Prognose: 2002 kommt die Rezession


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007Bond:

Prognose: 2002 kommt die Rezession

 
14.12.01 12:03
VW: Wachstumspause 2002

Volkswagen erwägt, seine Produktionsplanung für 2002 noch einmal zu überdenken. Einer Prognose der FH Gelsenkirchen zufolge, rollt der deutsche Automarkt 2002 in die Rezession.
"Wir sind in der Planungsrunde 50 davon ausgegangen, dass die Produktion 2002 ungefähr auf dem Niveau dieses Jahres liegen wird, also bei rund fünf Millionen Autos", sagte Klaus Volkert, Vorsitzender des Konzernbetriebsrates, am Donnerstag in Wolfsburg. Sollte der Auftragseingang deutlich sinken, könne es aber sein, "dass wir uns im Frühjahr zu einer Planungsrunde 50 a zusammensetzen und neu planen müssen."

Volkswagen stellt jedes Jahr in Planungsrunden einen fortlaufenden Fünfjahresplan auf. Im November hatte VW in Planungsrunde 50 Investitionen von 60 Mrd. DM bis 2006 und eine Produktion für 2002 auf Vorjahresniveau beschlossen. Damit steigt auch beim größten deutschen Autokonzern die Unsicherheit, ob angesichts der schwachen Konjunktur das hohe Produktionsniveau gehalten werden kann.

Prognose: 2002 kommt die Rezession

Am Donnerstag gab die FH Gelsenkirchen eine neue Prognose für das kommende Jahr heraus, wonach die Rezession 2002 voll auf den deutschen Automarkt durchschlägt und das Volumen auf 3,25 Millionen Neuwagen sinkt, nach 3,36 Millionen in diesem Jahr. In ganz Westeuropa, so die Prognose, werde der Markt um fünf Prozent auf 14,15 Millionen Autos schrumpfen. Negative Vorzeichen auch in den USA (minus sieben Prozent) und Japan (Minus 6,6 Prozent). Erst 2003 dürfte die Nachfrage in Westeuropa wieder steigen.

Das mit 600.000 produzierten Fahrzeugen pro Jahr größte VW-Werk in Wolfsburg sieht sich 2002 einem weiteren Problem gegenüber: "Der hier produzierte Golf wird nicht jünger. 2002 wird ein schweres Jahr. Vor allem für den Standort Wolfsburg", sagte Volkert. Der Nachfolger des meistverkauften VW-Modells wird jedoch erst 2003 vorgestellt. Deshalb wurde für das Wolfsburger Werk mit seinen 53.000 Beschäftigten für das nächste Jahr an 36 Wochen die Vier-Tage-Woche angeordnet, nach fünf in diesem Jahr. Volkert sieht 2002 eine "Wachstumspause" für VW, jedoch keinen Arbeitsplatzabbau.

Künftig sollen zwei Großraumlimousinen auf Golf-Basis, der A-MPV und der Golf-MPV, sogar zu Neueinstellungen führen. Während der MPV, ein Siebensitzer nach dem Vorbild des Opel Zafira, mit dem Beschäftigungsmodell 5000 mal 5000 in Wolfsburg rund 3500 Arbeitsplätze schaffen wird, soll der fünfsitzige Golf-MPV von den jetzigen VW-Beschäftigten gebaut werden. Zusätzliche 1500 Arbeitsplätze könnten im VW-Nutzfahrzeugwerk Hannover entstehen, sollte dort der Bulli-Nachfolger Micro-Bus gebaut werden. "Der Vertrieb sieht einen Absatz von 100.000 Fahrzeugen im Jahr. Der Micro-Bus rechnet sich aber erst ab 120.000", so Volkert. Er rechne damit, dass "der Vertrieb die restlichen 20.000 auch noch zusammenbekommt, damit das Projekt startet".

