PKW Absatz USA in 10 Jahren verdreifacht


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PKW Absatz USA in 10 Jahren verdreifacht

 
13.01.03 11:44

Premieren in Zeiten der Flaute



Detroit Auto Show: Marktanteil deutscher Pkw in den USA hat sich in den letzten zehn Jahren verdreifacht

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VDI nachrichten, 10.1.2003

Detroit ist bis zum 20. Januar das Zentrum der Automobil-Branche. Die „North American International Auto Show“ als größte Messe in den USA und als weltweit erste große Messe des Jahres soll den gebeutelten Herstellern Erfolg bringen.


                    
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Ein Premierenfeuerwerk trotz Wirtschaftskrise also und alle machen auf Optimismus. Wobei die Deutschen, vor allem die Premiummarken BMW, Mercedes und Audi, in Nordamerika weiter zugelegt haben; bei Porsche ging die Boxster-Auslieferung zurück. Volkswagen als stärkster deutscher Importeur hofft auf ein künftiges Absatzplus.
Der Marktanteil der Deutschen auf dem Pkw-Sektor hat sich in den letzten zehn Jahren verdreifacht und liegt jetzt bei 10 %. Sie wollen 2003 in den USA gegen den Trend wachsen. Und die amerikanischen Autobauer? Ford, GM und Chrysler könnten mit den relativ geringen Absatzeinbußen zufrieden sein – wäre da nicht die enorme Verkaufsförderung im vergangenen Jahr gewesen, die den Markt verzerrt hat und sich auf dieses Jahr negativ auszuwirken droht.
Die Deutschen sind jedenfalls für den Kampf um Marktanteile gut gerüstet und wollen vor allem bei den Mehrzweck- und Geländewagen (SUV) in nächster Zeit kräftig zulegen. Nicht zuletzt deshalb zeigt Premiumhersteller  Audi neben der Langversion der kürzlich einführten Nobellimousine A8 den Pikes Peak Quattro.
Die seriennahe Konzeptstudie findet viel Aufmerksamkeit auf der Messe. In der endgültigen Fassung ist der wuchtige 4?+?2-sitzige Geländewagen als Ersatz für den Audi Allroad gedacht. Optisch fallen die hohe Front und die zum Heck hin stark abfallende Dachlinie auf. Unter die Haube der „Crossover“-Studie wurde der 4,2-l-Biturbo-V8 vom RS 6 gepackt, der mit Benzin-Direkteinspritzung 368?kW leistet.
Das Konzept des Audi ist, ähnlich wie die Mercedes GST-Studie, ein Zwitter zwischen Geländewagen wie dem VW Touareg und Kombi wie der A8-Studie Avantissimo – eben crossover. Audi-Chef Martin Winterkorn will auf alle Marktentwicklungen vorbereitet sein. Der Grundgedanke „Autos, made for the USA“, dem wichtigsten Absatzmarkt nach Deutschland, wird auch hier spürbar.
BMW vermittelt mit der xActivity-Studie einen ersten Eindruck vom X3. Obwohl das Concept-Car „nur“ die Rolle des kleinen Bruders des BMW X5 spielt, offeriert es ein ähnlich dimensioniertes Raumangebot. Langer Radstand, kurze Karosserieüberhänge und ein pfiffiges Ladekonzept prägen das Aussehen des X3, dessen Serienfertigung für 2004 erwartet wird.
Rolls-Royce präsentiert den Phantom, die erste unter BMW-Regie gebaute „High-End-Limousine“. Sehr massiv und doch irgendwie elegant, in jedem Fall unverwechselbar mit seinem steil aufragenden Kühlergrill, gekrönt von der „Spirit of Ecstasy“. Der 5,83 m lange 2,5-Tonner, der von einem 337?kW starken 6,75-l-V12 angetrieben wird, kostet 350 000 d. Spektakulär die Schmetterlingstüren, die das Ein- und Aussteigen erleichtern.
Konkurrenz erhält er durch den großen Maybach und den neuen Arnage R der VW-Tochter Bentley. Sein 6,75-l-V8 leistet mit Twinturbo-Unterstützung satte 294 kW und kostet gut betuchte Amerikaner 199?990 Dollar – ein Kampfpreis sozusagen. Bei der Mutter VW steht neben dem Beetle Cabrio der Geländewagen Touareg erstmals auf einer Messe. Porsche zeigt das Schwestermodell Cayenne dagegen in vierfacher Ausführung – die Präsentation des Porsche GT3 kommt dadurch fast zu kurz.
Mercedes enthüllt außer dem SL 600 das T-Modell der E-Klasse, ein Fahrzeug, das den Raum „effizienter und effektiver nutzt als jeder andere Kombi, den wir gebaut haben“, sagt Mercedes-Chef Jürgen Hubbert. Die hinteren Sitze lassen sich voll zusammenfalten. Ein Clou ist der elektrisch angetriebene Easy-Pack-Laderaumboden; optional fährt per Knopfdruck die Last in den Gepäckraum.
VW und DaimlerChrysler wollen zusammenarbeiten, um den bislang total vernachlässigten Dieselmotor in den USA anzuschieben. Man will in Sachen Diesel einen beginnenden Meinungswandels in Nordamerika entdeckt haben. Der erneute Anlauf soll, so Insider, u.a. die Marktchancen deutscher Geländewagen, Vans und Kleintransporter mit sparsamen Dieseldirekteinspritzern und auch Partikelfiltern verbessern. Gleichzeitig müsste allerdings das US-Tankstellennetz umgerüstet werden.  


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