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Meldung des Tages: GOLD-AUSBRUCH: Von der PEA zum Milliarden-Potenzial

PTT Weekend Spezial 10.02. - 11.02.07


Beiträge: 47
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Gruppe: Professional-Traders   Forum: Börse
S&P 100 kein aktueller Kurs verfügbar
 
J.B.:

Servus, 310er

 
11.02.07 17:33
Wie gehts??

Die leidige Diskussion wegen dem Urheberrecht hatten wir schon zur Genüge!! Leider haben sich die Regeln diesbezüglich bei Ariva geändert!!


Servus, J.B.
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"The way to secure success is to be more anxious about obtaining than about deserving it." (William Hazlitt)


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310367a:

sind wohl noch alle long..richtig bemerkt al

 
11.02.07 17:44

 

 

gruss

 

310367a

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FredoTorpedo:

Wie geht es weiter ? - Meine Einschätzung

3
11.02.07 17:52
Viele Argumente, die von Analysten heute für ein mögliches Ende der Kursrallye genannt werden, galten auch schon in den letzten Jahren (Beispiel: Ölpreiserhöhung, Kriegsgefahren, …). Auch der Zinsverfall in Deutschland ist im vergangenen Jahr zum Stillstand gekommen, ohne dass das zu einer Stagnation der Kursentwicklung führte. Sie hatte keine nachhaltige Wirkung auf den Aufwärtstrend.

Ich suche deshalb zunächst nach Analysen, die die tatsächlichen Positiv-Faktoren für den mehrjährigen Anstieg plausibel und glaubwürdig rausarbeiten. Anschließend sollte untersucht werden, in wieweit diese Gründe heute noch Bestand haben und wie die Korrelation zu den oben genannten Negativ-Faktoren wirkt. Da ich eine solche Analyse hier noch nicht entdeckt habe, muss ich mir meine eigene zugegebenermaßen laienhafte Darstellung zusammenbasteln, wobei ich mich auch noch nur auf inländische Einflüsse beschränke:

Positiv-Faktoren für die Kursentwicklung in Deutschland der vergangenen Jahre sind für mich z.B.
         -§die Gewinnentwicklung der Unternehmen,
         -§die mittlerweile zum Stillstand gekommenen Zinssenkungen,
         -§der Regierungswechsel
         -§die sinkenden Produktionskosten
         -§die sinkende Arbeitslosigkeit
         -§die mit wachsenden Optimismus in der Bevölkerung einhergehende steigende
Konsum- und Risikobereitschaft

Vor allem der letzte Punkt wird meines Erachtens dazu führen, dass in 2007 verstärkt die Bereitschaft entsteht, "Großinvestitionen" wie z.B. Autokauf oder Hausbau zu wagen. Dies wird die damit zusammenhängenden Branchen beflügeln. Gleichzeitig erhalten Bund und Länder durch sinkende Arbeitslosigkeit mehr finanzielle Spielräume im investiven Bereich.
Diese Effekte werden nach meiner Einschätzung in 2007 für eine Fortsetzung der positiven wirtschaftlichen Entwicklung führen und damit zunächst weitere Kurssteigerungschancen insbesondere in den profitierenden Branchen ermöglichen.

Die mit steigendem Optimismus einher gehende höhere Risikobereitschaft könnte auch zu einem höheren Engagement in der Bevölkerung bei Aktieninvestitionen führen.

Daraus leite ich für mich die Einschätzung ab, dass die mittelfristige Tendenz (2007 bis Mitte/Ende 2008) in Deutschland weiter steigend sein wird. Eine kurzzeitige Konsolidierung wie im vergangenen Jahr ist sicher zu erwarten, sie wird aber wieder "ausgebügelt werden".

Die Entwicklung darüber hinaus hängt auch davon ab, ob Bund, Länder und Gemeinden den Schuldenabbau konsequent weiter betreiben und damit das Zinsniveau stabil halten oder vom wirtschaftlichen Optimismus so angesteckt werden, dass wieder die Zukunft unserer Kinder verschleudert wird.
Gleichfalls wird sich zeigen müssen, bei welchen Firmen die Gewinnsteigerungen tatsächlich und nachhaltig erzielt wurden und bei welchen es sich lediglich um Scheingewinne, z.B. durch unterlassene Investitionen handelt.

Eine Prognose über mehr als 12 bis 18 Monate hinaus halte ich deshalb für bedenklich.

Risiko: Zur Zeit herrscht in Anbetracht der lang dauernden Steigerungen auch bei vielen Optimisten Nervosität. Es werden viele ihre Papiergewinn der letzten Jahr / Monate absichern z.B durch eng gestaffelte SL-Marken. D.h. im Falle einer schnell und flächendeckenden Konsolidierung kann es dadurch zu stark übertriebenen Einbrüchen kommen.

Gruß
FredoTorpedo

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J.B.:

Anti, stell deine Artikel ein

 
11.02.07 17:56
Schreib oben und unten einen Satz dazu!!

Und ganz wichtig, immer den Link als Quellenangabe dazu!! Wenn Dir dann jemand so ein Posting löscht, kannst DU Widersprüch einlegen!!

Servus, J.B.
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"The way to secure success is to be more anxious about obtaining than about deserving it." (William Hazlitt)


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Anti Lemming:

Fredo - der Hauptunterschied zum letzten Jahr

 
11.02.07 17:59
sind die Kurse. Die meisten Indizes sind seit Juli 2006 um 20 % gestiegen. Die Realwirtschaft ist im gleichen Zeitraum nur um schätzungsweise 1,5 % gewachsen.

