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Finanzkapitalistische Strukturen der Macht
13. März 2014
Geld regiert die Welt, heißt es. Die Jagd nach dem Geld bestimmt fast überall das Leben der Menschen, und diesem Egoismus wird nahezu alles andere untergeordnet. Das Geld bezieht ja auch seine Anziehungskraft von der Faszination, dass es als global geltendes Tauschmittel seinem Besitzer die Macht verleiht, jede Ware und Dienstleistung dagegen einzutauschen, sich also alle möglichen Begierden und Wünsche zu erfüllen wenn man nur genug Geld dafür hat.
Das Geld dient neben dem unmittelbaren Tausch auch dem gesamten wirtschaftlichen Produktionsprozess, für den von Banken, den privilegierten Verwaltern und auch teilweise Schöpfern des Geldes, Kredite zur Verfügung gestellt werden. Und es dient den staatlichen Gemeinschaftsaufgaben, für die der Bürger Geld zusteuern muss, was aber der Politik meist nicht ausreicht, so dass auch hier Kredite aufgenommen werden.
Geld durchfließt also global alle Lebensprozesse der menschlichen Gesellschaft, treibt sie an, fördert sie, bringt sie in Fluss. Wer daher viel Geld, ja riesige Summen davon hat und sie an wichtigen Stellen einzusetzen in der Lage ist, kann großen Einfluss auf das menschliche Zusammenleben ausüben und die Richtung seiner Lebensprozesse bestimmen. Geld kann als ein globales Instrument der Machtausübung benutzt werden. Der moderne Imperialismus bedient sich zur Herrschaft primär des Geldes, des Kapitals und der damit verbundenen finanziellen Abhängigkeiten und erst hilfsweise militärischer Mittel. Voraussetzung ist, dass unbegrenzt Geld- und Sachvermögen angehäuft und weltweit Banken- und Währungssysteme beherrscht werden können.
Die Quellen der Riesenvermögen
Hat man erst einmal, z. B. durch eine Erbschaft, ein gewisses Geldvermögen erworben, das man zum Leben nicht unmittelbar braucht, bieten die heutigen wirtschaftlichen Rechtsverhältnisse eine Reihe von Möglichkeiten, es längerfristig gewinnbringend, ohne eigene Arbeitsleistung zur wundersamen Vermehrung anzulegen. Durch die Exponentialfunktion des Zinseszinses vermehrt es sich z. B. als Geldanlage bei 8 % Jahreszins in 30 Jahren um das Neunfache; also aus 200.000 werden 1.800.000 . In Aktien eines florierenden Unternehmens angelegt, kann der Gewinnanteil noch deutlich höher liegen, wenn ihn nicht Spekulationsgewinne an der Börse gar noch weit übertreffen. Auch der Erwerb von Wohn-Immobilien kann je nach Qualität und Lage in Form von Mieten langfristig erhebliche Bodenrenten erzielen, oder der spekulative Weiterverkauf, z. B. von unbebauten Grundstücken, die plötzlich Bauland werden, das Vermögen mit einem Schlag leicht um das Dreißigfache steigern. Noch gewaltiger sind die Gewinne, wenn Bodenschätze aus einem Grundstück beansprucht und ausgebeutet oder Schürf-, bzw. Förderechte günstig erworben werden.
In all diesen Fällen handelt es sich, nach Abzug der Kosten, um leistungslose Einkommen, die andere Menschen für den Eigentümer erarbeiten müssen. Sie ermöglichen eine grenzenlose, gesetzlich nicht behinderte Vermögensakkumulation bei wenigen, denen damit zugleich eine gewaltige gesellschaftliche Macht zuwächst. Diese können es sich leisten, die besten Steuerberater, Juristen und Finanzfachleute einzustellen, die ihr Vermögen optimal verwalten und vermehren. Oder sie übergeben es einer professionellen Vermögensverwaltungsgesellschaft, die ihre anvertrauten Vermögen in Unternehmensbeteiligungen und Spekulationen einsetzt und damit selbst zu einem noch größeren Finanzglobalplayer aufsteigt und dabei als Schattenbank keinerlei Aufsicht unterliegt. Veranschaulichen wir uns das am Beispiel des z. Zt. mächtigsten internationalen Finanzakteurs und größten Vermögensverwalters der Welt:
BlackRock.
