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Quellensteuer auf Spekulationsgewinne-Verf ahren ?


Beiträge: 12
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Dr.Flinx:

Quellensteuer auf Spekulationsgewinne-Verfahren ?

4
13.05.07 10:42
Wie in der Presse ausgiebig berichtet wurde, soll ab 2009 eine Abzugsteuer von 25 % pauschal auf Spekulationsgewinne eingeführt werden. Gleichzeitig soll die Einjahresfrist wegfallen.
Nun wüsste ich gern , ob die Steuer nach jedem Trade oder erst am Jahresende einbehalten werden soll.
Bei der Methode nach jedem Trade würde sich der Staat ja ins eigene Bein schiessen, da dem Trader somit weniger Kapital zur Verfügung stünde, das er wieder anlegen könnte.Im Endeffekt würden hierdurch sowohl die Gewinne als auch die Steuern niedriger ausfallen.
Ferner würden die Zinsen bei Zwischenlagerung des Geldes auf Tagesgeldkonten etc. niedriger ausfallen, was wieder zu niedrigeren Steuern führen würde.
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volvic:

für den staat ist sofort besser

 
13.05.07 11:42
> Ferner würden die Zinsen bei Zwischenlagerung des Geldes auf Tagesgeldkonten etc.
> niedriger ausfallen, was wieder zu niedrigeren Steuern führen würde.

das ist aber eine milchmädchen-rechnung. nehmen wir an du bekommst noch nahezu 360 tage 4% zinsen - nach abschlag erhält der statt davon dann 1%. kassiert der staat das geld gleich, so hat er die ganzen zinsen für sich. und ob das nominell wirklich soviel weniger als 4% sind? ich glaubs nicht.

deine sonstige position stimmt, wenn es einen sofortabzug gibt, dann verliert der staat bei weiteren trading-gewinnen einen teil des potentiellen gewinns. verzockt sich der trader danach wird der verlust aber auch gemildert.

faktisch weiss ich nicht wie sie es genau handhaben. der sofortabzug ist sicher nicht trivial, wie sollen dann verlust-verkäufe korrekt wieder abgezogen werden?

einfach zu rechnen wäre eine jahresendrechnung, in der alle durch verkäufe erzielten gewinne und verluste betrachtet werden und dann die steuer abgezogen. aber was, wenn dann das konto keine deckung aufweisst? wird für diesen zweck geld wieder festgehalten? dann kann man damit aber auch nicht traden.


sehr interessante frage von dir. bin mir sicher das wird sich in H2/2007 noch klären wenn das gesetz ganz durch ist.

volvic
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metropolis:

flinx

 
13.05.07 11:51
Die Abschlagssteuer wird sofort nach den Verkauf fällig. Ein unterjähriges Verrechnen mit Velusten ist auch nicht möglich.

Also:
Gewinn-Trade -> 25% vom Gewinn sofort weg
Verlust-Trade -> Volle Auszahlung des Erlöses wie immer.

Gegenrechnen kannst du alles erst im nächsten Jahr mit der Steuererklärung. Zu der du quasi gezwungen bist, denn Verluste macht jeder mal zwischendurch.

Der Staat hat dadurch immense Vorteile, denn er nimmt massig Geld ein und muss einen Teil davon erst ein Jahr später zurückzahlen. Der Zinsgewinn ist enorm.

Entgehen kannst du dem ganzen nur, wenn dein Depot im Ausland liegt, z.B. LUX. Allerdings musst du dann die Gewinne und Verluste im nächsten Jahr in der Steuererklärung angeben. Nicht vergessen ;-)


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Radelfan:

Abgeltungsteuer

 
13.05.07 12:13

Bevor nicht das Gesetz beschlossen ist und (noch viel wichtiger) Verwaltungsanweisungen dazu ergangen sind, ist alles was wir hier diskutieren letzten Endes ziemlich spekulativ. Trotzdem: Ich bin der Meinung, dass ein unterjähriges Verrechnen von Verlusten doch möglich sein müsste. Und zwar immer dann, wenn bei deiner Bank schon ein Verlust "vorhanden" ist und mit dem Gewinn verrechnet werden kann.  Was für mich aber noch völlig im Dunkeln liegt: Wenn du "gezwungen" bist, einen nicht verrechneten Verlust (vielleicht auch aus Vorjahren) beim FA zur Verrechnung geltend zu machen, gilt dann für diese Einkünfte noch der besondere Steuersatz von 25% oder wird dann der individuellen Steuersatz angewandt? Das könnte dann in einigen Fällen zu bösen Überraschungen führen! Quellensteuer auf Spekulationsgewinne-Verfahren ? 3278754