Mehr Nischenmodelle

Derzeit weist die VW-Produktpalette noch einige Lücken auf. So im Bereich der variablen Großraumlimousinen, die im A-Segment des Golf nach VW-Berechnungen bis 2006 einen Anteil von 47 Prozent ausmachen werden. Der Betriebsrat kündigte an, VW werde in Zukunft verstärkt Nischenmodelle wie Geländewagen, Coupés oder Cabrios ins Programm nehmen. Volkert, der gleichzeitig stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender ist, unterstützt damit den designierten Vorstandschef Bernd Pischetsrieder, der eine Nischen-Strategie für die VW-Marken (Audi, Seat, Skoda, Bentley) angekündigt hat.

Sorgen macht sich das Management wegen des niedrigen Börsenwertes von VW. Die Marktkapitalisierung beträgt nur rund 20 Mrd. E, was den Konzern zum Ziel feindlicher Übernahmenversuche machen könnte. Der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Bernd Sudholt forderte "Waffengleichheit" in den Übernahmerichtlinien von EU und USA: "Auch in den USA können sich Unternehmen durch Mehrfachstimmrechte und Golden Shares gegen Übernahmen schützen. Es kann nicht sein, dass nur europäische Unternehmen schutzlos sind." Der französische Autohersteller Renault plant, sich durch die Gründung einer Stiftung gegen Aufkäufer zu wehren, da sich der französische Staat als größter Einzelaktionär immer mehr zurückzieht. Sudholt: "Eine interessante Idee: Das Stiftungsrecht macht Übernahmen sehr schwer."

Quelle: Financial Times Deutschland

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Zick-Zock:

zweites japan ? oh my goodness.... o.T.

 
14.12.01 12:06
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007Bond:

GEWINNMITNAHMEN ZUM JAHRESENDE

 
14.12.01 12:10
GEWINNMITNAHMEN ZUM JAHRESENDE

Derzeit müsse berücksichtigt werden, dass nicht wenige Anleger die Gewinne der vergangenen Monate nun durch Verkäufe realisierten, "um die Gesamtjahres-Performance ihrer Depots etwas aufzubessern", sagte ein Frankfurter Händler. Deshalb seien die meisten Verkäufe derzeit nur begrenzt als strategische Entscheidung zu beurteilen. "Außerdem haben die meisten institutionellen Anleger ihre Bücher bereits geschlossen, und deshalb sind die Umsätze insbesondere auch vor dem Wochenende deutlich geringer als an durchschnittlichen Handelstagen", sagte ein anderer Frankfurter Händler.
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007Bond:

SCHWACHE VORGABEN VON DEN US-MÄRKTEN BELASTEN

 
14.12.01 12:13
"Eine Reihe von schlechter Nachrichten aus den USA hat abermals auf die bereits eingetrübte Stimmung an den Technolgiemärkten gedrückt", sagte ein Händler. Der US-Softwarekonzern Oracle Corp. hat wegen deutlich gesunkener Lizenzerlöse im zweiten Fiskalquartal 2002 einen deutlich rückläufigen Gewinn verzeichnet. "Insofern der Absatzrückgang auf eine allgemein schwächere Kundennachfrage zurückzuführen ist, verschlechtern sich damit auch die Aussichten für die Lizenzerlöse des deutschen Businesssoftware-Herstellers SAP", so der Händler weiter.

Auch eine Gewinnwarnung des US-Telekomausrüsters Lucent Technologies und ein Milliardenfehlbetrag beim Glasfaserhersteller Ciena hätten "erneut Zweifel an einer bevorstehenden Erholung im Technologiesektor geweckt", sagte der Händler.  
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sir charles:

Wiso kommt 2002 die Rezession wir sind doch

 
14.12.01 12:14
schon mitten drin oder nicht???
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007Bond:

@Sir Charles

 
14.12.01 12:25
Börse und Wirtschaft sind eben wie achterbahnfahren ...
langsam geht's nach oben, aber umso rasanter geht's nach unten.
Antworten
sir charles:

@007Bond

 
14.12.01 12:33
Ja und bei der 8er Bahn steigst du dort wieder aus, wo du eingesteigen bist.

"ggggg"
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007Bond:

@Sir Chales

 
14.12.01 12:40
Stimmt - und das ist meist ganz unten *g
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mod:

Gegenargument: Aus Erfahrung ....