Es mag sich zwar etwas lästernd anhören, aber der Preis macht die Musik. Eine Aktie, die man im Juli noch für 20 Euro hätte kaufen können, ist jetzt bei 30 Euro weniger interessant - denn SO SCHNELL verändern sich Fundamentals ja (meist) auch nicht.

Außerdem gibt es kein in Stein gemeißeltes Gesetz, dass Aktien immer nur steigen müssen. 10 bis 15 % Korrektur wünschen sich inzwischen sogar die Bullen, weil sonst wegen der Charttechnik kaum weitere Anstiege über den jetzigen Kurs hinaus möglich wären.
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FredoTorpedo:

eine ähnliche Aussage hätte man von 2006 zu 2005

 
11.02.07 18:44
sicher auch machen können Anti.
Und viele Werte, die von unseren Spezialisten hier als fundamental solide oder sogar unterbewertet eingestuft werden, habe noch nicht einmal den Kurs von April 2006 wieder erreicht.
Ich meine, zur Zeit spielt die Psychologie eine wesentlich Rolle. Dadurch wird zugegebener Weise das Risiko eines Trendumschlages größer, weil die psychologischen Faktoren wesentlich schneller kippen können als die fundamentalen. Trotzdem bin ich der Überzeugung, dass wir uns noch nicht in der Phase der Übertreibung befinden, sondern dass diese erst beginnt (von Ausnahmen abgesehen). Es wird wie immer die Kunst sein, die Klippe des Trendumschwunges zu erkennen, ehe man gemeinsam mit vielen runterstürzt.

Eine Konsolidierung von 15 bis 20% hatten wir in 2006 auch, ich erwarte sie auch in diesem Jahr - vielleicht sogar stärker. Bei 15% würde es sich sogar lohnen, sie durchzustehen, wenn man sich dadurch die Speku-Steuer ersparen könnte.

Und bezüglich der Trenddauer habe ich mich auch geäußert, ich rechne einschließlich einer oder zweier zwischenzeitlicher Konsolidierungen mit ca. 18 Monaten bis 24 Monaten, bis die jetzt beginnende Übertreibung ihren Gipfel erreichen wird. Letztlich gibt es auch kein in Stein gemeißeltes Gesetz, dass Aktien nicht mehr weiter steigen können, nur weil sie schon zwei, drei oder mehr Jahre gestiegen sind.

Was mich bedenklich stimmt, sind zur Zeit allerdings die allerorten ausgewiesenen Supergewinne. Ich kann mir schwer vorstellen, dass in so kurzer Zeit plötzlich die VVs fast aller Unternehmen gelernt haben sollen, Superrenditen zu erwirtschaften. Es ist zu vermuten, dass da einige "schummeln" und sich schön rechnen (in einem Artikel oder Posting war dazu schön beschrieben, wie die Superrenditen unmittelbar die Vorstandsgehälter nach oben katapultieren). SOllte das tatsächlich zutreffen, so ist in diesen Bereichen mit einem bösen Erwachen zu rechnen und der Absturz vom Kursgipfel wird für manchen vielleicht heftiger als erwartet.

Gruß
FredoTorpedo

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J.B.:

Ausblick: USA, Europa, Japan

 
11.02.07 18:46

RZB-Marktausblick: Stimmung in Europa bleibt gut


USA

Wie so oft in den Quartalen zuvor läuft auch die aktuelle Unternehmens-Berichtssaison gegen Ende hin zu ihrer Höchstform auf. Dennoch können sowohl das Gewinnwachstum selbst (wahrscheinlich 10 bis 11 %) als auch die Dynamik der positiven Überraschungen nicht mehr an die Vorquartale anschließen. Überdies wird der Markt schon bald auf die Schätzungen für die kommenden Quartale schauen - und da sieht es mit Gewinnwachstumserwartungen im mittleren einstelligen Bereich vergleichsweise düster aus. Wir erwarten daher im Anschluss an die laufende Berichtssaison ein Vakuum an Kurs stützenden Meldungen, das auf dem gegebenen Index- und Bewertungsniveau allzu leicht zu Gewinnmitnahmen bzw. einer handfesten Korrektur führen kann. "Verkauf".

Europa

Trotz gemischter Unternehmensergebnisse bleibt die Stimmung an den europäischen Aktienmärkten in Summe sehr gut. Es kann nach wie vor festgestellt werden, dass negative Unternehmensnachrichten auf das jeweilige Unternehmen beschränkt bleiben, während positive Nachrichten dem breiten Markt nach oben helfen. Auf den aktuellen Indexniveaus scheint unserer Ansicht nach bereits ein Großteil der positiven Nachrichten eingepreist zu sein und wir glauben nicht, dass der Markt die negativen Einflussfaktoren auf Dauer vollständig ausblenden kann. Dementsprechend bleiben wir bei unserer "Verkauf"-Empfehlung.

Japan


Trotz der einen oder anderen schlechten Nachricht (bspw. die Gewinnwarnung vom Autohersteller Nissan) ist die japanische Berichtssaison zum vierten Quartal wiederum mehrheitlich positiv ausgefallen. Weiters unterstützend wirkt natürlich auch der zuletzt zum USD günstigere JPY. Zwar ist auch von makroökonomischer Seite her kurzfristig mit Stärke zu rechnen, insgesamt sind aber die Wachstumsängste noch nicht völlig vom Tisch. "Verkauf".

