greift eindeutig zu kurz. die wirkliche inflation hat es bei den asset prices gegeben, also z.b. immobilien. entwicklung in deutschland war aber jahrelang moderat, regional sogar rueckgaenge, bis erst vor wenigen jahren die sorge ums ersparte zu umschichtungen im portfolio, sprich verstaerkten immobilienkaeufen, gefuehrt hat und auslaendische anleger staerker auf den standort deutschland gesetzt haben. seither sind sicher bevorzugte staedte und bevorzugte lagen stark im preis gestiegen. ob dort ende im gelaende ist oder, da im internationalen vergleich mit manch anderer hauptstadt immer noch "billig" und angesichts geringer renditen bei z. b. anleihen, noch mehr geht sei dahin gestellt.
bei den nahrungsmitteln war die entwicklung sehr unterschiedlich. blendet man die regionalen schwankungen aus, sind supermarkt- und discounterpreise in vielen bereichen kaum oder gar nicht gestiegen, was natuerlich eine folge der industriellen produktion und der rationalisierung im handel ist. mE sind die preise oft zu niedrig, zieht man mehrwertsteuer (bei manchen produkten, bier, wein etc, spezielle verbrauchssteuern), kosten von verpackung und transport, handelsspanne etc. ab, bleibt fuer die eigentliche erzeugung des nahrungsmittels nicht mehr viel uebrig. hatte mal gehoert, dass beispielsweise die hersteller von tiefkuehlpizza fuer 1 kg tomaten ca. 8 cent bezahlen ...
dem echten (handwerklich taetigen) baecker zahle ich auch gerne 25 cent fuer ein broetchen, bloss kommen die meisten broetchen mittlerweile aus der backfabrik und was vielen noch als "baeckerei" gilt ist bloss eine fabrikverkaufsstelle, die ein oder zwei mal am tag mit neuer fabrikware beliefert wird oder im konvektomat die in der fabrik erzeugten rohlinge aufbackt ...trotz "eurokrise" ist die waehrung ueber die jahre stabil gewesen, es also keine waehrungsinduzierte importpreisinflation gegeben. wenn rohstoffpreise steigen hat das andere gruende, z.b. nachfrage aus den sich stark entwickelnden asiatischen volkswirtschaften. der strompreisanstieg ist hausgemacht, wie der vergleich mit europaeischen nachbarlaendern zeigt ... dass die preise von massentextilien dank ausbeutung von arbeitern in der dritten welt und technischen guetern/unerhaltungselektronik nicht gestiegen sind, sofern es nicht jeweils der letzte schrei sein muss, kommt hinzu. bloss werden, im gegensatz zu der hier beschworenen "guten alten zeit" die verbrauchszyklen immer kuerzer. vom handy zum smartphone, von der ersten zur zweiten zur dritten etc. generation ...weil man sonst nicht mithalten kann oder dieses oder jenes must-have nicht dabei ist.