2
14.12.01 13:10
Jede Bundesregierung hat es in der Vergangenheit bisher immer geschafft, zur Bundestagswahl einen kleinen wirtschaftlichen Aufschwung zu initialisieren!!!!!

Hoffnung auf bessere wirtschaftliche Verhältnisse beeinflusst das Wahlverhalten.

Schröder und Berater werden auch diesmal ca. Frühjahr 2002 entsprechende fiskalpolitische Instrumente einsetzen; vom Sparen der öffentl. Hand wird dann keine Rede mehr sein. Eichel hat einen entsprechenden Politikwechsel bereits  angedeutet. Die Öffentlichkeit wird vorsichtig vorbereitet, da das Timing entscheidend ist.
Fazit: Spätestens ca. Mai/Juni 2002 gehört in der BRD die Rezession der Vergangenheit an.

Auch wenn Ihr keine Rot-Grün-Anhänger seid, unterschätzt bitte nicht die Cleverness der massgeblichen Regierungsmitglieder, und aufgrund der Tatsache, dass viele Länder und Städte SPD-dominiert sind, kann es zu einer konzertierten Aktion kommen. Genossen halten letztlich immer zusammen, denn das Prinzip der Solidarität ist ihre eigentliche Stärke.
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hjw2:

gut erkannt mod.. o.T.

 
14.12.01 13:26
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mod:

Euroframe: Aussichten für die europäische Wirtscha

 
14.12.01 13:28
Euroframe: Aussichten für die europäische Wirtschaft 2001/2002

Euroframe ist eine Arbeitsgemeinschaft von acht unabhängigen europäischen Wirtschaftsforschungsinstituten. Näheres unter www.euro-frame.org

Das weltwirtschaftliche Umfeld

Durch die Terroranschläge vom 11. September auf die USA und die anschließenden Maßnahmen zum Kampf gegen den internationalen Terrorismus haben sich die kurzfristigen Aussichten für die Weltwirtschaft eingetrübt.

Die Weltkonjunktur hatte sich bereits seit dem letzten Quartal des vergangenen Jahres erheblich verlangsamt. Die vorausgegangene gelpolitische Straffung war als Reaktion auf den Boom in den USA weitgehend gerechtfertigt.

Eine weitere Verschlechterung der internationalen Konjunktur zum Ende dieses Jahres erscheint unvermeidlich. Die vor den Anschlägen erwartete Erholung wird um wenigstens ein bis zwei Quartale in die erste Hälfte des Jahres 2002 verschoben.

Die Unsicherheiten sind gegenwärtig ausgeprägt. Eine wesentliche Annahme für die Prognose ist, dass die Stimmung in der Wirtschaft nicht nochmals durch eventuelle weitere Anschläge gravierend beeinträchtigt wird und dass die Ölversorgung aus dem mittleren Osten nicht gestört wird

Embargo: Montag, 12. November 2001, 10.00 (CET)


--------------------------------------------------

Konjunkturaussichten

Die US-Wirtschaft befindet sich zurzeit offenbar in der Rezession. Noch ungünstiger ist die Lage in Japan, wo Produktion und Preise fallen, gleichzeitig das Defizit im Staatshaushalt extrem hoch ist und der Finanzsektor durch einen Berg notleidender Kredite belastet ist.

Der Produktionsanstieg im Euroraum verlangsamte sich weiter, nachdem er im zweiten Quatal 2000 seinen Höhepunkt erreicht hatte, und kam im Sommer nahezu zum Stillstand. Im August deutete sich eine Stabilisierung in den Industrieumfragen an, und die Industrieproduktion ging im Durchschnitt der Monate Juli und August nicht weiter zurück.

Mit den Ereignissen vom 11. September und seinen Folgen hat sich das Bild aber offensichtlich wieder verschlechtert. Deshalb ist davon auszugehen, dass sich die erwartete Erholung der europäischen Konjunktur ins nächste Jahr verschieben wird.

Euroframe erwartet nicht das die Wirtschaft im Euroraum in eine regelrechte Rezession rutscht, obwohl durchaus ein Risiko hierfür gesehen wird. Für 2001 wird ebenso wie für 2002 ein Zuwachs des realen Bruttoinlandsprodukts im Euroraum von 1.6 % prognostiziert, fast 2 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2000.

