditätsfluss wieder zum Fließen gebracht haben, gehen Zwangsliquidationen von Seiten der institutionellen Anleger und insbesondere der Hedge-Fonds ungerührt weiter.

Diese Panikreaktion führt zum Abverkauf sämtlicher Vermögenswerte, drückt sowohl die Aktien- wie auch die Rohstoffmärkte und hat schon längst nichts mehr mit fundamentalen Überlegungen zu tun.

Energie

Auch die Rohölmärkte reagieren zunehmend auf die Entwicklung an den Aktien- und Kreditmärkten und weniger auf fundamentale Entwicklungen.

So konnte auch die beschlossene Förderkürzung der OPEC nicht zur Preisstabilisierung beitragen. Die OPEC gab bekannt ihre Produktion um 1,5 Millionen Barrel pro Tag auf 27,3 Millionen Barrel pro Tag senken zu wollen.

Allerdings wirkte dieser Beschluss eher enttäuschend, da mit einer Senkung um 1 Million Barrel sowieso zuvor schon gerechnet worden war. Mit einer deutlichen stärkeren Produktionskürzung hätte die OPEC ein deutlich stärkeres Zeichen setzen können, so allerdings verpuffte der Effekt im Laufe des Handelstages.

Hier allerdings steht die OPEC wieder vor ihrem altbekannten Problem: ihre Inhomogenität. Die Interessen der einzelnen Mitglieder sind durchaus divergierend und so manches Mitglied kann sich eine starke Produktionskürzung selbst bei diesen Preisen noch nicht leisten.

Dennoch, gerade jetzt müsste sich die OPEC die Krise zunutze machen und Stärke durch Einigkeit demonstrieren. Da ihr dies nicht zu gelingen scheint, wachsen die Spekulationen auf einen weiteren Rückgang der Ölpreise in die Region um 50 US-Dollar pro Barrel.

Man geht davon aus, dass ab diesem Preisniveau das größte OPEC-Mitglied Saudi-Arabien schließlich die Notbremse ziehen und eine drastischere Förderkürzung in Betracht ziehen dürfte.

WTI zur Lieferung im Dezember notiert gegenwärtige bei 64,98 US-Dollar pro Barrel an der NYMEX.

Brent Crude zur Lieferung im Dezember notiert gegenwärtig bei 62,79 US-Dollar pro Barrel an der ICE Futures Exchange.

Metalle

Edelmetalle

Auch Gold zeigt sich in dieser Woche weiterhin als Spielball der Märkte und entwickelt sich in dieser Woche mit deutlicher Abwärtstendenz.

Dennoch sind die Preisschwankungen intensiv. So erreichte Gold heute morgen in London ein Tief bei 680,30 US-Dollar pro Feinunze, um bislang zwischenzeitlich wieder 60 US-Dollar aufzuholen.

Gold stand in dieser Woche weiterhin unter Druck aufgrund von Panik-Liquidationen und des Vorzugs von Cash gegenüber Gold, aufgrund des deflationären Szenarios.

Hinzu kommt die US-Dollar-Stärke in Negativkorrelation. Auch der Druck der auf den übrigen Rohstoffmärkten lastete, insbesondere auf Öl, setzte den Goldpreis weiter unter Druck.

Beim Durchbruch der 700er Marke nach unten setzte sich heute zwischenzeitlich ein überverkauftes Szenario durch, welches nun von Seiten einiger Marktteilnehmer wieder eine erneute Nachfrage begründet hat.

Gold im Spotmarkt notiert gegenwärtig bei 736,20 US-Dollar pro Feinunze in New York. Der London Gold Fix PM wurde heute bei 712,50 US-Dollar pro Feinunze festgesetzt. Gold zur Lieferung im November notiert gegenwärtig bei 741,60 US-Dollar pro Feinunze an der NYMEX.

Basismetalle

Auch auf den Industriemetallen lastet zunehmend Panik und Angst vor einer weltweiten Rezession. Dabei ist die Liquidität gering, der Druck auf die Preise hoch.

Die Preisentwicklung entfernt sich zusehends von rationalen und fundamentalen Überlegungen. Auswirkungen der niedrigen Preise, wie negative Gewinnmargen aufgrund der höheren Produktionskosten und ein zunehmender Angebotsrückgang will der Markt gegenwärtig nicht gelten lassen, stattdessen wird übertrieben und panikartig ein absolutes Worst-Case-Szenario eines dramatischen Nachfrageeinbruchs.

So gab Kupfer weiterhin ab aufgrund von steigenden LME-Lagerbeständen in den Niederlanden, Spanien und den USA, obgleich die Kupferbestände sowohl in Shanghai, als auch die LME-Bestände in Südkorea, welche die chinesische Nachfrage bedienen, gestiegen sind. Die LME-Lagerbestände verzeichneten insgesamt einen Anstieg von 1,3 %, während die Kupferbestände in Shanghai um 11 % gefallen sind.

Kupfer im Spotmarkt notiert gegenwärtig bei 1,72 US-Dollar pro Pfund in New York.


Soft Commodities

Auch die Getreidemärkte haben es nicht vermocht sich dem grundsätzlichen Druck von Seiten der übrigen Märkte zu entziehen. Allerdings blieben im Wochenvergleich wie erwartet die Verluste limitiert. Dies könnte möglicherweise ein ersten Anzeichen für eine beginnende Bodenbildung sein.

Der Druck auf den Getreidemärkten begründet sich auch in dieser Woche auf den gleichen Faktoren welche auf den übrigen Rohstoff- und Aktienmärkten lasten. Die Liquidität ist eher gering und Ängste eine weltweite Rezession betreffend, lösen Befürchtungen auf eine nachlassende Nachfrage nach US-Getreide aus.

Insbesondere ist in diesem Zusammenhang die US-Dollar-Stärke zu nennen, die den Kauf von US-Getreide für Käufer aus Übersee, trotz fallender Getreidepreise teurer macht und eben Befüchtungen auf eine Nachfragerückgang auslöst.

Dennoch unterstützen Faktoren wie ungünstige Wetterbedingungen in den USA, ein möglicher Rückgang der Maisanbaufläche in Brasilien, eine nach wie vor hohe Exportnachfrage nach Sojabohnen und US-Farmer, die Sojabohnen horten aufgrund der Preislage, die Märkte. Weizen korreliert dabei eher mit den anderen Grains.

Mais zur Lieferung im Dezember notiert gegenwärtig bei 3,86 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.

Sojabohnen zur Lieferung im November notieren gegenwärtig bei 8,95 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT

Weizen zur Lieferung im Dezember notiert gegenwärtig bei 5,25 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.

Ausblick

So lange sich keine Besserung an der Liquiditätsfront abzeichnet, dürften sich die Rohstoffmärkte auch weiterhin in Korrelation zu den Aktien- und Kreditmärkten unter Druck befinden. Hierzu gehört ebenso die Negativkorrelation zum US-Dollar, der sich nach wie vor einer hohen Nachfrage erfreut (dies hängt auch mit den Notfallprogrammen der einzelnen Staaten zusammen; je stärker die eigene Währung gestützt wird, desto stärker fallen die Währungsreserven, was bedeutet dass diese wieder aufgestockt werden müssen).

Für Rohöl gilt insbesondere: so lange es die OPEC nicht vermag Stärke zu demonstrieren und die Rohölpreise zu stabilisieren dürfte der Abwärtstrend weiter anhalten.

Sollte die kommende Woche über weiterhin negative Aussichten eingepreist werden, könnte der Goldpreis vom gegenwärtigen Level aus betrachtet wieder unter Druck geraten. Möglicherweise könnte die 700 US-Dollar-Marke zunächst als Unterstützungsmarke halten.

Ich halte das extrem niedrige Preisniveau der Industriemetalle nach wie vor für nicht mehr gerechtfertigt. Allerdings dürften sich die Preise wohl erst wieder stabilisieren, sobald der Markt das absolute Worst-Case-Szenario für eingepreist hält.

Nach wie vor entwickeln sich die Getreidemärkte auch in Korrelation zu den übrigen Märkten. Sollte hier der Druck anhalten, dürften auch die Getreidemärkte zwischenzeitlich leicht abgeben. Verluste dürften allerdings wie auch in dieser Woche limitiert bleiben, da die Getreidemärkte erste Anzeichen einer möglichen Bodenbildung aufzeigen könnten.

So long liebe Leser...abschließend bleibt mir nur meiner Hoffnung Ausdruck zu verleihen, dass in dieser Woche die Märkte endlich das Worst-Case-Szenario eingepreist haben und die kommende Woche Zeit für den Beginn von Stabilität und eine erste leichte Erholung bietet....somit wünsche ich Ihnen noch ein schönes erholsames Wochenende und bis Montag..

Ihre Miriam Kraus

Quelle: Rohstoff-Daily [enl-rd@enl.fid-newsletter.de]

Gruss Moya
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moya:

Rohstoffe Wochenrück- und Ausblick 44/45 KW

2
02.11.08 05:24

Rohstoffe Wochenaus- und Rückblick

von Miriam Kraus

Liebe Leser,

nach der zwischenzeitlichen Phase positiver Stimmung an den Märkten in dieser Woche (hervorgerufen durch den Zinssenkungsmodus der G-10 Zentralbanken) , welche einherging mit Gewinnen an den Aktienmärkten, zwischenzeitlicher Abwertung von US-Dollar und japanischem Yen, sowie steigenden Rohstoffpreisen, drehte sich wie zu erwarten war die Stimmung zum Ende der Woche hin wieder und schwenkte in einer Art Ernüchterung über.

Zwar notieren die Aktienmärkte gegenwärtig leicht im Plus, doch die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer ist nach wie vor nicht hoch. So konnte auch der JPY als Stimmungsbaromter zum Ende der Woche hin wieder zulegen und erholte sich von seinen Verlusten zur Wochenmitte, insbesondere gegenüber dem Euro. EUR/JPY fiel von seinem Wochenhoch bei 130,29 und erreichte zwischenzeitlich heute die 122,21.

Damit notiert der JPY zum Ende der Woche hin mit deutlicher Unterstützung, obgleich auch die Zinssenkung der Bank of Japan auf 0,3 % nicht die verhaltenen Wachstumsaussichten für die japanische Wirtschaft verbessern kann.

Auch für Europa und vor allem für die USA sind die Wachstumsaussichten nicht gerade positiv. Während Euroland einen starken Rückgang in der Wirtschaftsstimmung zu verzeichnen hat, trifft es die USA mit dem stärksten Rückgang der Konsumausgaben seit 1980. Obgleich die USA für das dritte Quartal nur einen BIP-Rückgang von 0,3 % verzeichnen, ist der private Verbrauch um glatte 3,1 % zurückgegangen. Auch die Ausgaben im Wohnungsbau sind weiter gefallen, um 19,1 %.

 

Während die US-amerikanische Wirtschaft noch immer am Rande einer tiefen Rezession steht, hält sich der US-Dollar dagegen auch zum Ende der Woche hin fester. Der US-Dollar dürfte vor allem Unterstützung aufgrund großer Bewegungen zum Monatsende in einem weiterhin sehr illiquiden Umfeld erhalten. Die extremen Bewegungen in den Aktien- und Anleihenmärkten haben den Zwang zum Rebalancing ausgelöst. Mit anderen Worten: ausländische Investoren beispielsweise, die US-Vermögenswerte kaufen, verkaufen dagegen den US-Dollar zur Absicherung. Weil der Wert der Aktien aber so stark gefallen ist, müssen sie nun US-Dollar zurückkaufen um das Verhältnis abzusichern.

So erhielten zum Ende der Woche hin die Rohstoffpreise wieder einmal Druck von zwei Seiten: Rezessionsängste (geringe Risikobereitschaft) und US-Dollar-Stärke.

Energie

Obgleich die Rohölpreise gegenüber dem Hoch zur Wochenmitte stark abgegeben haben, notieren die Rohölpreise im Wochenvergleich relativ unverändert.

WTI zur Lieferung im Dezember erreichte am Donnerstag ein Hoch bei 70 US-Dollar pro Barrel.

Unterstützung erhielten die Ölpreise durch die Zinssenkungen der FED und der Peoples Bank of China, sowie durch steigende Aktienmärkte.

Gegenwärtig notiert WTI zur Lieferung im Dezember bei 64,29 US-Dollar pro Barrel an der NYMEX. Brent Crude zur Lieferung im Dezember notiert gegenwärtig bei 61,50 US-Dollar pro Barrel an der ICE Futures Exchange in London.

Neben den deutlich negativen Wirtschaftsdaten aus den USA belastete auch der Rückgang im US-Erdölverbrauch die Preise. Das US-Energieministerium gab bekannt, dass der Ölverbrauch mit gegenwärtig 19,267 Millionen Barrel um 8,4 % unter dem Verbrauch in der Vorjahresperiode befindet. Damit befindet sich der Ölverbrauch in den USA auf dem niedrigsten Stand seit 2001.

Metalle

Edelmetalle

Auch der Goldpreis konnte sich der Korrelation zu den übrigen Märkten nicht entziehen.

Am Donnerstag erreichte der Goldpreis im Zuge von US-Dollar-Schwäche und in Korrelation zu den Aktienmärkten ein Hoch bei 774,75 US-Dollar pro Unze.

