https://twitter.com/Ny1david/status/1587583518657355777
David Fiderer
deepL + edit
Auch hier kann man nicht genug betonen: Die Position der FHFA, dass die [SPS-]Dividenden nur nach dem Stand von 2012 evaluiert werden sollten, ist ein völlig doppelzüngiges Gerede. Die Entscheidung, eine Bardividende zu zahlen, wird jedes Quartal neu getroffen - und sie wird nie gezahlt, wenn ein Unternehmen unterkapitalisiert ist.
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A.L.: Tatsächlich ist es so, dass Unternehmen, die in Schwierigkeiten sind, ihre Dividendenzahlungen aussetzen - eben weil das Überleben der Firmen via Kapitalerhalt vorrangig ist. Deshalb haben ja auch die normalsterblichen Fannie- und Freddieaktionäre seit Einführung der Zwangsverwaltung in 2008 keine Dividenden mehr erhalten.
Aber WIESO nimmt sich dann die US-Regierung das Sonderrecht heraus, für ihre SPS-Aktien Dividenden zu verlangen, und dann auch noch 10 % Wucherdividende? Wenn die Zwangsverwaltung ehrlich den Prinzipien von "Schützen und Bewahren" gefolgt wäre, dann hätte auch die US-Regierung auf ihre 10 % Dividende für die SPS - und erst recht später auf die "100 %-Dividende" aus dem NWS - so lange verzichten müssen, bis FnF wieder ausreichend kapitalisiert sind.
Auch die Tatsache, dass die SPS "senior" sind (allen anderen Aktien vorrangig), berechtigt die Regierung nicht dazu, (Wucher-)Dividenden zu erheben, solange die Kapitalausstattung der beiden Firmen zu niedrig ist.
ES SEI DENN - und das ist die Wahrheit - HERA und die Zwangsverwaltung sollten allein dazu dienen, Fannie und Freddie bis zu Unkenntlichkeit zu schrumpfen und das Geld der Altaktionäre auf die US-Regierung umzuverteilen.
Die Memoiren von US-Finanzminister Hank Paulson zeigten genau dies. Die Altaktionäre sollte für dumm verkauft, überrumpelt und betrogen werden. Paulson schrieb: "Das erste, was die Aktionäre hören werden, ist das Geräusch, wenn ihre Köpfe auf dem Boden aufschlagen."
Fair wäre gewesen, Fannie und Freddie 2088 ff. via TARP eine Kreditlinie zu 5 % Zinsen anzubieten - wie den anderen TBTF-Banken auch. Diese Kreditlinien hätten FnF ohne die Zwangsverwaltung dann übrigens auch nur sehr begrenzt in Anspruch nehmen müssen, weil sie im Sommer 2008 über 93 Mrd. $ Buchkapital verfügten und in den MBS nur wenig Subprime-Kredite steckten.
Das ganze war also ein Farce von Ex-Goldman Hank Paulson, um die lästigen GSE loszuwerden. Er tat es (grober Interessenkonflikt!) um seiner Ex-Firma und anderen US-Großbanken mehr Hypokredit-Geschäftsvolumen zuzuschanzen. Und die Regierung ließ Paulson - und später Tim Geithner - nur deshalb (via FHFA) schalten und walten (z. B. Durchdrücken unnötiger Risikorückstellungen und DTAs, die künstliche Verluste erzeugten), weil sie über die 10 % Wucher-Dividende mitkassieren konnte.
Über die Hintergründe des "Goldman-Coups" hatte ich bereits im April 2009 geschrieben:
https://www.ariva.de/forum/...en-thread-283343?page=1689#jumppos42226
David Fiderer
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Auch hier kann man nicht genug betonen: Die Position der FHFA, dass die [SPS-]Dividenden nur nach dem Stand von 2012 evaluiert werden sollten, ist ein völlig doppelzüngiges Gerede. Die Entscheidung, eine Bardividende zu zahlen, wird jedes Quartal neu getroffen - und sie wird nie gezahlt, wenn ein Unternehmen unterkapitalisiert ist.
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A.L.: Tatsächlich ist es so, dass Unternehmen, die in Schwierigkeiten sind, ihre Dividendenzahlungen aussetzen - eben weil das Überleben der Firmen via Kapitalerhalt vorrangig ist. Deshalb haben ja auch die normalsterblichen Fannie- und Freddieaktionäre seit Einführung der Zwangsverwaltung in 2008 keine Dividenden mehr erhalten.
Aber WIESO nimmt sich dann die US-Regierung das Sonderrecht heraus, für ihre SPS-Aktien Dividenden zu verlangen, und dann auch noch 10 % Wucherdividende? Wenn die Zwangsverwaltung ehrlich den Prinzipien von "Schützen und Bewahren" gefolgt wäre, dann hätte auch die US-Regierung auf ihre 10 % Dividende für die SPS - und erst recht später auf die "100 %-Dividende" aus dem NWS - so lange verzichten müssen, bis FnF wieder ausreichend kapitalisiert sind.
Auch die Tatsache, dass die SPS "senior" sind (allen anderen Aktien vorrangig), berechtigt die Regierung nicht dazu, (Wucher-)Dividenden zu erheben, solange die Kapitalausstattung der beiden Firmen zu niedrig ist.
ES SEI DENN - und das ist die Wahrheit - HERA und die Zwangsverwaltung sollten allein dazu dienen, Fannie und Freddie bis zu Unkenntlichkeit zu schrumpfen und das Geld der Altaktionäre auf die US-Regierung umzuverteilen.
Die Memoiren von US-Finanzminister Hank Paulson zeigten genau dies. Die Altaktionäre sollte für dumm verkauft, überrumpelt und betrogen werden. Paulson schrieb: "Das erste, was die Aktionäre hören werden, ist das Geräusch, wenn ihre Köpfe auf dem Boden aufschlagen."
Fair wäre gewesen, Fannie und Freddie 2088 ff. via TARP eine Kreditlinie zu 5 % Zinsen anzubieten - wie den anderen TBTF-Banken auch. Diese Kreditlinien hätten FnF ohne die Zwangsverwaltung dann übrigens auch nur sehr begrenzt in Anspruch nehmen müssen, weil sie im Sommer 2008 über 93 Mrd. $ Buchkapital verfügten und in den MBS nur wenig Subprime-Kredite steckten.
Das ganze war also ein Farce von Ex-Goldman Hank Paulson, um die lästigen GSE loszuwerden. Er tat es (grober Interessenkonflikt!) um seiner Ex-Firma und anderen US-Großbanken mehr Hypokredit-Geschäftsvolumen zuzuschanzen. Und die Regierung ließ Paulson - und später Tim Geithner - nur deshalb (via FHFA) schalten und walten (z. B. Durchdrücken unnötiger Risikorückstellungen und DTAs, die künstliche Verluste erzeugten), weil sie über die 10 % Wucher-Dividende mitkassieren konnte.
Über die Hintergründe des "Goldman-Coups" hatte ich bereits im April 2009 geschrieben:
https://www.ariva.de/forum/...en-thread-283343?page=1689#jumppos42226