Die wirtschaftspolitische Reaktion

Die Wirtschaftspolitik in den Industrieländern hat rasch auf Terroranschläge reagiert, besonders stark in den USA. In einer koordinierten Aktion senkten die Zentralbanken der großen Industrieländern ihre Zinsen und führten der Wirtschaft in großem Umfang Liquidität zu.

Bereits seit Beginn des Jahres hatte die US-Notenbank ihre Leitzinsen als Reaktion auf die konjunkturelle Verlangsamung und verbesserte Inflationsaussichten wiederholt gesenkt.

Die geldpolitischen Rahmenbedingungen im Euroraum sind inzwischen expansiv. Euroframe sieht derzeit keine Gefahren, dass sich die Inflation in der Grundtendenz nachhaltig verstärken könnte; die ausgewiesene Inflation wird in den kommenden Monaten sogar deutlich zurückgehen.

Politikaussichten

Das Niveau der Zentralbankzinsen im Euroraum erscheint momentan angemessen. Die EZB wäre aber gefordert zügig zu handeln und die Zinsen weiter zu senken, falls sich die Konjunktur stärker als erwartet abkühlen oder es zu einer erheblichen Aufwertung des Euro kommen sollte.

Die Haushaltsdefizite in der Europäischen Union werden im Jahr 2001 kräftig zunehmen. Die derzeitige Entwicklung macht deutlich, dass die mehrjährigen Programme zur Defizitsenkung unrealistisch waren, da sie die konjukturellen Schwankungen nicht berücksichtigten.

Damit stehen die Regierungen nun vor der schwierigen Aufgabe, die in den Stabilitätsprogrammen festgelegten Konsolidierungsziele zu erreichen, ohne eine prozyklische Politik zu betreiben, die die Konjunktur weiter dämpfen würde. Im gegenwärtigen konjunkturellen Umfeld ware es daher ratsam, die sog. automatischen Stabilisatoren in vollem Umfang wirken zu lassen und strukturelle Defizite, die unabhängig von der zyklischen Situation sind, als Zielgrößen zu verwenden
Antworten
Levke:

Positiv denken in schlechten Zeiten ?

 
14.12.01 13:47
Ich denke, daß man zu diesem Thema, je nach Einstellung, positive und
auch negative Kommentare reinkopieren kann.
Wenn das Vertrauen und die Zuversicht eines jedes Einzelnen fehlt,
selbstverständlich ändern die Einstellung nicht gleich die schlechte,
allgemeine Lage, aber sie wäre ein Anfang.
Was zusätzlich gebraucht wird, sind Reformorientierungen in der Wirtschafts-
politik, die klar formuliert werden und Anreize schaffen.
Tatsache ist, daß das Gesülze, z.B. der EZB, niemanden voran bringt;
zuerst heisst es, man ist zuversichtlich, dann wiederum werden die Erwartungen
in der Euro-Zone drastisch nach unten geschraubt.
Der Hohn ist allerdings die gewagte Prognose für das Jahr 2003, wo wieder
Zuwächse zwischen 2 und 3 Prozent angepeilt werden; die Unsicherheit solcher
Prognosen sind ja wohl allen klar.
Wenn darüber hinaus die Gewerkschaften nach unrealistischen Steigerungen
jammern, obwohl man davon ausgeht, daß die Preissteigerungsrate im nächsten
Jahr nur um die 1% liegen wird, merkt auch der letzte, daß in diesem, unserem
Land generell einiges im Argen liegt.

Ich für meinen Teil, werde wohl zusätzliche Gewinne im nächsten Jahr
mehr mit dem EURO als mit Aktien machen.
Antworten
007Bond:

@mod

 
14.12.01 13:47
Eine Bundesregierung, sofern sie CDU hieß, hat es in der Vergangenheit bisher immer geschafft, zur Bundestagswahl einen kleinen wirtschaftlichen Aufschwung zu initialisieren.

