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EM.TV+MERCHA. kein aktueller Kurs verfügbar
 
PRO7-Sat1... tgk1
tgk1:

PRO7-Sat1...

 
26.10.00 10:47
#1

                  Das größte deutsche
                  Fernsehunternehmen entsteht

                  Zusammengerechnet haben die
                  Unternehmen der neuen ProSiebenSAT.1
                  Media AG im Geschäftsjahr 1999 einen
                  Umsatz von rund vier Mrd. DM und ein
                  Ergebnis vor Steuern in Höhe von rund
                  390 Mio. DM erzielt (proforma-Rechnung).

Damit wird die ProSiebenSAT.1 Media AG zum größten deutschen
                  Fernsehunternehmen und rückt gleichzeitig in die TopTen der deutschen
                  Medienunternehmen vor.

                  Rund 46 Prozent aller Ausgaben für Fernsehwerbung in Deutschland flossen
                  1999 zu Sendern der ProSiebenSAT.1 Media AG. Damit ist der
                  Senderverbund die Nummer 1 im werbefinanzierten Fernsehen. Bei allen
                  Zuschauern haben die Sender der neuen Holding in den ersten fünf Monaten
                  des Jahres 2000 gemeinsam einen Marktanteil von 24,5 Prozent erzielt. In

                  der kommerziell entscheidenden Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen
                  Zuschauer betrug der gemeinsame Marktanteil 30,7 Prozent.

                  Im Geschäftsfeld Multimedia lagen die Online-Angebote von SAT.1 und der
                  ProSieben-Gruppe gemeinsam mit 11,4 Millionen Visits auf Platz vier aller
                  deutschen General-Interest-Angebote. Im klassischen
                  Merchandising-Geschäft ist die ProSiebenSAT.1 Media AG die Nummer zwei
                  hinter dem Marktführer EM.TV.

KGV 2000: 46,8
KGV 2001: 38,7

Was haltet ihr von der ersten börsennotierten Senderfamilie in der BRD?
Charttechnisch auch interessant!

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PRO7-Sat1... DarkKnight
DarkKnight:

Hier fehlt aber noch eine Kleinigkeit:

 
26.10.00 11:03
#2
nämlich die Beziehungen der Gesellschaft zu den übrigen Kirch-Beteiligungen, die (in Form von Personengesellschaften und damit nicht publizitätspflichtig) die Lizenzrechte halten und somit beliebig den Gewinn der AG steuern können. Warum ist denn dieses Ding an der Börse? Weil offensichtlich der geplante Einstieg von Berlusconi aus wirtschaftlichen Gründen gescheitert ist und der immense Kapitalbedarf (den ich laut Presse auf 20 Milliarden schätze) hier in der breiten Masse "abgesaugt" wird. Viel Spaß mit diesem Titel.
PRO7-Sat1... DarkKnight
DarkKnight:

Soviel noch zu Kirch/EMTV o.T.

 
06.12.00 12:52
#3
PRO7-Sat1... DarkKnight
DarkKnight:

Zahltag bei Kirch:

 
07.09.01 19:05
#4
Zunaechst aus der Boersenzeitung von morgen:

wb – Die Pläne des Großaktionärs Kirch-Gruppe bei der ProSiebenSat.1 Media AG treiben die Anleger in Scharen aus der Aktie des MDax-Unternehmens. Der Kurs, der schon am Donnerstag im freien Fall war, wurde nochmals um 20% gedrückt. Nachdem Kirch schon den unprofitablen Sender Sat.1 bei ProSieben untergebracht habe, wird jetzt eine nochmalige Margenverschlechterung befürchtet. Auch deren nach wie vor intransparente Struktur sowie der Gang an die Börse infolge der schweren Schuldenlast bei Kirch wirken sich nach Angaben von Marktteilnehmern ungünstig auf den Kurs aus. In dieser Woche hat die ProSieben-Seite damit ein Drittel an Wert verloren. „Jetzt ist Zahltag“, heißt es am Markt mit Blick auf die hohen Schulden von Kirch. Der Vorstand von ProSieben und die Geschäftsführungen der KirchMedia sowie der KirchHolding hatten sich im Grundsatz darauf geeinigt, ProSiebenSat.1 Media AG auf KirchMedia zu verschmelzen. Danach soll Letztere in der Rechtsform einer AG als „neuer Titel“ an der Börse gelistet werden. Die Aktie von ProSiebenSat.1 Media werde in diesem Wert aufgehen. Weitere Einzelheiten finden Sie in der morgigen Ausgabe der Börsen-Zeitung.


