Nach meiner Kenntnis wird der Wert eigener Aktien in CET1 nicht mit dem aktuellen Marktwert angesetzt, sondern mit einer fixen Größe, z. B. ein Dollar pro Aktie. Bei einer SPS-in-Stammaktien-Umwandlung dürfte dieser Nennwert entsprechend dem Verwässerungsfaktor nach unten angepasst werden.
Dass CET1 durch die SPS-in-Stammaktien-Umwandlung um 191 Mrd. $ steigt, liegt nicht daran, dass neue Stammaktien "erzeugt" werden, sondern daran, dass die SPS - die als Sollbetrag in der Bilanz stehen - mit der Umwandlung in Stammaktien aus der Bilanz verschwinden.
Die JPS zählen übrigens nicht zu CET1, sondern zum "zusätzlichen Kernkapital" (Additional Tier 1 capital - AT 1)". Durch ihre Umwandlung in Stammaktien steigt CET1 daher nicht. Allerdings müssen die ca. 33 Mrd. $ (Bilanzwert der JPS zum Nennwert) dann nicht in Cash ausgezahlt werden. Die Kapitalerhöhung kann dann mit geringerem Volumen durchgeführt werden.
Letztlich werden - bei einer JPS-in-Stammaktien-Umwandlung - auch die JPS durch zusätzliche Verwässerung der Stammaktien "ausgezahlt", also zum Nachteil und auf Kosten der alten Stammaktionäre, die dann weniger erhalten.
Ich rechne aber wie gesagt mit 50% Haircut auf den JPS-Nennwert.
Die JPS-in-Stammaktien-Umwandlung wird vermutlich gleichzeitig mit der SPS-in-Stammaktien-Wandlung durchgeführt (also beides in einem Rutsch, und vermutlich beides mit gleichem Haircut).