Im Zuge eines deutlich festeren US-Dollars und in Korrelation zu den übrigen Rohstoffmärkten fiel der Preis zum Ende der Woche hin wieder deutlich.

Gold im Spotmarkt notiert gegenwärtig bei 720,90 US-Dollar pro Feinunze in New York. Gold zur Lieferung im Dezember notiert gegenwärtig bei 721,90 US-Dollar pro Feinunze an der NYMEX. Der London Gold Fix PM wurde heute bei 730,75 US-Dollar pro Feinunze festgesetzt.

Basismetalle

Wie erwartet scheint der Markt mittlerweile das Worst-Case-Szenario in die Industriemetalle eingepreist zu haben.

Auch wenn die Industriemetalle nach den starken Preisgewinnen zur Wochenmitte hin, in Korrelation zu US-Dollar-Schwäche, Aktienmarktentwicklung und den übrigen Rohstoffmärkten, zum Ende der Woche hin ebenfalls wieder abgegeben haben, notieren die Industriemetalle im Wochenvergleich noch immer im Plus und beginnen sich auf dem gegenwärtigen Preislevel zu stabilisieren.

Kupfer im Spotmarkt schloss am Mittwoch bei 2,09 US-Dollar pro Pfund und notiert gegenwärtig bei 1,87 US-Dollar pro Pfund in New York.

Nickel im Spotmarkt schloss am Mittwoch bei 5,92 US-Dollar pro Pfund und notiert gegenwärtig bei 5,64 US-Dollar pro Pfund in New York.

Weniger stark zeigten sich die Preisausschläge bei Zink, welches zuvor schon massiv abgegeben hatte und für das grundsätzlich eine angespannte Angebotslage erwartet wird. Zink notiert im Wochenvergleich fast unverändert bei gegenwärtig 0,48 US-Dollar pro Pfund, nach einem Schlusskurs bei 0,53 US-Dollar pro Pfund am Mittwoch.

Blei, dessen LME-Lagerbestände kontinuierlich zurückgehen notiert gegenwärtig bei 0,68 US-Dollar pro Pfund beim Schlusskurs vom Mittwoch.

 

Soft Commodities

Die Grains könnten mittlerweile vor einer Bodenbildung stehen. Dennoch fehlt es gegenwärtig an starken fundamentalen Neuigkeiten um die Preisentwicklung aus der Korrelation zu den übrigen Märkten zu lösen.

So bewegten sich auch die Getreidemärkte weiterhin in Negativ-Korrelation zur US-Dollar-Entwicklung und in Korrelation zu den übrigen Rohstoffmärkten, insbesondere zur Rohölpreisentwicklung.

Zur Wochenmitte hin konnten somit die Grains ebenfalls Preisgewinne verbuchen um zum Ende der Woche hin wieder schwächer zu notieren.

Mais zur Lieferung im Dezember erreichte am Mittwoch ein Wochenhoch bei 4,20 US-Dollar pro Scheffel und notiert gegenwärtig bei 4,01 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.

Sojabohnen zur Lieferung im November erreichten am Mittwoch ein Wochenhoch bei 9,45 US-Dollar pro Scheffel und notieren gegenwärtig bei 9,25 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.

Weizen zur Lieferung im Dezember erreichte am Mittwoch ein Wochenhoch bei 5,70 US-Dollar pro Scheffel und notiert gegenwärtig bei 5,36 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.

Alle drei Kontrakte notieren im Wochenvergleich im Plus.

Ausblick

Möglicherweise vermögen es die OPEC-Förderkürzung, welche aber erst mit der Zeit vollumfänglich umgesetzt wird, sowie die Meldung, dass einige US-Ölkonzerne weitere Investitionen in Projekte und Expansionspläne überdenken werden, den Preis für Light Sweet Crude zunächst über der 60 US-Dollar-Marke zu stützen. Sollte der US-Dollar in der kommenden Woche wieder Schwäche zeigen, dürfte dies ebenfalls unterstützend auf die Preise wirken.

Der Goldpreis dürfte in der kommenden weiterhin in enger Negativ-Korrelation zur US-Dollar-Entwicklung notieren, wobei weiterhin starke Preisausschläge nach unten und nach oben möglich sind.

Die Industriemetalle könnten möglicherweise mittlerweile einen Boden gefunden haben. Dennoch gilt es auch hier die Korrelation zur US-Dollar-Entwicklung und den übrigen Märkten zu bedenken., die zwischenzeitlich Druck auf die Preise mit allerdings geringen Preisverlusten ausüben könnten.

Gegenwärtig fehlt es noch an Ausdauer im Markt für eine bestehende Rallye, doch die Grains dürften mittlerweile ebenfalls vor einer Bodenbildung stehen. Dennoch gilt es auch hier weiterhin die starke Negativ-Korrelation zur US-Dollar-Entwicklung zu bedenken, welche zwischenzeitlichen Druck auf die Preise ausüben könnte.

Ihre Miriam Kraus 

Quelle: Rohstoff-Daily [enl-rd@enl.fid-newsletter.de]

Gruss Moya
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moya:

Industriemetallpreise steigen:die aktuellen Gründe

 
02.11.08 05:27

Industriemetallpreise steigen: die aktuellen Gründe!

von Miriam Kraus

Liebe Leser,

auch der heutige Tag steht ganz im Zeichen der anstehenden FED-Zinsentscheidung. Es ist die Zeit der Zinsen, oder besser gesagt die Zeit in der die Spekulation auf Zinssenkungen zwischenzeitlichen Optimismus hervorruft.

Zwischenzeitlich sage ich, denn Zinssenkungen an sich haben eher einen mittel-bis langfristigen Effekt, aber psychologisch, gerade in Zeiten in denen immer wieder die Hoffnungslosigkeit die Marktteilnehmer befällt, eben einen kurzfristigen Effekt. Und dieser zeigt sich gerade sehr deutlich.

Für heute steht also die Zinsentscheidung der FED an. Der Markt hat eine Leitzinssenkung um 50 Basispunkte bereits eingepreist. Ben hat es klar gesagt: Die Inflationsrisiken sind vom Tisch, jetzt geht es darum wie schlimm uns die Rezession treffen wird. Oder anders ausgedrückt, die FED wird wohl die Leitzinssenkung heute Abend sicher vornehmen. Sollte sich die Rezession in den USA weiter vertiefen könnte sogar eine Absenkung unter die 1 % Grenze möglich werden.

Apropos Länder mit niedrigem Leitzins...seit Montag wird auch die Möglichkeit gehandelt, dass die Bank of Japan ihren Leitzins von 0,5 % ebenfalls absenken könnte. Es ist zwar fraglich, ob dies tatsächlich bei der anstehenden Sitzung am Freitag beschlossen wird, aber immerhin, die Zinssenkung steht im Raum und hat zur gegenwärtig verhalten fröhlichen Stimmung beigetragen.

Übrigens überlegt auch EZB-Präsident Trichet in der kommenden Woche eine Leitzinssenkung vorzunehmen.

China hat seinen Leitzins übrigens zum dritten Mal in den letzten zwei Monaten auf jetzt 6,66 % gesenkt.

Tja, Leitzinssenkungen - letztes Pulver der Zentralbanken nach der Dauerbereitstellung von Liquidität. Wollen wir hoffen, dass es mittelfristig den gewünschten Effekt haben wird. Denn wie gesagt, die kurzfristigen euphorischen Auswirkungen sind wohl eher psychologischer Natur.

Jedenfalls haben die Märkte reagiert: die Aktienmärkte haben gestern deutlich im Plus geschlossen (S&P und Dow mit über 10 % im Plus und Nikkei mit über 7 % im Plus). Gegenwärtig beobachten wir schon wieder die Rückkehr des Schaukeleffekts - die Aktienmärkte notieren zum gegenwärtigen Zeitpunkt wieder leicht im Minus.

Viel wichtiger aber sind die Auswirkungen auf die Währungsmärkte. USD und JPY gerieten im Zuge der Euphorie stark unter Druck. EUR/USD stieg heute bis auf 1,2972 und notiert gegenwärtig bei 1,2879. EUR/JPY erreichte gestern eine Spitze bei 127,34 und notiert gegenwärtig bei 125,61. Zwischenzeitliches Aufatmen bei den Japanern!

Und so sind wir auch schon bei den Gründen für den Anstieg der Industriemetallpreise angelangt: USD-Schwäche und steigende Aktienmärkte. Und ganz allgemein die Hoffnung, dass Leitzinssenkungen allerorten schließlich Kreditvergabe und Wirtschaftswachstum wieder anheizen und damit dann auch die Industriemetallnachfrage.

In der Folge legten die Industriemetalle zu, angeführt von Kupfer, dass gegenüber dem gestrigen Schlusskurs gegenwärtig um über 11% im Plus notiert. Nickel notiert gegenwärtig mit über 9 % im Plus, Zink mit über 7 % und Blei mit über 5 %.

 

 

 


Industriemetalle: Langfristige Prognose

Ist es möglicherweise noch zu früh für wirkliche Euphorie?!

Ich stelle mir diese Frage aus einem einfachen Grund: der Markt reagiert gegenwärtig noch immer nicht wirklich auf fundamentale Begründungen, sondern zunächst einmal nur weiterhin auf die Bewegungen an den Aktien- und Devisenmärkten.

Wenn der Markt so stark auf die Ankündigung von Leitzinssenkungen reagiert, bedeutet das, dass er noch immer panische Angst vor einem rabenschwarzen Zukunftsszenario hat, welches er aber natürlich eigentlich nicht sehen will und deshalb eine Beruhigungspille braucht. Es könnte also durchaus möglich sein, dass der gegenwärtig aufgeklarte Blick des Marktes sich zwischenzeitlich auch wieder eintrübt- der Schaukeleffekt eben. Natürlich können die Industriemetalle bald nicht mehr viel billiger werden, aber sie können dann eben weiter unter Druck bleiben.

Was sehr schade ist, denn es gibt durchaus gute fundamentale Begründungen für langfristig steigende Preise:

·        Zum einen ist nach wie vor die Angebotsseite aufgrund der niedrigen Preise unter Druck. Viele Produzenten haben bereits Produktionskürzungen vorgenommen oder Produktionsstätten geschlossen. Grundsätzlich aber gefährdet die gegenwärtige Preissituation vor allem jegliche Expansionspläne. Nun hat auch Chile, weltgrößter Kupferproduzent, bekannt gegeben, das gegenwärtige Preisniveau werde die Investitionen in die Minenprojekte des Landes nach 2009 verringern.

·        Zum anderen ist nach wie vor eine starke Nachfrage aus Asien zu erwarten. Hier sind nach wie vor Hunderte von Milliarden an US-Dollar für Infrastrukturprogramme geplant. Und nicht nur in China! Thailand beispielsweise gab Pläne bekannt 2,9 Milliarden US-Dollar für Konjunkturprogramme bereit zu stellen. Südkorea will 5,7 Milliarden US-Dollar bereit stellen um dem Bausektor unter die Arme zu greifen.

Auch wenn wir mit einem temporären Nachfragerückgang nach Industriemetallen aus den USA und in geringerem Umfang auch aus Deutschland rechnen können, zeigt sich doch, dass die asiatischen Staaten und allen voran China sich zum Teil weniger von der Kreditkrise beeindrucken lassen als viele annehmen.

Im Gegenteil ergreift China gerade jetzt die Gelegenheit und stellt sich auf weiteres Wachstum ein. In diesen Zusammenhang fällt sicher die vertiefte Zusammenarbeit und Partnerschaft zwischen China und Russland. China gewährt Kredite und Russland wird China über die kommenden Jahre mit günstigem Rohöl beliefern. Eine schöne neue Freundschaft entsteht hier, die nicht nur aus dem Tausch chinesischer Devisenreserven gegen russische Rohstoffe besteht, sondern auch eine vertiefte Zusammenarbeit auf anderen Gebieten mit sich bringt. So wollen die Staaten zum Beispiel gemeinsam an Hochtechnologieprojekten arbeiten, Russland will China dagegen mit Atomreaktoren beliefern, Chinas Unternehmen mit Olympia-Erfahrungen sind im Gegenzug eingeladen sich an den Vorbereitungen für die Olympischen Winterspiele in Sotschi zu beteiligen, sogar die kulturelle Zusammenarbeit soll verstärkt werden.

Während der Westen also gegenwärtig die Leidensmine aufgesetzt hat, positionieren sich gerade jetzt andere Staaten (allen voran eben China) für weiteren Aufstieg in der Zukunft. Das Wachstum in diesen Staaten ist aber vor allem ein Infrastrukturwachstum, welches selbstredend rohstoffintensiv ist.

Langfristig deutet in meinen Augen alles auf steigende Industriemetallpreise hin, doch akut müssen sich die Märkte erst noch entscheiden wann sie wieder funktionieren wollen.

Quelle: Rohstoff-Daily [enl-rd@enl.fid-newsletter.de]

Gruss Moya
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moya:

Rohstoffe Wochenrück- und Ausblick 45/46 KW

2
11.11.08 05:30

Rohstoffe Wochenaus- und Rückblick

von Miriam Kraus

Liebe Leser,

auch in dieser Woche vermochten es die Märkte nicht sich für eine eindeutige Trendrichtung zu entscheiden. Weiterhin bleibt die Liquidität an den Märkten gering. In dieser Woche waren die zwei maßgeblichen Faktoren die US-Wahl und die Zinssenkungen.

