Rezession im 2. Halbjahr auch ohne Anschläge


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Neee Max!:

Rezession im 2. Halbjahr auch ohne Anschläge

 
25.09.01 10:38
US/J.P. Morgan: Rezession im 2. Halbjahr auch ohne Anschläge

Singapur (vwd) - Die US-Wirtschaft wäre nach Einschätzung von J.P. Morgan auch ohne die Terroranschläge vom 11. September in der zweiten Jahreshälfte in eine Rezession gerutscht. Die Abwärtsdynamik habe sich schon früher aufgebaut, sagte David Fenandez, Leiter der Abteilung Asiatische Kreditmärkte von J.P. Morgan, am Dienstag in einer Telefonkonferenz mit Mitgliedern der amerikanischen Handelskammer in Singapur. Als größte Belastung für das Wirtschaftswachstum würden sich die sinkenden Verbraucherausgaben erweisen, sagte Fernandez.

Er schätzt, dass alleine dieser Posten im dritten Quartal einen vollen Prozentpunkt vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) kosten wird. Die Prognose von J.P. Morgan für das US-BIP lautet auf einen Rückgang von 1,0 Prozent im dritten und von 1,5 Prozent im vierten Quartal sowie von 0,5 Prozent im ersten Quartal 2002. Für 2002 rechnen die Volkwirte wieder mit einem Wachstum des BIP von drei bis vier Prozent.


vwd/DJ/25.9.2001/hab

25. September 2001, 09:36


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schmuggler:

klänge ja ganz gut! o.T.

 
25.09.01 10:53
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SchwarzerHe.:

Alles Übertrieben !!!!

 
25.09.01 11:12
Die Börsen werden wieder durchstarten, und zwar nach Norden !!!!

Die Gründe:
1: Viele reden vom 3.Weltkrieg, so ein Quatsch, Terrorbekämpfung im grossen Stile ja, aber von Weltkrieg kann keine Rede sein.

2: Viele fürchten eine Rezession, auch die wird es nicht geben, ab 2002 geht es mit der Wirtschaft wieder steil bergauf.

3: In den Kursen ist alles schlechte schon drinnen, und noch viel mehr !! Nur jetzt noch short gehen im grossen Stile macht keinen Sinn mehr, man würde auf die Schnauze fallen. Die Börse ist überdurchschnittlich unterbewertet !!!

4: In den nächsten Wochen werden wir eine kleine Seitwärtsbewegung sehen, und dann wird es steil nach oben gehen.

Das ist meine Meinung

mfg
S.H.
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Neee Max!:

Kampf gegen das Szenario Weltrezession

 
25.09.01 19:53
Frankfurt (vwd) - Schon vor den Terroranschlägen in den USA geisterte das Prognose-Szenario "Weltrezession" durch die Märkte. In New York sprach Stephen S. Roach (Morgan Stanley) schon seit Wochen von einer drohenden "global recession", die er nun mit dem Zusatz "deeper and longer" noch deutlicher kommen sieht. Dabei spricht Roach von einer Rezession, wenn das Welt-BIP um weniger als 2-1/2 Prozent wächst. Nach dem 11. September hat nun dieser New Yorker Ökonom seine Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft 2001/2002 nochmals auf 1,8/1,25 (2,1/2,25) Prozent gesenkt.



"Der Begriff Weltrezession ist nicht eindeutig definiert", meinen in Frankfurt die Commerzbank-Volkswirte unter Leitung von Jürgen Pfister, stimmen aber dem New Yorker Kollegen zu: "Tatsache ist, dass das Wachstum in der Welt im laufenden und auch im Durchschnitt des kommenden Jahres deutlich unterhalb des langjährigen Trends bleiben wird." Die Terroranschläge hätten die USA in einer ohnehin sehr labilen Wirtschaftslage getroffen, für 2001 sei wohl nur noch ein US-Wachstum von 1,0 Prozent zu erwarten, dann aber sollten sich die Chancen für eine deutliche Belebung verbessern. Trotz des "Unterhangs" sollte 2002 das BIP dann doch mit 1-1/2 Prozent stärker wachsen.



Die DGZ-DekaBank-Volkswirte unter Leitung von Michael Hüther sind da skeptischer, ihre Prognose für das US-Wirtschaftswachstum 2001/2002 zeigt nur 1,1/0,9 Prozent Wachstum, revidierte Investitionspläne und steigende Arbeitslosigkeit belasteten doch stärker. Deutsche Bank Global Research (Peter Hooper und Joseph A. La Vorgna) prognostizieren auch nur magere 1,0/1,2 Prozent US-Wirtschaftswachstumsraten 2001/2002 und sehen auch dabei noch Abwärtsrisiken (Umfang und Dauer eines US-Militäreinsatzes mit Risiko für die Ölpreise etc.). Hier meint man aber, der Terroranschlag habe die Lage auf kurze Sicht verschärft, auf lange Sicht dürfte die Nachfrage eher stimuliert werden.



Einig sind sich die Bankökonomen, dass das Abwärtsrisiko ist nicht auf die USA beschränkt ist, es treffe die Welt und den Euroraum. Die BIP-Wachstumsprognosen 2001/2002 für den Euroraum reichen von 1,4/1,1 Prozent (Deutsche Bank Global Research) über 1,6/1,4 Prozent (DGZ-DekaBanK) bis 1,8/2,0 Prozent (Commerzbank). Sie alle liegen unter dem EZB-Potenzialpfad von 2,0/2,5 Prozent. Das signalisiert an der zweiten EZB-Strategie-Säule nachlassenden Inflationsdruck und Zinssenkungsspielraum, zumal die Geldmengenexpansion - oberhalb des EZB-Referenzwertes von 4-1/2 Prozent - verzerrt ist in diesen Zeiten der verunsicherten Finanzmärkte. Und die US-Notenbank geht wohl wieder voran.



"Die Fed dürfte in der nächsten Zukunft einen aggressiven Lockerungskurs verfolgen, die Fed Funds Target Rate auf 2,00 (aktuell 3,00) Prozent zurückführen und ihren Kurs erst Mitte 2002 ändern", so Deutsche Bank Global Research. Deren EZB-Watcher Ulrich Beckmann und Carlo Monticelli legen dann mit Blick auf den EuroTower nach: "Angesichts der aggressiven Zinssenkung der Fed, der Aufwertung des Euro und der anhaltenden Lohnmäßigung dürfte die EZB entschlossen handeln und den Refi-Satz bis zum ersten Quartal 2002 auf 3,00 (aktuell: 3,75) Prozent senken, bis zum Jahresende erstmals um 25 Basispunkte."

Von vwd Finanzkorrespondent Hans Hutter vwd/25.9.2001/hu/cv

25. September 2001, 18:57

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schmuggler:

Hugh, steiler Hengst hat gesprochen! o.T.

 
25.09.01 20:06
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flexo:

Na, ein Glück

 
25.09.01 20:32
dann gibts ja weiterhin schön volatile Kurse!

f.
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