 

Quelle: http://derstandard.at/






Servus, J.B.
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J.B.:

fredo

 
11.02.07 19:01
Du hast da eine interesante Analyse verfasst, Congrets!!

Die Frage ist halt immer wie man traded??

Das wir hier fast alle keine Daytrader sind, dürfte klar sein, also kommt es auf den Zeithorizont an!!

In deine Analyse sollte vielleicht noch miteinfliessen dass die Lohnkosten zum Teil ganz schön saftig steigen werden, die Wirkung der Mehrwertsteuererhöhung wahrscheinlich erst ab dem 2.Quartal 2007 richtig zum Tragen kommt, die EZB die Leitzinsen noch ein wenig anheben wird(Meine Schätzung bis Ende 2007 bis auf 4,25 oder 4,50%!! usw....


Servus, J.B.
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J.B.:

Aha, da wirds auch wieder interessant

 
11.02.07 19:30
Brüssel bricht Güterbinnenmarkt auf

Die EU-Kommission will nationale Hürden im europäischen Güterbinnenmarkt niederreißen. Mit diesem Ziel wird Industriekommissar Günter Verheugen Gesetzgebungsvorschläge machen.


Kern der Pläne, die der FTD vorliegen, ist die Umkehr der Beweislast. Künftig muss ein Mitgliedsstaat nachweisen, dass Einfuhrbeschränkungen gegen Produkte aus anderen Mitgliedsländern etwa wegen Sicherheitsbedenken zwingend sind. Bislang mussten Herstellerfirmen auf Nachfrage darlegen, dass ihre Produkte gegen keine Vorschrift in dem Exportzielland verstoßen. Verheugen will seine Pläne am Mittwoch vorstellen.

"Die Initiative soll sicherstellen, dass Produkte, die im Einklang mit den Regeln eines Mitgliedsstaates hergestellt werden, in den anderen Mitgliedsstaaten ohne Probleme vermarktet werden können", erklärte Verheugen. Theoretisch gilt dieses Prinzip der gegenseitigen Anerkennung im Güterbinnenmarkt, der 75 Prozent allen Handels innerhalb der Gemeinschaft ausmacht, seit Jahren.



In Wirklichkeit erfinden nationale Behörden immer neue Regeln, um ihre Heimatmärkte gegen Güter anderer EU-Staaten abzuschotten. "Der Trend ist steigend", so der Kommissar. Die Behörde zählt rund 11.000 Fälle, in denen sich Mitgliedsstaaten auf das "öffentliche Interesse" berufen und Einfuhrverbote verhängt oder Auflagen für Produkte erlassen haben. Ein Expertenbericht schätzt den daraus folgenden wirtschaftlichen Schaden für die EU auf 150 Mrd. Euro. Die Kommission kämpft zurzeit in 102 Vertragsverletzungsverfahren gegen die protektionistischen Regeln.


Unterstützung aus Berlin


Die Bundesregierung unterstützt den Brüsseler Vorstoß. "Der deutschen Wirtschaft hilft es, wenn der freie Warenverkehr erleichtert wird", sagte Wirtschaftsstaatssekretär Joachim Wuermeling (CSU). "Wir wollen die Beratungen während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft schnell beginnen."

Die geplanten Gesetze zum Güterhandel sind nach der Servicerichtlinie der zweite große Schritt zur Vollendung des Binnenmarkts. Das Legislativpaket zur Öffnung des europäischen Dienstleistungsmarkts war vergangenes Jahr von Regierungen und EU-Parlament nach hartem Streit verabschiedet worden. Kern der Auseinandersetzung war die Frage, ob im Servicebereich das Herkunftslandprinzip gelten solle. Demnach hätte ein Dienstleistungsanbieter auf der Basis der Gesetze seines Landes europaweit seine Dienste erbringen können. Nach heftigen Protesten insbesondere in Frankreich wurde dieses Prinzip faktisch gestrichen.

Beim Güterbinnenmarkt könnte sich der Streit wiederholen. "Das Prinzip der gegenseitigen Anerkennung darf nicht zu einem verkappten Herkunftslandprinzip werden", sagt Evelyne Gebhardt, SPD-Binnenmarktexpertin im EU-Parlament. "Begründete Sicherheitsanforderungen, etwa bei Kinderspielzeug, müssen EU-weit gelten."

Unberechenbar wird die Debatte durch die anstehenden Wahlen in Frankreich. Der finnische EU-Parlamentarier Alexander Stubb fürchtet, dass es durch französische Wahlkampfforderungen zu einer Überbetonung des "öffentlichen Interesses" bei Entscheidungen über mögliche Gütereinfuhrbeschränkungen kommen könnte. "Das wäre die Grundlage für fortgesetzten Protektionismus", sagt der bürgerliche EVP-Abgeordnete.

Die Bundesregierung warnt davor, dass dieser Streit zu einer Spaltung der EU führen könnte. "Das ist keine zweite Dienstleistungsrichtlinie. Das sollte kein Anlass für einen ideologischen Streit sein", sagte Wirtschaftsstaatssekretär Wuermeling. "Es geht um die routinemäßige Konsolidierung der bestehenden Binnenmarktregeln."




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EU-Handelshürden
Salz Natriumchlorid bekommt in Belgien ganz besondere Aufmerksamkeit. Dort, wo die Europäische Union ihren Stammsitz hat, muss das Salz im Brot eine genau definierte Zusammensetzung haben. Gegen diese Handelshürde ist ein Verfahren vor einem EU-Gericht anhängig.