Der Effekt der US-Präsidentschaftswahl vermochte allerdings keine Nachhaltigkeit hervorzubringen.

Nachdem in der vergangenen Woche Zentralbanken von der FED bis zur Peoples Bank of China ein weiteres Mal Zinssenkungen vorgenommen hatten, folgten am Donnerstag dieser Woche die Zentralbanken Europas. Die EZB senkte ihren Leitzins um 50 Basispunkte auf nun 3,25 %. Die Schweizer Notenbank schloss sich überraschend ebenfalls an und senkte den Leitzins um 50 Basispunkte auf 2 %. Es folgten Zinssenkungen in Tschechien und Dänemark.

Doch den Markt völlig überrascht hat die massive Zinssenkung der Bank of England. Die britische Zentralbank hat den Leitzins um 150 ! Basispunkte auf 3 % gesenkt. Das entspricht dem tiefsten Zinslevel seit 1955.

Die Zinssenkungen wurden im Markt durchaus positiv für die Aussichten der wirtschaftlichen Entwicklung aufgenommen, obgleich sich dadurch die Inflationsgefahr erhöht.

Dennoch scheint die Message der Zentralbanken teilweise anzukommen. Die Zentralbanken wollen mit aller Macht den Liquiditätsfluss, die Ausgaben und die Kreditvergabe anheizen und zielen dabei wohl in Richtung negativer Realzinsen.

Die Aktienmärkte notieren zum Ende der Woche hin deutlich im Plus, während EUR und GBP unter Druck stehen. USD/JPY der drei Tage in Folge gefallen war zeigte am Freitag den Beginn einer ersten Erholung, vom Tief bei 96,90 am Donnerstag auf gegenwärtig 98,15.

Gegenwärtig verleiht den Märkten die Spekulation auftrieb, dass die Zinssenkungsserie der Zentralbanken weiter gehen wird. Die CBOT-Futures zeigen eine 95%ige Chance dass die FED ihren Leitzins während der für den 16. Dezember geplanten Sitzung um weitere 50 Basispunkte senken könnte.

Energie

Die Rohölpreise bewegten sich in dieser Woche in einer sehr breiten Range bei einem Hoch bei über 70,45 US-Dollar pro Barrel im Dezember -Future an der NYMEX am Dienstag und einem Tief bei 59,95 US-Dollar pro Barrel am Donnerstag.

Nachdem die US-Präsidentschaftsrallye auch den Ölpreis, zusammen mit den Aktienmärkten am Dienstag nach oben trieb, verblasste der positive Effekt an den Rohstoffmärkten rasch wieder.

Stattdessen wurden wieder verstärkt Faktoren wie negative Prognosen für anstehende US-Wirtschaftsdaten wahrgenommen.

Am Donnerstag dann gab der WTI-Preis um ganze 5 US-Dollar ab, nachdem der IWF seine Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft nach unten korrigierte. Der IWF erwartet für das kommende Jahr mittlerweile eine Weltrezession. Der Prognose gemäß soll sich das Weltwirtschaftswachstum in 2009 auf 2,2 % abschwächen. Zwar bleibt auch der IWF bei seinen Wachstumsprognosen für die chinesische Wirtschaft mit 8,5 % Wachstum im Vergleich optimistisch, doch die allgemein düsteren Aussichten des IWF übten starken Druck auch auf die Ölpreise aus.

Zwar wurde die 60 US-Dollar-Marke für WTI kurzzeitig nach unten durchbrochen, doch nicht nachhaltig.

Am Freitag dann allerdings konnten sich die Spekulationen auf eine weitere FED-Zinssenkung gegen die negativen US-Arbeitsmarktdaten (im Oktober wurden weitere 240.000 Stellen gestrichen; die Arbeitslosenquote ist auf 6,5 % gestiegen) durchsetzen und boten den Ölpreisen wieder Unterstützung.

Gegenwärtig notiert WTI zur Lieferung im Dezember notiert gegenwärtig bei 61,35 US-Dollar pro Barrel an der NYMEX.

Brent Crude zur Lieferung im Dezember notiert gegenwärtig bei 57,82 US-Dollar pro Barrel an der ICE Futures Exchange in London.

Metalle

Edelmetalle

Der Goldpreis konnte sich innerhalb der vergangenen Woche über der 730 US-Dollar-Marke behaupten und erreichte sogar zwischenzeitlich eine Spitze bei über 760 US-Dollar pro Feinunze am Mittwoch.

Damit bewegte sich auch der Goldpreis in der vergangenen Woche in einer sehr breiten Range, weiterhin in enger Korrelation zu den Ölpreisen.

Auch die anhaltende Stärke der US-Währung gegenüber dem Euro übte weitere Druck auf den Goldpreis aus. EUR/USD fiel von seinem Hoch bei 1,3083 am Mittwoch auf gegenwärtig 1,2730.

Gold im Spotmarkt notiert gegenwärtig bei 733,20 US-Dollar pro Feinunze in New York. Gold zur Lieferung im Dezember notiert gegenwärtig bei 733,70 US-Dollar pro Feinunze an der NYMEX. Der London Gold Fix PM wurde heute bei 735,25 US-Dollar pro Feinunze festgesetzt.

Basismetalle

Auch die Industriemetalle konnten sich der allgemeinen Entwicklung an den Rohstoffmärkten nicht entziehen.

So erreichte Kupfer beispielsweise am Dienstag ein Wochenhoch und schloss bei 1,92 US-Dollar pro Pfund im Spotmarkt.

Zum Ende der Woche hin setzten sich allerdings wieder die Wachstumsängste durch, unterstützt durch steigende Lagerbestände in den USA und Europa.

Kupfer im Spotmarkt notiert gegenwärtig bei 1,68 US-Dollar pro Pfund in New York.

Soft Commodities

Auch die Grains konnten sich in dieser Woche nicht dem Einfluss der übrigen Rohstoffmärkte und des US-Dollar entziehen.

Während die Getreidesorten bis Dienstag weitgehend weiter zulegen konnten, folgten drei Tage in Folge (Sojabohnen ausgenommen) Preisrückgänge.

Dezember-Mais erreichte am Dienstag ein Wochenhoch bei 4,20 US-Dollar an der CBOT und notiert gegenwärtig bei 3,75 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.

Dezember-Weizen erreichte am Dienstag ein Wochenhoch bei 5,80 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT und notiert gegenwärtig bei 5,22 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.

Für diese Preisentwicklung ist vor allem die enge Korrelation zur Rohölpreisentwicklung und die anhaltende US-Dollar-Stärke maßgebend.

Fundamentale Betrachtungsweisen fanden kaum Einfluss. Ungünstige Wetterbedingungen in Iowa und Illinois belasten die Mais-Ernte-Aussichten.

Sojabohnen zur Lieferung im Januar erreichten am Dienstag ein Wochenhoch bei 9,80 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT und mussten danach auch wieder abgeben. Daraufhin begann bereits am Donnerstag eine leichte Erholung, aufgrund der Spekulation, dass der massive Rückgang der Frachtkosten die Exportnachfrage stimulieren könnte. Zudem erhielten die Preise Unterstützung weil US-Farmer, mit der Aussicht auf höhere Preise in der Zukunft einen Teil der Ernte zurückhalten.

Gegenwärtig notieren Sojabohnen zur Lieferung im Januar bei 9,19 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.

Ausblick

Gegenwärtig scheint die 60 US-Dollar-Marke als Unterstützungsmarke noch zu halten. Sollten weitere trübe Aussichten für die Entwicklung des Weltwirtschaftswachstums vorherrschend im Fokus der Marktteilnehmer sein könnten die Ölpreise weiteren Druck bis unter die 60 US-Dollar-Marke erfahren. Grundsätzlich dürfte die 50 US-Dollar-Marke als Preisuntergrenze betrachtet werden, bei der die OPEC noch deutlicher aktiver zur Preisstabilisierung werden muss. Schon jetzt warnt die IEA allerdings vor einer kommenden Angebotsverknappung wenn weiterhin Investitionen im Energiesektor zurückgefahren werden.

Die Zinssenkungsserie der Zentralbanken deutet auf ein Ziel hin: negative Realverzinsung. Im Angesicht der Ausweitung der Geldbasis, dürfte schlussendlich auch die Inflation wieder ein Thema werden. Dies ist grundsätzlich langfristig positiv für die Goldpreisentwicklung zu werten. Kurzfristig allerdings könnten die Goldpreise weite runter Druck bleiben aufgrund der engen Korrelation zur EUR/USD-Entwicklung.

Obgleich Konjunkturaussichten nach wie vor die Preisentwicklung der Industriemetalle belasten, weist die fundamentale Betrachtung zum einen starke Produktionsrückgänge und zum anderen - und dies ist wesentlicher - einen Rückgang der Investitionen in neue Projekte auf. Langfristig betrachtet ist das gegenwärtige Preisniveau der Industriemetalle extrem günstig, doch kurzfristig können sich die Industriemetalle nicht aus der Korrelation zu den übrigen Rohstoffmärkten, der EUR/USD Entwicklung und vor allem trüben Konjunkturaussichten ausnehmen.

Kurzfristig dürften sich auch die Grains weiterhin in Korrelation zur EUR/USD-Entwicklung und der Rohölpreisentwicklung bewegen. Sowohl weitere Preisgewinne, als auch Rücksetzer könnten allerdings limitiert bleiben.

Ihre Miriam Kraus

Gruss Moya
 ►Rohstoff-Thread 4989710
 ►Rohstoff-Thread Knappschaftskassen
Knappschafts.:

Chinas Zentralbank will Goldreserven aufstocken

5
21.11.08 12:48
"Chinas Zentralbank will Goldreserven aufstocken - Zeitung"

Die chinesische Zentralbank will ihre Goldreserven einem Zeitungsbericht
zufolge aufstocken. Geplant sei, die Bestände des Edelmetalls auf 4.000 Tonnen
von 600 Tonnen zu erhöhen, schreibt die Zeitung "Guangzhou Daily" unter
Berufung auf nicht namentlich genannte Branchenvertreter in Hongkong."

www.postbank.de/privatkunden/...8.f086?mis_newsid=z10w2xewws2w


Fazit:Auch die Goldminen weisen eine Unterbewertung auf, die es so noch nie in der Geschichte gegeben hat.
Das Gold/XAU-Ratio hat nun wieder Werte von deutlich über 10 erreicht, der langfristige Schnitt liegt hier bei 4!
 ►Rohstoff-Thread moya
moya:

Öl Ausblick 2009

 
23.11.08 07:23

Ölpreis 2009

von Miriam Kraus

Obwohl das Jahr noch nicht zu Ende ist, möchte ich heute zum Wochenausklang schon einmal einen ersten Blick in das Jahr 2009 hinein werfen und die Lage am Ölmarkt zusammenfassen und auf welche Entwicklungen wir hier in 2009 besonders achten müssen.

Was geschah

Dieses Jahr war für die meisten Anleger in den Energierohstoffen, ein Desaster. Der Zusammenbruch der Preise kam dabei für die meisten Marktbeobachter, zum Glück kann ich mich davon ausnehmen, sehr überraschend und wurde in dieser drastischen Form nicht prognostiziert.

Zunächst startete das Jahr sogar sehr viel versprechend. China hatte einen kalten Winter, was eine hohe Nachfrage bedeutete, die Inflationshysterie ging weltweit um und Stromausfälle waren in Asien immer wieder auf der Tagesordnung. Zudem hatte China absichtlich vergessen seine Benzinpreise an das zu Jahresbeginn herrschende Ölpreisniveau anzupassen, was eine noch höhere Nachfrage und enorme Importnachfrage auslöste.

Im März importierte China noch die Rekordmenge von 17 Millionen Tonnen. Ein Anstieg von 22,6% gegenüber dem Vorjahr. Das war damals auch eines der stärksten Argumente für die Ölbullen die den Preis darauffolgend im April von 100 auf 115 US-Dollar pro Fass nach oben trieben.

Doch dann geschah etwas, was nur in Übertreibungsphasen geschehen konnte. Der Preis koppelte sich komplett von den zugrundeliegenden Nachfrage- und Angebotsdaten ab. Ob Irak Krieg, steigende China Nachfrage, die rückläufige russische Ölförderung, generelle Knappheit... Alle Argumente wurden herangezogen, die nur dazu dienten den Preis hoch zu halten.

Schlussendlich stieg der Preis für Rohöl dann bis Mitte Mai auf seine erste Spitze bei 135 US-Dollar. Die Hurrikansaison in den USA trieb den Preis dann kurzfristig noch mal über 135 auf rund 145 Dollar.

Doch man hatte vergessen die Nachfrage zu beobachten...


 Nachfrage nach Rohöl bricht ein

 

Dabei hatten sich die Nachfragezahlen bereits markant eingetrübt. Die Importe nach China fielen allein im Juni um 11% auf 14,5 Millionen Tonnen und im Vergleich zum Mai sogar um 17%.

Auch die USA, die ja weltweit der grösste Ölverbraucher sind, begannen damit ihren Verbrauch einzudämmen. Die durchschnittlich gefahrenen Autokilometer gehen in diesem Jahr erstmals seit 1980 sogar zurück und die Autoverkäufe kollabierten regelrecht. Die auf das Jahr hochgerechneten Automobilverkäufe fielen von 12 Millionen Stück im Dezember auf 10 Millionen im Juni und 7,9 Millionen im Oktober. Ein Rückgang von 35%. Vor allem die sprittfressenden Jeeps SUVs" verbuchten teils sogar noch dramatischere Verkaufseinbrüche von mehr als 50%, was durch die Kleinwagen, deren Verkäufe teilweise sogar noch zulegen konnten, nicht ausgeglichen werden konnte.