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Malko07:

Leistungsgerechter

4
13.05.07 12:19
wäre eine Abgeltungssteuer von 12,5% ohne der Möglichkeit Verluste gegenzurechnen. Würde auch einen Haufen Bürokratie einsparen.  
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Malko07:

Noch besser wäre, anstelle

4
13.05.07 12:20
der andiskutierten Steuern, eine Umsatzsteuer von 6,25%.
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metropolis:

Oder

2
13.05.07 12:25
25% und nach einem Jahr steuerfrei. Wäre einfach und für Langfristsparer ok und die Profi-Trader würden entlastet. (Letztere sind in jedem Fall sowieso die eigentlichen Gewinner der "Reform", denn sie zahlen in Zukunft max. 25% und nicht max 46% wie jetzt.)
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Malko07:

Würde diese Umsatzsteuer

7
13.05.07 12:26
beim Kauf und beim Verkauf fällig, reichten 3,125%. Eine absolut übliche Steuer in vielen Ländern. Das ist allerdings für uns zu einfach und würde zu viele Arbeitsplätze in der Bürokratie kosten.  
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Knappschafts.:

#4 Wenn man richtig nachdenkt in den Schablonen

4
13.05.07 12:41
der Bürokratie und wie es bei Unternehmen angewendet wird, müßte der Staat eigentlich bei jeden Bürger für seine Zinserträge am 1. Januar des Jahres einen Zinssteuervorschuss eintreiben und im nächsten Jahr Jahr wieder zum 1. Januar diese Vorschuss mit den tatsächlichen Zinsteuer verrechnen und wieder neu festlegen!


Ich würde dieses Vorgehen dem Staat allein wegen der Gerechtigkeit empfehlen es so zu machen wie er es den Unternehmer und Selbstständigen zumutet. Ob der normale Bürger dies fressen wird steht auf einen ganz anderen Papier.

Die neue Abgeltungs- und Zinsteuer trifft die breite Masse im Wahljahr  und das wird der SPD und auch der CDU/CSU im Bürgertum viele Stimmen kosten und die ein paar Hartz IVler werden das nicht kompensieren.


Fazit: Gier frißt Hirn

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Ommea:

also im ersten Beitrag sind einige Fehler:

 
13.05.07 15:15
Abgeltungssteuer sind 25% + Solizuschlag + Kirchensteuer (sofern in der Kirche) = 28,5%

Weiterhin wird da davon ausgegangen, dass der gemeine Private Trader im Vergleich zum Gesamtaufkommen eine wichtige Rolle spielen könnte. Auch das ist eindeutig zu verneinen, aber lustig zu lesen ... das 5000.-€ hin und her geticke interessiert niemanden ...


Ich bin ein Fan der neuen Abgeltungssteuer! Sie ist das einzige vernünftige Instrument, um arm und reich an der Börse deutlich zu trennen ...
___________________________________________


:-))

Ommea
Quellensteuer auf Spekulationsgewinne-Verfahren ? 97818
Antworten
Dr.Flinx:

Vielen Dank

 
13.05.07 18:21
für die vielen Antworten. Das zeigt ja , dass das Interesse in der Bevölkerung gross ist.
@metropolis: Ja einen ausländischen Broker zu nehmen erscheint mir als die praktikabelste Lösung. Kennt jemand welche ? :-))
Insbesondere die Behandlung von Verlusten erst am Jahresende erscheint mir illegal, das heist gegen irgendeinen Paragraphen des Grundgesetzes zu verstossen ( Gleichbehandlung, Rechtstaatlichkeit, etc).

@ Radelfan- ist es nicht schon beschlossen ?(das Gesetz)
@Ommea -selbstverständlich kommen noch Soli und Kirchensteuer hinzu,ich war aus Einfachheitsgründen nur von der Basissteuer ausgegangen.:-)  
Antworten
metropolis:

flinx

 
13.05.07 22:49
Ich kenne noch keinen, gehe aber davon aus dass die großen deutschen Broker 2008 alle Filialen im Ausland gründen werden um ihre Kunden weiter zu binden. Der Auslands-Trick ist einfach zu verlockend für uns Semiprofessionelle (an denen die Broker das meiste Geld verdienen). Und absolut legal zudem.

Das Gesetz ist noch nicht beschlossen - im Moment läuft die Anhörung. Es soll aber vor der Sommerpause durchgepeitscht werden.
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