Das Unternehmen wurde 1988 von dem Investmentbanker Larry Fink gegründet, dem inzwischen mächtigsten Mann der Wallstreet (Focus). Wir helfen allen, die ihr Geld vermehren möchten, ist sein Slogan. Konzerne, reiche Unternehmerclans, Versicherungen, Banken oder Pensionsfonds ab 500 Millionen aufwärts vertrauen ihr Kapitalvermögen BlackRock zur Vermehrung an. (Vgl. Werner Rüdemer: Deutschland AG aufgekauft, zitiert nach Gegenwart 4/2013, S. 33) Zu ihnen gehört die drittgrößte britische Bank Barclays (147.500 Mitarbeiter), deren Anlagekapital allein über eine Billion Dollar beträgt. (Die Besitzer der Welt in: Die Welt 24.4.2011) Im Jahr 2013 betrug der Wert des von BlackRock verwalteten Vermögens insgesamt 4,096 Billionen US-Dollar (Wikipedia). Das ist mehr als das gesamte Bruttoinlandprodukt (BIP) Deutschlands (3,6 Billionen ) und entspricht dem Zehnfachen seines Haushalts. Der Schwarze Fels operiert mit einem Mehrfachen an Milliardensummen als die Deutsche Bank, braucht dafür aber nur ein Zehntel des Personals. BlackRock ist größer als die Deutsche Bank, Goldman Sachs und JP Morgen zusammen.
Eines der größten Computersysteme der Welt mit Namen Aladdin rechnet in Minisekunden die ökonomischen Folgen eines Ereignisses aus. Ein gewaltiger Wettbewerbsvorteil. BlackRock verkauft ihn als Dienstleistung an andere und hat so die Kontrolle über noch einmal 15 Billionen Dollar. (Film Geld regiert die Welt 13.1.14 ARD) Zugleich macht das aus 5000 Computern bestehende Analysesystem führend im Hochfrequenzhandel, wo kleinste Unterschiede zwischen den Wertpapieren an den Börsen der Welt für Käufe und Verkäufe im Nanosekundenbereich genutzt werden. (Rüdemer a.a.O.)
Das globale Agieren der Schattenbanken am Beispiel von BlackRock charakterisiert Werner Rüdemer anschaulich: Blackrock und die anderen Dunkelmänner und -frauen haben ihre juristischen Kommandozentralen extraterritorial im Schattenreich der unregulierten Finanzoasen. Von dort aus und zugleich mitten in den Hauptstädten der westlichen Welt kommandieren sie die großen Banken wie Goldman Sachs und Deutsche Bank. Und sie kommandieren die großen Gebetsmühlen und die Versicherungskonzerne und die großen Konzerne der sogenannten Realwirtschaft. Blackrock ist auch Miteigentümer aller 30 deutschen DAX-Konzerne, also von Siemens und von der Allianz zum Beispiel und natürlich auch Miteigentümer der wichtigsten US-Konzerne und so weiter. Und Miteigentümer des weltweit größten Vermittlungskonzerns von Leiharbeitern, Adecco. Und Miteigentümer der zwei wichtigsten Ratingagenturen Standard & Poors und Moodys. Und Verwalter von Vermögen der vermögendsten alten und neuen Clans. Und Blackrock ist einer der wichtigsten Berater der US-Zentralbank Federal Reserve und des US-Finanzministers und seines friedenspreistragenden Präsidenten. Blackrock & seinesgleichen agieren in dieser vielfältigen Zangenbewegung frei, ganz frei. Frei pressen sie die Beschäftigten von Konzernen aus. Frei enteignen sie Staaten und Volkswirtschaften. Frei beraten und erpressen und korrumpieren sie Regierungen. Sie, die gegenwärtig mächtigsten Einzigen, kämpfen in dieser Freiheit gleichzeitig um die Herrschaft unter- und übereinander. Ihre Notgemeinschaft gebiert Unsicherheit für das Leben aller. (Kapitalfreiheit: Die Diktatur der Einzigen)
In den Mainstream-Medien wird die Finanzmacht von BlackRock meist heruntergespielt und darauf hingewiesen, dass der Finanzriese an den 30 DAX-Konzernen nur im einstelligen Bereich, meist zwischen vier und sieben Prozent, beteiligt sei. Dies stimmt aber nur dann, so fand Sebastian Kunze von TheIntelligence heraus, wenn man ausschließlich die Firma BlackRock Inc. betrachtet. Bei Einbeziehung größerer Teile des BlackRock-Netzwerks, wie etwa BlackRock Holdco 2 Inc., BlackRock Financial Management Inc., BlackRock Advisors Holdings Inc., BlackRock International Holdings Inc., BlackRock Jersey International Holdings L.P., BlackRock Group Limited, wird das wahre Ausmaß der Kontrolle deutlich. (
