Wenn das Genehmigungsverfahren vereinfacht wird ist das ganz klar zum Vorteil von PNE, weil dann die zahlreichen Projekte in der Pipeline noch schneller genehmigt und realisiert werden können. Die Rechnung ist einfach:
1. Onshore: Von den 1100 projektierten MW liegt aktuell nur für 14 MW eine Baugenehmigung vor. Das heißt: die übrigens Windparks mit 1086 MW Leistung könnten schneller als geplant genehmigt, gebaut und verkauft werden. Wie man da einen Nachteil für PNE sehen kann ist mir absolut unverständlich.
2. Offshore ändert sich überhaupt nichts. Gode Wind I, II und III sind vor Allem deshalb so viel wert, weil sie relativ nah an der Küste liegen - daran ändert sich nichts. Die guten Standorte sind hier alle längst vergeben. Das neue Genehmigungsverfahren würde PNE aber für seine weiteren Offshore-Parks (Nautilus I + II, Nemo, Jules Verne) sehr nützlich sein, da diese schneller genehmigt wären.
Ich denke auch nicht, dass das einen großen Einfluss auf den Preis haben wird. Der Preis für einen Windpark richtet sich ja vor Allem nach der zu erwartenden Rendite, und die verändert sich durch ein schnelleres Genehmigungsverfahren im Verhältnis zu den Gesamtkosten fast gar nicht. Und Investoren werden vor Allem deshalb weiterhin fertig geplante oder sogar gebaute Windparks kaufen, weil sie (wie der Name schon sagt) nur ihr Geld gewinnbringend investieren wollen. Nordex hat zum Beispiel vor kurzem gemeldet, dass sie schon x Windparks an die Allianz verscherbelt haben - ich glaube kaum, dass die Allianz ein Interesse daran hat, selbst Windparks zu entwickeln.
Kurzum: die Auswirkungen werden nicht besonders groß sein, aber auf jeden Fall zu Gunsten von PNE ausfallen.
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