Soso, mit blick auf die hohen Schulden wird man jetzt plötzlich unsicher .... war das nicht schon vor drei oder 4 Jahren absehbar, daß nicht einfach mal so jährlich 2 Milliarden an Zinsaufwand erwirtschaften kann? Hehe, wenn Banken dazulernen müssen, wirds 1. immer teuer und 2. immer peinlich.

Kirch ist de facto seit 5 Jahren bankrott und das Geschaeftsmodell ein Trauma oder eine extraterrestrische Krankheit, was auch immer .... aber seit diesem Jahr liegen die Nerven blank: Kreditsperre, keine Neuproduktionen bei den Sendern ... und wer bezahlt den Mül`? WIR !!! Ich habe die Nase voll von der 50sten Wiederholung von "Herr Rossi sucht das Glück" und Billig-Containern und Game-Shows, die wie psychosoziale Anlaufstellen wirken ....
PRO7-Sat1... DarkKnight
DarkKnight:

HEY, SOLL ICH DAS MAL ÜBERSETZEN?

 
07.09.01 20:13
#5
Auf deutsch: es gibt bald ein paar Sender nicht mehr .... oder Murdoch hat genug Kohle, aber dessen Vermögensverhältnisse kenne ich leider nicht
PRO7-Sat1... DarkKnight
DarkKnight:

up für star ikone

 
09.09.01 15:29
#6
vielleicht verstehst Du dann die Musterdepotaufnahme ....
PRO7-Sat1... DarkKnight
DarkKnight:

Ein letztes up: beim Leo brennt's

 
03.11.01 15:46
#7
Das kommt davon, wenn man nur Dampfplauderer und Schwachmaten einstellt, wenn die Unternehmenskultur darauf hinausläuft, möglichst durch Meetings um 22 Uhr, Blondinen und Cabrios im Schlepptau und Zegna-Anzügen zu bestechen. Da bleibt für Verstand kein Platz, das könnte ja unangenehm sein und das Wochenende versauen:

Freitag 2. November 2001, 22:38 Uhr
Pay-TV-Tochter von Kirch-Gruppe könnte vor Verkauf stehen

Frankfurt (Reuters) - Die britische Kabel-TV-Gesellschaft BSkyB schließt nicht aus, ihre Option auf den Verkauf ihrer Beteiligung an der Verluste schreibenden Pay-TV-Tochter der Kirch-Gruppe auszuüben. BSkyB teilte am Freitag mit, dass "unser Recht auf eine Verkaufsoption bezüglich des Anteils an KirchPayTV vielleicht in Betracht gezogen werden muss". Die Verkaufsoption könne ab 1. Oktober 2002 ausgeübt werden. "Sollte die Option ausgeübt werden, ist die Kirch Holding dazu aufgefordert, die Kosten der Gruppe beim Einstieg in das Investment in bar zuzüglich Zinsen zu zahlen", teilte BSkyB weiter mit.


Im Dezember 1999 hatte die britische Gesellschaft 1,5 Milliarden Euro in bar und in Aktien für den 22-prozentigen Anteil an KirchPayTV gezahlt. BSkyB teilte weiter mit, es bestehe kein Zweifel daran, dass die Ressourcen der Kirch-Gruppe ausreichen würden, um die Forderungen bei Ausübung der Verkaufsoption zu bedienen.


Ein Sprecher der KirchPayTV Gruppe bestätigte, dass BSkyB über eine Verkaufsoption verfüge, die im dritten Quartal nächsten Jahres ausgeübt werden könne. Er wollte die Äußerungen der Gesellschaft jedoch nicht kommentieren. BSkyB ist eine Tochter der News Corp des australischen Medienunternehmens Rupert Murdoch. Murdoch hatte jüngst Spekulationen über einen geplanten Verkauf des Anteils an der KirchPayTV zurückgewiesen.