Fahrräder Obwohl Fahrräder in der EU nach den strikten Standards hergestellt werden, gelten in einigen Staaten handelshemmende Zusatzregeln. So schreiben einige Länder zwingend mechanische Dynamos vor. Elektronische Lichter gelten als zu unsicher.

Soße Da es keine EU-Definition von Soße gibt, gelten Soßen mitunter als "Gemüse auf der Basis von Hartteilen". Konkrekt heißt das: Eine niederländische Firma muss beispielsweise für das gleiche Produkt in verschiedenen EU-Staaten unterschiedliche Importgebühren zahlen.


Von Wolfgang Proissl (Brüssel)





Quelle: Financial Times Deutschland


Servus, J.B.
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FredoTorpedo:

J.B. du hast recht, da fehlen noch einige

3
11.02.07 19:35
Einflußgrößen. Eine aus meiner Sicht sehr wichtige ist das Engagement ausländischer Investoren in deutsche Wert, was in Vergangenheit wesentlich zu den Kurssteigerungen beigetragen hat. Es ist schwer für mich einschätzbar, wann da möglicherweise ein Umschwenken zu anderen Märken zu erwarten sein könnte. Das kann möglicherweise fast unabhängig von der deutschen Konjunktur erfolgen. Ein solches Abwenden könnte verstärke Aktienkäufe von deutschen Investoren leicht überkompensieren und zu Verlusten führen.

Von der MWST-Erhöhung erwarte ich indes keine nachhaltigen Auswirkungen mehr, auch nicht von einer leichten Anhebung der Leitzinsen - beides hat meines Erachtens der Markt bereits eingepreist.
Saftig steigende Lohnkosten würden kurzfristig meines Einschätzung stützen, das sie den Optimismus der Verbraucher und die Konsumbereitschaft  verstärken würden. Mittel-/langfrist würden sie sich negativ auswirken.

Ich bin kein Profi-"Aktienanalyst" habe aber in anderen Bereich durchaus mit Analysen und Konsequenzen daraus zu tun. Da gewöhnt man sich an, von den vielen möglichen Einflußfaktoren die wichtigsten bzw. wirkungsgvollsten rauszufiltern (nach dem Pareto-Prinzip die 20% der Faktoren, die für 80% des Ergebnisses verasntwortlich sind). Man reduziert dadurch die Komplexität, erhöht die Überschaubarkeit und die Handlunsgflexibilität. Das läßt sich durchaus auch auf die Aktienanalyse übertragen

Das man dabei nicht fehlerfrei bleibt ist selbstverständlich, läßt es aber auch immer spannend bleiben.

Gruß
FredoTorpedo
FredoTorpedo  
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Anti Lemming:

J.B. - # 20 - Vorspann schützt nicht vor Löschung

 
11.02.07 19:36
Genau das hab ich beim Eingangsposting des Doomsday-Bären-Threads gemacht. Nun wurde (offenbar auf Betreiben eines Missgünstlings) das Eingangsposting dennoch gelöscht - allerdings nur der kopierte Artikel am Ende. Was ich vorn selbst geschrieben hatte, blieb größtenteils stehen:

http://www.ariva.de/board/245194

Du siehst: Ein Vorspann nützt auch nichts, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.

Dabei stammte das Eingangsposting noch aus der Zeit, bevor hier der Urheber-Wahn losbrach.
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J.B.:

Mal lesen!!

2
11.02.07 20:44
Das Kapital: Die Liquidität sickert aus allen Ritzen

Man weiß nicht so recht, ob man die EZB loben oder tadeln soll. Weitere Themen in diesem Kapital: verkannte Inflation und die EZB.


Lob hat sie dafür verdient, dass sie Geld und Kredit gegen alle Kritik Beachtung schenkt. Tadel dafür, dass es selbst ihr an der nötigen Konsequenz fehlt.

Seit dem ersten Quartal 1999 ist die Geldmenge M1 kumuliert um 88 Prozent gestiegen. M3 hat um 68 Prozent zugelegt, und die Banken haben ihre Kredite an den Privatsektor des Euroraums um 85 Prozent ausgeweitet. Das nominale BIP ist in dieser Zeit um 34 Prozent gewachsen, das reale gar nur 16 Prozent.

Nun mag der Zusammenhang zwischen Geld und Inflation nicht sehr eindeutig sein. Das kann auf die wohlbekannten Schwierigkeiten der Geldmengensteuerung zurückgehen: der zunehmend schwierigen Definition von Geld einerseits und der (möglicherweise) mangelnden Stabilität der Geldnachfrage andererseits. Der Zusammenhang kann aber auch einfach von glücklichen Umständen überlagert sein: einem positiven Angebotsschock, ausgelöst etwa durch Deregulierung, technologischen Fortschritt oder Globalisierung. Im laufenden Zyklus dürfte insbesondere die Einbindung Chinas und Osteuropas in die Weltwirtschaft die Preisentwicklung in den Industrieländern spürbar gedämpft haben, direkt über billige Importe und indirekt über die Beschneidung der Lohnverhandlungsmacht der hiesigen Arbeitnehmerseite.



Verkannte Inflation

Nur heißt das nicht, dass Geld keine Rolle mehr spielt. Wieso sonst konnte die Jahresinflationsrate seit 2000 störrisch bei über zwei Prozent verharren, obwohl der Euroraum sein Potenzial laut OECD seit Ende 2002 nicht ausschöpft, der Euro seit dem Spätsommer 2000 um ein Viertel aufgewertet hat und die Lohnstückkosten seit fast drei Jahren mit weniger als einem Prozent steigen?