Nenne mir bitte nur ein Beispiel, wann dies unter einer SPD-Regierung stattgefunden haben soll. Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern. Und auch ein Helmut Schmidt wurde durch die CDU/FDP abgelöst, bevor seine eigentliche Regierungsperiode "offiziell" ihr Ende haben sollte.

In der Vergangenheit ging es jedesmal mit der Wirtschaft deutlich bergab, wenn das Land durch eine SPD regiert wurde. Auch das eigentliche "Wahlversprechen" stellt sich doch heute mehr oder weniger als "Versprecher" heraus.

Wo stehen wir denn heute mit unseren Arbeitslosenzahlen?
Welche konkreten Maßnahmen wurden Seitens der Bundesregierung getroffen, um die Arbeitslosenzahlen zu verringern?

Herr Finanzminister Eichel hält doch nach wie vor an seinem "Sparkurs" fest. Eine Senkung der Lohnnebenkosten hätte der derzeitigen Entlassungswelle entgegenwirken können.

Was wird Seitens der Bundesregierung für die Zukunft unserer Jugend unternonmmen?

Ein guter Freund von mir ist Lehrer. Die meisten seiner Schüler sehen für sich selber keine Perspektiven für die Zukunft. Ausbildungsplätze gibt es auch immer weniger.
Aufgrund dieser katastrophalen Situation liegt die Motivation der Schüler an unseren Schulen doch fast bei Null. Ein gutes Beispiel hierzu: die aktuelle Studie zum Niveau deutscher Schulen.

In einer SAT-1 Show habe ich letzte Woche einen "tollen" Witz gehört:

"Wissen Sie, weshalb die Klassen 11 - 13 auf deutschen Schulen "Oberstufe" heißt. Antwort: Weil sie danach "Kellner" werden können.
Antworten
007Bond:

Kein Feedback hierzu?! o.T.

 
14.12.01 14:03
Antworten
mod:

@007Bond

 
14.12.01 14:15
Parteien in der Regierungsverantwortung wechseln, dabei wollen alle überwiegend nur Macht und Anerkennung.
Wie unterscheiden sich schon die etablierten Parteien?
Selbst die Grünen wandeln sich zur "jungen FDP", da in der Verantwortung.
So was nennt man dann wohl "Sachzwänge".

ABER, die Berater bleiben oder haben durch Studium etc. die gleiche sachbezogene Denke, die in Fragen der Wirtschaftspolitik durch Keynesianismus, Monetarismus und Angebotspolitik usw. bestimmt ist.

Schröder und Eichel sind so klug, dass sie auf ihre sachverständigen Berater hören werden.
Die Instrumentenkiste einer antizyklischen Fiskalpolitik ist lange bekannt und im Stabilitäts- und Wachstumsgesetz seit ca. 1969 dokumentiert.
Wenn es um die eigene Regierungsexistenz geht, werden die Akteure hellhörig und wach werden.

Grüsse
Antworten
mod:

ifo-Chef: Eichel verstößt gegen Wachstumsgesetz

 
14.12.01 14:22
ifo-Chef: Eichel verstößt gegen Wachstumsgesetz

(meine Anmerkung: Stabilitäts- und Wachstumsgesetz vom 8.6.1967)

Hans-Werner Sinn: Strikter Sparkurs schädlich

Münchner Merkur vom 27./28.10.2001, S. 1

München (geo) - In der Diskussion um ein Maßnahmenpaket zur Abwehr einer Rezession gerät die Bundesregierung immer stärker unter Druck. Wer sich allein am Ziel der Budgetkonsolidierung orientieren wolle, ohne die Bedingungen des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts zu beachten, verstoße gegen das Stabilitäts- und Wachstumsgesetz. Das gelte sowohl für den Bund als auch für die Län4er, sagte Hans-Werner Sinn, Chef des Münchner ifo-Instituts.

Das 1967 von der damaligen Großen Koalition verabschiedete Gesetz verpflichtet die Regierung, mit ihrer Wirtschafts- und Finanzpolitik gleichermaßen auf Vollbeschäftigung, Preisstabilität, Wachstum und das außenwirtschaftliche Gleichgewicht zu achten. Wer argumentiere, es gehe nun allein um das Ziel der Budgetkonsolidierung, verletze eindeutig , das , Stabilitäts- und Wachstumsgesetz.