Insgesamt fiel deshalb die Benzinnachfrage in den USA um über 1 Million Barrel pro Tag. Statt rund 1 Million Barrel Rohölverbrauchswachstum wie im Jahr 2007 wird die Welt 2008 vermutlich ein Nullwachstum verbuchen.

Dafür stieg die Ölförderung ausserhalb der OPEC in diesem Jahr sogar noch leicht an. Analysten erwarten einen Förderanstieg von rund 1 Mio. Barrel, selbst wenn dies fast etwas zu optimistisch scheint...

Von globaler Unterversorgung ist aber aktuell gar nichts zu sehen. Selbst wenn die russische Förderung um 1-2% fällt, dann macht das auf die tägliche Ölförderung eben auch nur eben maximal 200.000 Barrel pro Tag aus.

Trotzdem sieht es für das nächste Jahr nicht ganz so schlecht aus.

Denn die Ölfelder werden jetzt nur noch schneller ausgebeutet werden, wie bisher. Alternative Ölgewinnungsformen werden immer unattraktiver. Allein um die bestehende Förderung aufrecht zu erhalten, müssten jedes Jahr rund 3 Milliarden Barrel zu den Ölreserven dazukommen. Doch das ist nicht der Fall.

Nur rund 1/3 der Gesamtreserven werden zu Preisen zwischen 5-25 US-Dollar gefördert. Darüber liegen Schweröle, mit Förderkosten von 35-60 Dollar. Ölsande, Gasverflüssigung, Kohle zu Ölverflüssigung und die brasilianische Tiefseeförderung, mit Förderkosten zwischen 50-110 Dollar. Wenn also Öl in den nächsten 10 Jahren der wichtigste Energieträger bleibt, wovon ich ausgehe, dann wird der Preis sich mindestens zwischen 50 und 110 Dollar bewegen und wenn die G20 Staaten zur Bekämpfung der Deflation die Geldmengen anfeuern werden, dann ist der nächste Inflationsschub und ein Ölpreis von 150-200 Dollar in einigen Jahren keine Utopie.

Doch für 2009 erwarte ich eher eine breite Trading-Range zwischen 40 Dollar auf der Unter- und 70/80 Dollar auf der Oberseite.

Ihre

Miriam Kraus

Quelle: Rohstoff-Daily [enl-rd@enl.fid-newsletter.de]

Gruss Moya
 ►Rohstoff-Thread 5087244
 ►Rohstoff-Thread moya
moya:

Welthandel und Rohstoffpreise

 
23.11.08 07:25

Welthandel und Rohstoffpreise

von Miriam Kraus

Liebe Leser,

der synchrone globale Boom hat sich in einen synchronen globalen Abschwung gewandelt. Die Elektrizitätsnachfrage in China fiel gegenüber dem Vorjahr um 5%, das Wachstum der Industrieproduktion in Russland fiel von 6,3% im September auf 1,6% im Oktober und Stahl- sowie Düngerunternehmen haben ihre Produktion um 20-30% zurückgefahren. Die USA befinden sich nun offiziell in einer Deflation, die US-Einzelhandelspreise fielen gegenüber dem letzten Monat um 1%. Vor allem bedingt durch den Rückgang der Energie- und Nahrungsmittelpreise. Der Wahnsinn daran ist, dass sich dies innerhalb von nur 6 Monaten vollzog. Dauerte ein globaler Abschwung früher von der Entstehung bis zum Tiefpunkt mindestens 1-2 Jahre, so erleben wir den beinahe völligen Kollaps in nur wenigen Monaten.

Dabei ist die Krise in den Köpfen der Menschen noch gar nicht einmal angekommen. Im Sommer waren immer noch genausoviele Menschen in den Biergärten und das Münchner Oktoberfest verzeichnete wieder einmal einen Bierpreisrekord von 8,13 Euro für die Mass...

Doch zurück zu den Rohstoffen.

Die globale Unterversorgung mit Rohstoffen hat sich innerhalb weniger Monate in eine Überversorgung gewandelt. Diese Zahlen tauchen jedoch in den meisten Statistiken noch gar nicht auf, sondern werden uns noch in den nächsten Monaten beschäftigen. Doch der Hauptgrund ist nicht etwa die erwartete Angebotsausweitung, sondern ein drastischer Nachfragerückgang. Der aber nicht gewollt, sondern wegen der Kreditkrise unausweichlich ist.

Vor allem der Rückgang des Welthandels ist dafür ausschlaggebend. Aktuell ist die Vertrauenskrise in alle Bereiche der Wirtschaft umgeschlagen. Derzeit leidet der internationale Handel massiv unter Einschränkungen der Ex- und Importfinanzierung. Für die reibungslose Abwicklung dieses Handels besitzt der so genannte Letter of Credit" immense Wichtigkeit. Laut WTO werden 90% des Welthandels mittels dieser Garantien abgewickelt. Doch momentan traut keine Bank einer anderen und damit ist auch der Letter of Credit" in Frage gestellt, was dazu führt, dass so unsinnige Dinge geschehen, die für uns Normalbürger einfach nicht mehr nachvollziehbar sind. Da warten voll beladene Schiffe darauf, dass die entsprechenden Garantien abgegeben werden und da dies nicht der Fall ist verfaulen Bananen auf den Schiffen.


Baltic Dry Index

Als Indikation, wann wir also im Welthandel und auch in der Rohstoffnachfrage einen Boden finden, sollten Sie den so genannten Baltic Dry Index, verfolgen.

Dieser markierte am 4.11 ein Tief von 815 Punkten. Heute stand er wieder bei 859 Punkten. Zur Erinnerung. Vor einem Monat stand der Index noch bei 5.000 Punkten und das Hoch am 20. Mai lag bei sage und schreibe 11.793 Punkten. Ein Kollaps von 93% seit Mai...

Als Grund wird dabei immer wieder China und der rückläufige Import von Eisenerz genannt. Doch diese Begründung greift wie wir oben durch den Letter of Credit" beschrieben haben, zu kurz. Denn China importierte im Dezember 39,2 Millionen Tonnen Eisenerz, was ein Anstieg, von 6 Millionen Tonnen gegenüber dem Vorjahr war.

Zuletzt hatten wir einen derartigen Einbruch im August 1986, als der Index mit 554 Punkten sein Allzeittief markiert. Doch zu diesem Zeitpunkt kam gerade eine Welle von neuen Schiffen auf den Frachtmarkt. Doch zurzeit fehlen diese neuen Schiffe, denn sie werden wegen der Kreditkrise grösstenteils gar nicht mehr gebaut werden.

Das bedeutet, dass der Baltic Dry Index, auf dessen Kursentwicklung gerade zum Hochpunkt des Jahres eine Reihe von Zertifikaten emittiert wurden, einen extrem starken Rebound vollziehen dürfte, sobald sich die Lage an den Kreditmärkten und die Probleme mit den LOCs entspannt. Doch da in der Vergangenheit eine Reihe von neuen Schiffen auf den Markt kamen und wir gerade am Anfang einer Rezession stehen, werden neue Höchststände im Baltic Dry Index wohl für die nächsten 20 Jahre wohl kein Thema sein.

Fakt ist aber, dass auf den jetzigen Niveaus nur die wenigsten Reeder Gewinne erwirtschaften können und da man auch keinen neuen Kredit bekommt, werden diese Firmen wohl schneller schliessen müssen, als erwartet wird. Dies wird der Aufschwungthese dann auch wieder Rückhalt bringen. Aber vermutlich noch nicht von heute auf morgen, sondern innerhalb der nächsten 1-2 Jahre.

Ihre
M. Kraus

Quelle:Rohstoff-Daily [enl-rd@enl.fid-newsletter.de]

Gruss Moya
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moya:

Gold: Sicherer Hafen oder Spekulationsobjekt?

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23.11.08 07:29

Gold: Sicherer Hafen oder Spekulationsobjekt?

von Daniela Knauer

Liebe Leserin, lieber Leser,

die moderne Technik kann doch so manche Tücke bieten. Da wollte ich vom Provider eine schnellere Leitung, doch statt sie zu bekommen, drehte mir dieser erst einmal für fast zwei Tage ganz das Internet ab. Für einen Trader und Schreiberling wie mich eine waschechte Katastrophe. Daher musste am Dienstag mein Nebenwerte Daily entfallen und Sie durften den Bericht des geschätzten Kollegen Jürgen Schmitt genießen.

Die Nachfrage nach Münzen ist riesig

Kommen wir also heute zum versprochenen Artikel über das Gold. Auf der Messe in München drängelten sich die Käufer um die Stände der Edelmetallhändler. Aber das wird inzwischen zu einem gewohnten Bild. Auch in Wien war es nicht anders. Vorräte dieser Händler sind meist in wenigen Stunden ausverkauft, dann heißt es auch hier nur noch: "Sie können gerne bestellen, aber wir können noch nicht zusagen, wann wir liefern können."

Die verfügbaren Maschinen bedingen die Kapazität der Münzproduktion

In erster Linie betrifft dieses Problem die Nachfrage nach Münzen und kleinen Anlegerbarren. Die großen Industriebarren sind verfügbar, doch wer kann sich die angesichts eines Goldgewichts von 12,5 kg schon leisten? Ein Mitarbeiter der österreichischen Münze, wo der bekannte Philharmoniker hergestellt wird, erzählte mir neulich: "Wir produzieren bereits so viel wie seit Jahren nicht mehr und sind damit an der Grenze unserer Maschinen angelangt. Da wir nicht wissen, ob der Ansturm anhalten wird, sind bisher jedoch noch keine Kapazitätserweiterungen geplant." Bei einigen Münzanstalten macht auch die Lieferung der Rohlinge Probleme, daher können manchmal besonders beliebte Münzen nicht in der benötigten Menge hergestellt werden.


 

Der Goldpreis wird am Papiermarkt "gemacht“

Der Goldpreis wird am Papiermarkt "gemacht"

Immer wieder erhalte ich angesichts dieser starken physischen Nachfrage die verwunderte Frage von Lesern, warum denn der Goldpreis nicht steige, wenn es doch so schwierig sein könne, physisches Gold zu kaufen? Nun, das hängt davon ab, dass der physische Goldmarkt und der Papiermarkt zwei ziemlich unterschiedliche Dinge sind. Der Goldpreis, nach dem wir uns richten, wird an der Comex in New York und dem Spotmarkt in London "gemacht". Hier gehen große Kontrakte an "Papiergold", also Futures, Optionen etc. um. Das physische Gold der Anleger ist nur ein kleiner Teil des Goldmarktes.

Der Münzhandel ist nur ein sehr kleiner Teil des Goldmarktes

Nach den jüngsten Zahlen des World Gold Council (welches die wichtigsten statistischen Daten über den Goldmarkt veröffentlicht) haben Anleger im dritten Quartal 382,1t Gold in Münzen, Barren und ETFs angelegt. Insgesamt lag die Nachfrage jedoch bei 1.133,4t Gold. Also geht weniger als ein Drittel des Goldes überhaupt nur in den Edelmetallhandel, ein großer Teil davon landet wieder in "Papierform" bei den ETFs. Eine deutlich größere Bedeutung für den Preis des Goldes haben die Schmuckeinkäufer, vor allem aus Indien und dem Orient. Sie sind sehr preissensibel. Wie sich in der Vergangenheit gezeigt hat, kaufen Sie ab einem gewissen Betrag einfach nicht mehr. Dazu kommt in jüngster Zeit auch bei Ihnen das Problem der Kreditkrise. Denn sie müssen kurzfristige Kredite aufnehmen, um das Gold am Markt zu kaufen, bevor sie es verarbeitet weitergeben können. Diese Kredite sind jedoch sehr teuer geworden bzw. es war teilweise auch sehr schwierig, überhaupt welche zu bekommen. Daher fielen die Käufe aus dieser Ecke schwächer aus, als sie es aufgrund des günstigen Preises hätten sein sollen.

Wichtigste Größe waren die Glattstellungen großer Longpositionen

Ein sehr wichtiger Parameter sind jedoch vor allem die Papiergoldmärkte. Große Adressen haben in den vergangenen Jahren sehr hohe Longpositionen im Gold aufgebaut. Dazu kamen die ganzen kleinen Spekulanten, die an den Papiermärkten auf steigende Kurse des gelben Metalls setzten. Sie alle wurden zuletzt enttäuscht, weil das Gold eben nicht im Preis explodierte, sondern sich "nur" als "sicherer Hafen" erwies, was ja eigentlich auch seine Aufgabe in schlechten Zeiten ist. Da viele dieser Positionen jedoch kreditgehebelt waren, mussten sie bereits bei leicht fallenden Goldpreisen reduziert werden. Dazu kamen die ganzen Fonds, die unter Mittelabflüssen litten oder aufgrund höherer Marginanforderungen Positionen verkaufen mussten. Sie zogen immer wieder gewaltige Kreise, was die kurzfristigen Ausreißer im Preis nach unten bewirkte.

