Nachdem ich mich gestern in der Diskusssion mit Fredo über die Entwicklung des Dax gestern auf Folker Hellmeyer berufen hatte, habe ich nachgeschaut, ob ich ihn richtig
zitiert hatte. Am 18.12.2010 habe ich im Thread der Dt. Bank (Dt. Bank moderiert) ein
Interview, das Andreas Groß vom DAF (dt. Anleger-Fernsehen) mit Folker Hellmeyer führte, wiedergegeben. Link:
http://www.ariva.de/forum/Deutsche-Bank-moderiert-427007?page=9Hier noch einmal die entscheidende Textpassage:
"...Nachfolgend nun der Teil des Interviews, als Andreas Groß/DAF Hellmeyer zum Dax befragte, im Original-Wortlaut (unverständliche Textpassagen habe ich ausgelassen):
Groß:
"Herr Hellmeyer, sprechen wir noch kurz über den Dax. Das Allzeithoch kommt schon
wieder relativ locker über die Lippen. Gut, wir sind doch weit unter...relativ deutlich
unter 7.000 Punkten...7.000 Punkte, das ist so das Ziel bei der Jahresendrallye.
Was ist alles drin, im nächsten Jahr?"
Hellmeyer:
"Im nächsten Jahr bin ich sehr, sehr optimistisch. Wir gehen so weit, dass wir kein obe-
res Limit geben werden. Wir prognostizieren aber, dass mindestens im nächsten Jahr
die Alltime-Highs bei 8.150 Punkten heraus genommen werden. Und ich möchte noch-
mal betonen: für uns ist auf dem aktuellen Niveau, wo wir uns bewegen, in der Wirt-
schaft, in der Profitabilität, ein Dax-Stand von 9.500 Punkten gerechtfertigt ist.
Für uns ist der Aktienmarkt im Moment der am stärksten unterbewertete Anlagemarkt.
Übrigens der Kapitalmarkt im Triple-A-Bereich am langen Ende der am deutlichsten über-
bewertete Markt. Also, hier sind im nächsten Jahr Anpassungsprozesse drin und die
Dynamik der Weltwirtschaft...der Welt eh weiter zu nehmen."
Groß:
"....Gibt's da überhaupt keine Damoklesschwerter, die da irgendwo pendeln, zum Bei- spiel Schuldenproblematik, die letzendlich auch sich niederschlägt in einer fehlenden Gewinndynamik bei den Unternehmen"?
Hellmeyer:
"Als das kann ich im Moment nicht ansatzweise erkennen. Wir haben im Moment nicht
die Situation, dass die Staatshaushalte oder die Finanzierung der Staatshaushalte die
Liquidität so einschränken, als dass die Unternehmen nicht reüssieren können. Im
Gegenteil, wir haben üppige Liquidität da und da sehen wir auch beispielsweise an den
...Zahlen...Japan im 3. Quartal Gewinnsteigerungen der Unternehmen gegenüber dem Vorjahr um 54,1%...das sind Größenordnungen, die sind dramatisch, die sind sensatio-
nell und das ist auch gut so."
Groß:
"...Besten Dank."
Hellmeyer:
"Gerne".