Preisfrage: Was ist drin in der Metabox?
Eigentlich dürfte es nicht verwundern, nach allem, was bisher bei Metabox im Nebel geblieben ist: Die Insolvenz ist schon seit 22. Mai beantragt, und noch immer weiß niemand, wie's weitergeht. Die Öffentlichkeit und nicht zuletzt die Aktionäre sind auf Vermutungen und Spekulationen angewiesen. Der vorläufige Insolvenzverwalter schweigt sich aus. Er sei jedoch generell optimistisch und wolle die Gesellschaft nicht zerlegen, war Ende Mai von Metabox zu hören. Die Geschäfte liefen wie gehabt. - Welche Geschäfte? Die, die das Unternehmen in die Zahlungsunfähigkeit getrieben haben?
Das Mysterienspiel um die Set-Top-Boxler geht also weiter. Wir erinnern uns: Ominöse Mega-Aufträge von geheimen Kunden-Konsortien - verkündet, verschoben, geplatzt - mehrmalige Senkung der Prognosen, Jahresabschluss 1999 falsch berechnet, Jahresabschluss 2000 nicht testiert, Verdacht auf Insiderhandel und Kursmanipulation, Hausdurchsuchungen durch die Staatsanwaltschaft und schließlich die Pleite - wahrlich ein Stoff, der die Fantasie anregt. Und Fragen offen lässt.
Und zwar immer neue Fragen. Zum Beispiel: Wie soll es jetzt weitergehen? Und geht es überhaupt weiter? Kann es das denn? Schließlich soll das Unternehmen offenbar als Ganzes bestehen bleiben. Und was geschieht mit den Set-Top-Boxen, die sich in den Lagern bergeweise stapeln müssten? Wer will sie eigentlich wirklich kaufen? Und vor allem wann? Und zu welchem Preis? Und wie viele? Und was, wenn doch nicht?
Unbeantwortet verhallen die Rufe. Na ja, irgendwie kann man's auch verstehen. Erstens hat's ja Tradition, und zweitens hat der Insolvenzverwalter wahrscheinlich die Hucke voll zu tun. Schließlich muss der arme Mann sich erst einen Weg durch den Metabox-Dschungel roden, um klarer zu sehen. Kann man sich ja vorstellen, dass das nicht so einfach ist.
Bleiben noch zwei Marginalien zu erwähnen - wenn's denn solche sind. (Weiß man's bei Metabox?) Eine kleine treue Gemeinde, die "Aktionärsgemeinschaft Metabox", hatte ihrem Unternehmen Mitte April, als dort noch von Restrukturierung die Rede war, ein Hilfsangebot unterbreitet: Privatplatzierung im Rahmen einer Kapitalerhöhung. Eine bis zwei Millionen Mark wollte die Gemeinschaft auf diese Weise in die leere Kassenbox pumpen. Ob dieses Angebot noch steht? Damals hatte es der Vorstand höflich aufgenommen, gleichzeitig aber auf eigene Umsätze und Cash-flow verwiesen. Heute könnte eine Finanzspritze tatsächlich nicht schaden.
Und was hat der jüngste Aktienkauf von Vorstandschef Domeyer zu bedeuten? Nachdem er in den letzten Maitagen insgesamt 34.000 Metabox-Aktien wegen "Liquiditätsbedarf" verkauft hatte, kaufte er am 4. Juni zurück. 100 Stück. Zur "Verhinderung einer externen Kursmanipulation mit 1 Aktie auf 0,52 EURO". Was heißt das nun wieder? Waren da Spekulanten am Werk, denen mit 100 Aktien das Handwerk gelegt wurde? Oder ist's ein Zeichen, dass der Vorstand an sein Unternehmen glaubt?
Eigentlich dürfte es nicht verwundern, nach allem, was bisher bei Metabox im Nebel geblieben ist: Die Insolvenz ist schon seit 22. Mai beantragt, und noch immer weiß niemand, wie's weitergeht. Die Öffentlichkeit und nicht zuletzt die Aktionäre sind auf Vermutungen und Spekulationen angewiesen. Der vorläufige Insolvenzverwalter schweigt sich aus. Er sei jedoch generell optimistisch und wolle die Gesellschaft nicht zerlegen, war Ende Mai von Metabox zu hören. Die Geschäfte liefen wie gehabt. - Welche Geschäfte? Die, die das Unternehmen in die Zahlungsunfähigkeit getrieben haben?
Das Mysterienspiel um die Set-Top-Boxler geht also weiter. Wir erinnern uns: Ominöse Mega-Aufträge von geheimen Kunden-Konsortien - verkündet, verschoben, geplatzt - mehrmalige Senkung der Prognosen, Jahresabschluss 1999 falsch berechnet, Jahresabschluss 2000 nicht testiert, Verdacht auf Insiderhandel und Kursmanipulation, Hausdurchsuchungen durch die Staatsanwaltschaft und schließlich die Pleite - wahrlich ein Stoff, der die Fantasie anregt. Und Fragen offen lässt.
Und zwar immer neue Fragen. Zum Beispiel: Wie soll es jetzt weitergehen? Und geht es überhaupt weiter? Kann es das denn? Schließlich soll das Unternehmen offenbar als Ganzes bestehen bleiben. Und was geschieht mit den Set-Top-Boxen, die sich in den Lagern bergeweise stapeln müssten? Wer will sie eigentlich wirklich kaufen? Und vor allem wann? Und zu welchem Preis? Und wie viele? Und was, wenn doch nicht?
Unbeantwortet verhallen die Rufe. Na ja, irgendwie kann man's auch verstehen. Erstens hat's ja Tradition, und zweitens hat der Insolvenzverwalter wahrscheinlich die Hucke voll zu tun. Schließlich muss der arme Mann sich erst einen Weg durch den Metabox-Dschungel roden, um klarer zu sehen. Kann man sich ja vorstellen, dass das nicht so einfach ist.
Bleiben noch zwei Marginalien zu erwähnen - wenn's denn solche sind. (Weiß man's bei Metabox?) Eine kleine treue Gemeinde, die "Aktionärsgemeinschaft Metabox", hatte ihrem Unternehmen Mitte April, als dort noch von Restrukturierung die Rede war, ein Hilfsangebot unterbreitet: Privatplatzierung im Rahmen einer Kapitalerhöhung. Eine bis zwei Millionen Mark wollte die Gemeinschaft auf diese Weise in die leere Kassenbox pumpen. Ob dieses Angebot noch steht? Damals hatte es der Vorstand höflich aufgenommen, gleichzeitig aber auf eigene Umsätze und Cash-flow verwiesen. Heute könnte eine Finanzspritze tatsächlich nicht schaden.
Und was hat der jüngste Aktienkauf von Vorstandschef Domeyer zu bedeuten? Nachdem er in den letzten Maitagen insgesamt 34.000 Metabox-Aktien wegen "Liquiditätsbedarf" verkauft hatte, kaufte er am 4. Juni zurück. 100 Stück. Zur "Verhinderung einer externen Kursmanipulation mit 1 Aktie auf 0,52 EURO". Was heißt das nun wieder? Waren da Spekulanten am Werk, denen mit 100 Aktien das Handwerk gelegt wurde? Oder ist's ein Zeichen, dass der Vorstand an sein Unternehmen glaubt?