Die Kirch-Gruppe hatte mehrere Milliarden Mark in den Aufbau des Abo-Fernsehens Premiere in Deutschland gesteckt. Premiere verzeichnet bisher rund 2,4 Millionen Kunden und schreibt roten Zahlen. Kirch-Geschäftsführer Dieter Hahn hatte im März die kritische Größe bei etwa vier Millionen Abonnenten und den Durchbruch zur Profitabilität bei Premiere in drei bis vier Jahren gesehen.
PRO7-Sat1... DarkKnight
DarkKnight:

Hilfe, ich bin ein Hellseher:

 
21.12.01 19:48
#8
Das einzige, was ich mich frage, ist: wie kommt man auf 11 bis 12 Milliarden Gesamtverschuldung? Er meine sicher Euro ... oder Dollar?

Freitag 21. Dezember 2001, 17:11 Uhr
Bei Kirchs Hauptzugpferd sinken die Gewinne
-

KirchMedia-Ergebnis um neun Prozent geschrumpft - Werbeflaute belastet Unternehmen
München (AP) Bei Leo Kirchs Hauptzugpferd sinken die Gewinne: Die an die Börse strebende KirchMedia GmbH, in der wesentliche Teile des Kerngeschäfts der hoch verschuldeten Kirch-Gruppe integriert sind, verzeichnete beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) in den ersten neun Monaten einen Rückgang um neun Prozent auf 348,4 Millionen Mark (178,66 Millionen Euro), wie das Unternehmen am Freitag in München mitteilte. Als Ursache wurde vor allem die Flaute auf dem TV-Werbemarkt genannt.

Kirch-Geschäftsführer Dieter Hahn schloss nicht aus, dass das Unternehmen einen Anteil an dem defizitären Pay-TV-Sender Premiere abgeben könnte, der größer ist als die von BSkyB gehaltene Beteiligung an Premiere. Der langfristig bevorzugte Partner für das Bezahlfernsehen bleibe aber Rupert Murdochs BSkyB, sagte Hahn dem «Tagesspiegel». Murdoch kann seinen Anteil im Oktober 2002 an Kirch zum Einstiegspreis von 2,9 Milliarden Mark plus Zinsen zurückgeben. Den Verlust von Premiere World bezifferte Hahn den Angaben zufolge für diese Jahr auf mehr als eine Milliarde Mark. Spekulationen über ein Minus von zwei Milliarden Mark seien nicht zutreffend sagte er.

Zu den Neun-Monats-Zahlen sagte Hahn in München, die KirchMedia habe die Schwäche bei den Fernsehsendern durch eine positive Entwicklung im Bereich Filmrechtehandel ausgleichen können. Dadurch sei der Unternehmensumsatz um sieben Prozent auf 4,6 Milliarden Mark gestiegen. Hauptsächlich durch Umschuldung innerhalb der Kirch-Gruppe habe sich die Verschuldung der KirchMedia GmbH um rund 80 Millionen auf 4,3 Milliarden Mark verringern lassen.

Als rentabel erwies sich für KirchMedia der Lizenzhandel für die Fußball-Weltmeisterschaft 2002: Hier erzielte das Unternehmen mit Abschlüssen in Höhe von 1,64 Milliarden Franken (2,19 Milliarden Mark) einen Reinerlös von 670 Millionen Mark. Bei den Rechten für die WM 2006 sei der Konzern kurz davor, den der FIFA gezahlten Kaufpreis von 1,71 Milliarden Schweizer Franken hereinzuholen, obwohl wesentliche Abschlüsse noch ausstünden.

«Die Ergebnisse zeigen die solide Finanzstruktur der KirchMedia», sagte Hahn. Die Integration des Fernsehgeschäfts im Free-TV-Bereich mit der KirchMedia brächten dem Konzern deutliche Vorteile und mache ihn von konjunkturellen Schwankungen unabhängiger. Die mit dem Börsengang im Juni kommenden Jahres geplante Fusion mit der ProSiebenSat.1 Media AG werde diesen Effekt noch verstärken und berge «erhebliches Wachstumspotenzial», betonte Hahn als designierter Vorstandsvorsitzender des Medienriesens. Die Vorbereitungen für den Börsengang liefen nach Plan. Zwtl:Gesamtverschuldung von etwa elf bis zwölf Milliarden Mark

Unternehmenssprecher Hartmut Schultz bestätigte unterdessen Berichte wonach die Gesamtverschuldung der Kirch-Gruppe etwa zwischen elf bis zwölf Milliarden Mark liegt. Dies sei eine Zusammenrechnung seit längerem bekannter Positionen und «in der Größenordnung richtig», erklärte er. Da aber die Kirch-Gruppe keine Gesamtbilanz aufstelle, «gibt es so eine Rechnung im Unternehmen gar nicht», fügte er hinzu.

