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Die neue Klage in D über 1,1 Mrd. Euro, bedeudet potentieller € 3,6 Kurswert Verlust (=1,100/306). Setzt man die Wahrscheinlichkeit mit 50% an sind es gerade einmal € 1,8. Da bei der neuen Klage 10 amerikanische Kläger dabei sind, muß man wohl annehmen, daß man davon ausgeht, daß die Klage in den USA (auch ca. 1 Mrd. Euro Streitwert) wahrscheinlich abgewiesen wird. Somit ergibt in Wirklichkeit netto gar keine Erhöhung der Prozessrisken. Interessant ist, daß die Kläger verdeckt agieren und mit ein paar Mio Euro, die Porsche Aktie um ca. 1,5 Mrd. an einem Tag erleichtern können.
Was die Fusion mit VW betrifft, scheint es nun so zu sein, daß die Wahrscheinlichkeit die "Option" zu ziehen von 50% auf z.B. 75% erhöht wird. Da der Wert der 51% Porsche AG beim letzten Quartalsbericht mit 8 Mrd. bewertet war und mit einer Wahrscheinlichkeit mit 50% angenommen wurde, daß die Option ausgeführt wird, wurde praktisch (ergebnismäßig) unterstellt daß die Porsche SE 6 Mrd. für die Porsche AG lukrieren kann. Da sich nun die Wahrscheinlichkeit erhöht (es wurden bisher keine neuen Angaben über die Höhe gemacht), daß die Option von VW gezogen gezogen wird, kann das heißen, daß z.B. bei 75% noch 1 Mrd. "verloren geht" bzw. bei 100% 2 Mrd. "ergebnistechnisch" verloren gehen (da dies bilanziell bisher noch nicht berücksichtigt ist). Bei 100% würde das praktisch heißen, daß wir über die 51% der Porsche AG keine Gewinne lukrieren können, da die Porsche AG ja zum Fixpreis von 3,9 Mrd. bereits verkauft ist. Die Porsche AG Gewinne fließen dann indirekt verdünnt über die 51% VW Beteiligung.
Da man jedoch davon ausgehen muß, daß die Option auch bei der Preisfindung für die Fusion berücksichtigt wird, müßte es eigentlich für die Porsche SE irrelevant sein, ob die Option ausgeübt wird oder nicht. Das bedeudet dann, daß die Porsche SE "nur" mehr eine Finanzholding ist, die 51% der VW Stammaktien hält und die die Porsche AG bereits zum Fixpreis von 3,9 Mrd. verkauft hat.
ist denn jetzt besser für uns, Fusion oder Übernahme, eine andere Alternative gibt es ja nicht, oder?
Hat Porsche bei beiden Szenarien beim Umtauschkurs was zu sagen`?
Hallo zusammen,
bin zur Zeit nicht investiert wie ein paar vielleicht wissen. Trotzdem wollte ich hier einigen die Ängste nehmen bezüglich der Klage in Deutschland. Als Jurist für Banken- und Kapitalmarktrecht halte ich die Erfolgsaussichten- wie man sie in den Pressemitteilungen liest- für sehr gering.
Allenfalls einen Vergleich kann ich mir vorstellen, der max. ein Drittel der Summe ausmacht. Die Rechtsprechung bezüglich unterlassener Ad-hoc Mitteilung bezieht sich allenfalls auf Einzelgerichtsentscheidungen die mit der höchstrichterlichen nicht im Einklang stehen.
Leider kann ich das wirkliche Risiko für Porsche aus der Ferne (ohne die KLageschrift zu kennen) nicht abschließend einschätzen, aber aus fachlicher Sicht wäre eine Verurteilung zu 100% aus meiner Sicht in Deutschland mit der geltenden Rechtslage und der Rechtsprechung nicht vereinbar.
Angemerkt sei, dass ich selbst aus München komme und die Kanzlei sehr gut kenne, die haben was drauf, so dass nicht alles ins Blaue hinein behauptet sein wird.
Aber nochmal: Nur meine persönliche Meinung, die für Anleger natürlich keinen großen Wert hat, solange man nur aus der Presse seine INfos bekommt.
Schönen Abend euch allen und ein sonniges Wochenende
Nein meine die CLLB meines wissen war die nicht Vertreter im Fall Jenoptik, wobei du bei dem Urteil von der Sache schon recht gut liegst.
Kann als Anwalt natürlich nicht immer alles posten was ich weiß bzw was ich mitkriege und gegen deine FAchkompetent im Bereich Börse komm ich eh nicht an;.-). Sollte aber mal ein juristisches Thema aufkommen, werd ich mich melden.
Hab nochmal ein bisschen drüber nachgedacht:
Als Zeuge ist anscheinende der Bundespräsident geladen. Umgekehrt wird VW (untechnisch ausgedrückt) Mitwisserschaft vorgeworfen.
Das würde bei einer Verurteilung dann bedeuten, dass man dem Bundespräsidenten ans Bein pinkeln müsste, da er ja über Niedersachsen davon gewusst haben müsste. Wie wahrscheinlich ist das wohl....
Aber nochmal leider kann man wenig sagen, wenn man nicht die Klageschrift kennt.
Würde man mich ganz privat fragen, was Zweck dieser ganzen Sache ist, würde ich sagen, dass hier auf das Umtauschverhältnis Porsche-VW Aktien eingewirkt werden soll, aber da das ja wieder eine Marktmanipulation von Seiten Porsche/Vw wäre, gehe ich mal davon aus, dass man in der Kanzlei wirklich was zu bieten hat, was zumindest zu denken gibt.
So jetzt mal Schluss für heute muss zu einem Junggesellenabschied...;-)
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