Ich fand dein Posting sehr interessant. Vor allem muss ich dir positiv vorhalten, dass du es anerkennst, dass ich nicht so ganz falsch gelegen habe mit meinen 7000 Punkten im DAX.
Lediglich der Zeitpunkt war und da gebe auch ich einen Fehler zu, nicht perfekt gewählt.
Die Börsen bleiben eben bis zu einem gewissen Level ziemlich unberechenbar und du mit deiner Strategie der weiten K.O. Puffer machst es da sicherlich ganz gut, denn dies macht dich von den kurzfristigen Schwankungen unabhängiger.
Und ja so ist es, nachdem ich über längere Zeit immer wieder für meinen Optimismus belächelt, ja sogar beleidigt und für naiv erklärt wurde, konnte der DAX deutlich nach oben durchbrechen und ist eben nicht wie von vielen Anlegern angesichts der negativen Konjunkturdaten nach unten durchgerauscht.
Wenn ich nun von einer größeren Konsolidierung spreche, dann würde ich vermutlich wiedermal dafür belächelt werden (nicht von Allen, aber sicherlich von nicht Wenigen).
Mein Fazit für dieses Jahr:
Ende Dezember, Anfang Januar 2010 war ich sehr bärisch, man hatte mich damals dafür sehr belächelt. DAX ist zum Tief hin um mehr als 500 Punkte gefallen!
Mitte März war ich wieder ziemlich bullisch, man hat über mich zumindest geschmunzelt.
DAX ist daraufhin um mehr als 500 Punkte gestiegen!
Ende April war ich sehr bärisch, man hat mich wiedermal belächelt
DAX ist daraufhin binnen weniger Stunden um gute 500 Punkte gefallen!
Seit Ende Mai war ich wieder bullisch, man hatte mich damals ausgelacht
DAX ist seither um mehr als 700 Punkte gestiegen!
Mein Problem jedoch ist, dass ich mich immer wieder auf unnötige Spekulationen, wie dem Sommerzock eingelassen habe, der mich allein schon etwa 35% Depotperformance gekostet hatte.
D.h. ich muss zukünftig etwas mehr Geduld haben, ggf. etwas längere Laufzeiten wählen und passendere Anlagen finden.
Aber sag soetwas mal einem Pokerspieler, er solle doch weniger Risiko gehen und sich lieber mit den kleinen Gewinnen zufrieden geben ;-)
Eines habe ich jedoch gelernt, je stärker man für seine Prognosen und Aussagen belächelt oder gar beleidigt wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass zumindest die Trendrichtung die Richtige sein wird bzw. man zu hoher Sicherheit nicht gänzlich falsch liegt.
Wie sieht es nun aktuell aus?
Seit dieser Woche, bei einem DAX-Stand von 6730 Punkten bin ich vom Bullen wieder zum überzeugten Bären geworden!
Vor allem bei den Rohstoffmärkten wird es bald rappeln im Karton, denn vor allem in diesem Bereich wurde ich die letzten Tage massiv beleidigt für meine bärische Haltung ;-)
Nicht zu verwechseln, auf Sicht mehrerer Monate jedoch bleibe ich jedoch bullisch und dies bin ich schon seit 2009 !
D.h. wenn ich bärisch bin, bedeutet es nicht, dass ich den langfristigen Aufwärtstrend für beendet erkläre, denn solange der Trend intakt ist, gibt es für mich nix dran zu rütteln.
Dies sehe ich bei DAX, Dow, Basismetallen und auch Edelmetallen so.
Wenn ein langfristiger Trend intakt ist, macht es wenig Sinn das Ende dieses Trends bekannt zu geben.
Doch die Börse bewegt sich nunmal nicht linear nach oben, daher finde ich es richtig sich auf kurzfristiger Ebene ggf. auch mal Stellung gegen den längerfristigen Trend einzunehmen.
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