 ►Rohstoff-Thread 5087247

Die Nettoposition der Large Speculators (institutionelle Anleger, rote Linie) wurde von rund 200.000 Kontrakten auf zuletzt 65.578 Kontrakte reduziert. Mit dafür verantwortlich ist die immer wieder verheerende Wirkung kreditgehebelter Spekulationen. Quelle: www.Wellenreiter-Invest.de.

Alle diese Positionen drückten immer wieder auf den Kurs des Goldes, das in den sehr hektischen Phasen des Marktes auch eine enorme Volatilität aufbaute. Wer jedoch in diesen Schwankungen die Nerven behielt und rechtzeitig Gewinne aus den Aktien in Gold umgeschichtet hatte, als sich 2007 die Krise abzeichnete, kam ausgesprochen gut über die schwierige Zeit. Vor allem in Euro gerechnet, konnte Gold noch vor wenigen Wochen ein neues Hoch verbuchen. Auf diesem Sicherheitspolster ließ sich also gut ruhen - genau das, was auch die Aufgabe des Goldes ausmacht. Es ist vor allen Dingen ein Wertaufbewahrungsmittel für schlechte Zeiten.

Grüße, Ihre

Daniela Knauer

Quelle:Nebenwerte Daily [enl-nid@enl.fid-newsletter.de]

Gruss Moya
 ►Rohstoff-Thread 5087247
 ►Rohstoff-Thread moya
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Nickel steigt: Produktionskürzungen kommen an!

 
14.12.08 06:50

Nickel steigt: Produktionskürzungen kommen an!

von Miriam Kraus

Liebe Leser,

heute ist es wahrhaftig an der Zeit wieder einmal von Nickel zu berichten. Das Industriemetall, welches vor allem als Rohstoff in der Stahlherstellung dient, hat seit dem Schlusskurs vom Montag in Spotmarkt bereits über 20 % zugelegt.

Ehrlich gesagt, das war nun auch wirklich einmal bitter nötig, nachdem der Preis am Freitag sogar unter die 4 US-Dollar-Marke gefallen war und damit den tiefsten Preis seit 2002 markierte.

Der Nickelpreis ist natürlich ebenso wie die Preisentwicklung der anderen Industriemetalle stark von konjunkturellen Schwankungen abhängig. Wir Rohstoffbegeisterten wissen aber, dass die Industriemetalle im Laufe der Finanzkrise derartig stark unter Druck geraten sind, dass sich nun mittlerweile die Förderung in vielen Sektoren immer weniger lohnt.

Und insbesondere gilt das für die Nickelförderung.

Ein Preis von unter 7,70 US-Dollar pro Pfund bedroht bereits die Wirtschaftlichkeit vieler neuer und kostenintensiver Projekte. Bei unter 7 US-Dollar knicken dann schließlich immer mehr Minen ein, die nicht mehr rentabel wirtschaften können.

Dies war vorauszusehen und der gesamte Minensektor meldet seit Monaten eine wachsende Zahl an Minenschließungen, Einstellungen neuer Projekte und generell einen Rückzug bei geplanten Investitionen.

Produktionskürzungen an der Tagesordnung

Bereits im dritten Quartal dieses Jahres sind die australischen Nickelexporte um 37% gegenüber dem Vorjahr gefallen. Australien ist der viertgrößte Nickelexporteur der Welt.

Der größte Nickel-Produzent Norilsk Nickel hat im Oktober nun den Betrieb der Cawse Mine in Australien aufgegeben.

Auch in Kanada machen kleinere Produzenten wie FNX ganze Minen dicht.

Die brasilianische Vale hat ihre indonesische Produktion in diesem Quartal bereits um 20% und die Produktion in der chinesischen Affinerie in Dalian um 35 % gekürzt.

Da sich die weltweite Nickelproduktion seit den letzten 10 Jahren mehr oder weniger auf eine Handvoll Produzenten konzentriert, sollten es diese nicht so schwer haben gezielte Produktionskürzungen einer rückläufigen Nachfrage angepasst durchzuführen. Mittlerweile scheint dies wohl auch der Markt so zu sehen ...

Bis jetzt haben die Produzenten weltweit für dieses Jahr Produktionskürzungen in Höhe von 140.000 Tonnen angekündigt. Im kommenden Jahr soll die Produktion weltweit um weitere 100.000 Tonnen fallen.

Damit sollte der weltweite Angebotsüberschuss von 95.000 Tonnen im letzten Jahr und 30.000 Tonnen in diesem Jahr auf etwa 20.000 Tonnen im kommenden Jahr fallen. Damit haben wir aber noch immer kein Angebotsdefizit im Markt. Es stellt sich also die Frage nach dem Nachfragewachstum.

Konjunkturprogramme dürften das Verbrauchswachstum stützen

Wie ich oben schon schrieb, Nickel wird vor allem in der Stahlindustrie genutzt. Doch dieser Sektor hat in diesem Jahr arg gelitten.

Wie wird es also künftig aussehen? Lassen Sie uns zunächst einen Blick nach China werfen.

Das Australian Bureau of Agricultural and Resource Economics (ABARE) geht davon aus, dass Chinas Nickel-Verbrauch für das Gesamtjahr 2008 immer noch um 20% gegenüber dem Vorjahr wachsen dürfte.

Kunststück, Chinas Binnenwachstum ist schließlich auch ein Infrastrukturwachstum.

Nun hat China weitere 586 Milliarden US-Dollar als Konjunkturprogramm in den Topf geworfen. Über die kommenden 2 Jahre wird das Konjunkturpaket, auf das weitere Ausgaben - wie bereits angekündigt - folgen werden, das Infrastrukturwachstum und den Binnenkonsum stützen.

Wenn wir einmal davon ausgehen, dass selbst wenn in einigen Industrienationen der Verbrauch rückläufig sein sollte, das chinesische Verbrauchswachstum weiterhin stark bleibt, könnte der weltweite Verbrauch im kommenden Jahr durchaus um wenigstens 3 % wachsen.

Und nun haben wir noch nicht einmal, das vom kommenden US-Präsidenten Obama angekündigte Konjunkturprogramm in unsere Überlegungen mit einbezogen, welches einigen Medieneinschätzungen zufolge ein Volumen von bis zu 1 Billion US-Dollar erreichen könnte.

Rohstoff-Daily [enl-rd@enl.fid-newsletter.de]

Nickel-Preisentwicklung in den letzten 30 Tagen (Schlusskurse) Spotmarkt in USD/lb

 ►Rohstoff-Thread 5193918

Nickel-Preisentwicklung vom 12.12.2008 Spotmarkt in USD/lb

 ►Rohstoff-Thread 5193918

Quelle beider Charts: kitcometals.com

 

 

 ►Rohstoff-Thread moya
moya:

Rohstoffe Wochenrück- und Ausblick 50/51 KW

 
14.12.08 06:55

Rohstoffe Wochenaus- und Rückblick

von Miriam Kraus

Liebe Leser,

diese Woche stand deutlich im Zeichen einer anhaltenden US-Dollar-Schwäche. Nachdem der nächste US-Präsident Obama am vergangenen Wochenende Pläne für ein massives, infrastrukturlastiges Konjunkturprogramm für das kommende Jahr bekannt gab, beobachteten wir eine 3 Tage andauernde Rallye. Neben den Aktienmärkten, konnten vor allem auch die Rohstoffpreise massiv aufholen. Der Grund war eine zwischenzeitliche Rückkehr des Risikoappetits. Naturgemäß schwächte dies zwischenzeitlich die Entwicklung von USD und JPY.

Doch der Effekt in Bezug auf die Risikobereitschaft im Markt war nur von kurzer Dauer. Zum Ende der Woche hin ist wieder eine deutliche Tendenz zu verstärkter Risikoaversion erkennbar. Grund ist vor allem die Enttäuschung des Marktes über die Abwehrhaltung des US-Senats gegenüber dem Rettungsprogramm für die US-Automobilindustrie. Der Markt hatte zuvor auch negative Konjunkturdaten positiv eingepreist in der Hoffnung auf weitere Schritte zur fiskalpolitischen Stimulierung.

Zum Ende der Woche geben die konjunktursensitiven Rohstoffklassen dementsprechend wieder ab. Die Ausnahme bildet Gold, das in Negativ-Korrelation zur US-Dollar-Entwicklung weiter steigen kann.

Die anhaltende US-Dollar-Schwäche - trotz Rückkehr zu einem deutlich risikoaversiveren Umfeld - macht deutlich, dass der Markt mittlerweile den Fokus auf die Auswirkungen der fiskalischen Stimulierungsprogramme für die hohe Schuldenlage in den USA, mit ihrem inflationären Szenario richtet. EUR/USD notiert gegenwärtig bei 1,3357, nach einer gestrigen Spitze bei 1,3407.

Energie

Die Ölpreise konnten in dieser Woche fulminant zulegen. WTI notierte in der Spitze bei 49 US-Dollar pro Barrel im gestrigen Handel, was einem Anstieg um 11% entspricht.

Aktienmarktrallye und US-Dollar-Schwäche unterstützten die Preisentwicklung zunächst. Hinzu kam, dass der saudische Ölminister Al-Naimi gestern bekannt gab Saudi-Arabien halte sich strikt an die in der OPEC vereinbarten Förderquoten. Zudem gab der russische Präsident Medvedev an, Russland bedenke den Beitritt zur OPEC.

Am Freitag musste der Ölpreis im Angesicht des am US-Senat gescheiterten Rettungsplans für die US-Automobilindustrie von seinem gestrigen Hoch wieder stark abgeben und fiel im Verlauf des heutigen Handels zwischenzeitlich bis auf 43,75 US-Dollar pro Barrel.

Mittlerweile strebt der WTI-Preis wieder der 47 US-Dollar-Marke zu und notiert damit im Wochenvergleich weiterhin deutlich fester. Unterstützend kam heute die Meldung hinzu, dass Russland Produktionskürzungen in Zusammenarbeit mit der OPEC bedenke. Der russische Handelsminister Khristenko sagte heute, die weltweite Ölförderung müsse auf die sinkende Nachfrage reagieren.

WTI zur Lieferung im Januar notiert gegenwärtig bei 46,69 US-Dollar pro Barrel an der NYMEX.

Brent Crude zur Lieferung im Januar notiert gegenwärtig bei 46,59 US-Dollar pro Barrel an der ICE Futures Exchange in London.

Metalle

Edelmetalle

Ganz der große Wochengewinner setzt Gold in dieser Woche seine Rallye auch zum Ende der Woche hin weiter fort.

Der Goldpreis profitierte in dieser Woche zunächst von der schwachen US-Dollar-Entwicklung und in Korrelation zum Ölpreisanstieg.

Zum Ende der Woche wirkte sich neben der EUR/USD-Korrelation auch das wieder deutlich risikoaversivere Sentiment positiv auf die Goldpreisentwicklung aus. Weiterhin ist das Sicherheitsbedürfnis der Marktteilnehmer hoch, was die Nachfrage nach dem Sicheren Hafen Gold unterstützt.

Möglicherweise zeigt die schwache US-Dollar-Entwicklung den Beginn eines Rückgangs im Deleveraging und den Liquidationsabflüssen an.

Gold im Spotmarkt notiert gegenwärtig bei 820,70 US-Dollar pro Feinunze. Gold zur Lieferung im Januar notiert gegenwärtig bei 822 US-Dollar pro Feinunze an der NYMEX. Der London Gold Fix PM wurde heute bei 826,50 US-Dollar pro Feinunze festgesetzt.

Basismetalle

Auch die Industriemetallpreise konnten zu Beginn der Woche, nach Ankündigung massiver Infrastrukturinvestitionen im Rahmen des durch Obama angekündigten Konjunkturpakets, deutlich zulegen.

Zum Ende der Woche hin gerieten die Preise aufgrund des gescheiterten US-Rettungsplans für die Autobauer erwartungsgemäß wieder unter Druck, notieren allerdings im Wochenvergleich nach wie vor im Plus.

Klarer Wochengewinner unter den Industriemetallen ist Nickel, das nach den massiv starken Preisverlusten deutliche Erholungstendenz zeigt. Eine Reihe starker Produktionskürzungen, zuletzt durch den kanadischen Produzenten FNX, hat nun auch den Markt seinen Fokus auf die viel zu schwachen Nickelpreise richten lassen.

Nickel notierte in der Spitze gestern bei 4,92 US-Dollar pro Pfund, was einem Anstieg von fast 24 % gegenüber dem Tief am letzten Freitag entspricht.

Gegenwärtig notiert Nickel im Spotmarkt bei 4,76 US-Dollar pro Pfund.

Soft Commodities

Auch die Grains handelten in dieser Woche weiterhin konjunktursensitiv und in Korrelation zur Ölpreisentwicklung, sowie dank anhaltender US-Dollar-Schwäche deutlich fester.

Nach einem kurzen Einbruch am Freitagmorgen im US-amerikanischen Handel, aufgrund des gescheiterten US-Autobauer-Rettungspakets, notieren mittlerweile insbesondere Mais und Weizen wieder deutlich höher.

Technisch gesehen sind die Anzeichen für ein Bodenbildung im Mais stark. Unterstützend für die Maispreisentwicklung kommen die hohen US-Exportzahlen in dieser Woche hinzu. So handelt Mais am Freitag mit deutlichem Preisgewinn, obwohl die USDA ihre Prognose für die Restlagerbestände gegenüber de November-Prognose um 12 % nach oben korrigiert hat.

