Wer sich noch an das Erdbeben von Kobe im Jahr 1995 erinnert: Auch damals wurde von den Analysten behauptet, Japan werde stärker denn je daraus hervorgehen, der Wiederaufbau werde zu einem Wirtschaftsaufschwung führen usw. Die Wirklichkeit sah anders aus. Japan ist noch tiefer in der Schuldenkrise versunken, der Nikkei verlor im ersten halben Jahr nach dem Erdbeben rund 25% und fiel von 18840 auf 14500. Zwar gab es im Folgejahr eine fulminante Erholung, doch zwei Jahre später stand der Nikkei tiefer denn ja auf unter 13000. Seither kam es bekanntermaßen noch schlimmer und nun steht er wieder weit unter 10000.
Immobilienpreis unter Druck wegen Kontamination?
Doch die Situation ist nun weitaus kritischer als 1995. Zwar sind weniger Industriezonen direkt betroffen, was etliche Analysten schon wieder zur Verharmlosung der Auswirkungen auf Wirtschaft und Börse veranlasst. Doch in Wirklichkeit ist die Lage weit schlimmer. Sollte es durch die nuklearen Unfälle zu einer weiträumigen Kontaminierung von Städten kommen, so wird das nachhaltige Auswirkungen auf die Immobilienpreise haben. Entsprechende Abwertungen werden einen Teufelskreis in den Bankenbilanzen bewirken und könnten eine neue Bankenkrise einläuten. Zur Finanzierung des Wiederaufbaus müssen Devisenreserven aufgelöst werden, was das Währungsgefüge auf nicht vorhersehbare Weise durcheinanderbringen könnte, Japan ist nach China der zweitgrößte ausländische Halter von US-Treasuries. Zudem wird sich die ohnehin schon dramatische Schuldensituation Japans weiter verschärfen. Durch die gravierenden Produktionsausfälle im Auto- und HiTechbereich wird Japan zudem seine Stellung am Weltmarkt verschlechtern, was man gerade in der jetzigen Lage nicht brauchen kann. Hinzu kommt noch der psychologische Aspekt, dass die Technikgläubigkeit der Japaner nun Schrammen bekommt.
Starke Auswirkungen auf Weltwirtschaft denkbar
Unter diesen Vorzeichen ist schwer abzusehen, ob nicht die Ereignisse in Japan der Kern einer neuen weltweiten Wirtschaftskrise sind. Denn die Krise ist ja noch längst nicht überstanden, sondern wurde nur durch viel Zweckoptimismus übertüncht. Daher können durchaus lokale Krisen auf andere Länder überschwappen. Anlegern sei jedenfalls zu großer Vorsicht und aufmerksamer Verfolgung der Ereignisse an den Weltmärkten geraten.
Gewinner könnten eventuell Ökofonds und Unternehmen sein, die auf alternative Energien setzen. Wobei die Ökofonds sehr kritisch zu betrachten sind, denn so wie sich vor einem Jahr in vielen plötzlich BP-Aktien wiederfanden, könnte man nun auf allerlei unangenehme Überraschungen mit Aktien von Unternehmen stoßen, die im Kernenergiebereich mitmischen. Denn etliche Fondsbetreiber sind der Atomlobby mit ihrer Grünfärbung der Kernenergie auf den Leim gegangen. Mit diesem Thema werden wir uns demnächst noch genauer befassen.
Mittelfristig steigender Ölpreis könnte Konjunktur belasten
Auch Öl, Gas und Kohle werden als Kernenergie-Alternativen profitieren, allein schon Japan muss durch den Ausfall etlicher AKWs umso mehr Öl importieren. Zusammen mit den Unruhen im Mittleren Osten könnte daraus eine durchaus explosive Preismischung entstehen. Und dass ein zu hoher Ölpreis die Konjunktur abwürgt, haben nicht erst einmal erlebt. Somit ist nicht auszuschließen, dass die Schockwellen des japanischen Erdbebens auch zu einem globalen Wirtschaftsbeben führen.
Immobilienpreis unter Druck wegen Kontamination?
Doch die Situation ist nun weitaus kritischer als 1995. Zwar sind weniger Industriezonen direkt betroffen, was etliche Analysten schon wieder zur Verharmlosung der Auswirkungen auf Wirtschaft und Börse veranlasst. Doch in Wirklichkeit ist die Lage weit schlimmer. Sollte es durch die nuklearen Unfälle zu einer weiträumigen Kontaminierung von Städten kommen, so wird das nachhaltige Auswirkungen auf die Immobilienpreise haben. Entsprechende Abwertungen werden einen Teufelskreis in den Bankenbilanzen bewirken und könnten eine neue Bankenkrise einläuten. Zur Finanzierung des Wiederaufbaus müssen Devisenreserven aufgelöst werden, was das Währungsgefüge auf nicht vorhersehbare Weise durcheinanderbringen könnte, Japan ist nach China der zweitgrößte ausländische Halter von US-Treasuries. Zudem wird sich die ohnehin schon dramatische Schuldensituation Japans weiter verschärfen. Durch die gravierenden Produktionsausfälle im Auto- und HiTechbereich wird Japan zudem seine Stellung am Weltmarkt verschlechtern, was man gerade in der jetzigen Lage nicht brauchen kann. Hinzu kommt noch der psychologische Aspekt, dass die Technikgläubigkeit der Japaner nun Schrammen bekommt.
Starke Auswirkungen auf Weltwirtschaft denkbar
Unter diesen Vorzeichen ist schwer abzusehen, ob nicht die Ereignisse in Japan der Kern einer neuen weltweiten Wirtschaftskrise sind. Denn die Krise ist ja noch längst nicht überstanden, sondern wurde nur durch viel Zweckoptimismus übertüncht. Daher können durchaus lokale Krisen auf andere Länder überschwappen. Anlegern sei jedenfalls zu großer Vorsicht und aufmerksamer Verfolgung der Ereignisse an den Weltmärkten geraten.
Gewinner könnten eventuell Ökofonds und Unternehmen sein, die auf alternative Energien setzen. Wobei die Ökofonds sehr kritisch zu betrachten sind, denn so wie sich vor einem Jahr in vielen plötzlich BP-Aktien wiederfanden, könnte man nun auf allerlei unangenehme Überraschungen mit Aktien von Unternehmen stoßen, die im Kernenergiebereich mitmischen. Denn etliche Fondsbetreiber sind der Atomlobby mit ihrer Grünfärbung der Kernenergie auf den Leim gegangen. Mit diesem Thema werden wir uns demnächst noch genauer befassen.
Mittelfristig steigender Ölpreis könnte Konjunktur belasten
Auch Öl, Gas und Kohle werden als Kernenergie-Alternativen profitieren, allein schon Japan muss durch den Ausfall etlicher AKWs umso mehr Öl importieren. Zusammen mit den Unruhen im Mittleren Osten könnte daraus eine durchaus explosive Preismischung entstehen. Und dass ein zu hoher Ölpreis die Konjunktur abwürgt, haben nicht erst einmal erlebt. Somit ist nicht auszuschließen, dass die Schockwellen des japanischen Erdbebens auch zu einem globalen Wirtschaftsbeben führen.
der gewinner hat viele freunde, der verlierer nur gute!
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