Ganz einfach, weil die Liquidität aus allen Ritzen sickert. Nur dass die Geldmengenkritiker das nicht wahrhaben wollen. Mit den Energie- und Nahrungsmittelpreisen blenden sie daher einfach jene Kategorien aus der Verbraucherpreisbetrachtung aus, die von der Globalisierung negativ beeinflusst werden.



Doch hat der Ölpreis wirklich nichts mit M3 zu tun? Dazu müsste man unterstellen, dass China auch so schnell wachsen und damit Öl nachfragen hätte können, wenn die Geldpolitik in Europa, Amerika und Japan nicht so unendlich locker gewesen wäre. Das ist kaum denkbar. Insofern wäre es dann doch auch hausgemachte Inflation, dass die Preise für Wohnen und Verkehr 2006 um 4,7 und 3,1 Prozent stiegen; dass sich die Rohstoffpreise seit Anfang 1999 insgesamt gut verdreifacht haben; dass die Menschen nun von Öl auf Ethanol ausweichen, sodass der Preis von Getreide um fast 50 Prozent steigt. Obacht dem Brotpreis.

Und Obacht den Mieten, die ohne Nebenkosten angeblich bloß um zwei Prozent zulegen. Nur wie lange noch? Denn seit 1999 sind die Hauspreise im Euro-Raum im Mittel um gut vier Prozentpunkte schneller gestiegen als die Verbraucherpreise. Ob das wohl auch so gewesen wäre, wenn die Geldmenge im Einklang mit der Wirtschaft gewachsen wäre? Kaum.

Dazu kommt, dass die Kapazitätsauslastung im Euro-Raum zumindest in der Industrie inzwischen auf ein weit überdurchschnittliches Niveau gestiegen ist. In der Vergangenheit hat das noch immer steigende Lohnstückkosten gezeitigt. Derweil wird auch die preisdämpfende Wirkung der Globalisierung mit der Zeit eher nachlassen, wenngleich in China derzeit riesige Kapazitäten auf den Markt gelangen. Dass der Euro zum Yen so rasant aufgewertet hat, war zwar bisher insofern zum Wohle beider Ökonomien, als es die Preisentwicklung in Japan befördert, in Europa gezügelt hat. Aber alles hat seine Grenzen; während die Yen-Abwertung die Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Industrie jetzt schon beeinträchtigt, werden Energie- und Nahrungsmittelpreise letztlich auch in Japan ihren Tribut fordern, was aller Wahrscheinlichkeit nach eine massive Aufwertung des Yen zur Folge haben wird.



EZB

Die EZB tut daher gut daran, sich auf die mittelfristigen Inflationsrisiken zu konzentrieren und über den kommenden, temporären Rückgang der Jahresinflationsrate aufgrund der Ölpreiskorrektur hinwegzuschauen.

Täte sie es nicht, würde sie sich nur weiter (!) in die Situation vieler angelsächsischer Länder manövrieren, wo sich die Ökonomen schon in die Hosen machen, wenn die Vermögenspreise zur Abwechslung mal nicht steigen - und wo mit den Blasen die Leistungsbilanzdefizite aus allen Nähten platzen. Dass Schwellenländer wie China die größte Wirtschaft der Erde über Wasser halten müssen, sagt alles.

Solange es die Konjunktur zulässt, sollte die EZB an ihrem Kurs festhalten. Die Betonung liegt auf "solange". Denn das ist ja das Perverse: dass sich die Schulden derart türmen, dass die kleinste Erschütterung eine Lawine auslösen kann. Und dann droht De- statt Inflation.





Quelle: Financial Times Deutschland



Servus, J.B.
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J.B.:

Nur eine kleine Info!!

 
11.02.07 21:10
JP Tokyo Stock Exchange geschlossen

National Foundation Day (Observed) - kein Handel an der Tokyo Stock Exchange (TSE)




Servus, J.B.
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J.B.:

G-7 Update

 
11.02.07 21:33

Schonfrist für Finanz-Heuschrecken

Die Finanzminister einigten sich am Wochenende darauf, die Risiken der hoch spekulativen Hedgefonds unter die Lupe zu nehmen

Essen - Die sieben führenden Industrieländer (G-7) haben erstmals eine breite internationale Debatte über die Risiken der hoch spekulativen Hedge-Fonds vereinbart. Bei ihrer ersten Sitzung unter deutscher Präsidentschaft verständigten sich die G-7-Finanzminister am Samstag in Essen darauf, diese bisher weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit operierenden Fonds genauer unter die Lupe zu nehmen.

Der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück sagte nach Ende des G-7-Treffens zwar, es gebe noch keine konkreten Beschlüsse. Es sollte aber im Eigeninteresse der Fonds selbst liegen, den Aufsichtsbehörden Möglichkeiten zur Vorsorge gegen einen eventuellen Kollaps einzuräumen. Nach den Worten Steinbrücks soll bis zum nächsten Treffen der G-7-Finanzminister im Mai eine neue Abschätzung des Risikopotenzials von Hedgefonds für das globale Finanzsystem vorliegen, die eine Beurteilung aus dem Jahr 2000 fortschreibt. Der Minister unterstrich, es sei ein Erfolg, dass erstmals in der G-7-Runde über das Thema gesprochen worden sei. In der Vergangenheit hatten sich vor allem die USA und Großbritannien dagegen gesperrt. Die meisten der rund 9.000 Hedgefonds operieren aus dem angelsächsischen Raum.

