Am 11.September war das Sentiment hoch gewesen und erst durch den Anschlag natürlich weggeknickt. Doch schon kurz nach den fetten Einbrüchen und einer sehr negativen Stimmung, kam es zur Bärenmarktrally.
D.h. wenn die Mehrzahl der Leute auf fallende Kurse setzt, ist anzunehmen, dass die Mehrzahl der Leute wenig LONG-Positionen im Depot halten. D.h. der Verkaufsdruck ist statistisch gesehen niedrig, da "verkaufte" Positionen ja schon verkauft wurden und somit das Potenzial nach unten dann statistisch gesehen niedriger ist.
Es ist wiegesagt nur eine "statistische" Betrachtung, denn natürlich gibt es immer auch Ausnahmen wie z.B. eine Rally, bei dem ungeahnte Geldreserven frei gemacht und investiert werden und die Kurse steigen und steigen obwohl die Stimmung relativ optimistisch ist.
Aber statistisch gesehen ist soetwas eher selten, d.h. eine gewisser Pessimismus ist fast immer Grundlage einer Rally.
Put/Call-Ratio spiegelt letztendlich die Stimmungslage indirekt wieder, da es zeigt, welche Richtung die Anleger aktuell bevorzugen.
U.a. ist der Put/Call-Ratio bei den US-Indizes gestern auf über 2 gestiegen, also relativ hoch. Normal bewegt es sich eher so zwischen 1 und 1,5!