Mais zur Lieferung im März notiert gegenwärtig bei 3,72 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.

Auch für Weizen prognostiziert die USDA einen Anstieg der Restlagebestände um 20 Millionen Scheffel. Dennoch konnte Weizen nach einem Einbruch von 5,17 USD (dem gestrigen Hoch) auf 4,90 USD heute Morgen, mittlerweile wieder stark zulegen. Unterstützend wirkte ein Goldman Sachs-Bericht. Die Analysten gehen davon aus, dass Weizen im kommenden Jahr die Gewinne im Agrarbereich anführen dürfte. Als Begründung geben sie einen Rückgang der weltweiten Weizenproduktion um 6 % im kommenden Erntejahr und eine über dem Trend liegende Nachfrage an.

Weizen zur Lieferung im März notiert gegenwärtig bei 5,24 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.

Sojabohnen notieren im Wochenvergleich ebenfalls deutlich im Plus, handeln aber gegenwärtig - im Gegensatz zu Mais und Weizen - unter ihrem gestrigen Hoch bei 8,65 US-Dollar pro Scheffel. Sojabohnen bleiben leicht unter Druck aufgrund rückläufiger Preise für vegetabile Öle. In Malaysia sind die Palmöllagerbestände um 8,3 % gegenüber dem Vormonat auf ein Rekordhoch von 2,27 Millionen Tonnen gestiegen.

Sojabohnenöl zur Lieferung im Januar gab heute 4,9 % ab und notiert gegenwärtig bei 30,94 US-Cent pro Pfund an der CBOT.

Sojabohnen zur Lieferung im Januar notieren gegenwärtig bei 8,56 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.

Ausblick

Mittlerweile sieht es so aus als würde der Ölpreis so langsam einen Boden ausbilden. US-Dollar-Schwäche und die Ankündigung, dass Russland zumindest eine verstärkte Zusammenarbeit mit der OPEC anstrebt dürften zur Preisstabilisierung beitragen. Hinzu kommt das für nächste Woche anberaumte OPEC-Treffen bei dem eine weitere Förderkürzung um mindestens 1,5 Millionen Barrel pro Tag erwartet wird. Die Frage ist nun wie es in den USA weitergeht?! Positiv stimmt, dass die Bush-Administration nach Ablehnung des Rettungspakets durch den Senat offenbar die Nutzung von TARP als kurzfristige Unterstützungsmaßnahme für die Autobauer bedenkt.

Ich gehe davon aus, dass der Goldpreis im Angesicht anhaltender US-Dollar-Schwäche und des deutlich risikoaversiveren Sentiments auch in der kommenden Woche weiterhin Stärke zeigt.

Auch der Nickelpreis könnte nach den immensen Preisverlusten der letzten Wochen mittlerweile einen Boden gefunden haben.

Auch die Grains zeigen zum Teil deutliche Anzeichen für eine beginnende Bodenbildung, insbesondere Mais. Weizen dürfte in der kommenden Woche in Korrelation zu Mais möglicherweise ebenfalls fester handeln. Sojabohnen könnten zunächst zwischenzeitliche Rücksetzer verbuchen um hernach ebenfalls wieder zuzulegen.

Ihre Miriam Kraus 

Quelle:Rohstoff-Daily [enl-rd@enl.fid-newsletter.de]

 ►Rohstoff-Thread moya
moya:

Ausblick: Was bringt uns das Börsenjahr 2009?

 
31.12.08 06:46

Ausblick: Was bringt uns das Börsenjahr 2009?

von Miriam Kraus

Liebe Leser,

im Grunde eine heikle Frage, welche ich dem nachfolgenden Kommentar zur Überschrift gestellt habe. Doch das Jahr neigt sich dem Ende zu und es wird Zeit für Rück - und Ausblicke. Da wir uns alle vorstellen können inwiefern das Börsenjahr 2008 in die Geschichte der Finanzmärkte eingehen wird, erspare ich mir einen Rückblick.

Blicken wir lieber vorwärts! Doch das scheint, betrachtet man die gegenwärtige Medienlandschaft, gar nicht so einfach zu sein. Die klügsten und angesehensten Köpfe sind sich nicht einig darüber was die Zukunft bringt. Politiker - die zwar bekannt dafür sind ihre Meinung wie ihre Unterhosen zu wechseln - haben vor Monaten noch behauptet, dass alles in bester Ordnung sei. Gordon Brown bescheinigte vor seinem Amtsantritt im letzten Jahr dem Finanzplatz London noch eine goldene Zukunft. Unvergessen auch die Bundesregierung, die nach der Lehman Brothers -Pleite noch der Meinung war, das ginge sie alles nichts an. Selbst die USA, die zwar rasch aus dem Fehler, die Lehman Brüder in die Insolvenz gezogen haben zu lassen, gelernt haben, waren sich zu Anfang ganz und gar nicht der Auswirkungen der Krise an den Finanzmärkten bewusst. Doch ich wollte nicht über die Vergangenheit sprechen.

Sprechen wir also über die Zukunft welche von den Medien düster gezeichnet wird. Und wir erkennen, dass es wenig Sinn macht sich auf die Vordenker der aktuellen Berichterstattung zu verlassen. Lassen Sie uns stattdessen die tatsächlichen Vorgänge an den Märkten beobachten und selbst eine Analyse vornehmen.

Worin besteht gegenwärtig tatsächlich das größte Problem?

Die westlichen Industrienationen befinden sich in einer Rezession. So viel ist klar! Die USA und Großbritannien fürchten allerdings noch viel Gravierenderes, wie eine Ausweitung zu einer Depression.

Um dies zu verhindern werden weltweit Konjunkturprogramme für das kommende Jahr aufgelegt. Beispielhaft geht seit Beginn der Krise ausgerechnet China mit starkem Handlungsbewusstsein an die Sache heran. Als erstes Land hat China durch eine effektive Ausweitung des Interbankenmarkts für die Kreditgarantie der Großbetriebe Sorge getragen. Auflagen an die Banken die Kreditkonditionen für mittelständische Betriebe zu verbessern folgten ebenso wie die Bekanntgabe eines massiven Konjunkturpakets in Höhe von 586 Milliarden USD. Chinas Investitionen zielen dabei vor allem auf das Wachstum des Binnenmarkts und der Infrastruktur ab. Chinas Aktienmarkt hat dementsprechend bereits mit einem ersten Erholungstrend begonnen.

Es folgen die USA, die bereits mit Rettungspaketen, TARP, massiven Leitzinssenkungen und einer Ausweitung des FED-Balance-Sheets nicht nur ihre Staatsschulden massiv erhöht haben, sondern auch den Wert der US-Währung aufs Spiel setzen. Zudem kündigte der künftige US-Präsident Obama ein massives Konjunkturprogramm in Höhe von bis zu 1 Billion USD an. Auch in den USA setzt man nun vornehmlich auf das Infrastrukturwachstum.

All das gibt Anlass zur Hoffnung, doch noch zeigen weder der US-amerikanische noch die europäischen Aktienmärkte Anzeichen von Stabilität.

Was also ist das Problem?

Wenn sich der Liquiditätsknoten löst..

von Miriam Kraus

Das größte Problem im Moment ist der Liquiditätsknoten

Ich nenne es den Knoten in den Kreditmärkten. Obwohl Unmengen an billigem Geld von den Zentralbanken zur Verfügung gestellt werden, fließt der Liquiditätsstrom noch immer nicht. Der Interbankenmarkt wird noch immer faktisch durch die Zentralbanken garantiert. Noch immer sitzt das Misstrauen tief.

Eine hohe Risikoaversion hat sich breit gemacht. Die Märkte sind wie ausgetrocknet und über die anstehenden Feiertage werden wir wohl die illiquideste Periode des ganzen Jahres sehen.

Schlechter Zufluchtsort mit Blasencharakter: Schatzanleihen

Werfen wir doch noch einmal einen Blick zurück: schon das ganze Jahr über sind die Marktteilnehmer im Grunde auf der Flucht. Nur ihr Risikoappetit hat erst nach der Lehman-Pleite so dramatisch abgenommen. Zuvor waren sie noch in die Rohstoffmärkte geflüchtet - hatten die Preise für Öl und Gold massiv in die Höhe getrieben - um diese hernach panikartig wieder zu verlassen.

Und nun? Wo sind sie nun, die Marktteilnehmer die das Risiko scheuen wie der Vampir die Sonne? Sie steckten im USD, den sie jetzt wieder panikartig verlassen und sie stecken noch immer in US-Schatzanleihen.

Doch dies ist aberwitzig und ich kann die Entwicklung in diesem Markt nur als Blasenszenario beschreiben, wenn Investoren vor lauter Angst den Staat dafür bezahlen, damit der ihr Geld nimmt. Ja, die Renditen für US-Schatzanleihen mit dreimonatiger Laufzeit sind erst im Dezember auf unter Null gefallen. Und auch die Renditen für Schatzanleihen mit längerer Laufzeit haben zum Teil historisch tiefe Levels erreicht.

US-Schatzanleihen - ein schlechtes Geschäft also. Doch warum machen die Leute so etwas?

Darauf kann es nur eine Antwort geben: weil sie zutiefst verängstig sind und die Flucht in Staatsanleihen so etwas wie der letzte Ausweg ist bevor...

..ja, bevor...meine Meinung: bevor sie gezwungen werden, wieder umzudenken! Bevor sie gezwungen werden, wieder unter ihren Schreibtischen hervor zu kriechen und wieder ihrer Pflicht nach zu kommen! Bevor sie gezwungen werden, wieder Risiken auf sich zu nehmen! Bevor sie gezwungen werden das billige Geld, welches man ihnen zur Verfügung stellt, zu nutzen und den Liquiditätsknoten aufzulösen!

Und wieder sind wir bei der Liquidität angekommen. Diese ist das A und O auf dass es ankommt. Der Dreh- und Angelpunkt schlechthin. Sobald die Liquidität zurückkehrt, werden alle folgen und dann kann sich ein wahrer Liquiditätsstrom ergießen, der sogar Möglichkeiten für neue Boommärkte bis hin zu neuen Blasen bietet.

An dieser Stelle unterbreche ich den Ausblick für das Börsenjahr 2009, da der gesamte Text wieder einmal den Rahmen einer Daily-Ausgabe sprengt. Den restlichen Teil werde ich in der nächsten Ausgabe am 2. Januar veröffentlichen.

Lesen Sie dann meine Empfehlungen für Sie als Anleger für das Börsenjahr 2009!!

So long liebe Leser...somit verabschiede ich mich für dieses Jahr und wünsche Ihnen einen guten Rutsch ins Neue Jahr, sowie ein erfolgreiches und glückliches Gesamtjahr 2009....

Ihre Miriam Kraus

Quelle:Rohstoff-Daily [enl-rd@enl.fid-newsletter.de]

 ►Rohstoff-Thread moya
moya:

Die Rohstoffbörsen zum Wochenschluss

 
25.04.09 07:12
An den Ölmärkten herrscht am Freitagnachmittag New Yorker Zeit positive Stimmung. An der New Yorker Nymex notiert leichtes US-Öl (Juni-Kontrakt) derzeit bei 48,85 Dollar (+0,30 Dollar). Der Juni-Kontrakt für eine Gallone Heizöl wird in New York 2 Cents leichter bei 1,35 Dollar gehandelt. Ein Mai-Kontrakt für eine Gallone Unverbleites Benzin wird bei 1,39 Dollar 2 Cents leichter gehandelt.

Im Londoner Handel klettert der Future für Brent Crude (Juni-Kontrakt) derzeit gegenüber dem Vortag um 1,76 Dollar und notiert bei 51,87 Dollar je Barrel. Das leichte US-Öl WTI (Juni-Kontrakt) notiert hier bei 51,47 Dollar je Barrel 1,85 Dollar fester. Im Fokus standen neben zuletzt überwiegend positiven US-Konjunkturdaten die vor kurzem veröffentlichten Öllagerdaten für die vergangene Woche. Demnach wiesen die Rohöllagerbestände ein Plus von 3,9 Millionen Barrel aus. Bei den Mitteldestillaten wie Diesel wurde ein Anstieg von 2,7 Millionen Barrel bei den Lagerbeständen verzeichnet. Bei Benzin wurde ein Plus von 800.000 Barrel ausgewiesen.

Die Futures für Edelmetalle zeigen wiederum festere Tendenzen. Derzeit verteuert sich der Kurs für eine Feinunze Gold (Juni-Kontrakt) um 4,80 Dollar auf 911,40 Dollar. Die Feinunze Silber (Juli-Kontrakt) notiert momentan 17 Cents fester bei 12,95 Dollar. Gleichzeitig wird die Feinunze Platin (Juli-Kontrakt) bei derzeit 1.178,70 Dollar (+21,10 Dollar) gehandelt. Belebend wirkten sich vor allem Presseberichte aus, wonach China seine Goldreserven zuletzt deutlich aufgestockt hat.

