Jeder Investor will Geld verdienen. Je mehr desto besser. Und geringes Risiko ist auch toll.
Genauso wie steigende Renditen am Rentenmarkt (bei gleichzeitig sinkenden Kursen von bereits am Markt befindlichen Rententiteln) meist zu sinkenden Aktienkursen (der Markt verlangt einen niedrigeres KGV => höhere Dividendenrendite) führt, so hängt auch jedes andere Invest davon ab.
Zur Zeit steigen die Zinsen am langen Ende sogar relativ deutlich. Für sehr risikoarme dt. Bundesanleihen sind bei 20jähriger Laufzeit (solange läuft auch ein Windpark!) mittlerweile wieder über 3 % (ca. 0,5 % mehr als vor einigen Wochen) drin.
Dementsprechend wird für eine Risikoinvest wie ein Windpark-Projekt eine höhere Rendite erwartet. Dies bedeutet im Zweifel für einen Windparkprojektierer, dass er lieber mit Verlust (niedrigeren (Projekt-)Preis für den Käufer; s.
#3396) einen projektierten Windpark verkauft, bevor er drauf hängenbleibt, weil die Rendite des Windpark selbst nicht großartig gesteigert werden kann.
Vielmehr ist durch die politischen Aussagen der letzten Tage zu befürchten, dass Windparks, insbesondere Offshore-Windparks, die teilweise doppelt so hohe Baukosten wie geplant hatten, kaum eine Rendite erwirtschaften, die attraktiv genug ist. Welche Rendite würden wir erwarten? 4%, 5% oder 6% oder noch mehr für 20 Jahre?
Schaut mal Euch zum Beispiel an, wie erfolgreich Bürgerwindparks mit einem professionellen Projektierer laufen, z.B.:
www.windwaerts.de/de/referenzen/...teiligungsfonds-hasede.htmlUnter einem tollen Ergebnis verstehe ich was anderes.
Für PNE Wind sehe ich deswegen auch das Problem, dass Windparks immer schwerer an den Investor zu bringen sind. Und die Aussage unter
#3387 von US21:
"...Als Beispiel: Wenn Dong sich aus offshore zurückzieht sagt PNE selbst, dass das existenzgefährdend für PNE wäre....."
sollte den Letzten nachdenklich werden lassen.
Dong hat alle Zeit und vor allem auch das Druckmittel, um den Preis von PNE Wind geplante Windparks zu drücken. Und ganz ehrlich: Wären wir Dong, würden wir unsere Macht zu deutlichen Preisnachlässen nutzen, wenn wir das Projekt wirklich durchziehen wollen. (=> schlecht für die PNE Aktionäre) Und wenn die Windpark-Rendite dann immer noch zu mager ist, im Zweifel das Bauen ganz gelassen. Lieber wenig gutes Geld abschreiben, als noch weiteres hinterher schmeißen.