Plante Kaplan-Vertrauter einen Selbstmordanschlag?
Ein führendes Mitglied des islamistischen Kaplan-Verbandes aus Köln ist auf dem Frankfurter Flughafen verhaftet worden. In seinem Gepäck wurden ein Kampfanzug, eine Sturmhaube und ein Abschiedsbrief an seine Familie gefunden.
Köln/Frankfurt - Die Verhaftung erfolgte bereits am vergangenen Mittwoch. Der türkische Student Harun A., 29, sei auf dem Frankfurter Airport aus einem Flugzeug, das in die iranische Hauptstadt Teheran fliegen sollte, geholt worden, berichtete der Sprecher des Bundesgrenzschutzes, Armin Thiel. A. sei ein Vertrauter des selbst ernannten Kölner Kalifen Metin Kaplan.
Generalbundesanwalt Kay Nehm hat unterdessen die Ermittlungen übernommen. Harun A. stehe im dringenden Verdacht, als Mitglied einer terroristischen Vereinigung mit islamistischem Hintergrund schwere Gewalttaten geplant zu haben, sagte Nehm.
Im Gepäck des Studenten seien die typischen Gegenstände eines terroristischen Schläfers gefunden worden, darunter ein angeblicher ABC-Schutzanzug und eine CD-Rom, die das Ausbildungsprogramm zum "Gotteskrieger" enthalte, sagte Thiel. Auf einem anderen Datenträger sollen sich Darstellungen von Selbstmordanschlägen befunden haben. Die Ermittler hätten auch einen Flakon mit quecksilberartiger Flüssigkeit beschlagnahmt, die zur Herstellung eines Zündmechanismus eines Sprengkörpers gebraucht werden kann.
Der Abschiedsbrief an seine Ehefrau und ein Testament ließen nach Ansicht der Staatsanwaltschaft darauf schließen, dass der Kölner Student auf Seiten des mutmaßlichen Terroristenchefs Osama Bin Laden und des afghanischen Taliban-Regimes in den "Heiligen Krieg" gegen die westliche Welt ziehen wollte und dabei offenbar auch den Märtyrer-Tod einkalkulierte.
Harun A. gilt nach einem Bericht des "Kölner Stadt-Anzeigers" als Chefideologe des als militant eingestuften Kaplan-Verbandes "Kalifenstaat". Anhänger des extremistischen Religionslehrers Kaplan wurden bereits 1998 verhaftet, weil sie einen Selbstmordanschlag auf das Mausoleum Atatürks während der Feierlichkeiten zum 75-jährigen Bestehen der Republik Türkei geplant haben.
www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,163894,00.html
Ein führendes Mitglied des islamistischen Kaplan-Verbandes aus Köln ist auf dem Frankfurter Flughafen verhaftet worden. In seinem Gepäck wurden ein Kampfanzug, eine Sturmhaube und ein Abschiedsbrief an seine Familie gefunden.
Köln/Frankfurt - Die Verhaftung erfolgte bereits am vergangenen Mittwoch. Der türkische Student Harun A., 29, sei auf dem Frankfurter Airport aus einem Flugzeug, das in die iranische Hauptstadt Teheran fliegen sollte, geholt worden, berichtete der Sprecher des Bundesgrenzschutzes, Armin Thiel. A. sei ein Vertrauter des selbst ernannten Kölner Kalifen Metin Kaplan.
Generalbundesanwalt Kay Nehm hat unterdessen die Ermittlungen übernommen. Harun A. stehe im dringenden Verdacht, als Mitglied einer terroristischen Vereinigung mit islamistischem Hintergrund schwere Gewalttaten geplant zu haben, sagte Nehm.
Im Gepäck des Studenten seien die typischen Gegenstände eines terroristischen Schläfers gefunden worden, darunter ein angeblicher ABC-Schutzanzug und eine CD-Rom, die das Ausbildungsprogramm zum "Gotteskrieger" enthalte, sagte Thiel. Auf einem anderen Datenträger sollen sich Darstellungen von Selbstmordanschlägen befunden haben. Die Ermittler hätten auch einen Flakon mit quecksilberartiger Flüssigkeit beschlagnahmt, die zur Herstellung eines Zündmechanismus eines Sprengkörpers gebraucht werden kann.
Der Abschiedsbrief an seine Ehefrau und ein Testament ließen nach Ansicht der Staatsanwaltschaft darauf schließen, dass der Kölner Student auf Seiten des mutmaßlichen Terroristenchefs Osama Bin Laden und des afghanischen Taliban-Regimes in den "Heiligen Krieg" gegen die westliche Welt ziehen wollte und dabei offenbar auch den Märtyrer-Tod einkalkulierte.
Harun A. gilt nach einem Bericht des "Kölner Stadt-Anzeigers" als Chefideologe des als militant eingestuften Kaplan-Verbandes "Kalifenstaat". Anhänger des extremistischen Religionslehrers Kaplan wurden bereits 1998 verhaftet, weil sie einen Selbstmordanschlag auf das Mausoleum Atatürks während der Feierlichkeiten zum 75-jährigen Bestehen der Republik Türkei geplant haben.
www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,163894,00.html