bei Zerohedge...
www.zerohedge.com/markets/...chase-200-billion-mortgage-bonds
...stehen die geplanten MBS-Aufkäufe gar nicht mit einer Freilassung (und damit mit einem Börsengang) von FnF im Zusammenhang.
Dem ZH-Artikel zufolge sollen FnF die MBS selber aufkaufen, also noch während ihrer Zwangsverwaltung und ohne Freilassung oder Börsengang. Und zwar mit den rund 200 Mrd. $, die sie seit 2019 für eine Freilassung "angespart" haben. (Ab 2019 mussten FnF nicht mehr ihre gesamten Einnahmen über den NWS an die Regierung abführen. Das so Ersparte sollte eine spätere Freilassung ermöglichen.)
Cash auf dem Konto ist allerdings sicherer als MBS in der Bilanz. Trumps Idee ist für Fnf daher nicht vorteilhaft.
Hintergrund ist, dass die US-Notenbank Fed sich sträubt, die Leitzinsen (kurzes Ende der Zinskurve) so stark zu senken, wie Trump es gern hätte.
Auch die Ära des "Quantitativen Easing" (QE) der Fed ist zu Ende gegangen. Bis ca. 2020 hatte die Fed Staatsanleihen und teils auch MBS von FnF in großen Mengen aufgekauft, um auch die Zinsen am langen Ende der Zinskurve zu drücken.
Trumps Schnapsidee scheint nun offenbar zu sein, dass Fannie und Freddie für die Fed "in die Bresche springen" und eine Art Schatten-QE betreiben. - also nun mit dem seit 2019 angesammelten Cash in ihrer Bilanz MBS-Aufkäufe tätigen.
Diese MBS-Aufkäufe von Fnf könnten das Zinsniveau am US-Hypomarkt in der Tat runterbringen, was US-Hausbauern zugute käme. (Es ist letztlich egal, ob der Fed oder FnF die MBS aufkaufen, die Wirkung ist diesselbe.)
Die Wirkung dürfte allerdings recht begrenzt sein: 200 Mrd. $ klingt nach viel, ist aber faktisch nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn im US-Hypothekenmarkt sind bereits FnF-MBS im Volumen von über 8 Billionen (8000 Milliarden) Dollar im Umlauf.
Es ist wohl unter Strich nur eine weitere Klamauknummer von Trump, um angeblich etwas gegen die hohen Hypozinsen in USA "zu tun". De facto wird dabei aber wenig erreicht.
Für FNF-Aktionäre ist diese News so oder so schlecht, denn Cash auf dem Konto (die angesparten Summen für die Freilassung) ist allemal sicherer als für diese Cash gekaufte MBS, deren Kurs ja auch vom Zinsmarkt abhängt. Käme z. B. in USA eine hohe Inflation auf (noch höher als die jetzige), würden 30-jährigen Hypothekenanleihen - und nichts anderes sind die FnF-MBS - im Kurs stark einbrechen. Das bisher gehaltene Cash hingegen war von den Launen des Zinsmarktes abhängig.
Unterm Strich heißt das: Trumps/Pultes Schatten-QE - via FnF - dürfte einen Börsengang und damit die Freilassung von FnF sogar erschweren!
Denn wenn die MBS-Kurse inflationsbedingt fallen - und damit ihr Cash-Wert -, würde eine Freilassung in noch weitere Ferne rücken.