) Insgesamt hat der TheIntelligence Autor neun DAX-Schwergewichte auf BlackRock-Beteiligungen hin untersucht. Bei Acht von Neun liegt BlackRock im zweistelligen Bereich; nur bei der Telekom begnügte man sich mit 9,94%. Der BlackRock-Anteil liegt bei sechs der neun geprüften Konzerne oberhalb von 25%, bei zwei DAX-Unternehmen sogar über 30% (in Klammern das Datum der betreffenden Stimmrechtsmitteilung): Allianz 32,76 % (06.05.2010); E.ON 32,06 % (17.05.2010); Bayer 29,94 % (12.05.2010); Deutsche Bank 27,45 % (18.05.2010); Daimler 27,42 % (18.08.2011); BASF 25,30 % (09.12.2009); Siemens 15,65 % (25.08.2011); SAP 11,94 % (09.08.2011); Telekom 9,94 % (01.12.2009). (
) Mit dem Anteil von 25 % und mehr hat die BlackRock-Gruppe die Sperrminorität, die aktienrechtlich weitreichende Folgen hat: Bei wesentlichen Entscheidungen geht ohne BlackRock nichts mehr. (jasminrevolution) Ex Banker Bill Cohan: Sie können Druck machen auf die Firmen, an denen sie beteiligt sind. Wenn er möchte, kann sich Larry Fink überall durchsetzen. Dabei steht BlackRock für ein ganzes System: das große Geld der Wallstreet. Es wirkt so wie in Deutschland weltweit. (Film Geld regiert die Welt) BlackRock ist an nahezu jeder größeren Aktiengesellschaft der Welt beteiligt. (Der schwarze Riese, FAZ 10.2.2013)
Aber große Finanzakteure sind wiederum an BlackRock beteiligt, so beispielsweise die Rothschilds, Queen Elisabeth II., die US-Politiker Al Gore und Maurice Strong sowie die Milliardäre Warren Buffet und George Soros. Größte Anteilseigner sind aber PNC Financial Service mit 21,7 % und Barclay mit 19,7 % (Geld-Magazin 1/13).
Neoliberale Netzwerke
Es geht um einen kleinen Kern von Finanzakteuren, die alle miteinander vernetzt sind. Diese Elite besteht aus nur 147 Unternehmen. Die kontrollieren fast die Hälfte der globalen Wirtschaft. Ein Geflecht von gegenseitigen Beteiligungen, und das Netz wird immer weiter gesponnen. Tatsächlich sind die riesigen Investments- und Vermögensfonds im Besitz der bekannten Großbanken Goldman-Sachs und Co. Andererseits haben Blackrock und andere wiederum die wichtigsten Anteile an eben diesen Banken. Ganz oben also ein Geflecht von gegenseitiger Beteiligung. (Film Geld regiert die Welt)
Die Shadow-Banker sind heute die oberste Finanzliga. BlackRock & Konsorten sind nicht nur die bestimmenden Eigentümer der Realwirtschaft, sondern auch der Banken, auch der bisher mächtigsten unter ihnen, der Investmentbanken. Die Deutsche Bank etwa ist weder deutsch noch Bank, sondern eine Vorfeldorganisation angelsächsischer Investoren, die allerdings auch deutsches Kapital verwalten wie saudisches. BlackRock & Konsorten gehören wiederum Investmentbanken und anderen Hedgefonds. Die mächtigsten Finanzakteure sind untereinander vernetzt, auf planetarischem Niveau und zugleich zur Spitze hin anonymisiert. Im Endeffekt haben wir heute anstelle der Deutschland AG, Frankreich AG, USA AG ein untereinander vernetztes, gleichzeitig hierarchisch gegliedertes System, das von den Systemrelevanten geführt und aus den USA dominiert wird. Es agiert offshore (steuerlich begünstigt) und zugleich mitten unter uns. IWF, Bank of International Settlements, EU-Kommission und westliche Regierungen und Finanzaufsichten stehen Wache. Die Shadow-Banker sitzen heute an den Schalthebeln der Macht.
