Ja, "kaufmännisch-technisch" passt das alles. Nur der "kaufmännisch-logische" Grund entzieht sich meinem bescheidenen Verständnis.
Wir gehen doch alle mal davon aus, dass bei der Ausübung der Optionen die restlichen 50,1 % der Porsche AG an Volkswagen verkauft werden, und zwar zum Fix-Preis von 3,9 Mrd. €. Und genau zu diesem Wert ist diese Beteilgung doch auch aktiviert.
Warum also diese "Rückstellungen"?
Und nach meiner Logik ist es nicht nachvollziehbar, warum es für die Porsche SE gewinnmindernd ist, wenn die Porsche AG gute Gewinn macht, und gewinnsteigernd wenn sie schlechte Geschäfte macht. Das ist doch Schwachsinn...
Und ganz verwirrend sind die unterschiedlichen Wertansätze für die Call- und Put-Optionen.
Ob nun Porsche die Call-Option ausübt, oder Volkswagen die Put-Option zieht, der wirtschaftliche Ausfluss ist doch der gleiche. Die Anteile gehen zum Fixpreis an Volkswagen.
Warum ist wird nun die Call-Option mit 156 Mio. aktiviert, während die Put-Option mit 2,276 Mio. € passiviert wird?
Was passiert, wenn die Wahrscheinlichkeit der Optionsausübung auf 0 sinkt? Denn das passiert, wenn die Verschmelzung kommt. Gibt's dann einen zusätzlichen Ertrag von über 4 Mrd. €, und woher kommt der dann eigentlich?
Fragen über Fragen...
Der Mensch ist mit nichts in der Welt zufrieden, ausgenommen mit seinem Verstande, je weniger er hat, desto zufriedener.
August von Kotzebue