Bei den Agrarrohstoffen sind wiederum uneinheitliche Notierungen zu verzeichnen. Der Zucker-Future (Mai-Kontrakt) tendiert aktuell bei 14,10 Cents je Pfund 0,50 Cents fester. Der Future für Arabica-Kaffee (Mai-Kontrakt) notiert bei 119,35 Cents je Pfund 1,35 Cents fester. Kakao (Mai-Kontrakt) wird bei 2.444 Dollar je Tonne 16 Dollar leichter gehandelt. Der Mais-Future (Mai-Kontrakt) notiert derzeit 1,5 Cents leichter bei 388,5 Cents je Scheffel. Bei Chicago-Weizen steigt der Preis für einen Mai-Kontrakt um 1,25 Cents auf 542,0 Cents je Scheffel. Bei Sojabohnen notiert der Mai-Kontrakt bei 1.039,3 Cents je Scheffel 7,25 Cents fester.

Quelle:http://www.wallstreet-online.de/nachrichten/nachricht/2722710.html
Gruss Moya
 ►Rohstoff-Thread 5742810
 ►Rohstoff-Thread moya
moya:

Rohstoffe Wochenrück- und Ausblick 17/18 KW

 
25.04.09 07:25

 

Rohstoffe Wochenrückblick: Energie und Metalle
von Miriam Kraus
Und wieder liegt eine doch überwiegend positive Woche für die Aktienmärkte hinter uns. Und wieder sprießt der frühlingshafte Optimismus. Wieder sehen die Ersten Anzeichen dafür, dass das Schlimmste bereits hinter uns liegt.
Dabei gab es durchaus auch nicht gerade freundliche Nachrichten in dieser Woche. Der IWF zum Beispiel geht davon aus, dass bis Ende 2010 die Verluste als Folge der Kreditkrise weltweit bis zu 4,1 Billionen USD betragen werden. Rund 2,7 Billionen USD sollen laut IWF dabei auf die USA entfallen.
Und UK steht offenbar kurz davor sein Triple-A-Rating zu verlieren. Meldungen des Daily Telegraph zufolge, bedenken Moody's und S&P ein Re-Rating. Kein Wunder, nachdem die britische Regierung in dieser Woche ein massives Defizit von 1,4 Billionen GBP über die kommenden 5 Jahre prognostiziert. Die UK-Bilanz verschlechtert sich dramatisch aufgrund sinkender Steuereinnahmen (so ist das, wenn in einer Volkswirtschaft ausgerechnet der Finanzsektor überbläht wurde) und der Banken-Bailout-Programme. Hinzu kommt noch, dass die UK-Wirtschaft um 1,9% geschrumpft ist gegenüber den letzten 3 Monaten in 2008. Das ist der stärkste BIP-Rückgang seit Maggie Thatcher im Jahre 1979 das Amt des Premierministers übernahm.
Dennoch scheint die Stimmung nicht allzu schlecht zu sein. Denn der USD schwächelt! Sicher drückt auch die Nervosität in Bezug auf die US-Banken-Stress-Tests auf den US-Dollar-Kurs. Doch der Dollar-Hafen wird aktuell nicht gerade stark nachgefragt. Dafür konnte der Euro seit Mitte der Woche wieder deutlich aufholen. Das Münchner Ifo-Institut meldet einen Anstieg des Geschäftsklimaindex auf 83,7 Punkte im April. Deutschlands Laune verbessert sich also!
Und auch Bundesbankpräsident Axel Weber scheint ganz guter Dinge zu sein, sagte er doch, dass die Hilfe, welche der IWF den Emerging Markets zuteil werden lässt, insbesondere auch den deutschen Export unterstützen werde. EUR/USD erholte sich bis auf aktuell 1,3285.
Energie
Wie zu erwarten war, pendeln die Ölpreise, seitdem der WTI-Mai-Kontrakt ausgelaufen ist, um die 50 USD-Marke herum, mit einem zwischenzeitlichen Patscher bis auf 46,70 US-Dollar pro Barrel im Juni-Kontrakt auf WTI am Mittwoch.
Unterstützung finden die Ölpreise nach wie vor weiterhin durch die Korrelation zu den Aktienmärkten (der Optimismus lässt grüßen) und zudem durch die erneute US-Dollar-Schwäche.
Von der fundamentalen Front gibt es aktuell dagegen nicht viel Neues und im Grunde auch nichts Preisunterstützendes zu vermelden. Nach wie vor steigen die US-Rohöllagerbestände von einem Rekordniveau zum nächsten. Dem US-Energieministerium zufolge sind die Rohölbestände in der vergangenen Woche um weitere 3,86 Millionen Barrel auf 370,6 Millionen Barrel gestiegen. Das entspricht dem höchsten Stand seit September 1999.
Die OPEC setzt zwar ihre Förderkürzungen weiterhin um - laut Oil Movements aber langsamer als zuvor.
WTI zur Lieferung im Juni notiert aktuell bei 51,46 US-Dollar pro Barrel an der NYMEX. Brent Crude zur Lieferung im Juni notiert aktuell bei 51,86 US-Dollar pro Barrel an der ICE Futures Exchange in London.
Metalle
Edelmetalle
Gold konnte in dieser Woche dagegen wieder deutlich zulegen und notiert mittlerweile wieder bei über 900 US-Dollar pro Feinunze.
Dies ist offenbar weniger Inflations- und Krisenängsten und einer damit verbundenen Nachfrage nach dem Safe-Haven geschuldet (SPDR Gold Trust verbuchte zum Beispiel in dieser Woche sogar einen Rückgang seiner Goldbestände um 1,5 Tonnen; obwohl natürlich der Gesamtzufluss in Gold-ETFs in diesem Jahr (469 Tonnen) bereits den gesamten Zufluss des vergangenen Jahres (321 Tonnen) bei weitem übersteigt), sondern vielmehr auf eine wieder anziehende Nachfrage aus der Schmuckindustrie zurückzuführen. Insbesondere Indien fragt aktuell saisonbedingt wieder mehr Gold nach.
Hinzu kommt, dass China heute bekannt gab, seine Goldreserven seit 2003 bereits um 76% oder 454 Tonnen aufgestockt zu haben. Mit 1.054 Tonnen Gold steht China damit nun auf Rang 5 im Ländervergleich.
Gold zur Lieferung im Juni notiert aktuell bei 912,50 US-Dollar pro Feiunze an der NYMEX. Gold im Spotmarkt notiert aktuell bei 911,90 US-Dollar pro Feinunze in New York. Der London Gold Fix PM wurde heute bei 907,50 US-Dollar pro Feinunze festgesetzt.
Basismetalle
Mit Ausnahme von Zinn haben die Industriemetalle in dieser Woche wie erwartet zu einer Korrektur angesetzt. Der starke Preisanstieg der letzten Woche zeichnete zuletzt ein deutlich überkauftes Szenario. Insbesondere auch im Hinblick darauf, dass bei vielen Industriemetallen noch immer sehr hohe LME-Lagerbestände zu verzeichnen sind.
Trotz der starken Käufe aus China zum Aufbau der strategischen Reserven bleibt der Verbrauch allgemein noch eher schwach, was nun nach den starken Preiszuwächsen wieder deutlicher ins Bewusstsein der Marktteilnehmer zurückkehrt.
Kupfer im Spotmarkt notiert aktuell bei 2,03 US-Dollar pro Pfund.
Zinn dagegen konnte seit Mitte der Woche wieder zulegen. Dies ist zum einen darauf zurückzuführen, dass weitere Produktionskürzungen angekündigt wurden und zum anderen darauf, dass im Gegensatz zu den übrigen Metallbeständen die Zinn-Bestände an der LME noch immer auf dem Niveau vom Januar 2008 liegen.
Zinn zur Lieferung in 3 Monaten notiert aktuell bei 12.500 US-Dollar pro Tonne an der LME.
 
Soft Commodities
In dieser Woche war vor allem wieder das Wetter ein unterstützender Faktor. Für den Mais-Gürtel der USA, inklusive Illinois, werden weitere starke Regenfälle erwartet, welche die Aussaat verzögern. So konnte Juli-Mais gestern bis auf 3,89 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT zulegen.
Auf der anderen Seite drückt heute auch die CARB-Entscheidung ein wenig auf die Maispreise. Das California Air Resources Board hat gestern mit 9:1 für den Low Carbon Fuel Standard gestimmt, was bei der Ethanolindustrie die Besorgnis weckt, dass weitere US-Bundesstaaten folgen werden.
Mais zur Lieferung im Mai notiert aktuell bei 3,79 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Auch Weizen konnte aufgrund der Wetterlage vier Tage in Folge zulegen. Auch hier sind es die massiven Regenfälle in den nördlichen Great Plains, welche die Aussaat des Sommerweizens verzögern. Antriebsmotor für den Weizenkomplex ist in diesem Falle wieder einmal der Minneapolis-Weizen. Der Juli-Kontrakt konnte heute bis auf 6,52 US-Dollar pro Scheffel zulegen.
Weizen zur Lieferung im Mai notiert aktuell bei 5,31 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Sojabohnen, die zuletzt, aufgrund der unveränderten fundamentalen Faktoren, stark gestiegen waren, mussten dagegen aufgrund von Gewinnmitnahmen abgeben. Zudem mehren sich nun die Spekulationen dahingehend, dass aufgrund der gegenwärtigen Aussaat-Verzögerungen bei Weizen und Mais, stattdessen mehr Ackerfläche für Sojabohnen zur Verfügung gestellt werden wird. Für Sojabohnen erfolgt die Aussaat erst im Juni.
Sojabohnen zur Lieferung im Mai notieren aktuell bei 10,43 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Ausblick
Ich gehe nach wie vor davon aus, dass die Rohölpreise zunächst weiterhin um die 50 USD-Marke herumpendeln werden. Sollte die Stimmung weiterhin optimistisch bleiben, könnten Sprünge bis 55 USD pro Barrel eher möglich sein. Erst wenn sich klare fundamentale Anzeichen herausbilden, dürfte sich ein erster Richtungsweisender Trend herauskristallisieren.
Zwar ist der Goldpreis nach wie vor nicht vor weiteren zwischenzeitlichen Rücksetzern zunächst sogar bis in Richtung der 855 USD pro Unze gefeit, doch gerade solche Korrekturbewegungen dürften wiederum einen deutlichen Kaufanreiz bieten. Mit einer wieder anziehenden Nachfrage von Seiten der Schmuckindustrie und einer weiterhin starken Nachfrage von Seiten der Investoren dürfte sich der Goldpreis langfristig aber wieder deutlich stärker entwickeln.
So lange sich nicht deutliche Anzeichen für steigenden Verbrauch und sinkende Lagerbestände herauskristallisieren dürften die Industriemetalle im Allgemeinen vorerst wenig Potenzial nach oben aufweisen. Dies gilt insbesondere für Kupfer. Zinn und Nickel dagegen könnten mittelfristig deutlich stärkeres Aufholpotenzial haben.
Bei den Grains kommt es vorerst zunächst weiterhin auf das Wetter an. Sollten weiterhin starke Regenfälle die Aussaat von Weizen und Mais verzögern, dürften sich die Grains ähnlich wie in dieser Woche verhalten.
Ihre Miriam Kraus
Quelle:Rohstoff-Daily [enl-rd@enl.fid-newsletter.de]

 

Gruss Moya
 ►Rohstoff-Thread 5742811
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Zu kurz gedacht

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27.05.09 10:41

Zu kurz gedacht:

Sparmaßnahmen bei der Exploration werden Rohstoffpreise explodieren lassen

Kurzfristig gedacht und vor allem für das einzelne Unternehmen mag es ja Sinn machen, in der Krise an der Exploration zu sparen. Mittel- und langfristig aber erwarten Experten nun eine schwere Rohstoffknappheit.

 ►Rohstoff-Thread 5895068 


 

 

Die Kosten müssen runter: das war branchenweit die Reaktion der Minenunternehmen auf die Wirtschaftskrise und den Verfall der Rohstoffpreise. Vor allem die Explorationsausgaben und Aktivitäten wurden herunter gefahren – was, wenn die Weltwirtschaft wieder in Schwung kommt, die Rohstoffpreise geradezu explodieren lassen sollte, erklären die Experten von Ernst & Young.

Fast die gesamte Bergbauindustrie habe mit dem gleichen Reflex reagiert und die Exploration – also die Suche nach neuen Lagerstätten – gesenkt. Die Branchenriesen wollten ihre kostbaren Barreserven für in ihren Augen dringendere Anliegen einsetzen, die mittelgroßen Firmen hätten zu kämpfen, um ihre Minen in Betrieb zu halten, für die Entwickler sei es schwierig ihre Projekte am Laufen zu halten und die Junior-Explorer scheinen zum großen Teil ganz aufgegeben zu haben, so die Analysten.

Aber nicht nur die Minenunternehmen, auch die Anleger würden wenig Interesse daran zeigen, zusätzliche Risiken einzugehen. Kurzfristig mache das durchaus Sinn, so die Analysten, aber auf der anderen Seite könne man jetzt schon das unvermeidliche Wetteifern um dann knappe Ressourcen vorhersehen, wenn die Weltwirtschaft wieder Fahrt aufnimmt.

Die Entwicklungs-Pipeline werde bald kaum noch neue Projekte enthalten und die steigende Nachfrage der sich erholenden Wirtschfaten Druck auf das Verhältnis von Angebot und Nachfrage ausüben. Auch in früheren Rezessionen hätten die Metallvorräte die Nachfrage nur kurzfristig übertroffen, erklärte Ernst & Young weiter.