Die Troika aus IWF, EU-Kommission und EZB beauftragt BlackRock mit der Risikoanalyse der bei westlichen Investoren verschuldeten Banken etwa in Griechenland und Irland. Die Rettungsgelder landen bei den Banken, in denen BlackRock & Konsorten Miteigentümer sind. (Rüdemer nach Gegenwart 4/13, S. 33).
Es bietet sich das Bild der über alle anderen ökonomischen Systeme siegreichen angelsächsischen neoliberalen Wirtschaftstheorie. Im Prinzip gibt´s im Moment einen Kampf der Systeme. Es gibt den aggressiven, sehr renditeorientierten angelsächsischen Kapitalismus, der eigentlich seit den siebziger Jahren auf dem Vormarsch ist. Und dann gibts das, was wir in Kontinentaleuropa als die soziale Marktwirtschaft bezeichnet haben, also einen sozialen Kapitalismus mit Regeln für alle. Und in diesem Kampf der Betriebssysteme setzt sich der angelsächsische Kapitalismus mit zunehmender Geschwindigkeit durch. Und aus meiner Sicht stehen wir schon fast vor einem Kollaps der sozialen Marktwirtschaft. Es dauert nicht mehr lange, wenn es so weiter geht wie bisher. (
) Weltweit werden soziale Errungenschaften geopfert und zu Geld gemacht. Die Jagd nach Renditen kennt dabei keine Schranken. (Max Otte im Film Geld regiert die Welt)
Funktionsbereiche der Macht
Es ist eine Phalanx von miteinander verflochtenen, global wirkenden Finanzakteuren entstanden, deren Netz sich über den ganzen Planeten spannt. Sie steuern zunehmend die Politik der Nationen und bestimmen letztlich maßgeblich das Berufs- und Alltagsleben der Menschen. Die Finanz- und Konzernmacht bildet gemeinsam mit den ihr dienstbaren Funktionsbereichen der Politik und der Informations- und Bewusstseinsindustrie das alles entscheidende Machtgeflecht, das die Interessen der Superreichen, der Geldelite, bedient. (Vgl. Gerd Weidenhausen in Gegenwart 4/13, S.34)
Nach dem Macht- und Reichtumsforscher H. J. Krysmanski beginnen die besonders einflussreichen Superreichen bei einem frei verfügbaren Einkommen abzüglich der selbst genutzten Immobilien, Autos, Yachten, Helikopter usw. von ca. 500 Millionen Dollar. Danach existieren weltweit etwa zehn- bis zwanzigtausend Superreiche, angeführt von ca. dreitausend Milliardären mit einem Heer von Beratern, Sicherheitsleuten, Managern, Bankern, Lobbyisten, Bürokraten und befreundeten Politikern im Gefolge, eingebunden in ein globales System von informellen Netzwerken, Stiftungen, Think Tanks (Denkfabriken) und Steueroasen. (Gerd Weidenhausen a.a.O.)