Zu der Zukunft des Kredites der Dresdner Bank (Frankfurt: 804613.F, Nachrichten) über 900 Millionen Mark, der bis Mitte Januar verlängert worden war, wollte sich die Kirch-Gruppe nicht äußern. «Wir kommentieren die einzelnen Kreditlinien nicht», erklärte Schultz.
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PRO7-Sat1... nmx_lion
nmx_lion:

hut ab

 
21.12.01 19:52
#9
dark du bist mein meister...

PRO7-Sat1... DarkKnight
DarkKnight:

Schicht.

 
05.02.02 20:28
#10
Dienstag 5. Februar 2002, 20:06 Uhr

Regierung dringt angeblich auf Sanierung der Kirch-Gruppe
-

Schröder soll «nationale Lösung» im Auge haben - Banken erhöhen Druck
München/Berlin (AP) Die Bundesregierung dringt laut einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» (Mittwochausgabe) auf eine Aufspaltung des Kirch-Konzerns, um das Medienunternehmen vor der Pleite zu retten. Unter Berufung auf einen führenden Vertreter der Regierungskoalition berichtet die Zeitung, Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) favorisiere eine «nationale Lösung» für die Kirch-Gruppe. Die Gläubigerbanken haben ihren Druck auf das angeschlagene Unternehmen erhöht.

Laut «Süddeutscher Zeitung» befürwortet die Regierung ein Sanierungskonzept, das von den Banken und der Medienbranche schnell umgesetzt werden solle. Bislang scheitere dies aber an Kirch, hieß es. Das Konzept sehe vor, dass der Medienhändler nach einer Aufspaltung seines Konzerns Beteiligungen verkaufen solle, darunter Springer-Aktien und Formel 1. Anschließend solle das Unternehmen weiter gesundschrumpfen. Auch die halbstaatliche Bayerische Landesbank dringe auf eine umfassende Lösung der Probleme bis hin zum Verkauf von Firmenteilen, hieß es.

Die Regierung hat dem Bericht zufolge Bedenken gegen die Geschäftsmethoden des australischen Medienunternehmers Rupert Murdoch, der auf den deutschen Markt dränge. Murdoch kann laut Vertrag mit Kirch im Herbst aus Premiere aussteigen und bis zu zwei Milliarden Euro zurückverlangen, die der Münchner Medienhändler nach derzeitigem Stand kaum aufbringen kann.

Auch der ARD-Vorsitzende Fritz Pleitgen warnte im Berliner «Tagesspiegel» (Mittwochausgabe) vor einer Pleite der Kirch-Gruppe. Das Fernseh-System aus öffentlich-rechtlichen und privaten Anbietern sei derzeit in einer guten Balance. «Wenn neue Wettbewerber wie Murdoch oder Malone auf den Markt kommen, wird diese Kultur Schaden nehmen», sagte Pleitgen und fügte hinzu: «Wir wünschen uns dass Kirch im Spiel bleibt.»

Die Bayerische Landesbank als größter Kreditgeber des Münchner Medienunternehmens verlängerte unterdessen laut «Tagesspiegel» einen zur Rückzahlung fälligen Großkredit bis zum Jahresende. Der Chef der Deutschen Bank, Rolf Breuer, hatte zuvor gesagt, nach allem, was man lesen und hören könne, sei die Finanzbranche «unter den gegebenen Umständen nicht bereit, Kirch weitere Mittel zur Verfügung zu stellen».

«Handelsblatt» und «Financial Times» berichteten, die Bayerische Landesbank wolle keine neuen Kredite an die Kirch-Gruppe vergeben. Der Sprecher der Landesbank, Matthias Lücke, wollte dazu nicht Stellung nehmen.

