Präsident Bush beweist: Er ist der Richtige


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kalle4712:

Präsident Bush beweist: Er ist der Richtige

 
08.08.01 13:44
Präsident Bush macht einen ganzen Monat lang Urlaub. Ich sage: Richtig so - er kann auch aus der Ferne mit seinen Leuten in Verbindung bleiben und Entscheidungen treffen und Maßnahmen anleiern. Außerdem kann er einige Dinge mit etwas Abstand sicherlich auch neutraler/emotionsloser betrachten und außerdem später mit frischen Kräften wieder ans Werk gehen.

Bush lässt sich jedenfalls nicht durch das Gemeckere um ihn herum beirren - er zieht seine Linie durch. Wer hat dafür heutzutage (in unserer Medienwelt) noch den Mut?

Man vergleiche mit den deutschen Politikern: Sie sind Warmduscher. Nichts wird konsequent durchgezogen - jede Entscheidung wird mit Ausnahmen wieder aufgeweicht, so dass sie letztendlich keine nennenswerten Auswirkungen mehr hat (siehe "Konkurrenz" zwischen den gestzlichen Krankenkassen u.v.m.).

Und das ist das eigentliche Problem mit der deutschen Politik: Jeder will es jedem recht machen. Dies ist aber nicht möglich, wenn man Entscheidungen treffen möchte, die für die Allgemeinheit unter dem Strich von Vorteil sind. Man muss auch mal unbequeme Entscheidungen treffen können und diese auch durchziehen.

Auch wenn Bush nicht die optimale Linie verfolgt (wer kann/tut das schon?), so wird er mit einer klaren Linie sicherlich eine bessere Politik betreiben als die deutschen Politiker.

Ich habe in sachen Bush sicherlich andere Ansichten als die breite Masse. MERKE jedoch: Antizyklik ist häufig nicht nur an der Börse der Weg zum Erfolg, sondern auch im täglichen Leben.

Was dies mit der Börse zu tun hat? Ganz einfach: US-Aktien sollten übergewichtet werden!
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rosch:

USA ist in allem - flexibler o.T.

 
08.08.01 13:47
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ReWolf:

lang lebe der könig

 
08.08.01 13:52
wenn sich bush nicht so stark für die geldmacht und das militär einsetzen würde, könnte ich dir glad recht geben. aber der kerle ist mir echt nicht geheuer

ich bin übrigens auch warmduscher  
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rosch:

trivial, aber immer richtig in diesem Zusammenhang

 
08.08.01 13:57
"Geld ist zwar nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts!"

"Das Sein bestimmt das Bewußtsein!" (Lenin?)
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Diogenes:

Ob Bush der richtige ist ...

 
08.08.01 14:06
... wage stark zu bezweifeln! Jedenfalls hat sich die Arbeitslosigkeit in den USA seit seinem Amtsantritt mehr als verdoppelt, das Wirtschaftswachtum halbiert, die internationale Akzeptanz der US-Politik ist auf ein historisches Minimum gesunken, ...
In einem Artikel der Abendzeitung wurde Bush als der dümmste Präsident (ein IQ von nur 85 (100 ist Durchschnit, ab 60-70 beginnt geistige Behinderung!)) seit über 50 Jahren, wenn nicht in der ganzen Geschichte der USA entlarvt. Angeblich hätte Clinten einen doppelt so hohen Wert erreicht.
Vor ca. 3 Monaten wurde Bush in einer GMX-Umfrage von etwa 60% (bei über 1000 Teilnehmern) als "politische und ökologische Katastrophe" bezeichnet.
Meine Meinung zu einer "klaren politischen Linie": Diese ist zwar wüschenswert, aber nicht um jeden Preis! Um es sehr hart und übertrieben auszudrücken: Auch Leute wie Hitler oder Stalin haben eine eindeutig klare politische Linie verfolgt! Mir ist da eine gemäßigte realpolitische Linie wie hier in Deutschland gar nicht so unrecht, denn hier weiß man auch nach einem Regierungswechsel woran man ist!

