"Die Autos, allen voran BMW und VW, bestätigen die Einschätzung der „Actien-Börse“.
Es ist ein glattes Spiel, was wir betonen, aber das ist eine klassische Stimmungsfrage. Denn von Autos kennt jeder etwas oder meint es zu wissen, und dann geht die Post ab. Unterschätzen Sie diesen psychologischen Faktor nicht. Natürlich kann eine BMW- oder
VW-Aktie aus dem Stand heraus nicht sofort um 30 % zulegen, aber technische Signale führen stets zu selbsterfüllenden Prophezeiungen. Dabeisein reicht. DAIMLER wird der Nachzügler und stellt sich an, den Rückstand aufzuholen, siehe Chart."
Unterstellt man, dass Berneckers These zutrifft, wonach Werte, deren Mechanik man zu
kennen glaubt, angenommen/gekauft/gespielt werden, bedeutet das für Porsche (die
Bernecker interessanterweise ja nicht erwähnt hat): diese Aktien werden NICHT gerne
gekauft; eben WEIL man sie nicht versteht. NOCH nicht.
Das wiederum bedeutet: Sobald die dräuenden Fragen (Verschmelzung, Klagerisiken)
geklärt sind und auf dem Tisch liegen, kann und wird Porsche (endlich) wieder verstan-
den werden. Und DANN wird Porsche breitbandig gekauft. Dann wird sich die Börse
enthusiasmiert auf diesen Wert stürzen, der bislang achtlos am Wegesrand liegen ge-
lassen wurde. Erst dann wird bei Porsche die Kuh fliegen.
Alles was wir jetzt erleben, ist unwesentliches Geplänkel. Rosa Rauschen des Alltags.