Krisensitzung bei Landesbank
Der «Tagesspiegel» berichtete unter Berufung auf Bankkreise, dass die prekäre Finanzsituation bei Kirch am Dienstag Thema einer Krisensitzung des Kreditausschusses der Bayerischen Landesbank gewesen sei. Dabei habe das Gremium, dessen Vorsitzender der bayerische Finanzminister Kurt Faltlhauser ist, die Verlängerung des fälligen Kredits beschlossen. Dem Bericht zufolge will die BayernLB darüber am (morgigen) Mittwoch die Öffentlichkeit informieren. Die Kirch-Gruppe ist insgesamt mit etwa fünf bis sechs Milliarden Euro verschuldet. Ein Kredit der Dresdner Bank (Frankfurt: 804613.F, Nachrichten) für die Kirch-Gruppe von rund 460 Millionen Euro wurde nur bis April verlängert.
PRO7-Sat1... vega2000
vega2000:

DakKnigh: Mein Meister ist wieder da, jiiipiiieeee

 
05.02.02 21:37
#11
PRO7-Sat1... 566422
PRO7-Sat1... vega2000
vega2000:

`tschuldigung, ich meinte DarkKnight

 
05.02.02 21:38
#12
PRO7-Sat1... 566424
PRO7-Sat1... Pichel
Pichel:

Anleiheinhaber fordern Stopp der Fusion

 
14.02.02 18:00
#13
ProSiebenSAT1-Media-Anleiheinhaber fordern Stopp der Fusion
München (vwd) - Eine Gruppe von Anleiheinhabern hat sich am Donnerstag gegen die für Juni geplante Fusion der ProSiebenSAT1 Media AG, Unterföhring, mit der KirchMedia GmbH & Co KGaA, Ismaning, ausgesprochen und will diese stoppen. Die Inhaber der Schuldverschreibungen seien zwar bislang mit dem Schuldner ProSiebenSAT1 Media zufrieden, sagte Rüdiger Litten von der britischen Kanzlei Norton Rose am Donnerstag zu vwd. Allerdings befürchteten sie, nach einer Fusion mit der KirchMedia angesichts der hohen Verbindlichkeiten der gesamten Kirch-Gruppe ihr Geld nicht wieder zu bekommen, erklärte Litten.



Die Kanzlei vertritt 25 Prozent der Inhaber der im vergangenen Jahr begebenen 400-Mio-Eurobond-Anleihe der ProSiebenSAT.1 Media. Sollte die Fusion nicht gestoppt werden, so wollen die Inhaber die ursprünglich im Jahr 2006 fällige Anleihe vorzeitig kündigen und fällig stellen, sagte Litten. Dazu werde voraussichtlich für März eine Gläubigerversammlung einberufen. Litten geht davon aus, dass sich täglich mehr Anleiheinhaber melden werden. Seinen Worten zufolge gibt es bereits erste Anzeichen dafür, dass die hoch verschuldete KirchMedia die ProSiebenSAT.1 Media mitreiße.



Seit der Ankündigung der Fusion sei der Kurs des Eurobonds zunächst von um die 100 Prozent auf 50 Prozent gesunken und liege derzeit bei etwa 70 Prozent. ProSiebenSAT1-Sprecher Torsten Rossmann erklärte, die Bedenken und Sorgen der Anleiheinhaber seien derzeit nicht nachzuvollziehen. Es lägen weder Bewertungsgutachten vor, noch sei die Due Diligence abgeschlossen. Auch ein Umtauschverhältnis sei noch nicht festgelegt worden.



Die Prüfung für die Fusion laufe termingemäß und soll bis Mitte März beendet sein. Beide Unternehmen seien sich einig, dass eine Fusion nur bei Kapitalmarktfähigkeit erfolgen könne. Deshalb gebe es aus Sicht von ProSiebenSAT.1 Media keine Interessensgegensätze mit den Anleiheinhabern.



Die ProSiebenSAT.1 Media ist mit zwei Industrieschuldverschreibungen am Kapitalmarkt vertreten. Im März 2001 wurde der ProSiebenSAT1-Eurobond mit einem Volumen von 400 Mio EUR international platziert. Darüber hinaus hat die ProSiebenSAT1 Media AG als Rechtsnachfolgerin der ProSieben Media AG deren Anleihe aus dem Jahre 1998 mit einem Volumen von 250 Mio DEM übernommen. Im Falle einer Fusion müsste das neu entstandene Unternehmen, die KirchMedia, für die Zahlung von Zinsen und die Rückzahlung der Anleihen aufkommen. +++ Marion Brucker


vwd/14.2.2002/mbu/bb


PRO7-Sat1... Schnorrer
Schnorrer:

Ich möchte ab sofort eine neue Anrede:

 
14.06.02 20:42
#14
Bitte nur noch Postings eröffnen mit:

"Weises Orakel von Delphi, Du Erlauchter ...."