Wachsamkeit bei Hedge-Fonds


In ihrer Abschlusserklärung betonten die Finanzminister, Wachsamkeit sei geboten, auch wenn die Fonds zur Effizienz des weltweiten Finanzsystems beitrügen. Allein im Jahr 2006 verwalteten die Hedgefonds etwa 1,3 Billionen Dollar (999 Mrd. Euro). Die G-7 wollen mögliche Risiken aus den Aktivitäten der Hedge-Fonds ausmachen und so weltweite Finanzkrisen und Dominoeffekte bei Fondspleiten verhindern.

In der gemeinsamen Erklärung hieß es zu Wechselkursen lediglich, sie sollten die ökonomischen Grundlagen des Landes widerspiegeln. Zu große Schwankungen seien nicht wünschenswert für das Wirtschaftswachstum. Die andauernde Schwäche der japanischen Währung Yen, die vielen deutschen und europäischen Exporteuren zu schaffen macht, wurde in dem mit Spannung erwarteten Papier nicht ausdrücklich erwähnt. Die G-7 appellierten jedoch an China, eine weitere Aufwertung des Yuan zuzulassen. Zudem forderten sie eine rasche Wiederaufnahme der Verhandlungen zur "Doha-Runde" über eine weitere Liberalisierung des Welthandels.

Die japanische Währung hatte seit Jänner 2006 gegenüber dem US-Dollar rund vier Prozent und gegenüber dem Euro sogar rund elf Prozent an Wert verloren. Für europäische und amerikanische Exportunternehmen heißt das, sie müssen sich der billigeren japanischen Konkurrenz stellen. Vor allem die Autobauer bekommen dies zu spüren. Hintergrund der Yen-Schwäche sind die historisch niedrigen Zinsen von 0,25 Prozent in Japan.

 

Quelle und vollständiger Artikel: http://derstandard.at/



Servus, J.B.
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astrid isenberg:

j.B. das ist interessant, den yen betreffend,

 
11.02.07 21:48
ich lasse mal meine fantasie spielen, japan erhöht die zinsen,und diejenigen, die im yen billig geld aufgenommen haben, müssen ihre posis glatt stellen......die aktienmärkte kämen aber richtig in bewegung......oder ....  
Antworten
J.B.:

Jo, Richtig

 
11.02.07 21:57
Aber auch wenn die Japaner die Zinsen momentan nicht erhöhen, bleibt die Sache spannend, den die Japäner haben schon angefangen die Geldmenge zu verringern!!

Allerdings dürfte es 2007 noch 2-3 Erhöhungen der japanischen Notenbank geben!!

Ich denke wie hätten gerne auch schon mehr erhöht, aber das ist in Japan eine etwas andere Geschichte da die Notenbank dort nicht unabhängig ist sondern der Regierungen verpflichtet ist....

Trotzdem wird sich in absehbarer Zeit meiner Meinung nach was tun!!


Servus, J.B.
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Anti Lemming:

Long Yen in Cash

 
11.02.07 22:01
ist die ultimative defensive Position - mit 50 % Kurschance, sobald die Carry-Trader mit ihren Yen-Rückkäufen beginnen. Die Rückkäufe sind ja immerhin erzwungen, so dass es beim Yen rauf viel schneller geht als runter. 1998 stieg der Yen in wenigen Tagen um 18 Prozent, was den LTCM-Hedgefond-Kollaps auslöste.

In solchen Zeiten ist Cash schon fast wie ein Optionsschein...
Antworten
J.B.:

Immer zwischen den Zeilen lesen!!

 
11.02.07 22:19
Dass der Yen nicht erwähnt wurde könnte auch daran liegen, dass die Japaner den Kurs nicht alleine über die Leitzinsen sondern auch über die Geldmenge, welche in der letzten Zeit verknappt wurde, steuern!!


Industriestaaten lassen den Yen fallen

Die Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden Industriestaaten haben ein gemeinsames Signal gegen den dramatischen Wertverfall des Yen abgelehnt. In der Abschlusserklärung ihres G7-Treffens in Essen wird die Währung nicht erwähnt.


Die Gruppe einigte sich lediglich darauf, die Märkte indirekt vor Spekulationen auf einen weiter sinkenden Yen zu warnen. "Die Erholung in Japan wird sich fortsetzen. Wir sind zuversichtlich, dass die Auswirkungen dieser Entwicklungen von den Marktteilnehmern berücksichtigt werden", heißt es in dem Dokument.

Die G7 signalisieren damit, dass sie derzeit nicht bereit sind, sich mit höheren Zinsen in Japan oder Deviseninterventionen gegen den Wertverfall der Währung zu stemmen. Dass ihr Appell an die Märkte ausreichen wird, um die Talfahrt des Yen zu stoppen, gilt unter Analysten als fraglich. "Ich glaube nicht, dass das die Entwicklung umdrehen wird", sagte Julian Callow, Europa-Chefvolkswirt bei Barclays Capital.



Die Formulierung ist ein Kompromiss zwischen den Europäern, die ein gemeinsames Plädoyer gegen die Yen-Schwäche gefordert hatten, sowie den USA und Japan, die die japanische Währung in der Erklärung überhaupt nicht thematisieren wollten.


Dramatische Abwertung


Der Yen hat in den vergangenen zwölf Monaten gegenüber dem Euro rund 13 Prozent abgewertet - für eine Währung ein sehr hoher Wert. Das belastet Europas Exporteure und fördert Ungleichgewichte an den Finanzmärkten, weil Investoren angesichts des geringen Zinsniveaus in Japan und der Abwertung der Währung billig Geld aufnehmen und dieses in Ländern mit höheren Zinsen anlegen.

