Eine kleine Börsentruppe der AIG in London war mal so richtig geil auf das dicke Geschäft. Geil dachten sie sich. Wir schließen einfach mal CDS-Geschäfte im Werte von 40 Mrd USD.
Das Macht 100 Mio pro Mitarbeiter. Vielleicht hätte jeder Mitarbeiter von der Abteilung gerne 1 Mio Boni oder mehr in einem Jahr verdient, aber es kam ganz anders. Die Welt schlitterte in eine Rezession.
UPS!
Was war passiert?
Mit mehr als 40 Milliarden Dollar fiel ein Großteil der Verluste aus dem vergangenen Jahr bei AIG Financial Products (AIGFP) an. Die Spezialisten in London schlossen Wetten darauf ab, dass Kredite nicht ausfallen. Die kleine Truppe mit zuletzt weniger als 400 Leuten häufte Berge von Risiken mit Derivaten auf, hauptsächlich mit sogenannten Credit Default Swaps (CDS). Bei diesen Absicherungen zahlte etwa eine Bank der AIG eine regelmäßige Prämie. Im Gegenzug stand die Versicherung für Verluste der Bank aus einem bestimmten Bündel an Krediten gerade oder auch aus Finanzinstrumenten, die aus verschiedenen Krediten zusammengebastelt wurden.
In normalen Zeiten lassen sich die Ausfallquoten für solche Kredite relativ gut berechnen, und das Risiko für den Garantiegeber ist begrenzt. In einer Finanz- und Kreditkrise von der Dimension, wie sie durch die Ausfälle bei schlecht besicherten Hypotheken-Darlehen ausgelöst wurde, schossen die Verluste jedoch durchs Dach.
In den letzten Monaten 2008 verloren Kreditportfolios von Banken weltweit nochmals dramatisch an Wert. Mit 493 Milliarden Dollar steckte die AIGFP noch Ende September bis über beide Ohren in Kreditderivaten. Bis Ende Dezember wurde diese immer noch kritische Position unter heftigen Verlusten auf 390 Milliarden Dollar reduziert.
* Verluste von 44,3 Milliarden Dollar realisierte auch die Lebensversicherung. Milliarden an Kundengeldern legt sie an den Finanzmärkten an, in Aktien, Staatsanleihen – und auch in Derivaten. Die Fehleinschätzungen der Spezialtruppe AIGFP im Hinblick auf die Entwicklung der Kredit- und Immobilienmärkte infizierte offenbar auch diese Sparte. Auf viele Anlagen musste sie 2008 hohe Summen abschreiben.
* Fünf Milliarden Dollar verlor die Sachversicherungs-Sparte – nicht nur durch Verluste an den Kapitalmärkten. Auch wegen zahlreicher Naturkatastrophen musste AIG mehr für Schäden und die eigene Verwaltung ausgeben, als an Prämien eingenommen wurde. Die Schaden-Kosten-Quote kletterte steil um 19 Prozentpunkte auf 109 Prozent.
* Neun Milliarden Miese musste die Vermögensverwaltung beichten. AIG hat offenbar nicht nur Kreditbündel oder aus Krediten gebastelte Papiere abgesichert, sondern auch mit ihnen gehandelt. Die Vermögensverwalter haben mit ihrer Anlagestrategie Milliarden verbrannt.
Und wer hat wohl dabei gewonnen. Die großen US-Banken:
Zitat von oben: ,,Die Spezialisten in London schlossen Wetten darauf ab, dass Kredite nicht ausfallen."
Also 40 Mrd plus 44,3 Milliarden flossen von AIG in die US-Großbanken. Natürlich nicht alles, etwas floss auch zur DBank usw. aber der Bärenanteil floss zu den US-Banken. Und wer war die größte Counter-Partie von AIG? Es was JPMORGAN und deshalb kommt JPMORGAN so gut durch die Krise. Denn die Verluste bezahlt AIG, äh der Steuerzahler der für AIG eingesprungen ist. Die zweitgrößte Counter-Partie war Bear Stearns. Hallo BEAR STEARNIES, kein wunder das JPMorgan euch gekauft hat.