Bund und Länder seien nämlich gehalten, ihre Finanzpolitik auch am Ziel der Erhaltung eines gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts auszurichten, und das sei derzeit eindeutig verletzt. "Wir haben das Gesetz, und das Gesetz verpflichtet die Finanzminister des Bundes und der Länder, alle vier Ziele zu berücksichtigen, und nach meiner Meinung müssen sie jetzt handeln", sagte Sinn unserer Zeitung. Der Präsident des ifo-Instituts, eines der sechs großen deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute, sieht akute Zeichen, die auf eine nahe Rezession hindeuten. "Eine Regierung, die jetzt die Hände in den Schoß legt, wird von den Bürgern als handlungsunfähig angesehen." Es gehe darum, den Märkten das Signal geben, dass etwas gegen die Wirtschaftskrise getan wird, damit diese wieder Vertrauen fassten.

Das Stabilitäts- und Wachstumsgesetz sieht vor, dass die Regierung bei akuter Wachstumsschwäche Investitionszulagen für private und gemeindliche Investitionen gewährt. Möglich ist auch eine Senkung der Einkommensteuer
Antworten
007Bond:

So so ..

 
14.12.01 14:27
Wenn die Instrumentenkiste einer antizyklischen Fiskalpolitik schon lange bekannt sind und im Stabilitäts- und Wachstumsgesetz seit ca. 1969 dokumentiert sind, weshalb sind dann die Akteure in den 70er Jahren nicht hellhörig geworden bzw. erwacht, als es um ihre eigene Regierungsexistenz ging??

Eine Regierung muß in Fragen der Wirtschafts- und Fiskalpolitik bei Veränderungen rasch handeln, wenn sie beweisen möchte, dass sie gut ist! Bei der SPD habe ich den Eindruck, dass man es dort immer noch nicht so ganz wahrhaben möchte, was wirklich geschehen ist.
Antworten
mod:

@007Bond, maybe, *ggg* o.T.

 
14.12.01 14:31
Antworten
erzengel:

Jaja, die Tele-Tabis od. íst´s die Gummibärenbande o.T.

 
14.12.01 14:37
Antworten
007Bond:

Wann wäre das System

 
14.12.01 14:43
der Sozialen Marktwirtschaft gefährdet?

Die Soziale Marktwirtschaft darf sich weder hin zum staatlichen Wirtschaftsdirigismus bewegen (weil dadurch das Prinzip des freien Rechtsstaates gefährdet wäre), noch hin zur unbegrenzten Freiheit (weil dadurch das Sozialstaatprinzip verletzt würde).

Jetzt ganz wichtig und zum Nachdenken:

Die Soziale Marktwirtschaft darf aber auch nicht die Eigeninitiative lähmen, etwa durch eine übermäßige Besteuerung oder durch zu hohe Sozialabgaben, z.B. aus Gründen eines falsch (!!) verstandenen Gerechtigkeitsdenkens.
Antworten
mod:

@007bond

 
14.12.01 15:36
wie ludwig erhard schon forderte -  unknown777  13.12.01 17:59  
 
weg von dem sozialstaatsprinzip, wie es in der brd praktiziert wird! das sozialstaatsprinzip muss als

"second chance"

angesehen werden und nicht wie in deutschland als

"way of live" !!!

 Bisherige Bewertungen:
1x gut analysiert  


Antworten
007Bond:

@mod

 
14.12.01 16:49
Da stimme ich Dir 100&ig zu!

Insbesondere sehe ich dringenden Handlungsbedarf hinsichtlich einer Neureformierung der Arbeitslosen- und der Rentenversicherung. Das System, wie es derzeit besteht, ist auf Dauer so nicht mehr tragbar. Daher sollte die Bundesregierung handeln, bevor es zum Zusammenbruch oder zum GAU kommt.
Antworten
malen:

warten auf 2003 ... o.T.

 
14.12.01 22:16
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