Porsche: Es gibt kein Zurück


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Hartkore_Diab.:

Porsche: Es gibt kein Zurück

 
01.08.01 17:40
ftd.de, Mi, 1.8.2001, 12:42  
Porsche: Es gibt kein Zurück
Von Thorsten Kramer, Hamburg

Die Argumente sind ausgetauscht. Weder Porsche, noch Deutsche Börse beabsichtigen einen letzten Versuch zu unternehmen, die Aktie des Automobilherstellers im Nebenwertesegment MDax zu halten. Nun muss der Arbeitskreis Aktienindizes entscheiden.

Der Sportwagenhersteller werde nun den 7. August abwarten, sagte ein Sprecher der Financial Times Deutschland. Dann berät der Arbeitskreis Aktienindizes der Deutschen Börse darüber, ob die Porsche-Aktie im MDax bleiben darf oder nicht. "Es ist uns keinesfalls gleichgültig, ob unsere Aktie im MDax gelistet wird oder nicht", sagte der Sprecher. "Aber wir erwarten keine negativen Folgen für den Kursverlauf, falls sich der Arbeitskreis dafür entscheidet, dass Porsche den MDax verlassen muss. Das haben uns auch Fondsmanager in vielen Gesprächen bestätigt." Das MDax-Listig sei kein entscheidendes Anlagekriterium, sondern die Performance des Unternehmens. "Und da sind wir zuversichtlich", sagte der Sprecher weiter, "dass wir weiter wachsen werden." Auch die Deutsche Börse warte nun auf die Entscheidung am 7. August, sagte Pressesprecher Frank Hartmann.


Strengere Regeln


Das Regelwerk der Deutschen Börse sieht seit Jahresbeginn vor, dass alle Unternehmen, die in den Qualitätssegmenten Dax und MDax geführt werden, regelmäßig Quartalsberichte veröffentlichen müssen. Dies hatte die Deutsche Börse 1999 entschieden. Vor allem mit Hinblick auf ausländische Investoren seien internationale Berichtsstandards unverzichtbar, hieß es zur Begründung. Alle Anleger erhielten dadurch den gleichen Zugang zu Informationen und könnten die langfristige Entwicklung des Unternehmens kontinuierlich beurteilen, argumentierte Vorstandsmitglied Christoph Lammersdorf.



Porsche weigert sich, Drei-Monats-Zahlen über Umsatz und Ertrag zu veröffentlichen, weil das Geschäft nach Ansicht von Vorstandschef Wendelin Wiedeking einem Jahreszyklus unterliegt. Die auf Wunsch von Porsche nochmals aufgenommenen Gespräche mit der Deutsche Börse vor rund 14 Tagen hatten zu keinem Ergebnis geführt.



© 2001 Financial Times Deutschland
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