Diogenes
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rosch:

ja, Diogenes , Du hast recht! Bush kam im

 
08.08.01 14:16
Januar 2001 rein ins Weisse Haus, hat einen hebel umgelegt und

.. die arbeitslosigkeit stieg von 4,2% auf 4,6%

.. das reale wirtschaftswachstumtum sank sofort von 2,4 auf 1,2%

Dein weltbild und der einblick in wirtschaftliche zusammenhänge sind genial

.. weiter so, aus Dir wird noch mal was ganz großes

.. so Bundeskanzler wie Schröder

..gratuliere

liebe grüsse an einen tollen neuen freund

Ciao
r
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everhope:

Bush hat alle verärgert,

 
08.08.01 14:54
doch allmählich lernt er auch dazu  

   
 In den ersten sechs Monaten im Weißen Haus hat George W. Bush kaum eine Gelegenheit ausgelassen, um Freund und Feind zu brüskieren: Er hat den Ausstieg der USA aus dem Kyoto-Protokoll erklärt, Abkommen gegen die Verbreitung von biologischen Waffen in den Papierkorb geworfen, den ABM-Vertrag zur Raketenabwehr aufgekündigt und mit dem Boykott der UN-Konferenz zum Rassismus gedroht.

Es scheint, als wolle er die ganze Welt verärgern. Doch glaubt man Bush, ist das Ziel seiner Politik ein völlig anderes: Er will mit den Verbündeten eng zusammenarbeiten, sich den internationalen Herausforderungen stellen, alten Feinden wie Russland die Hand reichen und selbst das heikle Verhältnis zu China entspannen.

Wie passt das alles zusammen? Vorderhand gar nicht. Nur wenn man bereit ist, die Logik der neuen amerikanischen Außenpolitik zu akzeptieren, kann man mit einigem Wohlwollen ein Handlungsmuster erkennen, das nicht auf Rückzug, Ignoranz und Isolation abzielt.

In dieser durchaus fragwürdigen Logik verlieren Verträge und internationale Organisationen massiv an Bedeutung.

Bush und den Republikanern sind vor allem die Vereinten Nationen suspekt. Je größer und globaler der Ansatz, desto misstrauischer ist die US-Regierung, weil man fürchtet, dass man in einem größeren Zusammenhang die eigenen Interessen nicht mehr durchsetzen kann.

Bilaterale Verträge, klare "Deals" zwischen den USA und einem anderen Land, sind in dieser Perspektive vielversprechender als multilaterale Abkommen.

Die einzige internationale Organisation, die der US-Regierung wichtig erscheint, ist die Nato. Allerdings ist Bush auch dort auf dem besten Weg, mit seinem Raketenabwehrprogramm und der Aufkündigung des ABM-Vertrages neue Konflikte heraufzubeschwören.

Er weiß, dass es schwierig wird, die Zustimmung der Nato-Partner zu gewinnen, doch er weiß auch, dass sie letztlich das Bündnis nicht in Frage stellen werden.

Die vermeintlich "weicheren" Themen der internationalen Politik - der Kampf gegen Aids oder die Reduzierung der CO2-Emmissionen - sind in der neuen Sichtweise Washingtons nicht als Gegenstand internationaler Abkommen geeignet, sondern eher das Objekt einer Selbstverpflichtung einzelner Länder, wenn nicht gar einzelner Bürger.

Bei diesem Politikverständnis bleiben nicht nur drängende soziale Probleme im Innern auf der Strecke, auch international konzentriert sich die US-Regierung auf das Wenige, das sie für wesentlich hält: Sicherheitspolitik und globale Marktwirtschaft.

Dass der Rest der Welt, wie beim Kyoto-Protokoll und dem Raketenabwehrprogramm, verständnislos den Kopf schüttelt, schert Bush wenig.

Dennoch wäre es verfrüht und im Kern wohl falsch, käme man zu dem Schluss, die USA seien auf dem Weg in selbstgerechte Isolation.

Wie bei jeder anderen Regierung auch, werden die Zwänge der Außenpolitik und die Abhängigkeit von Verträgen, Bündnissen und Partnern erst mit der Zeit deutlich werden.

Es wird nicht lange dauern, bis die Realität den amerikanischen Flirt mit dem Isolationismus auch auf anderen Feldern beenden wird.


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