Dies gilt als gefährlich, weil bei einer Aufwertung des Yen die Kreditlast der Spekulanten steigt und Finanzinstitute in Zahlungsschwierigkeiten kommen könnten. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) und sein japanischer Kollege Koji Omi warnten die Märkte ausdrücklich vor den "Risiken einseitiger Wetten". US-Finanzminister Henry Paulson sagte lediglich, die Abschlusserklärung spreche "für sich selbst".

Unter Teilnehmern des Treffens hieß es, die Japaner lehnten eine Stützung des Wechselkurses etwa durch Zinserhöhungen ab, weil Tokio Nachteile für die heimische Wirtschaft befürchte. Den USA sei vor allem an einer Liberalisierung der streng regulierten chinesischen Währung gelegen. Das passe nicht zu Forderungen nach einer Stützung des Yen, der frei an den Märkten gehandelt werde.

Die G7 einigten sich darauf, Hedge-Fonds stärker zu beobachten. Es solle geprüft werden, ob eine freiwillige Selbstverpflichtung für mehr Transparenz in der Branche sorgen kann.


Von Mark Schieritz, Guido Bohsem und Mark Schrörs (Essen)





Quelle: Financial Times Deutschland



Servus, J.B.
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J.B.:

Also, wenn man sich das obrige Posting

 
11.02.07 22:32
genau anschaut, dann könnte man den Eindruck bekommen, dass die Finanzminister und Notenabnk Chefs den Markt sanft dazu bringen wollen aus den Yen-Carry-Trades auszusteigen, denn einen Cräsch will niemand, zumindest von den Politikern!!

So gesehen ist die Astrid auf der richtigen Spur, denn die Hedgies müssen da raus bevor der Yen massiv steigt!!


Servus, J.B.
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J.B.:

FTD-Fondsumfrage: Profis warnen trotz hoher Gewinn

 
11.02.07 22:47
FTD-Fondsumfrage: Profis warnen trotz hoher Gewinne

Trotz unerwartet positiver Unternehmensgewinne erwarten die Teilnehmer der vierteljährlichen FTD-Fondsumfrage eine Kurskorrektur am Aktienmarkt. Die elf befragten Anlagegesellschaften verwalten zusammen über 560 Mrd. Euro.


Sieben von ihnen halten fallende Kurse in Europa bis zur Jahresmitte für möglich, vier davon halten es für wahrscheinlich. Keiner der Befragten schloss eine Korrektur ausdrücklich aus. Dabei sieht die Mehrheit einen positiven Effekt auf den Aktienmarkt durch die aktuelle Berichtssaison der Unternehmen. Diese positive Sicht auf die Unternehmensgewinne vertreibt die Sorge vor einem Kursrückgang jedoch nicht.

Die zur öffentlichen Bankengruppe gehörende Deka-Bank stellt eine Korrektur in Aussicht, die österreichische Gesellschaft Raiffeisen Capital Management erwartet einen Rückgang zwischen fünf und zehn Prozent. "Da im Frühjahr die Konjunkturdaten an Kraft verlieren dürften, sollte man auch mit temporären Rückschlägen an den Aktienmärkten rechnen", prognostiziert Aktienstratege Markus Irngartinger von AMB Generali.



In den vergangenen Wochen stiegen die Aktienindizes in Europa dennoch weiter stark. Ein Hauptgrund dafür waren die starken Unternehmensergebnisse aus der Berichtssaison zum abgelaufenen Quartal. "Die Berichtsaison verläuft ruhig und überrascht leicht positiv", stellt Raiffeisen Capital fest. Trotz der hohen Erwartungen habe es bislang kaum Enttäuschungen gegeben, konstatiert Threadneedle Investments. Die Quartalsergebnisse waren positiv, stimmt Pioneer Investments zu: "Wir erwarten, dass sich das Gewinnwachstum verlangsamt", schränkt das Fondshaus jedoch ein.


Anfällige Nebenwerte


Eine Kurskorrektur sei nach den starken Kursgewinnen 2006 "sehr gut möglich", urteilt Sarah Arkle, Chief Investment Officer (CIO) bei der britischen Fondsgesellschaft Threadneedle: "Besonders die Nebenwerte sind wegen ihrer üppigen Bewertung anfällig", warnt sie. Auch Postbank Financial Services verringert das Gewicht der Titel in den Depots nach der Nebenwerte-Rally.





Der breit gefasste europäische Aktienindex Stoxx 600 ist in den letzten vier Jahren 105 Prozent gestiegen, während der auf die 50 größten Aktien beschränkte Stoxx 50 nur 74 Prozent gewann. In den vergangenen Tagen hatten die Nebenwerte neue Höhen erreicht, der MDax  übersprang erstmals die Marke von 10.000 Zählern.

Stark auseinander gehen die Meinungen darüber, ob bereits starker Optimismus am Markt vorherrscht, was ein Warnzeichen wäre. "Ja, die Anleger sind zu sorglos", sagt Johannes Maier, Leiter Anlagestrategie bei Postbank Financial Services: "Eine gewisse spätzyklische Euphorie macht sich auf den Aktienmärkten breit. Es herrscht teils selektive Wahrnehmung der Konjunkturmeldungen, gute werden positiv umgesetzt, schlechtere ignoriert."

Dagegen weist die Anlagegesellschaft von Credit Suisse darauf hin, dass die Privatanleger bislang kaum an der Rally teilgenommen haben. Die Investoren seien immer noch sehr zurückhaltend, urteilt auch SEB Asset Management: "Konservative Anlagen werden trotz günstiger Bewertungen am Aktienmarkt weiter bevorzugt."

