EU-Automarkt: Volkswagen dominiert, Tesla verliert

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Die wehende Flagge der EU.
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Im November zieht der EU-Automarkt an, Elektro und Hybrid dominieren, Volkswagen und BMW behaupten sich, während Tesla nachlässt und BYD Marktanteile erobert.
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Der Automarkt in der Europäischen Union hat im November erneut zugelegt. Insgesamt wurden 887.491 Pkw neu zugelassen, ein Plus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. In den ersten elf Monaten des Jahres summierten sich die Neuzulassungen auf rund 9,86 Millionen Fahrzeuge, was einem Zuwachs von 1,4 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Das teilte der europäische Herstellerverband European Automobile Manufacturers’ Association (ACEA) am Dienstag mit.

Trotz der positiven Dynamik bleibt der Markt deutlich unter dem Niveau vor der Pandemie. Branchenvertreter sprechen von einer langsamen Normalisierung, die weiterhin durch hohe Preise, geopolitische Unsicherheiten und eine verhaltene Konsumstimmung gebremst wird.

Elektrifizierung beschleunigt sich – Hybride übernehmen die Führung

Reine Elektroautos erreichten auf Elf-Monats-Sicht einen Marktanteil von 16,9 Prozent, exakt im Rahmen der Jahresprognosen. Insgesamt wurden 1,66 Millionen batterieelektrische Fahrzeuge neu zugelassen.

Werte aus dem Artikel:
BMW Aktie 60,08 € -3,13%
BYD Aktie 8,979 € -0,78%
Mercedes-Benz Aktie 44,775 € -4,14%
Tesla Aktie 394,77 $ -0,41%
VW Aktie 84,48 € -2,49%

Noch dynamischer entwickelten sich Hybridfahrzeuge: Mit 3,41 Millionen Neuzulassungen eroberten sie 34,6 Prozent Marktanteil und sind damit die beliebteste Antriebsart in der EU. Plug-in-Hybride gewinnen weiter an Bedeutung, da sie Reichweitenvorteile mit elektrischen Fahranteilen kombinieren.

Demgegenüber gerieten klassische Antriebe massiv unter Druck. Der kombinierte Marktanteil von Benzin- und Dieselfahrzeugen sank auf 36,1 Prozent, nach 45,8 Prozent im Vorjahreszeitraum. Benziner verzeichneten im Jahresverlauf einen Absatzrückgang von 18,6 Prozent, wobei Frankreich den stärksten Einbruch meldete.

Tesla verliert rasant an Boden – Absatz bricht ein

Besonders deutlich zeigt sich der Umbruch bei einzelnen Herstellern. Der Elektroauto-Pionier Tesla musste im November einen weiteren Rückschlag hinnehmen. EU-weit kam das Unternehmen auf 12.130 Neuzulassungen, ein Minus von gut 34 Prozent gegenüber November 2024. Im bisherigen Jahresverlauf beläuft sich der Rückgang sogar auf nahezu 39 Prozent.

In Frankreich und Dänemark halbierten sich Teslas November-Zulassungen im Vergleich zum Vorjahr. Marktbeobachter führen dies auf verschärften Wettbewerb, Preisdruck sowie das Auslaufen staatlicher Förderprogramme zurück.

BYD wächst – doch dritter Monat mit Absatzminus

Der chinesische Hersteller BYD meldete im November den Absatz von 480.186 New Energy Vehicles (NEV), darunter Pkw und Nutzfahrzeuge. Damit stiegen die Jahresverkäufe auf 4,18 Millionen Einheiten, ein Plus von 11,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Gleichzeitig markiert das November-Ergebnis einen Rückgang von 5,2 Prozent gegenüber November 2024 und damit den dritten Monat in Folge mit einem Minus im Jahresvergleich.

Deutsche Hersteller stabil – mit Ausnahmen

An der Spitze des EU-Marktes bleibt Volkswagen. Die Marken des Wolfsburger Konzerns steigerten ihre Neuzulassungen im November um 3,5 Prozent. Deutlich schwächer entwickelte sich hingegen die Sportwagentochter Porsche AG, deren Absatz um mehr als 28 Prozent einbrach.

Der BMW-Konzern legte um 4 Prozent zu, während Mercedes-Benz einen Rückgang von 3,8 Prozent hinnehmen musste. Der Mehrmarkenkonzern Stellantis erzielte mit Marken wie Peugeot, Citroën, Fiat und Opel ein leichtes Plus von 0,3 Prozent.

Autor: Ariva-Redaktion/pg


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