Der ehemalige US-Staatssekretär David Rothkopf verortet 85 % des weltweit verfügbaren Reichtums bei den oberen 10 % der globalen Elite, wobei auf die obersten 2 % (
) allein 50 % und auf die reichsten 1 % etwa 40 % des Reichtums entfallen. Die Mitglieder dieser Superklasse sind nun über Vorstandsvorsitze, exklusive Clubs, Unternehmervereinigungen usw. miteinander verbunden. Diese stellen diktaturähnliche Führungsschnittstellen dar. Führungsriegen sind über alle wichtigen Zentren der Macht hinweg miteinander verbunden: die Geschäfts- und Finanzwelt, die Politik, der militärisch-industrielle Komplex, die Künste und die Welt der Ideen. Rothkopf macht dies exemplarisch an Stephen Schwarzman, dem Vorsitzenden der Blackstone Group deutlich, aus der BlackRock hervorgegangen ist. Schwarzman ist Absolvent der Yale University, wo er wie George W. Bush und dessen Vater Mitglied der Geheimgesellschaft Skull & Bones war.
Bevor er gemeinsam mit dem ehemaligen Handelsminister Pete Peterson Blackstone gründete, arbeitete er für die Investmentbank Lehman Brothers.
Er ist derzeit Mitglied des Business Council, des British American Business International Advisory Bord, des Weltwirtschaftsforums, des Rats für Auswärtige Beziehungen (Council on Foreign Relations) und des Committee to Encourage Corporate Philanthropy. (Die Super-Klasse, zitiert nach Gegenwart 4/13, S. 37)
H. J. Krysmanski fasst dieses Herrschaftssystem wie folgt zusammen: Ein überschaubarer Kreis von wenigen tausend Personen besetzt in immer neuen Kombinationen die Vorstände der bedeutenden Großkonzerne, Banken, Versicherungen, Investmentfirmen, staatlichen Institutionen, Elite-Universitäten, kulturellen Institutionen, Stiftungen usw. Im Zentrum dieses hochgradig vernetzten Systems wirken Policy Discussion Groups (z. B. Council on Foreign Relations, Business Roundtable, Committee on Economic Development, The Brookings Institution, American Enterprise Institut usw.), in denen die wichtigsten staatlichen, parlamentarischen und gesetzgeberischen Aktivitäten verabschiedet werden. (Hirten und Wölfe, Münster 2009, S. 158, zitiert n. Gegenwart 4/13, S. 35)
Krysmanski bringt diese Herrschaftsstrukturen in ein Ringmodell. Im zentralen Ring sitzen die Superreichen. Dessen Geldmacht ermöglicht die Verfügungsgewalt über den zweiten Ring der Konzern-, Finanz- und Militäreliten, die die Umverteilung des Reichtums von unten nach oben bewirken und zusammen mit den Superreichen den magischen Zirkel der oberen Zehntausend bilden. Im dritten Ring wirken die politischen Eliten, die für ein Minimum an scheinbarer Verteilungsgerechtigkeit zu sorgen haben, aber die Interessen der Geld-, Finanz- und Konzerneliten umsetzen. Den vierten Ring macht ein Heer von Experten, Beratern, Wissenschaftlern, Journalisten und Medienschaffenden aus, die bestimmte Bewusstseinsdispositionen und Meinungen produzieren, die die wahren Machtverhältnisse verschleiern und legitimieren helfen. (Gegenwart 4/13, S.35, 36)
Man muss sich klarmachen, dass die gewaltige Anhäufung von Kapital in den Händen weniger und, damit verbunden, die wachsende globale Herrschaft einer Plutokratie nur aufgrund des unbegrenzt möglichen Eigentums an Grund- und Boden, Unternehmen und Geld, und den daraus resultierenden leistungslosen Einkommensformen der Bodenrente, Unternehmensgewinnen und Zinseszins entstehen konnten. (Vgl. die vorstehenden Artikel zum Bodeneigentum, Arbeitsmarkt und Zinssystem) Und die Rechtsform der Aktie ermöglicht den spielend leichten Erwerb von Unternehmensanteilen weltweit und so erst das Spannen eines globalen Finanznetzes. Sie erlaubt die prozentuale Abschöpfung des Gewinns, beeinflusst oder bestimmt in entsprechender Zahl die Unternehmensführung und ist ein Instrument feindlicher Übernahmen und strategischer Unternehmensvernichtung zur Erhöhung der eigenen Macht. (Vgl. den vorstehenden Artikel über das Aktienrecht.)