Einig sind sich die Anlagestrategen dagegen bei der Frage, wo derzeit die größten Chancen für Aktienanleger liegen: in Europa. 90 Prozent der Befragten äußern sich optimistisch zu europäischen Aktien, nur 50 Prozent zu US-Papieren und 60 Prozent zu japanischen und asiatischen Titeln. Im Vergleich zum Vorquartal konnten die übrigen Regionen leicht aufholen.

Als Hauptrisiken sehen die Fondsmanager eine zu straffe Zinspolitik der Notenbanken und eine starke Aufwertung des Euro. Die Hauptchance ist, dass die Unternehmen erneut hohe Gewinne melden und die Aktienrally weiter treiben.


Von Mark Böschen





Quelle: Financial Times Deutschland


Servus, J.B.
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"The way to secure success is to be more anxious about obtaining than about deserving it." (William Hazlitt)
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J.B.:

G-7 Update

 
11.02.07 22:55

G7 nehmen Hedge-Fonds ins Visier

Die führenden Industrienationen der Welt wollen der schnell wachsenden Hedge-Fonds-Branche ein erhöhtes Maß an Aufmerksamkeit widmen. Die Finanzminister und Notenbanker der G7 beschlossen erste Schritte, die auf freiwilliger Basis für mehr Transparenz in der Branche sorgen sollen.


Sie wiesen bei ihrem Treffen in Essen zudem auf Risiken hin, die von den weitgehend unregulierten Fonds für die internationalen Finanzmärkte ausgehen können, und riefen zu "Wachsamkeit" auf. Die Gruppe hob allerdings gleichzeitig die positiven Beiträge hervor, mit denen die hochinnovative Branche für mehr Effizienz und Liquidität sorge.

Damit sind Hedge-Fonds erstmals Thema in einem hochrangigen internationalen Gremium. Zugleich ist jedoch eine Regulierung der Branche durch die Staatengemeinschaft vorerst vom Tisch.



Großbritannien und USA besonders besorgt

Finanzminister Peer Steinbrück sprach von einem gelungenen Einstieg in die Debatte. Vor allem Großbritannien und die USA hatten sich nach Angaben aus G7-Kreisen besorgt darüber gezeigt, dass der deutsche Vorsitz auf regulatorische Fesseln dringen würde. Die überwiegende Zahl der Fonds hat ihr Hauptquartier in den Finanzzentren der beiden Länder. Auch um die Unterstützung dieser Staaten nicht zu verlieren, haben die Deutschen auf einen freiwilligen Ansatz gesetzt.



Konkret kündigten die Finanzminister an, in einen intensiven Meinungsaustausch mit der Branche zu treten. Ihre Stellvertreter würden zusammen mit dem ehemaligen Chef der New Yorker Federal Reserve, Gerald Corrigan, das Gespräch mit dem Management der wichtigsten Fonds suchen, sagte Steinbrück. Corrigan hatte 2005 einen viel beachteten Bericht zur Finanzstabilität verfasst. Zudem soll nach Steinbrücks Worten ein 2000 erstelltes Gutachten des sogenannten Financial Stability Forum über stark kreditfinanzierte Institutionen aktualisiert werden. In dem Gremium sind die Notenbanken, Finanzministerien und Aufsichtsbehörden vertreten.

Nach Angaben aus Teilnehmerkreisen soll die Transparenzoffensive vor allem bei den Geschäftspartnern der Hedge-Fonds wie den großen Banken ansetzen. Sorge bereitet den G7 vor allem, dass die Kredite der Banken an die Fonds möglicherweise nicht mit ausreichenden Sicherheiten unterlegt sein könnten.



Die Anzahl der Hedge-Fonds hat sich in den vergangenen fünf Jahren auf mehr als 9400 verdoppelt. Das von ihnen verwaltete Vermögen verdreifachte sich nach Expertenschätzungen annähernd auf rund 1400 Mrd. $. "Wachsamkeit soll heißen, dass wir alles andere als beruhigt sind über die systemischen Risiken", sagte Bundesbankpräsident Axel Weber. US-Finanzminister Henry Paulson sagte: "Wenn etwas so stark wächst, erfordert es Aufmerksamkeit."



Steinbrück will mehr hinter dem G


von Mark Schieritz

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat sich dafür ausgesprochen, den Kreis der Industriestaatengruppen G7 und G8 auszuweiten. "Ich glaube, dass wir am Beginn eines Prozesses sind, wo sich der Kreis erweitert", sagte Steinbrück. Er nannte Länder wie Südafrika, China und Indien.

Viele Ökonomen argumentieren, dass Debatten über Fragen der internationalen Wirtschaftspolitik wenig sinnvoll sind, wenn die großen Schwellenländer nicht daran teilnehmen. Als Nachteil einer Erweiterung der Runde gilt aber, dass die Gespräche komplizierter werden.

Kritiker einer Reform warnen auch davor, Staaten in den Kreis aufzunehmen, die bestimmte politische Mindeststandards etwa bei den Menschenrechten nicht erfüllen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich auch aus diesem Grund bisher skeptisch über eine Erweiterung geäußert.


Von Guido Bohsem und Mark Schieritz (Essen)



Quelle: Financial Times Deutschland


Servus, J.B.
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J.B.:

Ich hab so das Gefühl, die Gratis-Margin-Konten

 
11.02.07 23:04
sind bald Geschichte!!

Servus, J.B.
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