Gruß Marlboromann
Das Macht 100 Mio pro Mitarbeiter. Vielleicht hätte jeder Mitarbeiter von der Abteilung gerne 1 Mio Boni oder mehr in einem Jahr verdient, aber es kam ganz anders. Die Welt schlitterte in eine Rezession.
UPS!
Was war passiert?
Mit mehr als 40 Milliarden Dollar fiel ein Großteil der Verluste aus dem vergangenen Jahr bei AIG Financial Products (AIGFP) an. Die Spezialisten in London schlossen Wetten darauf ab, dass Kredite nicht ausfallen. Die kleine Truppe mit zuletzt weniger als 400 Leuten häufte Berge von Risiken mit Derivaten auf, hauptsächlich mit sogenannten Credit Default Swaps (CDS). Bei diesen Absicherungen zahlte etwa eine Bank der AIG eine regelmäßige Prämie. Im Gegenzug stand die Versicherung für Verluste der Bank aus einem bestimmten Bündel an Krediten gerade oder auch aus Finanzinstrumenten, die aus verschiedenen Krediten zusammengebastelt wurden.
In normalen Zeiten lassen sich die Ausfallquoten für solche Kredite relativ gut berechnen, und das Risiko für den Garantiegeber ist begrenzt. In einer Finanz- und Kreditkrise von der Dimension, wie sie durch die Ausfälle bei schlecht besicherten Hypotheken-Darlehen ausgelöst wurde, schossen die Verluste jedoch durchs Dach.
In den letzten Monaten 2008 verloren Kreditportfolios von Banken weltweit nochmals dramatisch an Wert. Mit 493 Milliarden Dollar steckte die AIGFP noch Ende September bis über beide Ohren in Kreditderivaten. Bis Ende Dezember wurde diese immer noch kritische Position unter heftigen Verlusten auf 390 Milliarden Dollar reduziert.
* Verluste von 44,3 Milliarden Dollar realisierte auch die Lebensversicherung. Milliarden an Kundengeldern legt sie an den Finanzmärkten an, in Aktien, Staatsanleihen – und auch in Derivaten. Die Fehleinschätzungen der Spezialtruppe AIGFP im Hinblick auf die Entwicklung der Kredit- und Immobilienmärkte infizierte offenbar auch diese Sparte. Auf viele Anlagen musste sie 2008 hohe Summen abschreiben.
* Fünf Milliarden Dollar verlor die Sachversicherungs-Sparte – nicht nur durch Verluste an den Kapitalmärkten. Auch wegen zahlreicher Naturkatastrophen musste AIG mehr für Schäden und die eigene Verwaltung ausgeben, als an Prämien eingenommen wurde. Die Schaden-Kosten-Quote kletterte steil um 19 Prozentpunkte auf 109 Prozent.
* Neun Milliarden Miese musste die Vermögensverwaltung beichten. AIG hat offenbar nicht nur Kreditbündel oder aus Krediten gebastelte Papiere abgesichert, sondern auch mit ihnen gehandelt. Die Vermögensverwalter haben mit ihrer Anlagestrategie Milliarden verbrannt.
Und wer hat wohl dabei gewonnen. Die großen US-Banken:
Zitat von oben: ,,Die Spezialisten in London schlossen Wetten darauf ab, dass Kredite nicht ausfallen."
Also 40 Mrd plus 44,3 Milliarden flossen von AIG in die US-Großbanken. Natürlich nicht alles, etwas floss auch zur DBank usw. aber der Bärenanteil floss zu den US-Banken. Und wer war die größte Counter-Partie von AIG? Es was JPMORGAN und deshalb kommt JPMORGAN so gut durch die Krise. Denn die Verluste bezahlt AIG, äh der Steuerzahler der für AIG eingesprungen ist. Die zweitgrößte Counter-Partie war Bear Stearns. Hallo BEAR STEARNIES, kein wunder das JPMorgan euch gekauft hat.
Gruß Marlboromann
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