Das ist doch nicht zuviel verlangt ..... ?
PRO7-Sat1... Schnorrer

Leo Kirch: Chronologie des Untergangs

2
#15
Die Kirch-Krise beschäftigt seit Jahresbeginn die Finanzwelt, die Anteilseigner und die Presse. Die wichtigsten Ereignisse der jüngsten Zeit im Rückblick:





17. Dezember 2001 - Die bayerische Landesregierung gibt bekannt, dass sie trotz der jüngsten Spekulation um eine finanzielle Schieflage der Kirch-Gruppe weiter zu den Landesbank-Krediten für das Medienunternehmen steht.



20. Januar 2002 - Der Mediengigant Rupert Murdoch schließt in der "Welt am Sonntag" eine völlige Übernahme des Bezahlsenders Premiere, an dem er schon beteiligt ist, nicht aus.




30. Januar - Zwischen der Kirch-Gruppe und dem Axel-Springer-Verlag bricht ein offener Streit um die Rückgabe der
Springer-Anteile an ProSiebenSat.1 aus. Kirch kündigt rechtliche Schritte gegen Springer an, nachdem das Verlagshaus eine Verkaufsoption für die 11,5-prozentige Beteiligung geltend gemacht hatte.




2. Februar - Der "Spiegel" zitiert aus einem Brief des
Vizepräsidenten von Murdochs Firma News Corp, Arthur Siskind, an Kirch-Geschäftsführer Dieter Hahn, News Corp wäre sehr besorgt, wenn Kirch ausgewählten Gläubigern oder Aktionären finanzielle Vorzüge gewährte, "ohne News Corp vergleichbare Rechte einzuräumen".




5. Februar - Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer äußert sich kritisch über Kirchs Kreditwürdigkeit. Dass Breuer öffentlich über die Kreditwürdigkeit eines Kunden spricht, wird in der Finanzwelt mit Missfallen aufgenommen. Zugleich steigt der Druck auf Kirch.




6. Februar - ProSiebenSat.1 berichtet einen Umsatzrückgang auf 2,015 Milliarden Euro und einen auf 106 Millionen Euro halbierten Gewinn vor Steuern.




7. Februar - Die Bayerische Landesbank warnt die Deutsche Bank vor einem Alleingang im Fall Kirch.



8. Februar - Murdoch kündigt seinen Ausstieg bei Premiere an.



12. Februar - Die HypoVereinsbank bietet Branchenkreisen zufolge für Kirchs Anteil an Springer etwa 1,1 Milliarden Euro.



13. Februar - Ein Kirch-Sprecher bestätigt Gespräche mit
Berlusconis Mediaset über den Verkauf von Anteilen am spanischen TV-Sender Telecinco. Unterdessen sichert Rewe-Chef Hans Reischl, dessen Unternehmen rund sechs Prozent an Kirch Media hält, Kirch seine Unterstützung zu.



16. Februar - Die Kirch-Gruppe bestätigt, dass ein
Dresdner-Bank-Kredit über rund 461 Millionen Euro weiter verlängert wurde.



22. Februar - Die KirchMedia AG verschiebt ihre lang geplante Fusion mit ProSiebenSat.1 zu einem der größten europäischen Medienkonzerne auf unbestimmte Zeit.



25. Februar - Die Kirch-Gruppe verpflichtet den Wirtschaftsanwalt Wolfgang van Betteray, den Juristen Klaus Hubert Görg sowie den Unternehmensberater Hans-Joachim Ziems. Der neue Premiere-World-Chef, Georg Kofler, kündigt einen harten Sanierungskurs für den verlustträchtigen Abo-Fernsehkanal an.



11. März - Gläubigerbanken und Kirch-Gruppe beraten die Finanzlage des Konzerns.



20. März - Der Aufsichtsrat von Premiere beschließt massiven Stellenabbau und billigere Abos.



23. März - Die Kirch-Gläubigerbanken wollen dem Konzern mit einer kräftigen Finanzspritze helfen. In Bankenkreisen ist von rund 800 Millionen Euro die Rede.