Da auch bereits bestehende und produzierende Minen häufig mit fallendem Metallgehalten zu kämpfen hätten und es immer länger dauere, neue Projekte bis zur Produktion zu bringen, sei es sehr Wahrscheinlich, dass bei vielen Mineralien und Metallen eine schwere Angebotsverknappung entstehen werde, was wiederum die Rohstoffpreise auf neue Höhen treiben werde, so Ernst & Young.

 ►Rohstoff-Thread Knappschaftskassen
Knappschafts.:

Gold im den dritten Anlauf um über 1000$ zu kommen

5
05.06.09 09:47
Gold: Anlauf auf alte Höchststände?
07:12 05.06.09

Quelle: http://www.rohstoff-trader.de

Gold ist derzeit wieder gefragt. In den zurückliegenden Wochen „marschierte“ das „Metall der Könige“ ohne nennenswerte Rücksetzer gen Norden und schickt sich zur Stunde an, die „magische Marke“ von 1.000 US-Dollar je Feinunze zurückzuerobern. Und die Chancen, dass das „gelbe Metall“ bereits in absehbarer Zeit neue historische Höchststände markiert, stehen gar nicht so schlecht.

Nachfrageschub aus dem Investmentbereich

Hierauf deutet zum einen die unverändert starke Nachfrage hin. Am 20. Mai gab das World Gold Council bekannt, dass der weltweite Bedarf im ersten Quartal des laufenden Jahres um satte 38 Prozent angezogen hat. Verantwortlich hierfür ist in erster Linie ein gewaltiger Zuwachs aus dem Investmentbereich, der den leichten Rückgang seitens der Schmuckindustrie locker überkompensierte. Vor dem Hintergrund des nicht gerade niedrigen Preisniveaus im genannten Zeitraum ist diese Entwicklung außerordentlich bemerkenswert.

Dollar-Schwäche als Kurstreiber

Der neuerliche „Goldrausch“ unter den Anlegern hat seine primäre Ursache sicherlich in der zuletzt wieder deutlichen Abwertung des US-Dollars, insbesondere gegenüber dem Euro. Mussten Ende 2008 gerade einmal 1,25 US-Dollar für einen Euro auf den „Tisch des Hauses“ gelegt werden, sind es zur Stunde bereits wieder knapp 1,43 US-Dollar. Offenbar sorgen sich immer mehr Investoren, dass das historische Banken-Rettungspaket sowie die Hilfe für den mittlerweile unter Gläubigerschutz stehenden Autokonzern General Motors die ohnehin angespannte Haushaltslage zum kollabieren bringt. So weit wird es vermutlich zwar nicht kommen. Auf der anderen Seite kann jedoch kein ernsthafter Zweifel daran bestehen, dass die US-Regierung ein gesteigertes Interesse an einer hohen Inflation und einer damit einhergehenden weiteren Abschwächung des „Greenbacks“ hat. Anders lässt sich die Lage wohl kaum noch in den Griff bekommen und zudem hilft ein schwacher Dollar der amerikanischen Exportindustrie. Insofern halten wir es für sehr wahrscheinlich, dass der Kurstreiber US-Dollar uns bis auf weiteres erhalten bleibt und den Goldpreis weiter „anschiebt“.

Keine nennenswerte Steigerung der Minen-Produktion

Dem signifikanten Nachfrage-Wachstum steht nach wie vor eine im Wesentlichen stagnierende Minen-Produktion gegenüber. Die Expertenschätzungen hinsichtlich des 2009er-Outputs bewegen sich zwischen minus fünf und plus drei Prozent. Wir selbst erwarten – wenn überhaupt – nur ein Miniplus von vielleicht einem Prozent, wobei wir uns allerdings auch einen nochmaligen Rückgang in einer ähnlichen Größenordnung problemlos vorstellen können. Wie dem auch sei: In jedem Fall wird die Minen-Produktion nicht in der Lage sein, den anhaltenden Nachfrageschub zu befriedigen. Unterm Strich bleibt damit festzuhalten, dass die Angebot-Nachfrage-Situation angespannt bleiben wird.

Notenbanken als „Gefahrenquelle“

Die einzige wirklich ernst zu nehmende Gefahrenquelle für den Goldpreis sind die Notenbanken. In den letzten Jahren schützte ein Abkommen, dass nicht mehr als 500 Tonnen pro Jahr aus den Beständen veräußert werden den Markt. Diese Übereinkunft endet jedoch im September dieses Jahres. Dann ist zumindest nicht auszuschließen, dass der politische Druck in Staaten wie den USA oder Deutschland in Anbetracht der maroden Staatsfinanzen so groß wird, dass sich die Banker zu Verkäufen in größerem Umfang durchringen. Ob dann die Kauflust anderer Zentralbanken wie beispielsweise in China oder Russland ausreicht, um die Notierungen zu stabilisieren, muss man abwarten. Dahingehende Zweifel scheinen aber zumindest angebracht. Auf längere Sicht kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass die Notierungen des „gelben Metalls“ wieder merklich zurückkommen. Kurzfristig hingegen sehen wir bei Gold wenigstens moderates Aufwärtspotenzial.

Charttechnisch absolut stark

Diese Einschätzung wird auch durch die sehr starke technische Situation gestützt. Seit November vergangenen Jahres bewegt sich das „Metall der Könige“ in einem intakten Aufwärtstrend. Sowohl der MACD als auch die Stochastik generieren ein unübersehbares Kaufsignal und auch der RSI bewegt sich mit 75 klar im „bullischen“ Terrain, wobei aber gleichzeitig eine gewisse überkaufte Situation angezeigt wird. Entscheidend dürfte zunächst einmal sein, ob der zentrale Widerstand bei knapp über 1.000 US-Dollar „geknackt“ werden kann, wovon wir ausgehen. Dadurch käme es zu einem prozyklischen Kaufsignal, welches neue Akteure anlocken sollte. Auch wenn Rücksetzer bis zur Unterstützung bei 950 US-Dollar nicht ausgeschlossen werden können, ist Gold unter technischen Gesichtspunkten ein glasklarer Long-Kandidat.

Erfolgreiche Rohstoff-Trades wünscht

Ihre

Rohstoff-Trader-Redaktion
http://www.rohstoff-trader.de


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Goldpreis klettert über 1000-Dollar-Marke

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11.09.09 17:25
Goldpreis klettert über 1000-Dollar-Marke
Trotz steigender Aktienkurse und einer Beruhigung der Finanzkrise ist die Krisenwährung Gold auf dem besten Weg, neue Höchststände zu erreichen.

 
Hamburg. Gestern kletterte der Goldpreis erstmals seit Februar 2009 über die Marke von 1000 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Beim Nachmittagsfixing in London wurde ein Preis von 1000,75 Dollar festgestellt, nach 1004,50 Dollar am Vormittag. "Der Markt will jetzt das historische Hoch vom März 2008 knacken, als eine Feinunze 1030 Dollar kostete", sagt Frank Schallenberger von der Landesbank Baden-Württemberg.

Das habe auch viele Spekulanten angelockt, die jetzt auf einen weiteren Preisanstieg setzen. Wenn die Kaufwelle der Investoren anhält, rechnet Jochen Hitzfeld, Rohstoffexperte bei Unicredit, bis Ende 2010 mit einem Goldpreis von 1400 Dollar je Feinunze.

Seit Jahresanfang legte das Edelmetall um rund 14 Prozent zu, Euro-Anleger profitierten nur zu elf Prozent und damit nur geringfügig mehr als Aktienanleger, denn der Deutsche Aktienindex (DAX) legte in diesem Zeitraum um rund zehn Prozent zu.

Aus Sicht der Experten gibt es eine ganze Reihe von Ursachen für den Preisanstieg des Edelmetalls. "Der Dollar neigt zur Schwäche, das stärkt traditionell Gold", sagt Schallenberger. Über die Schwäche der amerikanischen Währung sorgen sich vor allem die Anleger in Asien, denn der Dollar ist ihr bevorzugtes Wertaufbewahrungsmittel. China verfügt über Devisenreserven von zwei Billionen Dollar. Erst kürzlich hat die Regierung ihre Bürger offen dazu aufgefordert, Gold und Silber zu kaufen. Im Staatsfernsehen wird dafür geworben wie für Waschpulver.

Da für solche Käufe die Landeswährung in Dollar getauscht werden müsste, könnte China seine Dollar-Reserven reduzieren. Auch die chinesische Zentralbank hat ihre Goldbestände um 454 Tonnen auf 1054 Tonnen aufgestockt. Mit 1,8 Prozent an den chinesischen Währungsreserven ist der Anteil des Goldes aber immer noch sehr gering. Experten gehen davon aus, dass China Rückschläge beim Goldpreis zu Käufen nutzt. Russland will den Anteil von Gold an den Währungsreserven von vier auf zehn Prozent erhöhen.

In Europa und den USA sorgen sich die Anleger um die Folgen der milliardenschweren Konjunktur- und Rettungspakete. Die Anleger fürchten wegen der enormen Geldmengenausweitung der Notenbanken eine hohe Inflation. So erwartet der frühere US-Notenbankchef Alan Greenspan zweistellige Inflationsraten in den USA. Gold gilt als Inflationsschutz und Ersatzwährung. In den Jahren mit hoher Inflation ist es im Schnitt um 15 Prozent gestiegen - nach Abzug der Inflationsrate. "Die Nachfrage nach Gold hat seit dem Ende der Feriensaison wieder deutlich zugenommen", sagt Haspa-Sprecherin Stefanie von Carlsburg.

Das bestätigt auch Goldexperte Martin Siegel, der die Internet-Edelmetallhandelsplattform Westgold betreibt. "Wenn die Nachfrage jetzt so anhält, könnte es schon in einer Woche zu Lieferengpässen bei Münzen und Barren kommen", sagt er. Für den jüngsten Preisschub macht er aber die Investmentbanken verantwortlich. Sie würden mit Blick auf die Inflationsgefahren in Sachwerte, also auch in Gold, investieren.

Auch von der Jahreszeit passt der Preisanstieg: In den letzten 20 Jahren kletterte die Feinunze im September im Durchschnitt jeweils um 2,9 Prozent. Denn die Nachfrage nach physischem Gold in der Schmuckindustrie ist im September und Oktober traditionell am größten. In Indien beginnt die Hochzeitssaison, in der viel Goldschmuck verschenkt wird. Schmuckhersteller decken sich ein, um rechtzeitig für die weihnachtliche Einkaufssaison in den USA gerüstet zu sein.

Doch wie hoch die Nachfrage in diesem Marktsegment in diesem Jahr ausfallen wird, ist noch offen. Die US-Bürger sparen massiv, seit die Immobilienpreise fallen. Goldschmuck wird deshalb nicht mehr an erster Stelle auf dem Wunschzettel stehen. Auch an Indien geht die Finanzkrise nicht spurlos vorüber: Während der weltgrößte Goldnachfrager im vergangenen Jahr noch 675 Tonnen des Edelmetalls importierte, wird in diesem Jahr nur noch mit 250 Tonnen gerechnet.

 
Quelle: abendblatt, 09.09.2009
 ►Rohstoff-Thread Knappschaftskassen
Knappschafts.:

Kupfer klettert weiter Richtung 6.500 Dollar

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16.09.09 12:00
Kupfer klettert weiter Richtung 6.500 Dollar je Tonne

Stuttgart (www.rohstoffe-go.de) Den vierten Tag in Folge ist der Kupferpreis an der London Metal Exchange (LME) gestiegen und verzeichnet damit die längste positive Entwicklung seit mehr als einem Monat. Vor allem stärker als erwartet ausgefallene deutsche Exporte und ein explosionsartiger Anstieg der Autoverkäufe im Reich der Mitte werden als Zeichen interpretiert, dass sich die Weltwirtschaft weiter erholt – und damit wieder mehr Kupfer gebraucht wird.



Wie heute bekannt wurden, stiegen die deutschen Exporte im Juli zum dritten Mal in Folge an. Mit 2,3 Prozent fiel die Steigerung zudem stärker aus, als von Experten erwartet wurde. Deutschland verbraucht nach den USA und China das meiste Kupfer weltweit. Aus dem Reich der Mitte wurde gemeldet, dass dort im August 90,2 Prozent mehr Automobile verkauft wurden als im gleichen Monat 2008.
 ►Rohstoff-Thread Mörtel09
Mörtel09:

mal ne blöde frage

 
16.09.09 17:11
Wenn ich mir den hier kaufen würde:
DZ0ZPY
kann ich den dann immer verkaufen, oder erst wenn nickel über 20.000 steht?
oder muss ich ihn behalten bis zum Bewertungstag?
Die schlimmsten Verbrecher überfallen keine Bank,
sie gründen eine!
Gelöschter Beitrag. Einblenden »
#157

 ►Rohstoff-Thread 123p

Auf der Watchlist "NYSE Arca Gold BUGS ETF"

 


WKN: ETF091  ISIN: LU0488317701  Typ: ETF

Top-Holdings
15,43%
Barrick Gold Corp
14,88%
Newmont Corp
11,45%
Franco-Nevada Corp
3,04%
Pretium Resources Inc
2,99%
Seabridge Gold Inc
2,92%
Wheaton Precious Metals Corp
2,91%
SSR Mining Inc
2,88%
Kirkland Lake Gold Ltd
2,82%
Royal Gold Inc
2,81%
Alamos Gold Inc Class A

 ►Rohstoff-Thread 29748676

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