29. März - Die Verhandlungen über die Rettung der Kirch-Gruppe werden ergebnislos vertagt. Nach Angaben aus Finanzkreisen konnten sich Gläubigerbanken und Investoren nicht auf einen notwendigen Überbrückungskredit einigen.



4. April - Die Chancen auf eine Rettung des Medienkonzerns schwinden weiter. Falls die Gespräche mit Banken und Gesellschaftern endgültig scheitern, will Kirch ein Insolvenzverfahren beantragen, hieß es aus Unternehmenskreisen.




5. April - Bei den Bemühungen, den von der Pleite bedrohten Kirch-Konzern zu retten, deutet sich eine überraschende Wende an. Am 8. April soll zeitgleich mit der Insolvenz der KirchMedia ein Rettungskonzept vorgestellt werden. Es sieht eine Auffanggesellschaft der vier wichtigsten Gläubigerbanken der Kirch-Gruppe vor.



7. April - Nach Angaben aus Bankenkreisen steht auch die Dachgesellschaft der KirchGruppe, die TaurusHolding, vor der Insolvenz.



8. April - Die KirchMedia GmbH ist pleite. Die KirchGruppe stellt für ihr Kerngeschäft einen Insolvenzantrag. Die Gläubigerbanken haben jetzt Massekredite zur Rettung des Unternehmens in Aussicht gestellt. Die lukrativen WM-Übertragungsrechte hingegen bleiben weiterhin in Kirchs Hand.



11. April - Premiere kurz vor dem Aus. Nach der Insolvenz von KirchMedia steht nun auch der Kirch-Ableger Premiere kurz vor der Pleite. 2400 Arbeitsplätze bei dem Pay-TV-Sender sind bedroht.



18. April - Geheimgespräche mit Bertelsmann. Bertelsmann-Vorstand Ewald Walgenbach hat sich angeblich mit Premiere-Chef Georg Kofler getroffen. Möglicherweise steigt Deutschlands größter Medienkonzern nach der Kirch-Insolvenz wieder ins Bezahlfernsehen ein.



19. April - Banken wollen Formel 1 veräußern. Um sich schadlos zu halten, wollen drei Kreditgeber Leo Kirchs offenbar die Mehrheit an der Formel 1 übernehmen und sie schnellstmöglich weiterverkaufen.



26. April - Die Kölner Handelsgruppe REWE ist grundsätzlich zu einer Kapitalerhöhung bei der Münchner Medien-Gruppe KirchMedia bereit. REWE hält rund 6 Prozent an KirchMedia.



26. April - Fußball-Bundesliga droht mit Boykott. Die DFL forderte den Kirch-Insolvenzverwalter Michael Jaffe ultimativ auf, zu erklären, ob die vierte Rate für die Fernsehübertragungsrechte gesichert sei. Sollte der Insolvenzverwalter dies nicht tun, erwäge man ernsthaft, dem Lizenznehmer KirchMedia die Übertragung des 33. und 34. Spieltages der laufenden Saison zu untersagen.



3. Mai - Leo Kirch zeigt Deutsche-Bank-Chef Breuer an. Leo Kirch hat den Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Rolf Breuer, wegen Verrats von Geschäftsgeheimnissen, Kreditverleumdung und unbefugter Angaben angezeigt. Grund der Anzeige ist ein Fernsehinterview Anfang Februar, in dem sich Breuer über die Finanzlage Kirchs und das finanzielle Engagement der Deutschen Bank geäußert hatte.



7. Mai - Das Bezahlfernsehen der KirchGruppe, KirchPayTV, wird voraussichtlich am 8. Mai Insolvenzantrag stellen. Das berichten mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Branchenkreise. Der verlustreiche Kirch-Abosender Premiere könnte aber demnach von einem wahrscheinlichen Insolvenzantrag der KirchPayTV noch ausgespart bleiben.



10. Mai - Banken übernehmen Kirchs Springer-Anteile. Der 40-Prozent-Anteil der Kirch-Gruppe am Axel-Springer-Verlag wird für eine Milliarde Euro von einem Bankenkonsortium und der Verlegerwitwe Friede Springer übernommen.



12. Juni - Die Dachgesellschaft der gesamten KirchGruppe, die TaurusHolding, stellt beim Amtsgericht München Insolvenzantrag. Für Premiere stellen die Banken offenbar einen Überbrückungskredit bereit - dadurch soll der Sendebetrieb für die nächsten Wochen sicher gestellt werden.



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